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„Das beste Auto der Welt“ für die kleine Antonia

Katzenelnbogen. Als sie mit ihrer Tochter Antonia (2) im Arm vor dem neuen VW-Transporter steht, kann sich Jennifer Bach ein paar Tränen der Rührung nicht verkneifen. „Das ist das beste Auto der Welt“, schwärmt auch Antonias Schwester Johanna (8). Zusammen mit Ehemann Patrick war die Familie aus Brohl-Lützing im Landkreis Ahrweiler in den Einrich nach Katzenelnbogen aufgebrochen, um dort beim Autohaus Wöll den neuen Transporter in Empfang zu nehmen.

Möglich machte das eine Spende von „HELFT UNS LEBEN“ (HUL), der Initiative unserer Zeitung. „Wir freuen uns für Euch von ganzem Herzen“, sagt die Vorsitzende Manuela Lewentz-Twer. Zusammen mit Geschäftsführer Hans Kary war sie zur Autoübergabe gekommen. „Das gibt wieder einen Impuls und einen Hoffnungsschimmer. Die vielen Spenden unserer Leser haben das ermöglicht“, so Manuela Lewentz-Twer. Für sie und ihre Mistreiter ist es auch immer wieder ein gutes Gefühl, wenn so eine Aktion erfolgreich zum Abschluss gebracht wurde. „Denn man weiß dann, man kann helfen.“

Das sei eine wahnsinnig große Erleichterung, fasst Jennifer Bach ihre erste Reaktion in Worte. Die Familie ist täglich sehr viel unterwegs, denn bei Antonia wurden im vergangenen Jahr in beiden Augen Tumore festgestellt. Es folgten Chemo- und Brachytherapien, die für das kleine Mädchen sehr kräftezehrend waren. „Aktuell sind wir aber in einer Therapiepause“, erzählt die Mutter, während Antonia fröhlich an einem Keks knabbert. „Antonia gibt nicht auf, warum sollten wir es tun?“, umreißt Vater Patrick die starke Motivation der Familie. Nicht in Katzenelnbogen mit dabei sein konnte aber die älteste Tochter Amy (12), die selbst gerade in einer Klinik ist. So ist die Familie täglich für die Kinder unterwegs, regelmäßig angesteuert wird unter anderem das Ambulante Kinderhospiz Koblenz. „Die haben auch den Kontakt zu ,HELFT UNS LEBEN‘ hergestellt“, erzählt Jennifer Bach. Und so kann der bisher genutzte Familienvan – nach rund 200 000 gefahrenen Kilometern – endlich stillgelegt werden. Ein Schritt, der überfällig war, denn das Fahrzeug war zuletzt ständig reparaturbedürftig. „Ich hatte schon Angst, wenn ich nur an einer Werkstatt vorbeifuhr“, scherzt Patrick Bach. Denn die Reparaturen brauchten die finanziellen Reserven der fünfköpfigen Familie auf, ohne dass der Zustand des Fahrzeugs sich nachhaltig verbesserte, stattdessen hangelte man sich von Reparatur zu Reparatur. Das gehört aber nun der Vergangenheit an, der neue Transporter erleichtert die regelmäßigen Fahrten ins Krankenhaus nach Koblenz, zur Uniklinik in Essen oder zum Hospiz in Wilhelmshaven, wo dann auch mal die ganze Familie etwas durchschnaufen kann.

„Es ist toll, dass es so viele Einrichtungen gibt, um Kindern zu helfen“, lobt Manuela Lewentz-Twer die bestehende gute Infrastruktur. Dennoch gibt es immer noch viel zu tun. Ein kleines Extra hatte sich Familie Bach für das neue Auto noch gewünscht: „Das Fahrzeug hat auch, wie besprochen, eine Anhängerkupplung“, versichert Autohausinhaber Mark Beck, bevor er mit der Einweisung beginnt. Wozu aber wird die Anhängerkupplung eigentlich gebraucht? „Wir haben einen kleinen Wohnwagen und konnten seit zwei Jahren nicht mehr damit vereisen“, erzählt Jennifer Bach. Etwas, was die Familie nun bald gern zusammen nachholen möchte. Und wo ging es bisher immer hin? „Nach Italien, genauer gesagt nach Venetien“, verrät Patrick Bach noch.

Foto: Mark Beck, Hans Kary und Manuela Lewentz-Twer (von links) übergeben Patrick, Johanna, Jennifer und Antonia Bach in Ketzenelnbogen den neuen geräumigen Transporter. Foto: Johannes König

https://helftunsleben.de/2810-2/

Kirmesburschen pflegen Geselligkeit

Beim Neujahrsumtrunk unter freiem Himmel steigt die Stimmung

Katzenelnbogen. Die Tradition hochhalten, das ist das Motto der ehemaligen Kirmesburschen des Heimatvereins Katzenelnbogen. Bereits zum zweiten Mal traf man sich zu einem Neujahrsumtrunk. Es wurde angestoßen auf ein neues Jahr nach einem ereignisreichen 2016 mit der großen Freude, dass sie als Kirmesburschen anno dazumal die aktuellen Kirmesburschen sein durften, da es an jüngeren mangelte.

Als Ort des Geschehens war der Parkplatz des Rewe-Marktes gewählt. Auf dem Parkplatz waren Tische und Bänke aufgestellt und der Kälte wurde an der beheizbaren Theke getrotzt. So manches gutes Gespräch über künftige Markttage kam zustande, oder man schwelgte gemeinsam in Erinnerungen. Das gelang auch bei strahlendem Sonnenschein bei einem Bierchen und duftenden Bratwürsten.

Noch geselliger wurde es, als die Stimmungsmacher des CGV 1837 unter der Leitung von Conny Hengstler dazukamen und mit ihren munteren Liedern für Frohsinn sorgten. „Da sind wir dabei, das ist prima“, hieß es da, denn „Als Sänger geboren“ erschallte über den Parkplatz.

Nebenbei konnte man so manches über das Brauchtum erfahren, denn „Bartholomäusmarkt fürwahr, gibt’s nur einmal im Jahr“. „Diese Tradition wollen wir hochhalten und sind immer bemüht, den aktuellen Kirmesburschen tatkräftig zur Seite zu stehen“, sagte Detlef Weis, der zusammen mit Michael Biehl vor ein paar Jahren die Gruppe der ehemaligen Kirmesburschen gegründet hat. Auch im Lauf des Jahres hält man Kontakt und trifft sich mehrmals zum Stammtisch, auch um Aktuelles zu besprechen.

Die ehemaligen Kirmesburschen im Alter von 40 bis 80 Jahren, etwa 20 an der Zahl, wollen auch Gutes tun. Der Erlös aus dem Korn, der am Heimatabend die Runde macht, und der Erlös des Neujahrsumtrunkes kommen einem guten Zweck zugute. In diesem Jahr für die Aktion „HELFT UNS LEBEN“, eine Initiative der Rhein-Zeitung. Die Spendenübergabe erfolgt am Samstag, 28. Januar, ab 19 Uhr im Gasthaus „Dörsbachhöhe“ in Herold.

Für fröhliche Lieder war ebenfalls gesorgt beim Umtrunk. Foto: Sigrid Baumann

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