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Startschuss für die Aktion Mondlauf in Cochem

24 Stunden lang Kilometer schrubben für den guten Zweck – Spenden gehen an HELFT UNS LEBEN

Cochem. Die rote Tartanbahn des Cochemer Stadions wird am Wochenende auch zu ganz seltsamen Uhrzeiten Besuch bekommen. Der Lauftreff des TV Cochem startet am Freitagabend die auf zwei Jahre angelegte Aktion Mondlauf, bei der Läufer, egal, ob Anfänger oder Spitzensportler, zwei Jahre lang jeden gelaufenen Kilometer notieren. Die Summe soll am Ende die Strecke bis zum Erdtrabanten und zurück übertreffen. Und schon zu Beginn hat die Lauftreffgruppe den guten Zweck im Sinn. Bei der 24-Stunden-Benefizveranstaltung werden Spenden für HELFT UNS LEBEN gesammelt, die Initiative unserer Zeitung für Kinder und Familien in Not.

Der Cochemer Lauftreff legt seit Monaten ordentlich Tempo vor. Seit Anfang März bemühen sie sich, Mitstreiter zu gewinnen, mit Erfolg. Markus Dax, Dr. Stefanie Lehrmann und Peter Raueiser aus Cochem entwickelten mit vielen Helfern ein Konzept für den Wettbewerb Sterne des Sports, Videos wurden gedreht, eine passende Webseite für den Mondlauf wurde entwickelt – „wir sind wirklich zufrieden“, sagt Peter Raueiser, einer der Laufbetreuer. Bei jedem Termin kommen mehr Menschen.

Ab Freitag, 18 Uhr, werden Läufer ununterbrochen, 24 Stunden lang, ihre Runden im Cochemer Stadion drehen. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit, mit einer Laufkarte Rundengeld zu sammeln, oder einen Fixbetrag einzutragen – ein Startgeld gibt es daher nicht. Eltern, Freunde, Verwandte, Firmen oder auch der Läufer selbst spenden pro gelaufene Runde einen Betrag. Der gesammelte Betrag wird dann auf ein Spendenkonto überwiesen. Damit in den 24 Stunden auch keine Laufpause entsteht, sollen zuvor mehrere Teams gebildet werden, die der Lauftreff dann nacheinander auf die 24 Stunden verteilt. Seit Kurzem gehört auch eine Nordic-Walking-Gruppe zum Lauftreff, geleitet von Marlies Scherrer. „Das ist ein tolles zusätzliches Angebot“, freut sich Raueiser. Auch die Nordic-Walker werden sich an der Veranstaltung am Freitag und Samstag beteiligen.

Am Samstag gibt es im Stadion zudem ein Rahmenprogramm für die Besucher. Der Behindertensportverband baut einen Rolli-Parcours. Der Kontakt besteht, da der Lauftreff auf Inklusion setzt und auch Menschen mit Behinderung für den Sport begeistern möchte. Auch eine größere Gruppe der Einrichtung Kloster Ebernach hat sich bereits angemeldet. Zudem können die Teilnehmer in einer Fotobox ein Erinnerungsfoto schießen.

Für den Startschuss des Mondlaufes hat sich auch die Laufgruppe der Feuerwehr angemeldet, die Kameraden wollen bei der Aktion gleichzeitig ihr Laufabzeichen ablegen. Ein Läufer aus Cochem hat sogar angekündigt, im Stadion einen Nachtmarathon zu absolvieren – immerhin 106 Runden. Bei solchen Ausdauersportlern kommen pro Jahr schon etwa 2500 Kilometer zusammen, erklärt Raueiser.

Ab dem 21. Juli beginnt auch die Zählung für den Mondlauf. „Wir haben schon die ersten Kilometermeldungen geschickt bekommen, einige sind sehr motiviert“, freut sich Raueiser. Und auch außerhalb der Mondlaufaktion schafft es der Lauftreff, Menschen zu motivieren. „Wir haben Leute dabei, die vor drei Monaten als Fußgänger angefangen haben und schon jetzt eine Stunde am Stück laufen können. Es ist eher schwierig, die Leute am Anfang zu bremsen. Wenn man sich übernimmt, hat man danach keine Lust mehr“, erklärt Dr. Stefanie Lehrmann. Man soll ja regelmäßig Spaß haben beim Laufen.

Foto: Markus Dax, Dr. Stefanie Lehrmann, Marlies Scherrer und Peter Raueiser freuen sich auf den Start der Mondlaufaktion. Foto: Kevin Rühle