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Welle der Hilfsbereitschaft: Schicksal krebskranker Mutter bewegte viele

Stebach. Sabine Rogge hat eine Achterbahnfahrt der Gefühle hinter sich. Als die RZ sie im Frühjahr besuchte, wusste sie nicht, wie viel Zeit ihr angesichts der Krebserkrankung noch bleibt. Heute scheinen sie und ihre Familie die schwere Zeit wie durch ein Wunder hinter sich zu haben. Die guten Gefühle haben die Oberhand gewonnen.

Für Sabine Rogge haben sich eigentlich gleich zwei Wunder ereignet: Zum einen sind die Chemos überraschend gut angeschlagen. „Die Mediziner haben mir bescheinigt, dass der Krebs jetzt schläft. Der Tumor hinter meinen Rippen ist ganz klein geschrumpft und sehe lediglich wie Narbengewebe aus“, sagt sie. Zum anderen löste der RZ-Bericht über das Schicksal der jungen Familie eine Welle der Hilfsbereitschaft aus, die Sabine Rogge immer noch sprachlos macht. Menschen aus dem gesamten Verbreitungsgebiet der RZ bewegte die Geschichte und veranlasste viele im nördlichen Rheinland-Pfalz zu spontaner Hilfe: „Wir haben so viele Spenden auch von Menschen erhalten, die selbst nicht so viel haben, dass es mich jedes Mal zu tränen rührt, wenn ich daran denke. Und wer nichts geben konnte, der bedachte uns mit ganz lieben Worten. Auch das hat uns viel Kraft gegeben, und wir sind unendlich dankbar.“ Eine größere Spende ist darüber hinaus auch von der Hilfsaktion „HELFT UNS LEBEN“ an Familie Rogge weitergegeben worden.

So summierten sich letztlich meist Kleingeldbeträge zu einer Summe, mit der sich die Familie einen bis dahin nicht greifbaren Urlaubswunsch erfüllt: Heute hebt Sabine Rogge mit ihren Lieben zu einem Transatlantikflug in die Karibik ab. Drei Wochen Kuba stehen auf dem Programm, und die Vorfreude bei den Rogges war zuletzt allgegenwärtig.

Und das war in Sachen Urlaub und Erholung noch nicht alles: Der Waldbreitbacher Jürgen Grünwald, vielen auch als Initiator der Vortour der Hoffnung bekannt, hatte seine Kontakte spielen lassen. Schließlich erhielten die Rogges Nachricht vom Förderverein für krebskranke Kinder „Lützelsoon“ in Hennweiler. Der Verein gehört Jahr für Jahr zu den Begünstigten der Tour der Hoffnung und ermöglicht der Familie Anfang Herbst eine Woche kostenlosen Urlaub auf Schloss Wartenstein. Für Sabine Rogge ist das „einfach nur Wahnsinn“.

Obendrauf kommt, dass Rogges seit zwei Wochen in einem „Zuhause im Glück“ wohnen. Heißt: Eine Frau aus dem Westerwaldkreis, die die Familie bisher nicht kannte, hatte den Fernsehsender RTL II auf deren Schicksal und den Plan aufmerksam gemacht, immer, wenn wieder etwas Geld da ist, das Haus Stück für Stück weiter zu sanieren. Die Macher von „Zuhause im Glück“ nahmen daraufhin Kontakt nach Stebach auf, und Ende Juni rückten die TV-Architekten und Handwerker inklusive Kamerateams an, um die Wünsche der Familie binnen acht Tage Wirklichkeit werden zu lassen – und natürlich alles für die TV-Serie filmisch festzuhalten.

Für die Dauer der Baustelle im trauten Heim und wegen der späteren Überraschung beim Wiedereinzug verbrachten die Rogges ein paar unbeschwerte Tage im Westerwaldtreff Oberlahr. Vor zwei Wochen gab es vor dem Wohnhaus der Familie großen Bahnhof. Kamerateams positionierten sich für den Abschlussdreh mit den „Stararchitekten“ Eva Brenner und Mario Bleiker, die Handwerker legten eine Punktlandung hin und etwa 100 Angehörige, Freunde und Stebacher Bürger bildeten ein stimmgewaltiges Empfangskomitee. Die Tippgeber für RTL II waren auch dabei. „Sie sind inzwischen gute Freunde von uns“, so Sabine Rogge. Sie und ihre Familie dürfen zwar nicht verraten, was in ihrem Haus so alles neu ist, aber so viel steht fest: „Es ist der Hammer, uns ist eine Riesenlast genommen.“ Wer den Serienteil mit den Rogges sehen möchte, muss sich noch bis Herbst gedulden.

Sabine Rogge muss sich immer wieder kneifen, um glauben zu können, was alles passiert ist. Ihr selbst geht es „ganz gut, wenn ich alle meine Tabletten nehme“. Sie ist froh: „Wir haben jetzt ein ruhigeres Leben, das lässt das Schlimme in den Hintergrund rücken.“

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Startschuss für die Aktion Mondlauf in Cochem

24 Stunden lang Kilometer schrubben für den guten Zweck – Spenden gehen an HELFT UNS LEBEN

Cochem. Die rote Tartanbahn des Cochemer Stadions wird am Wochenende auch zu ganz seltsamen Uhrzeiten Besuch bekommen. Der Lauftreff des TV Cochem startet am Freitagabend die auf zwei Jahre angelegte Aktion Mondlauf, bei der Läufer, egal, ob Anfänger oder Spitzensportler, zwei Jahre lang jeden gelaufenen Kilometer notieren. Die Summe soll am Ende die Strecke bis zum Erdtrabanten und zurück übertreffen. Und schon zu Beginn hat die Lauftreffgruppe den guten Zweck im Sinn. Bei der 24-Stunden-Benefizveranstaltung werden Spenden für HELFT UNS LEBEN gesammelt, die Initiative unserer Zeitung für Kinder und Familien in Not.

Der Cochemer Lauftreff legt seit Monaten ordentlich Tempo vor. Seit Anfang März bemühen sie sich, Mitstreiter zu gewinnen, mit Erfolg. Markus Dax, Dr. Stefanie Lehrmann und Peter Raueiser aus Cochem entwickelten mit vielen Helfern ein Konzept für den Wettbewerb Sterne des Sports, Videos wurden gedreht, eine passende Webseite für den Mondlauf wurde entwickelt – „wir sind wirklich zufrieden“, sagt Peter Raueiser, einer der Laufbetreuer. Bei jedem Termin kommen mehr Menschen.

Ab Freitag, 18 Uhr, werden Läufer ununterbrochen, 24 Stunden lang, ihre Runden im Cochemer Stadion drehen. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, mit einer Laufkarte Rundengeld zu sammeln, oder einen Fixbetrag einzutragen – ein Startgeld gibt es daher nicht. Eltern, Freunde, Verwandte, Firmen oder auch der Läufer selbst spenden pro gelaufene Runde einen Betrag. Der gesammelte Betrag wird dann auf ein Spendenkonto überwiesen. Damit in den 24 Stunden auch keine Laufpause entsteht, sollen zuvor mehrere Teams gebildet werden, die der Lauftreff dann nacheinander auf die 24 Stunden verteilt. Seit Kurzem gehört auch eine Nordic-Walking-Gruppe zum Lauftreff, geleitet von Marlies Scherrer. „Das ist ein tolles zusätzliches Angebot“, freut sich Raueiser. Auch die Nordic-Walker werden sich an der Veranstaltung am Freitag und Samstag beteiligen.

Am Samstag gibt es im Stadion zudem ein Rahmenprogramm für die Besucher. Der Behindertensportverband baut einen Rolli-Parcours. Der Kontakt besteht, da der Lauftreff auf Inklusion setzt und auch Menschen mit Behinderung für den Sport begeistern möchte. Auch eine größere Gruppe der Einrichtung Kloster Ebernach hat sich bereits angemeldet. Zudem können die Teilnehmer in einer Fotobox ein Erinnerungsfoto schießen.

Für den Startschuss des Mondlaufes hat sich auch die Laufgruppe der Feuerwehr angemeldet, die Kameraden wollen bei der Aktion gleichzeitig ihr Laufabzeichen ablegen. Ein Läufer aus Cochem hat sogar angekündigt, im Stadion einen Nachtmarathon zu absolvieren – immerhin 106 Runden. Bei solchen Ausdauersportlern kommen pro Jahr schon etwa 2500 Kilometer zusammen, erklärt Raueiser.

Ab dem 21. Juli beginnt auch die Zählung für den Mondlauf. „Wir haben schon die ersten Kilometermeldungen geschickt bekommen, einige sind sehr motiviert“, freut sich Raueiser. Und auch außerhalb der Mondlaufaktion schafft es der Lauftreff, Menschen zu motivieren. „Wir haben Leute dabei, die vor drei Monaten als Fußgänger angefangen haben und schon jetzt eine Stunde am Stück laufen können. Es ist eher schwierig, die Leute am Anfang zu bremsen. Wenn man sich übernimmt, hat man danach keine Lust mehr“, erklärt Dr. Stefanie Lehrmann. Man soll ja regelmäßig Spaß haben beim Laufen.

Foto: Markus Dax, Dr. Stefanie Lehrmann, Marlies Scherrer und Peter Raueiser freuen sich auf den Start der Mondlaufaktion. Foto: Kevin Rühle

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Unsere Leser helfen Heidi Stiwitz

Bad Sobernheimerin kämpft sich ins Leben – An ihrer Seite ist ihr Mann Gerd

Bad Sobernheim. Seit in ihrem Gehirn die Aussackung (Aneurysma) einer Schlagader geplatzt ist – das war am 4. Juli 2015 – ist das Leben der Bad Sobernheimerin Heidi Stiwitz (56) aus der Bahn. Mühsam kämpft sie sich zurück. An ihrer Seite: ihr Mann Gerd (63), der sie seither rund um die Uhr pflegt. „HELFT UNS LEBEN“, Leserspendenorganisation unserer Zeitung, hilft dem Paar nun mit 3000 Euro. Das Geld ermöglicht einen weiteren Therapieaufenthalt in einer slowakischen Spezialklinik.

Herr Stiwitz, wie geht es Ihrer Frau? So weit relativ gut. Sie macht gute Fortschritte. Das Problem ist noch immer die Motorik. Das linke Bein, der linke Arm sind nur sehr eingeschränkt einsetzbar. Das Neglect-Syndrom einer nicht richtig wahrgenommenen Körperseite hält an, hat sich aber zu 90 Prozent zurückgebildet – ein Erfolg der Therapie.

Das ist auch der Grund für eine neuerliche Therapie? Ja, wir fahren am 30. Juli für 14 Tage und damit zum zweiten Mal ins slowakische Piestany, wo es die Adeli-Reha-Klinik (www-adeli-klinik.de) für neurologische Patienten aller Generationen gibt. Sie arbeitet mit modernsten Geräten und nach aktuellen Erkenntnissen – eine hochintensive Therapie mit fünf Einheiten und Stunden pro Tag.

Was ist neu an dieser Therapie? Es kommt ein sowjetischer Astronautenanzug mit Stütz- und Belastungselementen zum Einsatz. Er ist mit elastischen Seilzügen verbunden, wodurch eine der menschlichen Muskulatur ähnliche Arbeitsweise realisiert wird. Das ist patentiert und weltweit einmalig. Die Klinik wird auch von der Soonwald-Stiftung von Herbert Wirzius unterstützt; aus der Nahe-Soonwald-Region besuchen jährlich mehrere Patienten diese Klinik.

Nehmen Ihre Frau und Sie einen Fortschritt in der Genesung wahr? Ja, auf jeden Fall, vor allem durch die zweistündige Bewegungstherapie in Verbindung mit dem Anzug und drei Therapeuten. Das ist sehr anstrengend für Heidi, hat aber den Effekt, dass im Gehirn neue Synapsen gebildet werden. Einzeltherapien, Logopädie und eine Sauerstoff- wie Magnetfeldresonanztherapie gehören ebenfalls dazu. Und eine Stunde Massage zur Regeneration. Ich bin bei allen Anwendungen dabei, übernehme die Pflege, die in der Therapie nicht enthalten ist. Der positive Effekt entfaltet seine Wirkung erst, wenn wir bereits zurück sind in Sobernheim.

Wie finanzieren Sie diese aufwendige Therapie für Ihre Frau? In Eigeninitiative und durch Spenden, etwa der Soonwald-Stiftung oder von etlichen Privatleuten, durch ein Benefizkonzert, das die Outlaws in Simmertal veranstaltet haben, oder durch Firmenspenden, beispielsweise der Aufa in Bad Sobernheim. Und jetzt durch „HELFT UNS LEBEN“, über deren 3000 Euro wir uns sehr gefreut haben. Das hat uns ein wenig Luft verschafft. So können wir schon jetzt einen weiteren Klinikaufenthalt im Jahr 2018 planen.

Was ist denn mit Ihrer Krankenkasse: War sie nicht bereit, einen Beitrag zu dieser Therapie zu leisten? Meine Frau wurde im März 2017 in Göttingen an der Schädeldecke operiert; es wurde ein Implantat eingesetzt. Danach haben wir eine Anschlussreha beantragt, die jedoch abgelehnt wurde. Begründung: Meine Frau erziele keinen Therapieerfolg. Ich habe sofort Widerspruch eingelegt und alle ärztlichen Befunde eingereicht, aber die Krankenkasse meinte, ihre häusliche Therapie reiche aus. Falsch! Erst mit neuen Therapiewegen kann man auch Erfolge erzielen. Ich habe den Eindruck, dass ein Mensch in dem Moment, indem er als Profitinstrument ausfällt, ins Abseits geschoben wird. Wir haben den VdK-Kreisverband eingeschaltet und sind guter Dinge, dass sich die Position der Krankenkasse ändert. Mithilfe des VdK wurde inzwischen auch Heidis Erwerbsminderungsrente genehmigt.

Wie schaffen Sie als pflegender Ehepartner diese tägliche und enorm belastende Aufgabe? Natürlich ist es eine große Belastung, ich habe Höhen und Tiefen. Meinem Beruf kann ich nicht mehr nachgehen, die Pflege meiner Frau hat sich zu einem 24-Stunden-Job entwickelt. Aber ich komme gut damit klar. Anfangs musste sie alles lernen. Und ich auch, etwa vom Pflegedienst Bohn-Desch. Ich habe eine Pflegehilfe eingestellt, die morgens und abends eine Stunde kommt und mich unterstützt.

Was trägt durch eine solche Zeit? Der Zuspruch, die Hilfe zahlloser Menschen, lieber und treuer Freunde und Nachbarn, die an uns denken und uns Mut machen. Wir fühlen uns geborgen in dieser Gemeinschaft. Ohne sie ginge nichts. Natürlich wenden sich manche ab, aber dafür helfen andere, von denen wir es nicht erwartet hätten.

Was sagen Sie Menschen, die ebenfalls ein solches Schicksal ereilt? Kämpfen, kämpfen, kämpfen und nie aufgeben, weil eben auch wieder bessere Zeiten kommen. Vor allem: Nicht allen ärztlichen Einschätzungen glauben, die einem weismachen wollen, dass es keine Fortschritte geben wird. Wichtig: Man muss an den Erfolg glauben, aber auch etwas dafür tun. Vieles wäre sicher einfacher, wenn wir nicht den ganzen Papierkram am Hals hätten. Denn der kostet viel Kraft und Nerven, die wir für die Therapie so dringend brauchen.

Die Fragen stellte Stefan Munzlinger.

Foto: Heidi und Gerd Stiwitz (rechts) in ihrer Küche. Links: Heidis Schwager Werner Schneider (78), der das Paar fast täglich mit gutem Essen seiner Frau Ursula versorgt. Familie und Freunde stehen den beiden in ihren schweren Zeiten treu zur Seite. Foto: Stefan Munzlinger

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Der große Kampf für die kleine Heidi

Wie Familie Rosenbach mit ihrem Schicksal umgeht

Nörtershausen. Urlaub ist seit Jahren ein Fremdwort für Familie Rosenbach aus Nörtershausen (Kreis Mayen-Koblenz). Weil die sechsjährige Heidi am Taybi-Syndrom (RTS) leidet, opfern die Eltern Christoph (44) und Pia (40) ihren Jahresurlaub, um mit ihr zu verschiedenen Spezialtherapien zu fahren. Auch die ältere Tochter Anni (9) kümmert sich intensiv um ihre Schwester. Da die teuren Therapien nicht von der Kasse erstattet werden, steht die Familie an der Grenze ihrer finanziellen Belastbarkeit. Sie wandte sich deshalb an HELFT UNS LEBEN, die Initiative unserer Zeitung für Kinder und Familien in Not. Die erste Vorsitzende Manuela Lewentz-Twer und Geschäftsführer Hans Kary informierten sich persönlich über die Situation von Familie Rosenbach.

RTS ist ein seltener Gendefekt, von dem nur einer von 1.125.000 Menschen betroffen ist. Die Folgen sind körperliche und geistige Behinderungen, vor allem durch eine starke Entwicklungsverzögerung, die sich bei den Betroffenen unterschiedlich auswirken. So fing Heidi erst mit knapp zwei Jahren an zu krabbeln, mit dreieinhalb gab sie nur Laute von sich. Mit viereinhalb Jahren lernte sie, mit speziellen Orthesen zu laufen. Heidi besucht den integrativen Kindergarten im Herz-Jesu-Haus Kühr in Niederfell, wo sie ab Herbst zur Förderschule wechselt.

Geselliges Leben wie früher – Mutter Pia war Dieblicher Weinkönigin und im Junggesellenverein sowie in der Karnevals-Tanzgruppe aktiv – gibt es so gut wie nicht mehr. Aber die Eltern haben ihre neue Verantwortung ohne Jammern und Klagen angenommen. Nach Einschätzung der Eltern gehen sehr viele Ehen mit behinderten Kindern in die Brüche. Nicht aber bei den Rosenbachs. Vater Christoph sagt: „Heidi schweißt uns noch enger zusammen.“ Glücksmomente sind nun, wenn Heidi wieder einen kleinen Fortschritt macht.

Die besten Ergebnisse brachten nach Aussage der Eltern die Spezialtherapien. Mehrfach waren sie in Belgien zu einer zweiwöchigen Horch-Therapie. Hier wird durch eine spezielle Methode die Phase der Schwangerschaft simuliert, in der sich das Sprachzentrum entwickelt. Für Oktober ist eine Intensivtherapie in Baiersbronn geplant. Enorme Fortschritte beim Essen und Trinken und bei der Körperhygiene gab es nach zwei Delfintherapien 2014 und 2016 in Curacao. Die Kosten von 15.000 Euro im Jahr 2014 wurden durch ein Benefizspiel der Lotto-Elf ermöglicht. 2016 waren es 18.000 Euro, die durch Ersparnisse und Spenden aufgebracht wurden.

Regelmäßig fährt Mutter Pia Heidi zur Logopädie, Ergo- und Physiotherapie. Nach einem unverschuldeten Autounfall, bei dem Mutter Pia, ihre Mutter und die beiden Töchter verletzt wurden und seelische Schäden erlitten, kaufte sich die Familie ihr „Traumauto“. Einen VW-Bus, in dem für alle und Heidis Hilfsmittel genug Platz war. Bald stellte sich allerdings heraus: Der T5 hatte einen Motorschaden. Die Kosten für die Reparatur mit Eigenleistung von Vater Christoph, der als Automechaniker bei MAN in Koblenz arbeitet, betragen rund 4000 Euro. Manuela Lewentz-Twer und Hans Kary sagten die Übernahme dieser Reparaturkosten zu.

Foto: Die kleine Heidi Rosenbach ist am Taybi-Syndrom erkrankt. Vater Christoph und Mutter Pia kümmern sich rührend um die Sechsjährige. Nun konnten die Erste Vorsitzende Manuela Lewentz-Twer (rechts) und Geschäftsführer Hans Kary (Mitte) die Familie dank der Spenden für HELFT UNS LEBEN, der Initiative unserer Zeitung, unterstützen. Foto: Winfried Scholz

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Unschuldig in Not: HELFT UNS LEBEN unterstützt Elisa Bayer

Junge Frau ist nach Behandlungsfehler auf den Rollstuhl angewiesen

Bad Marienberg. Ein bisschen mehr Freiheit – das ist der Herzenswunsch von Elisa Bayer aus Bad Marienberg. Eigentlich selbstverständlich für eine junge Frau. Doch seitdem vor zwei Jahren Elisas Leidensgeschichte begann, ist für die 22-Jährige nichts mehr selbstverständlich. Nach unzähligen Operationen und einem lebensbedrohlichen Zustand ist sie inzwischen fast ständig an den Rollstuhl gefesselt. Lediglich ein paar Schritte kann die ehemals gesunde Frau mithilfe eines Rollators gehen. Spontane Unternehmungen mit Freundinnen sind nicht mehr möglich, sodass sie die meiste Zeit in ihrer Wohnung verbringen muss. Auf dem Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben wird Elisa jetzt von HELFT UNS LEBEN, der Initiative unserer Zeitung, unterstützt.

Im August 2015 steckt Elisa in der Ausbildung zur Kinderkrankensschwester, als sie einen Bandscheibenvorfall erleidet. Die Ärzte empfehlen der jungen Patientin eine Infiltration, bei der ein Wirkstoffgemisch in die betroffene Stelle am Rücken gespritzt wird. Der Eingriff wird in einem Krankenhaus im nördlichen Rheinland-Pfalz vorgenommen. Doch schon kurze Zeit später leidet Elisa unter stärkeren Schmerzen als zuvor. Sie kann kaum noch laufen, ihr ganzer Körper ist gelähmt, sie hat hohes Fieber. Ihre Mutter Christine, die ihre wichtigste Stütze ist, bringt sie ins Krankenhaus, wo festgestellt wird, dass sie unter einem riesigen Psoas-abszess leidet. Sie wird als Notfall nach Köln verlegt. Zunächst bessert sich Elisas Zustand, doch schon kurze Zeit später erbricht sie ununterbrochen, hat Lähmungserscheinungen, ist wesensverändert. Die Diagnose: Hirnhautentzündung. Der Eiter ist von der Einstichstelle am Rücken bis in den Kopf und bis ins Becken gewandert. Ein Arzt verrät Elisa, dass sie wohl nur überlebt hat, weil sie so jung ist und vorher kerngesund war. Ihr Fall wurde schon bei Ärztekongressen besprochen.

In der Folge führt die Erkrankung bei Elisa zu Stuhl- und Harninkontinenz. Verschiedene Operationen können ihre Schmerzen lindern, nicht aber eine inkomplette Querschnittlähmung verhindern (die rechte Seite ist ab Brusthöhe vollständig gelähmt, links hat Elisa noch ein leichtes Gefühl). Nachdem die Ärzte in Köln alle anderen Bereiche als Entzündungsherd ausschließen können, bleibt einzig die Einstichstelle der Infiltration übrig. Der Eingriff fand seinerzeit unter Teilnarkose statt. Elisa hat selbst mitbekommen, dass der Mediziner dabei zwar Handschuhe trug, aber mehrfach den Raum verlassen hat. Außerdem wurden offenbar weitere Hygienestandards nicht eingehalten. Die Familie hat einen Anwalt eingeschaltet, um das Krankenhaus zu verklagen.

Manuela Lewentz-Twer, Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN, und Hans Kary, Geschäftsführer der Hilfsinitiative, haben sich Elisas Fall angenommen. Schon kurzfristig haben sie ihr zugesagt, ihr eine Rampe an die Terrassentür bauen zu lassen, damit sie mit ihrem Rollstuhl einfacher in den Garten und ins Nachbarhaus zu ihren Eltern fahren kann. Darüber hinaus stellen sie Elisa in Aussicht, sie bei der Prüfung zu einem speziellen Führerschein für handbetriebene Autos sowie bei der kostenintensiven Anschaffung und Spezialumrüstung eines Fahrzeugs zu unterstützen.

Foto: Manuela Lewentz-Twer (links) und Hans Kary haben angekündigt, dass HELFT UNS LEBEN die an den Rollstuhl gefesselte Elisa Bayer und deren Mutter Christine unterstützt. Foto: Röder-Moldenhauer

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Die Flut ist weg, aber die Not bleibt

50000 Euro Soforthilfe für Monreal reichen nicht aus

Monreal. Es geht alles ganz schnell, als der Trillbach, sonst ein schmales Rinnsal, am Pfingstsamstag in Monreal (Kreis Mayen-Koblenz) über seine Ufer tritt. Nach einem Starkregen werden in der Eifelgemeinde mehr als 27 Häuser durch die Fluten verwüstet. Auch bei Sabine Derichs und ihrer Familie wirken die Erinnerungen an den Abend vor fast fünf Wochen, als das Wasser kam, noch stark nach. Das Unwetter hat überall Spuren hinterlassen.

„Seit 41 Jahren wohne ich hier, aber so etwas hatten wir vorher noch nie erlebt“, sagt Derichs. Mit ihrem Mann wird sie von dem Unwetter überrascht. „Auf einmal war der Strom weg – dann war das Wasser plötzlich ganz schnell da.“ Gerade noch können sie die zwei Autos aus der Garage herausfahren. Dann ist der Keller ihres Wohnhauses schon überflutet. Innerhalb von Sekunden steigt das Wasser auf Hüfthöhe. Langsam kriecht es die Treppe hoch ins Erdgeschoss. In Eile bringen die Eheleute noch die wichtigsten Papiere in Sicherheit. Doch viel ist nicht mehr zu retten: Das gesamte Mobiliar im Keller ist reif für den Müll; Boden und Wände müssen raus.

So wie den Derichs geht es an dem Pfingstwochenende Anfang Juni rund 30 Familien in Monreal. Die Schäden gehen insgesamt in die Millionenhöhe, doch die meisten waren nicht versichert. Die Hilfsorganisation unserer Zeitung HELFT UNS LEBEN unterstützt daher die Betroffenen.

In Monreal werden dringend viele Spenden benötigt. Davon können sich Manuela Lewentz-Twer und Hans Kary, Vorsitzende und Geschäftsführer von HELFT UNS LEBEN, bei einem Besuch im Dorf überzeugen. Damit die Flutopfer bald Gegenstände ersetzen und die unteren Stockwerke wieder bewohnbar machen können, entscheiden die beiden noch an Ort und Stelle, dass die Spendeninitiative unserer Zeitung eine Soforthilfe in Höhe von 50000 Euro zur Verfügung stellt. „Das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Es muss mit weiteren Spenden weitergehen“, sagt Kary.

Im Namen der Betroffenen dankt Thomas Theisen, Erster Beigeordneter von Monreal, für die Hilfsbereitschaft. Er selbst wohnt in einer der drei Straßen, in denen der Trillbach die großen Verwüstungen anrichtete. Theisen hat Glück: Sein Grundstück bleibt von den Wassermassen weitestgehend verschont. Doch bei seinen Nachbarn an der Walkmühle sieht es anders aus. „Manche Familien haben teilweise alles verloren“, sagt er.

Zwar ist die Feuerwehr schnell zur Stelle, die Solidarität im Ort und in der Umgebung groß. Bis zu 150 Helfer, darunter zehn Löschgruppen, sind im Einsatz, um den Betroffenen unter die Arme zu greifen. Doch gravierende Schäden sind nicht abzuwenden: In vielen Keller- und Ferienwohnungen steht das Wasser bis zu 1,70 Meter hoch. Fünf Autos werden komplett zerstört. Auch ein benachbartes Ehepaar im Seniorenalter trifft es hart. Allein dort entsteht ein Schaden von rund 200.000 Euro.

Als gebürtige Monrealer hatten Peter Seydel und Elmar Schmitz die Idee, mit einem Benefizkonzert Spenden zu sammeln. Die Mainzer Hofsänger sind am Sonntag, 29. Oktober, in Monreal zu Gast. Der komplette Erlös soll den Betroffenen zugutekommen. Veranstalter ist der Monrealer Musikverein Burgkapelle.

Damit alle Gelder dort ankommen, wo sie am dringendsten benötigt werden, verteilt die Verbandsgemeinde Vordereifel die Spenden. Bis zum 16. Juli haben die Betroffenen Zeit, sich zu melden.

So hoch stand das Wasser im Keller: Sabine Derichs (3. von links) und Sohn Julian (links) zeigten den Besuchern die Schäden. Elmar Schmitz (von links), Hans Kary und Manuela Lewentz-Twer von HELFT UNS LEBEN sowie Ortsbeigeordneter Thomas Theisen waren tief bewegt von den Schicksalen. Fotos: Anne Fuhrmann

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„Schumi“ ist dann bald mal weg

Handbike für den Rollstuhl: Leubsdorfer ist dank Leserspenden wieder mobil

Leubsdorf. Guido Schumacher grinst – und das über das ganze Gesicht. Trotz Entzündung im linken Schultergelenk. Die nervt! Der Schmerz ist nebensächlich, aber er muss den Arm ruhig halten, kann die Kurbel seines neuen Handbikes nur kurz bedienen. Doch wenn das ausgeheilt ist, will er loslegen: „Ich hab Bekannte in ganz Deutschland. Dann bin ich weg“, sagt er, lacht und klingt dabei so wie einer, der selbst ein wenig erstaunt ist, welche Wendung sein Leben genommen hat.

„Schumi“, wie ihn seine Freunde nennen, strotzt im Juni 2017 vor Lebensfreude und Kraft. So sehr, dass er sich mit den elektrischen Antriebsmöglichkeiten seiner Rollstuhlzugmaschine noch gar nicht richtig beschäftigt hat. „Der Motor ist cool, geht ab wie eine Rakete“, weiß er, tippt auf „Speedy“ und schwärmt von den drei Hightechbremsen, die er mit dem Kinn bedienen kann. Aber die lange Anleitung hat er noch nicht studiert. Denn eigentlich will er das Gerät mit den eigenen Armen antreiben. Der 51-Jährige will fit werden und dann bleiben.

Fünf Monate vorher sieht vieles noch ganz anders aus. Guido Schumacher sitzt in seiner Zweizimmerwohnung in Leubsdorf und kommt kaum aus dem Haus. Den Rhein – und die vorbeiratternden Güterzüge – kann er von seinem kleinen Balkon aus sehen. Aber zum Strom hin kommt er nicht. Er leidet unter multifokaler motorischer Neuropathie, kurz MMN. Die unheilbare Autoimmunerkrankung raubt ihm die Kraft in den Extremitäten. „95 Prozent meiner Feinmotorik sind weg“, beschreibt er es selbst. Gehen kann er nur kurze Strecken, der Standardrollstuhl, den ihm seine Krankenkasse zur Verfügung gestellt hat, steht nutzlos im Hausflur herum. Er kann ihn einfach nicht bewegen.

Mit den Nachbarn – vor allem der stets hilfsbereiten Familie Wossilos – kommt er super aus, aber sonst sind seine sozialen Kontakte minimiert: Die Ziffern am Telefon zu tippen, ist ein Kraftakt, Papierkram am Computer zu erledigen, dauert ewig. „Für zwei Zeilen brauche ich zehn Minuten, und dann fallen mir die Hände ab“, erzählt er, als Manuela Lewentz-Twer und Hans Kary von HELFT UNS LEBEN (HUL) ihn im Februar besuchen. Schumachers Betreuerin Jutta Menningen-Hassinger hatte sich zuvor an die Leser-Spendenintiative unserer Zeitung gewandt und um Hilfe gebeten – „für einen mit einer Stehaufmentalität, für einen, der es einfach verdient hat, am Leben wieder teilnehmen zu können“, hatte sie geschrieben.

Und diese Lebenseinstellung beeindruckt die HUL-Vorsitzende und den Geschäftsführer. Unbürokratisch sagen sie die von der Krankenkasse verweigerte Sprachsoftware zu. „Ein erster Schritt, damit Sie wieder am Leben teilhaben können“, weiß Manuela Lewentz-Twer. Für den zweiten Schritt, so verspricht sie, wird HUL um Spenden bitten. „Ich bin optimistisch, dass unsere Leser helfen, dass Sie wieder nach draußen kommen“, prognostiziert Hans Kary – und soll wieder einmal nicht enttäuscht werden.

So kann das Handbike vor wenigen Tagen nach Leubsdorf geliefert werden. „Wenn es möglich wäre, würd ich jeden Einzelnen, der etwas dazugegeben hat, umarmen“, freut sich Schumacher und sucht sichtlich nach den richtigen Worten. „Absoluter Wahnsinn. Ich kann es noch gar nicht fassen. MMN macht jeden Tag für mich zum Kampf. Aber jetzt werde ich Möglichkeiten haben, die weg waren. Hut auf, Reisetasche packen und in den Zug setzen. Dann bin ich weg. Früher hätte ich es nicht einmal zum Bahnhof geschafft“, erzählt er mit viel Glanz in den Augen – und zur Freude von Manuela Lewentz-Twer. „Genau das sind die Fälle, bei denen wir als HUL helfen wollen“, unterstreicht sie.

Foto: Anschub von Manuela Lewentz-Twer und Hans Kary benötigt Guido Schumacher jetzt eigentlich nicht mehr. Denn das von HUL finanzierte Handbike gibt ihm verlorene Bewegungsfreiheit zurück. Foto: Ulf Steffenfauseweh

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Warum der kleine Leo ein Liegerad braucht

Achtjähriger Wirbelwind leidet an einem seltenen Gendefekt – Familie wünscht sich gemeinsame Ausflüge

Nassau. Leo ist ein wahrer Wusel. Der rotblonde Junge mit den Sommersprossen hält selten länger still. Schneller als man gucken kann, wechselt er den Standort, ist immer in Bewegung und am liebsten draußen. Das Problem: Der Achtjährige kann sich kaum selbst beschäftigen, und dass er seine wenige Häuser weiter wohnenden Cousinen und seinen Cousin ohne Begleitung besucht, ist undenkbar. Leos Möglichkeiten sind durch geistige und körperliche Beeinträchtigungen stark eingeschränkt. Ein Gendefekt bremst seine Entwicklung. Die Eltern Katja und Peter Hammerstein sind permanent gefordert. „Das geht an die Substanz“, sagen sie. „Leo steckt voller Energie. Selbst wenn er sich mal ausgepowert hat, braucht er nur ein paar Minuten Pause, um wieder Kraft zu schöpfen.“ Ihnen fehlt eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung, die sie gemeinsam als Familie ausüben können, bei der Leo mithalten kann.

Der Wirbelwind hat erst mit dreieinhalb Jahren laufen gelernt und geht langsam und unsicher. An selbstständiges Radfahren ist gar nicht zu denken. Dabei sind er und seine Eltern so gern mit dem Fahrrad unterwegs. Doch aus seinem Kinderanhänger ist Leo seit vergangenem Jahr rausgewachsen und größere Modelle gibt es nicht. Zudem sind die Möglichkeiten mit Leos 30 Kilo und weiteren 15 Kilo für den Anhänger begrenzt. Damit kommt man nicht mal aus dem Nassauer Stadtkern bis zum Haus der Familie im ansteigenden Kaltbachtal. Die Hammersteins haben deshalb einen Traum: endlich wieder gemeinsame Radtourenunternehmen. Dabei soll ihnen ein speziell auf Leos Bedürfnisse abgestimmtes Tandem-Liegerad mit Elektromotor helfen, auf dem Leo vor einem Elternteil sitzen und mittreten kann.

Ein erster Test beim Händler war durchweg positiv. Die Initiative unserer Zeitung HELFT UNS LEBEN will die Anschaffung finanzieren, denn für die mehr als 7600 Euro kommt die Krankenkasse trotz Leos Pflegegrad 4 und einem Grad der Behinderung von 100 Prozent nicht auf. Und der Kaufpreis übersteigt die finanziellen Möglichkeiten der Familie. Zumal das Liegerad-Tandem ein paar Extras benötigt, um Leo gerecht zu werden. Spezielle Schienen und Pedale sollen verhindern, dass seine Beine beim Treten auseinanderdriften und seine Knie Schaden nehmen. Ein Dreipunktgurt soll den Achtjährigen sicher auf dem Sitz halten.

Neue Horizonte soll der Familie ein Rad der Marke Hase eröffnen. Um sich fachkundig beraten zu lassen, waren die Hammersteins eigens zu einem Fachhändler ins hessische Trebur gefahren. Die gemeinsame Proberadtour wischte alle anfänglichen Zweifel, wie Leo auf das ungewohnte Rad reagieren würde, rasch vom Tisch. „Normalerweise lehnt er solche Dinge kategorisch ab“, sagt Leos Mutter, als Manuela Lewentz-Twer, die Vorsitzende des Vereins HELFT UNS LEBEN, und Geschäftsführer Hans Kary die Familie besuchen. Sichtlich erleichtert berichtet Katja Hammerstein von Leos spontaner Reaktion auf die Proberunde mit seinem Vater Peter. „Er hat gesagt: Noch mal!“ Das Radfahren ist eine gemeinsame Leidenschaft der Hammersteins, der sie sich in jüngster Zeit nicht mehr zusammen widmen konnten. Leo fährt zwar gelegentlich auf einem Reha-Rad, aber er kann aus eigener Kraft nur kurze Strecken zurücklegen, und ein Erwachsener muss stets eine Hand an der Schiebestange haben. Umso erfreuter sind Katja und Peter Hammerstein über den positiven Verlauf der Probefahrt. „Mir ist das Herz aufgegangen“, berichtet Mutter Katja.

Sportliche Betätigung und gemeinsame Familienausflüge erhoffen sich die Hammersteins vom Hase-Tandem, mit dem sie im Lahn- und Rheintal fahren möchten. „Dann radeln wir auch mal nach Bad Ems“, versprechen sie ihrem Sohn, der sich schon auf die Stadt mit dem Tunnel und dem Schwimmbad freut.

Foto: Leo und seine Eltern Katja und Peter Hammerstein freuen sich auf ein besonderes Fahrrad, das der Familie künftig wieder gemeinsame Touren ermöglichen soll. Die Initiative unserer Zeitung HELFT UNS LEBEN will die Anschaffung finanzieren. Vorsitzende Manuela Lewentz-Twer (rechts) und Geschäftsführer Hans Kary (Mitte) besuchten die in Nassau lebende Familie. Foto: Carlo Rosenkranz

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Möbelkauf mit Herz: Porta Neuwied spendet 19860 Euro an HELFT UNS LEBEN

Neuwied. Die Spendenaktion zum 7. Mai, dem Geburtstag von Unternehmensgründer Herrmann Gärtner, gehört bei Porta Möbel seit Jahren zu den festen Terminen im Kalender. Dieses Jahr hat Porta Möbel in Neuwied HELFT UNS LEBEN mit 10 Prozent seines Tagesumsatzes unterstützt. „Ich freue mich unglaublich, dass wir heute die stolze Summe von 19.860 Euro übergeben können. Ein großes Dankeschön aus unserem Haus geht an alle Kunden, die mit ihrem Möbelkauf Gutes getan haben“, sagte Porta-Geschäftsleiter Peters.

Doch nicht nur jeder im Haus umgesetzte Euro durch den Kauf von Möbeln und Wohnaccessoires floss in die Spendensumme ein. An den Kassen erhielten die Kunden nach ihrem Einkauf einen Herzaufkleber, den sie mit ihrem Namen beschriftet anschließend auf das im Einrichtungshaus stehende „Big Sofa“ kleben sollen. Für jedes aufgeklebte Herz spendete Porta zusätzlich 50 Cent an die Einrichtung. Durch aufgestellte Spendenboxen sowie weitere Aktionen im Haus wurden zusätzliche Gelder gesammelt. Auch das Restaurant Toscana unterstützte die Spendenaktion und stiftete unter dem Motto „Essen für den guten Zweck“ ebenfalls 10 Prozent seines Tagesumsatzes für die jeweilige Einrichtung.

Die stellvertretende HELFT-UNS-LEBEN-Vorsitzende Manuela Lewentz-Twer und HELFT-UNS-LEBEN-Geschäftsführer Hans Kary zeigten sich auch über die Höhe der Spende sehr beeindruckt. Sie dankten Heinz Peters für die seit Jahren andauernde Spendenbereitschaft des Unternehmens für HELFT UNS LEBEN.

Foto: Freuten sich über die beachtliche Spendensumme zugunsten von HELFT UNS LEBEN: (von links) Porta-Geschäftsleiter Heinz Peters, Hans Kary (Geschäftsführer HELFT UNS LEBEN) und Manuela Lewentz-Twer (stellvertretende Vorsitzende HELFT UNS LEBEN). Foto: Jörg Niebergall

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Leserspenden erleichtern das Leben

HELFT UNS LEBEN sorgt mit dringend benötigtem Treppenlift für Familie Brenner

Rosenheim. Für die Brenners aus Rosenheim (Kreis Altenkirchen) ist HELFT UNS LEBEN seit ein paar Wochen viel mehr als ein Slogan: Die Familie durfte ganz persönlich erfahren, dass der Name der Hilfsorganisation unserer Zeitung tatsächlich und konkret eine große Hilfe für das Leben bedeutet. Denn die Initiative unserer Zeitung für Kinder und Familien in Not machte es möglich, dass ein neuer Treppenlift im Haus der Brenners eingebaut wurde. Damit muss der 28-jährige Dennis, seit seiner Geburt gelähmt und schwerstbehindert, nun nicht mehr von seinen
Eltern die Treppen herauf- und hinuntergetragen werden.

Denn das bedeutete für das Ehepaar bei ihrem 70 Kilo wiegenden Sohn eine kaum noch zu stemmende Herausforderung, zumal Mutter Katja (55) unter Fibromyalgie – chronischen Schmerzen in
mehreren Körperregionen – leidet und Vater Klaus-Peter an einer fortgeschrittenen Morbusbechterew, einem schmerzhaften chronischen Rheuma an der Wirbelsäule. Nachdem der 58-Jährige, der die Familie allein versorgen muss, auch noch einen schweren Herzinfarkt erlitt, hatte seine Schwägerin Brigitte Franz aus Hachenburg HELFT UNS LEBEN angeschrieben. Bereits im Februar hatten daraufhin Manuela Lewentz-Twer und Hans Kary von HELFT UNS LEBEN die Rosenheimer besucht, um sich ein Bild von der Situation in der Familie zu machen.

Für beide war es keine Frage: HELFT UNS LEBEN übernimmt die Kosten für den dringend nötigen Treppenlift. Die fast 13000 Euro hätten die Brenners selbst kaum aufbringen können. Dennis sitzt im Rollstuhl, hat eine Spastik und Epilepsie, kann kaum sprechen, seine rechte Seite ist komplett gelähmt.

Dieser Tage konnten Lewentz-Twer, zweite Vorsitzende der Initiative, und Geschäftsführer Kary sich davon überzeugen, wie sehr der neue Treppenlift den Brenners im Alltag hilft: „Wir haben sicher 50 Prozent weniger Belastung dadurch“, freut sich Dennis‘ Vater, und seine Frau fügt hinzu: „Ich dachte, wo ist denn mein Sohn eigentlich geblieben – weil diese große Belastung plötzlich
wegfiel …“

Seine Wohnung hat der junge Mann im ersten Stock des Einfamilienhauses, wohin zwei Treppen führen. Die Eltern müssen Dennis, der tagsüber bei der Lebenshilfe Steckenstein betreut wird, nun zwar nicht mehr die Treppen hinauftragen, haben aber noch genug damit zu tun, ihn aufs WC, in die Badewanne oder ins Bett zu heben. Und natürlich, ihn auf den Treppenlift zu setzen und wieder heraus zu holen.

„Wir haben die Angebote von zwei Fachfirmen eingeholt, die Treppenlifte bauen“, erklärt Hans Kary, „die kamen dann in Rosenheim vorbei, haben den Flur ausgemessen – und 13 Tage später
wurden die Fertigteile dort angeliefert. Jetzt wollten wir prüfen, ob auch alles so geworden ist, wie wir uns das vorgestellt haben.“ Das Ehepaar Brenner konnte sich nur wundern, dass der Lift an einem einzigen Vormittag eingebaut war. Und Boden und Wand im Eingangsbereich und im Flur wurden beim Einbau des Lifts gleich mitsaniert. „Jetzt können die Brenners den Lift per  Fernbedienung steuern“, sagt Manuela Lewentz-Twer. „Für uns ist es immer das Schönste, wenn die Hilfe von HELFT UNS LEBEN vor Ort ankommt.“

Foto: Der neue Treppenlift für Familie Brenner konnte dank HELFT UNS LEBEN eingebaut werden. Darüber freuen sich (von links) Manuela Lewentz-Twer, Zweite Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN, Vater Klaus-Peter, HELFT-UNS-LEBEN-Geschäftsführer Hans Kary, Dennis Brenner und Mutter Katja (Foto: Markus Döring).

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