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Wenn Menschen ans Ende ihrer Kräfte geraten

So unterstützen unsere Leser durch großzügige Spenden für HELFT UNS LEBEN in Not geratene Mitbürger

Rheinland-Pfalz. Es sind bewegende Momente, wenn HELFT UNS LEBEN, die Hilfsorganisation unsererZeitung, „Vollzug“ melden kann. Vorsitzende Manuela Lewentz-Twer und Geschäftsführer Hans Kary haben übers Jahr zahlreiche Gelegenheiten, Menschen aufzusuchen, die von Schicksalsschlägen hart getroffen wurden. Solche Besuche gehen manchmal unter die Haut. Doch wenn mithilfe der Spendengelder der Leser unserer Zeitung die Not dieser Menschen zumindest ein wenig gelindert werden kann und die große Dankbarkeit der Spendenempfänger für die beiden Überbringer spürbar ist, wissen Manuela Lewentz-Twer und Hans Kary, dass sich nicht nur der organisatorische Aufwand und der Einsatz für die Spendenempfänger gelohnt hat. Sie erfahren auch immer wieder aufs Neue, wie hoch die Bereitschaft der Menschen in unserem Verbreitungsgebiet ist zu helfen, wo es wirklich notwendig ist.

Einige Hilfseinsätze veranschaulichen dies beispielhaft. So konnte durch Spenden unserer Leser der Aktionsradius der Familie Brenig aus Misselberg im Rhein-Lahn-Kreis deutlich vergrößert werden. Die schwerbehinderte Jule, 17 Jahre alt, ist auf einen speziellen Elektrorollstuhl angewiesen. Weil das 130 Kilo schwere Gerät nicht in einen Kofferraum passte, schaffte HELFT UNS LEBEN für die Misselberger Familie einen Ford Tourneo an, der für die Erfordernisse der Brenigs umgebaut wurde. Mittels einer Rampe kann der Elektrorollstuhl direkt und ohne große Kraftanstrengung ins Heck verladen und dort gesichert werden. Jule kann für die Fahrt in ihrem Rollstuhl sitzen bleiben oder im Innenraum Platz nehmen.

Um Mobilität ging es auch in einem Fall in Erbach (Rhein-Hunsrück-Kreis). Hier war Bettina Badermann nicht mehr in der Lage, ihre 25 Jahre alte schwerstbehinderte Tochter Annika vom Bett in den Rollstuhl und dann ins Auto zu heben. Ihr Körper spielte nach mehreren Bandscheibenvorfällen und mit zwei künstlichen Kniegelenken einfach nicht mehr mit. Um weiterhin am täglichen Leben, zumindest den eingeschränkten Möglichkeiten entsprechend, teilnehmen zu können, musste ebenfalls ein Spezialfahrzeug her. Auch hier setzte eine große Spendenwelle ein. Neben vielen kleinen und großen Privatspenden sammelten die Gemeinde, Vereine und Verbände bei Aktionen und Festen Geld für die Badermanns. Ein Kleinbus mit spezieller Ladevorrichtung für Annikas Rollstuhl sprang am Ende dabei heraus – und es blieb sogar noch Geld übrig, um die geschotterte Einfahrt vor dem Haus der Badermanns in Erbach zu befestigen. Jetzt kann Bettina Badermann dank der Unterstützung des Bauunternehmens Schmitt aus Liebshausen problemlos das Fahrzeug bis zur eigenen Haustür rangieren.

Und dann ist da noch Justin aus dem Andernacher Stadtteil Miesenheim (Kreis Mayen-Koblenz). Der 13-Jährige würde gern die Dinge machen, die seine Altersgenossen unternehmen – zur Schule gehen, mit seinem Fahrrad herumfahren. Aber das ist nicht möglich. Denn Justin leidet seit neun Jahren an einem inoperablen Hirntumor. Nach der jahrelangen Chemotherapie und der Einnahme starker Medikamente ist sein Körper extrem geschwächt. Er kann nicht mehr allein laufen, nur noch kurz im Rollstuhl sitzen und muss teilweise über eine Sonde ernährt werden. Die Familie hatte große Schwierigkeiten bei der täglichen Pflege. Denn das Badezimmer liegt im ersten Stock und ist nur über eine schmale, steile Treppe zu erreichen. Einen Treppenlift hatte die Krankenkasse schon genehmigt, aber der behindertengerechte Umbau des kompletten Badezimmers überstieg die Möglichkeiten der Familie. Auch eine Rampe zum Fahrzeug war notwendig, um den Rollstuhl zu verladen. Nach ihrem Besuch bei der Familie entschieden Manuela Lewentz-Twer und Hans Kary dann: „Wir wollen Familie Dahm helfen.“

HELFT UNS LEBEN finanzierte die notwendige Rampe zum Hof und den Übergang vom Lift zum höher gelegenen Badezimmer. Eine Lösung für das Einladen des Jungen samt Rollstuhl in das Auto der Familie wurde ebenfalls vorangetrieben und eine klappbare Rampe mit einem Seilzug angebracht. Und der für den Badezimmerumbau benötigte Fliesenleger erhielt durch die Spenden der Leser unserer Zeitung eine Kostenübernahme für die noch nicht abgedeckten Anteile der Finanzierung.

Manuela Lewentz-Twer und Hans Kary werden auch weiterhin für HELFT UNS LEBEN Menschen Unterstützung gewähren, die in ähnliche Not geraten sind und die manchmal keinen Ausweg aus ihrer Situation mehr sehen.

Foto: Bauunternehmer Volker Schmitt kam zur symbolischen Übergabe des frisch gestalteten Hofes zu Bettina Badermann und ihrer schwerstbehinderten Tochter Annika. Die Spendenbereitschaft unserer Leser für HELFT UNS LEBEN war Anfang des Jahres so groß, dass nicht nur ein Spezialkleinbus für die Badermanns angeschafft werden konnte. Durch zahlreiche Großspenden, unter anderem durch das Bauunternehmen Schmitt sowie die Feuerwehr Mörschbach, konnte nun auch die Einfahrt vor dem Wohnhaus in Erbach für das Fahrzeug entsprechend hergerichtet werden. Foto: Werner Dupuis

https://helftunsleben.de/wenn-menschen-ans-ende-ihrer-kraefte-geraten/

Für zwei Familien wird das Leben leichter

Auto für Elektrorollstuhl, behindertengerechtes Bad: HELFT UNS LEBEN unterstützt Menschen in Misselberg und Wehbach

Misselberg/Wehbach. Mit zwei Aktionen konnte HELFT UNS LEBEN, die Hilfsorganisation unserer Zeitung, Menschen unterstützen, denen das Schicksal übel mitgespielt hat. Zwei Familien können wieder zuversichtlicher in die Zukunft schauen: Einmal die Brenigs aus Misselberg im Rhein-Lahn-Kreis; zum anderen die Temos aus Wehbach in der Verbandsgemeinde Kirchen (Kreis Altenkirchen).

So hat sich nun der Aktionsradius der Familie Brenig deutlich vergrößert: Die schwerbehinderte Jule, 17 Jahre alt, ist auf einen speziellen Elektrorollstuhl angewiesen. Doch der ist riesig und wiegt satte 130 Kilo – nichts, was man im Kofferraum verstauen kann. Dank HELFT UNS LEBEN sind nun Ausflüge oder gemeinsame Fahrten zum Einkaufen erheblich leichter geworden. Aus den Spenden wurde der Misselberger Familie ein Ford Tourneo zur Verfügung gestellt, der eigens für die Erfordernisse der Brenigs umgebaut wurde. Mittels einer Rampe kann der Elektrorollstuhl direkt und ohne große Kraftanstrengung ins Heck verladen und dort gesichert werden. Jule kann für die Fahrt sogar in ihrem Rollstuhl sitzen bleiben oder aber im Innenraum Platz nehmen.

Die zurückgehende Mobilität der 17-Jährigen hatte die Brenigs vor immer größere Schwierigkeiten gestellt. Sich allein fortbewegen kann Jule schon lange nicht mehr, und der wuchtige Rollstuhl machte Unternehmungen, die für die allermeisten selbstverständlich sind, nahezu unmöglich: einen Spaziergang an der Lahn etwa oder einen Bummel zur Eisdiele in Nassau. Denn der kleine Ort, in dem die Familie zu Hause ist, liegt auf den Taunushöhen und gut vier Kilometer vom nächsten Laden oder Café entfernt. Das neue Fahrzeug ermöglicht allen mehr Bewegungsfreiheit. Jule kann nun mehr erleben als den Schulalltag in der Förderschule, zu der sie von einem Kleinbus abgeholt wird. Sie und ihre Familie kommen einfach mal wieder raus.

Besondere Beachtung bei der Ausstattung des Wagens fand auch Jules Neigung zu Anfällen. Der Zugang vom Fahrerraum zu Jules Platz ist jederzeit frei, die Begleitperson muss nicht erst umständlich um das Fahrzeug herumlaufen, wie es beim alten Familienauto der Fall war. Das ist wichtig, denn die 17-Jährige kann urplötzlich schwerste epileptische Anfälle erleiden, die bis zum Atemstillstand reichen. Dann zählt jede Sekunde.

Auch Familie Temo aus dem Westerwaldort Wehbach konnte HELFT UNS LEBEN etwas mehr Freude schenken: Mutter Tanja (43) leidet seit Jahren an Diabetes und extremen Durchblutungsstörungen – ein Bein musste ihr teilamputiert werden sowie drei Zehen am anderen Fuß und ein Finger. Die gelernte Apothekerin ist längst nicht mehr arbeitsfähig. Die vierköpfige Familie muss vom Einkommen des Vaters leben, und auch das meiste im Haushalt müssen er sowie Sohn Yannick (16) und Töchterchen Isabelle (10) erledigen, denn die Mutter sitzt im Rollstuhl. Hier konnte die Hilfsorganisation der Rhein-Zeitung helfen, indem sie den behindertengerechten Umbau des engen Badezimmers der Temos – mit Unterstützung der Firma Mubea in Daaden – finanzierte: 8000 Euro, die für die Familie einfach nicht zu stemmen waren. Der professionelle Umbau des Bads ist mittlerweile erledigt, sodass der Alltag der Wehbacher nun viel leichter zu bewältigen ist als früher.

Foto: Kevin Rühle

https://helftunsleben.de/fuer-zwei-familien-wird-das-leben-leichter/

Jule braucht ein Auto, in das ihr Rollstuhl passt

16-Jährige aus Misselberg ist auf spezielles Hilfsmittel angewiesen – Wer packt beim Bau eines barrierefreien Zimmers mit an?

Misselberg. Jule ist fast 17, aber ihr Leben unterscheidet sich grundlegend von dem ihrer Alterskameraden. Schwerste Behinderungen und die Gefahr, jederzeit einen epileptischen Anfall zu erleiden, erfordern rund um die Uhr erhöhte Aufmerksamkeit. Ihre Einschränkungen werden zudem immer größer.

„Früher konnte sie allein durchs Dorf zur Oma“, sagt Mutter Silke Brenig. Das ist längst nicht mehr möglich. „Jule baut immer mehr ab“, bestätigt eine der Pflegerinnen, die sich tagsüber – auch in der Förderschule – mit um die Teenagerin kümmern. Die zurückgehende Mobilität stellt die Familie vor immer größere Schwierigkeiten. HELFT UNS LEBEN, die Hilfsorganisation unserer Zeitung, will ein wenig Entlastung schaffen. Zudem hoffen Vorsitzende Manuela Lewentz-Twer und Geschäftsführer Hans Kary, dass sich der ein oder andere bereit erklärt, der Familie aus Misselberg (Rhein-Lahn-Kreis) tatkräftig unter die Arme zu greifen.

Jule kommt kaum noch raus. Sie ist zu Hause, in der Schule oder in Therapie. Für die Fortbewegung benötigt sie einen Elektrorollstuhl, doch der ist riesig und wiegt rund 130 Kilo. Nichts, was man in den Kofferraum des Autos laden kann, um nach Nassau zu fahren und dort an der Lahn zu spazieren. Das kleine Misselberg hat zwar Fußwege in wundervoller Natur zu bieten, doch für Rollstühle sind diese nicht geeignet. Im vorhandenen Klapprollstuhl kann Jule aber wegen körperlicher Beeinträchtigungen nicht lange sitzen. „Das reicht gerade mal für einen kurzen Einkauf“, sagt Silke Brenig. Deshalb will HELFT UNS LEBEN jetzt für ein passendes Fahrzeug sorgen, in das der Elektrorollstuhl über eine Rampe gefahren und im Wagen sicher verankert werden kann. Zugleich muss der Zugang vom Fahrerraum zu Jules Platz jederzeit frei sein, ohne dass die Begleitperson erst umständlich um das Fahrzeug herumlaufen muss. Der Grund: Die 16-Jährige kann urplötzlich schwerste epileptische Anfälle erleiden, die bis zum Atemstillstand reichen. Dann zählt jede Sekunde. Nachts wird Jule mittels eines Pulsoxymeters überwacht, dass bei einer kritischen Unterversorgung mit Sauerstoff Alarm schlägt.

Segen und Fluch zugleich ist die steile Treppe vom Flur zu Jules Zimmer im ersten Stock. Dass die 16-Jährige es krabbelnd noch allein hoch und runter schafft, betrachtet ihre Mutter Silke Brenig als eines der weniger werdenden Zeichen von Selbstständigkeit. „Das kann aber schon mit dem nächsten schweren Anfall vorbei sein“, sagt die 37-Jährige und fügt hinzu: „Wir hätten dieses Haus damals nicht gekauft, wenn wir gewusst hätten, wie es sich mit Jule weiterentwickelt.“ An einen Treppenlift aber ist nicht zu denken. Dafür ist in dem kleinen Häuschen im alten Ortskern Misselbergs gar kein Platz. Ein Außenlift würde mit rund 40.000 Euro zu Buche schlagen. Eine Summe, die außerhalb aller Möglichkeiten ist. Außerdem hat Jule ein erhöhtes Schlaganfallrisiko. „Ich fürchte, dass sie irgendwann bettlägerig wird. Dann wäre es ideal, unten ein Zimmer für sie zu haben“, sagt Silke Brenig.

Die mögliche Lösung: Ein überdachter Bereich an der Rückseite des Hauses im Hof könnte mit gemauerten Wänden versehen und zu einem Jugendzimmer für Jule mit barrierefreier Nasszelle umgebaut werden. Die Beauftragung von Profis kann sich die Familie, die bis vor Kurzem von Hartz IV lebte, nicht leisten. „Uns wäre sehr geholfen, wenn jemand sich das mal anschauen würde, eine Idee entwickelt und beim Bau mit anpackt, damit wird das überhaupt bezahlen können“, sagt Silke Brenig. Manuela Lewentz-Twer , Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN, macht der Misselberger Familie Mut. „Vielleicht wird jemand auf ihre Situation aufmerksam und kann helfen“, sagt sie. Durch die zahlreichen von der Hilfsorganisation unserer Zeitung unterstützten Projekte und die damit verbundene öffentliche Aufmerksamkeit entstehen oft Kontakte, weiß die Vorsitzende.

Foto: Noch kann Jule (vorn) die steile Treppe zu ihrem Zimmer selbstständig bewältigen. Doch für die Zukunft soll sie im Erdgeschoss ihr neues Domizil finden. Mutter Silke Brenig (rechts) hofft, auf tatkräftige Unterstützer. Bei der Anschaffung eines Autos, in das Jules großer Elektrorollstuhl passt, will HELFT UNS LEBEN, die Hilfsorganisation unserer Zeitung ihren Beitrag leisten. Vorsitzende Manuela Lewentz-Twer und Geschäftsführer Hans Kary besuchen die Familie in Misselberg. Foto: Carlo Rosenkranz

https://helftunsleben.de/jule-braucht-ein-auto-in-das-ihr-rollstuhl-passt/