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Mobilität ist Teil des Unterrichts

Singhofen. Die Corona-Krise sorgt dafür, dass es in der Erich-Kästner-Schule in Singhofen bisher noch keinen „normalen“ Unterricht gibt. Trotzdem kann sie sich über ein neues Fahrzeug freuen, dessen Einsatz Schülerinnen und Schüler samt Kollegium wie dem Unterricht bereits entgegenfiebern. Die Leseraktion HELFT UNS LEBEN (HUL) unserer Zeitung macht’s möglich. Mark Beck, Inhaber des Autohauses Wöll in Katzenelnbogen, fuhr jetzt mit einem neuen Neunsitzer an der Förderschule vor, wo die HUL-Vorsitzende Manuela Lewentz-Twer und Geschäftsführer Hans Kary die Schlüssel an Schulleiter Jürgen Hoder übergeben konnten. Zu verdanken ist die segensreiche Spende der Vorsitzenden des Fördervereins, Nicole Fischbach, die die Hilfe ins Rollen brachte. Die weiß schon lange um den mobilen Bedarf der Lehreinrichtung, in der zurzeit 160 Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichstem Förderbedarf aus dem gesamten Rhein-Lahn-Kreis unterrichtet werden. „Eines der beiden Fahrzeuge brachte aufgrund seines Alters und der vielen gefahrenen Kilometer mehr Kummer als Freude“, so Fischbach, die die RZ-Leseraktion um Hilfe und Ersatz bat. Der HUL-Vorstand sah das ebenso und die Anschaffung als sehr sinnvoll angelegte Hilfe. Der Transporter dient nicht nur für Klassen- und Unterrichtsfahrten. „Mir war gar nicht bewusst, dass die Fahrzeuge auch genutzt werden, um die Kinder etwa zu Geburtstagsfeiern zu Freunden zu transportieren“, zeigte sich Manuela Lewentz-Twer beeindruckt von der umfassenden Bedeutung des neuen Gefährts.

„Mobilität ist ein wesentliches Element für unseren Unterricht, weil wir damit Lernorte aufsuchen können“, erklärte Hoder. „Wenn wir etwa über die Bedeutung des Waldes oder die Müllverarbeitung direkt in unserer Nähe sprechen, dann laden wir die Schüler ein und fahren hin.“ Klassen mit etwa acht Schülerinnen und Schülern betreuen die derzeit etwa 70 pädagogischen Kräfte der Schule. Da sei die Größe des Fahrzeugs genau richtig, passten in die Fahrzeuge doch ein bis zwei Klassen hinein. „Und natürlich machen wir manchmal auch Ausflüge, wenn wir im Sommer ins Freibad wollen oder zu Geburtstagen auch mal Mitschüler besuchen möchten“, so der Leiter der Ganztageseinrichtung. Die Schule sei nicht nur ein Lehr-, sonder auch ein Lebensort. „Bei uns sind die Klassenkameraden immer auch Freunde und ein Stück Familie“, sagte Hoder, als er das Fahrzeug im Namen der Schulgemeinschaft sehr dankbar entgegennahm, „das ist einfach super!“.

Foto: Freuen sich über die Spende eines neuen Kleinbusses für die Erich-Kästner-Schule Singhofen (von links): Fördervereinsvorsitzende Nicole Fischbach, Schulleiter Jürgen Hoder, HELFT UNS LEBEN-Vorsitzende Manuela Lewentz-Twer, Geschäftsführer Hans Kary und Mark Beck vom Autohaus Wöll. Foto: Bernd-Christoph Matern

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Unsere Ohren bleiben offen für Sie


Liebe Leserinnen und Leser,

wir bleiben für Sie und die Menschen vor Ort aktiv und als Ansprechpartner erreichbar. Gemeinsam können wir die schweren Zeiten durch unsere Zeichen der Hilfsbereitschaft und das ehrenamtliche Engagement etwas lindern und Licht in das Dunkel bringen. Wir freuen uns, schon bald wieder die Familien vor Ort besuchen zu können.

Manuela Lewentz-Twer und Hans Kary

Auch in diesen sehr schwierigen Zeiten müssen die Teams von HELFT UNS LEBEN (HUL) für die bedürftigen Menschen vor Ort erreichbar bleiben. Hans Kary, Geschäftsführer von HUL, und Manuela Lewentz-Twer, 1. Vorsitzende, haben neue Wege der Kommunikation gesucht. In einer Telefonkonferenz, zu der beide Mitglieder zugeschaltet sind, geben sie uns Auskunft. „Immer öfter greifen wir zum Telefon“, so Manuela Lewentz-Twer. „Wir sind uns der Verantwortung in der aktuellen Situation bewusst und möchten den Verhaltensregeln zur Vermeidung weiterer Ansteckungen natürlich Folge leisten. Im Sinne des Allgemeinwohles verzichten daher auch wir auf unnötige Kontakte“, gibt Lewentz-Twer uns am Telefon Auskunft. Hans Kary unterstützt die Worte der 1. Vorsitzenden und betont: „Trotzdem ist es wichtig für uns, einen persönlichen Einblick, den wir bisher über unsere Hausbesuche gefunden haben, auf Umwegen zu finden. Bei allen Familien, wo es möglich ist, sind wir jetzt über Telefon und Videotelefonie im Kontakt.“
HELFT UNS LEBEN wird in den nächsten Wochen einen VW-Bus an die Erich-Kästner-Schule in Singhofen, eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche und motorische Entwicklung, übergeben.

Manuela Lewentz-Twer wurde von der 1. Vorsitzenden des Fördervereins angesprochen und ließ sich im persönlichen Telefonat von der Wichtigkeit der Anschaffung überzeugen. „Für Kinder mit einer körperlichen Beeinträchtigung ist es wichtig, nicht auf Sozialkontakte im Alltag verzichten zu müssen“, so Lewentz-Twer. „Ohne einen neuen Bus können keine gemeinsamen Ausflüge mehr stattfinden, keine Treffen zu Geburtstagen oder Fahrten in die Natur.“ Hans Kary hat inzwischen Kontakt zu einem ortsansässigen Autohaus aufgenommen – einem Betrieb, der die Einrichtung kennt, ebenso viele Familien, deren Kinder vor Ort die Sonderschule besuchen.

Foto: Sie bleiben in der Corona-Krise übers Telefon mit den bedürftigen Familien in Kontakt: Manuela Lewentz-Twer, 1. Vorsitzende, und HUL-Geschäftsführer Hans Kary. Foto: Werner Dupuis

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