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Klingender Weihnachtsmarkt macht Stimmung

Koblenz. Weihnachten hat viel mit Stimmung, mit Licht, aber auch mit Musik zu tun. Umso schöner, wenn diese nicht vom Band kommt, sondern live ist. In Koblenz gibt es dieses Jahr erstmals einen täglichen Klingenden Adventskalender.

Und so ist es dazu gekommen: „Es müsste doch möglich sein, ein Benefizkonzert auf dem Weihnachtsmarkt zu machen“, dachte Dietmar Weidenfeller, Vorsitzender des Kreis-Chorverbandes, nach dem Besuch eines Weihnachtsmarktes in Jena, wo er zufällig Besucher eines solchen Konzertes wurde. Und ja, es ist möglich, und nicht nur eins: Vom 1. bis zum 22. Dezember begleitet nun ein Klingender Adventskalender den Koblenzer Weihnachtsmarkt, erzählt Peter Balmes vom Kreis-Chorverband ganz glücklich im Gespräch mit der RZ.

Denn manchmal geht es ganz schnell: Die Repräsentanten der Sänger trafen bei Koblenz Touristik und Weihnachtsmarkt-Veranstalter Koenitz auf offene Ohren – und bei ihren Mitgliedschören auf Begeisterung. Bis auf einen einzigen Tag sind alle Termine vom 1. bis zum 22. Dezember besetzt, und auch bei der Eröffnung des Weihnachtsmarktes am kommenden Freitag, 22. November, gibt es schon musikalische Begleitung durch die Chöre. Mehr als 600 Aktive, Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche werden an allen Tagen „im Dienst“ sein.

Die Konzerte sind in den allermeisten Fällen im Innenhof des Rathauses und dauern eine halbe Stunde (Beginn fast immer 18.30). „Das ist ein bisschen abseits des Trubels, aber so nah, dass man mit einem Glühwein mal hineinschlendern kann“, sagt Peter Balmes, der überzeugt davon ist, dass die kleinen Konzerte einen schönen besinnlichen Beitrag in der sonst oft hektischen Zeit liefern und gleichzeitig eine gute Werbung für den Chorgesang sein werden. Im Moment laufen noch die Abstimmung des Repertoires, damit nicht an allen Abenden „Jingle Bells“ läuft, und die Vorbereitung der Infrastruktur für die Chöre. Denn Bühne, Verstärkeranlage, Mikrofone und alles andere muss nicht jeder selbst mitbringen, das wird gestellt. Profitieren werden jedenfalls ganz sicher nicht nur die Zuhörer und die Chöre, sondern auch HELFT UNS LEBEN. Denn die Vorstandsmitglieder des Kreis-Chorverbandes werden mit Spendendosen bei den Konzerten herumgehen und für die Hilfsaktion unserer Zeitung für Kinder und Familien in Not sammeln.FF

Vom 1. bis 22. Dezember gibt es erstmals den Klingenden Adventskalender. Bis auf die Eröffnung finden die Konzerte im Innenhof des Rathauses statt.

Diese Chöre machen mit:

Sonntag, 1. Dezember, 15 bis 15.30 Uhr, Görresplatz, Frauenchor im MGV Frohsinn 1865 Pfaffendorf

Montag, 2. Dezember, 18.30 bis 19 Uhr, Innenhof Rathaus, Männerchor 1883/1912 Koblenz-Horchheim

Dienstag, 3. Dezember, 18.30 bis 19 Uhr, Stimmicals, Koblenz-Arzheim

Mittwoch, 4.Dezember, 18.30 bis 19 Uhr, Modern Song Project im MGV Cäcilia Lay 1876

Donnerstag, 5. Dezember, 18.30 bis 19 Uhr, MGV Frohsinn 1865 Pfaffendorf

Freitag, 6. Dezember, 18.30 bis 19 Uhr, Ladies Surround

Samstag, 7. Dezember, 18.30 bis 19 Uhr, Rhein-Mosel-Sänger

Sonntag, 8. Dezember, 15 bis 15.30 Uhr, Frauenkammerchor In Cantare

Montag, 9. Dezember, 18.30-19 Uhr, Heart Chor Koblenz

Dienstag, 10. Dezember, 18.30 bis 19 Uhr, Singkreis `70 Koblenz

Mittwoch, 11. Dezember, 18.30 bis 19 Uhr, Kirchenchor und MGV 1856 Koblenz-Neuendorf

Donnerstag, 12. Dezember, 18.30 bis 19 Uhr, Gemischter Chor Koblenz-Niederberg

Freitag, 13. Dezember, 18.30 bis 19 Uhr, Chöre des Görres-Gymnasiums

Samstag, 14. Dezember, 15 bis 15.30 Uhr, Lollypop 86 – Tanzgruppe Kita Eulenhorst

Sonntag, 15. Dezember, 15 bis 15.30 Uhr, wird noch bekannt gegeben

Montag, 16. Dezember, 18.30 bis 19 Uhr, Frauenchor Bubenheim

Dienstag, 17. Dezember, 18.30 bis 19 Uhr, Frauenchor Quodlibet Koblenz-Rübenach

Mittwoch, 18.Dezember, 18.30 bis 19 Uhr, Vokalista

Donnerstag, 19. Dezember, 18.30 bis 19 Uhr, Internationaler Chor Artenvielfalt

Freitag, 20. Dezember, 18.30 bis 19 Uhr, MGV Eintracht Arzheim 1881

Samstag, 21. Dezember, 18.30 bis 19 Uhr, Joyful Voices

Sonntag, 22. Dezember, 15 bis 15.30 Uhr, Jazzchor Koblenz.

Foto: Im Rathaus-Innenhof wird gesungen: Wie aus einer spontanen Idee eine große Aktion wurde. Foto: Reinhard Kallenbach

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Doppeljubiläum vor Rekordkulisse

Koblenz. Seit 40 Jahren gibt es HELFT UNS LEBEN. Und bereits seit den Anfängen im Jahr 1979 unterstützt das Koblenzer Heeresmusikkorps die Initiative der Rhein-Zeitung für Kinder und Familien in Not. Beim jüngsten Benefizkonzert in der Rhein-Mosel-Halle wurde quasi ein Doppeljubiläum gefeiert – und das vor einer Rekordkulisse.

Schnelle und unbürokratische Hilfe für Menschen in der Region, mit denen es das Schicksal nicht so gut gemeint hat, ist das Markenzeichen der Initiative, in der die RZ-Leser Verantwortung übernehmen. Kurz vor Beginn des Konzerts nannte Chefredakteur Peter Burger eine beeindruckende Zahl: Insgesamt sind 28 Millionen Euro gespendet worden.

Im Laufe der Jahre ist bei den Konzerten eine sehr treue Gemeinde entstanden, die den Akteuren auch kleine Fehlerchen nicht übel nimmt. Mit viel Humor steckten sie kleine Anfangspannen der Elektronik weg, die im Übrigen die hochmusikalischen Soldaten mit einem furiosen Auftakt schnell vergessen ließen. Der glanzvolle Abend wurde mit einem Marsch nach Motiven der 1818 erstmals aufgeführten Oper „Moses in Ägypten“ von Gioachino Rossini eröffnet. Dabei wurde sehr schnell deutlich, warum Oberstleutnant Alexandra Schütz-Knospe beim Publikum so beliebt ist. Die Leiterin des Heeresmusikkorps lässt ihre Gäste nämlich nicht allein. Sie erklärt die einzelnen Beiträge und ordnet sie ein.

So lernten die Zuhörer, dass es im 19. Jahrhundert üblich war, Opernmotive in Märschen zusammenzufassen. Und vor dem Revuemarsch zu Beginn des zweiten Teils des Konzerts erfuhr man, dass der von August Reckling komponierte Marsch 1913 im neuen Deutschen Stadion der Hauptstadt, einem Vorläufer des Olympiastadions, erstmals vor ganz großer Kulisse gespielt wurde und seitdem der Lieblingsmarsch der Berliner ist. Das sind nur zwei von vielen Beispielen, die den Abend auch zu einer Lehrstunde im besten Sinne machten. Wer zum ersten Mal das Benefizkonzert erlebte, war vor allem über die erstaunliche Vielseitigkeit des 1956 in Idar-Oberstein gegründeten, ein Jahr später nach Koblenz verlegten Heeresmusikkorps überrascht. Das Repertoire reicht von Opern über leichte Klassik bis hin zu Neuinterpretationen von Popklassikern im Big-Band-Stil. Die hochprofessionellen Musiker sind Grenzgänger, sie lieben es, den Rahmen klassischer Militärmusik zu sprengen. „Wie machen die das so ganz ohne Streicher?“, fragte sich so mancher, den die große Sensibilität und Präzision der Akteure beeindruckte, die auch keine Probleme damit haben, sich dem Belcanto unterzuordnen.

Denn was wäre ein gelungener Konzertabend ohne Gesang? Und den gab es reichlich. Das Künstlerpaar Lena und Matthias Laferi nahm die begeisterten Zuhörer mit auf eine Reise in die Oper, bei der unvergessene Arien von Puccini, Verdi und Mozart im Mittelpunkt standen. Und für Freunde von Lehár-Operetten gab es mit „Da geh ich zu Maxim“ und dem „Vilja-Lied“ Kostproben aus der „Lustigen Witwe“. Und wiederum berichtete die Dirigentin über die Zusammenhänge und ließ im Laufe des Abends immer wieder ihre ganz große Stärke aufblitzen: ihren lockeren, aber bestimmten Führungsstil, der den Musikern einiges abverlangt, sie aber auch zu Spitzenleistungen motiviert.

Die Soli der Akteure waren für alle ein wahrer Genuss, exemplarisch sei der fulminante Auftritt des Pianisten und Oberstabsfeldwebels Michael Peter kurz vor dem Ende des ersten Konzertteils genannt, der bei Gershwins „Rhapsody in Blue“ wirklich alles aus dem Flügel holte. Spätestens dann war dem letzten Zweifler klar: Wer mit dem Heeresmusikkorps auftreten will, muss ein Vollblutprofi mit perfekter Ausbildung sein. Das Publikum war begeistert und schickte alle erst nach einer Zugabe in die Pause. Erneut wurde Gershwin gespielt, dieses Mal „Summertime“ aus „Porgy and Bess“. Und wie selbstverständlich setzte sich die Dirigentin neben Peter an den Flügel – und gemeinsam spielten sie auf.

Es versteht sich fast von selbst, dass auch der weitere Verlauf des Konzerts, in dem Hauptmann Wolfgang Dietrich zeitweise den Taktstab führte, von begeistertem Beifall begleitet wurde. Der offizielle Teil klang mit einem Medley mit Welthits von Stevie Wonder aus. Von der Bühne lassen wollte das Publikum die Akteure nicht, die mit dem Bocelli-Brightman-Hit „Time to Say Goodbye“ und dem unverwüstlichen Radetzkymarsch nachlegten. Der grandiose Konzertabend klang mit der Nationalhymne aus.

Foto: Glanzvolles Benefizkonzert des Heeresmusikkorps Koblenz in der Rhein-Mosel-Halle. Foto: Reinhard Kallenbach

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Mit Musik die Not der Menschen lindern helfen

Koblenz. „Volles Haus“ – und das seit 40 Jahren! Das große Benefizkonzert der Rhein-Zeitung mit dem Heeresmusikkorps Koblenz zugunsten von „HELFT UNS LEBEN“ lockte gestern Abend mehr als 1400 Besucher in die Koblenzer Rhein-Mosel-Halle. Unter Stabführung von Oberstleutnant Alexandra Schütz-Knospe präsentierten die „Musiksoldaten“ einen bunten Melodienreigen, von italienischen Opernklassikern bis Lehar und Gershwin. Applaus gab es auch für die beiden Solisten Lena Laferi (Sopran) und Matthias Laferi (Tenor). Seit 40 Jahren besteht die große RZ-Hilfsaktion für Menschen in Not, für die bisher rund 28 Millionen Euro gespendet wurden.

Foto: Freuen sich über 40 Jahre Zusammenarbeit (von links): Thomas Regge, Geschäftsführer des Mittelrhein-Verlags, Manuela Lewentz-Twer, erste Vorsitzende von „HLFT UNS LEBEN“, Oberstleutnant Alexandra Schütz-Knospe sowie RZ-Chefredakteur Peter Burger. Foto: Reinhard Kallenbach

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Benefizkonzert bringt 3500 Euro

Koblenz. Eine Spende in Höhe von 3500 Euro zugunsten der RZ-Hilfsaktion HELFT UNS LEBEN (HUL) haben Birgit Hofacker (Mitte) und Sohn Nils (links) an HUL-Geschäftsführer Hans Kary (rechts) übergeben. Es ist der von der Familie Hofacker aufgestockte Erlös eines von ihr initiierten Benefizkonzerts mit dem Jazztrio Daniel Stickan in der Alten Kirche in Spay. Evert Hofacker hatte die Musiker in Hamburg erlebt, war von ihnen begeistert und hatte spontan beschlossen: „Die müssen in der Region Koblenz auftreten.“ Auch hier faszinierte das Trio mit Daniel Stickan an Piano und Orgel, Uwe Steinmetz (Saxofon) und der Sängerin Simin Tander die 150 Besucher. Foto: Winfried Scholz

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Konzert entführt in Klangwelten Skandinaviens

Spay. Die Zuschauer der bis auf den letzten Platz gefüllten alten Kirche in Spay erlebten ein besonders beeindruckendes Konzert des Daniel-Sticken-Trios. Das Trio in einer ungewöhnlichen Besetzung mit Daniel Stickan (Kirchenorgel/Jazzpiano), Uwe Steinmetz (Saxofon) und Simin Tander (Gesang) brachte Klangwelten von sphärischer Spiritualität, die auch den skandinavischen Jazz auszeichnet, zu Gehör. In Kooperation mit der Franz-Krautkremer-Stiftung veranstaltete die Goldschmiede Hofacker zu Ehren ihres Gründers Paul Otto Hofacker dieses Benefizkonzert, dessen komplette Einnahmen HELFT UNS LEBEN, der Initiative unserer Zeitung für Menschen in Not, zugutekommen. Foto: Sarah Reuther

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Musikalischer Hochgenuss für guten Zweck

Kapelle der königlichen Marine der Niederlande und das Koblenzer Heeresmusikkorps gestalten ein mitreißendes Konzert

Koblenz. Einen musikalischen Hochgenuss haben rund 1400 Besucher beim diesjährigen Benefizkonzert zugunsten der RZ-Hilfsaktion HELFT UNS LEBEN erlebt. Zwei Orchester der Spitzenklasse begeisterten das Publikum: die Kapelle der königlichen Marine aus den Niederlanden und das schon seit 39 Jahren vertraute Heeresmusikkorps (HMK) Koblenz. Die Rhein-Mosel-Halle, „unser gemeinsames Wohnzimmer“, wie sie die HMK-Leiterin Oberstleutnant Alexandra Schütz-Knospe nannte, war ausverkauft.

Die Marinemusiker begannen mit „Variationen über Wilhelm von Oranien“ von Richard Strauß. Wie Major Tien im RZ-Gespräch erläuterte, hatte Strauß das Stück 1892 anlässlich der Hochzeit der Tochter von König Wilhelm II. geschrieben. 40 Jahre später wurde es dann zur niederländischen Nationalhymne.

Elf kleine Sätze „Ragtimes und Habaneras“ schrieb der deutsche Komponist Hans Werner Henze in den 1950er-Jahren. Beim Concertino für Posaune des Felix-Mendelssohn-Zeitgenossen Ferdinand David gab es für den Solisten Hauptfeldwebel Frank Kramer verdientermaßen spontanen Applaus. „Die Kollegen haben auf einem sensationell hohen Niveau gespielt“, lobte später Alexandra Schütz-Knospe im Gespräch mit unserer Zeitung.

Das galt auch für die Darbietung der „Festlichen Ouvertüre zum 20. Jahrestag der Oktoberrevolution in G-Dur op. 72“ von Reinhold Glière. „Ein festliches, tolles Stück, das wir neu in unser Repertoire aufgenommen haben“, erklärte Major Tien. Ans Publikum gewandt, meinte er leicht verschmitzt: „Eine Ouvertüre zum Schluss eignet sich auch bestens zur Eröffnung der Pause und des zweiten Teils.“

Den bestritten die Koblenzer Heeresmusiker, charmant und eloquent moderiert von Alexandra Schütz-Knospe. Neben der Marschkomposition Viribus Unitis von Josef Bach boten sie glänzend interpretierte Unterhaltungsmusik aus den 1980er-Jahren. Bei der für einen Oscar nominierten Filmmusik „Silverado“ von Bruce Broughton führte der neue stellvertretende Orchesterchef Hauptmann Wolfgang Dietrich den Taktstock.

Bei „Annie’s Dream“ aus der Feder des Schweizer Armee-Dirigenten Christoph Walter zeichnete sich das Trompetenregister des Heeresmusikkorps in besonderem Maße aus. Für den flotten Marsch „Slipstream“ hatte der 1951 geborene englische Komponist Philip Starke 1987 den BBC-Preis für neue Blasmusik gewonnen. „Da geht es flott vorneweg. Passen Sie auf, dass wir Ihnen nicht enteilen“, warnte die Musikkorps-Chefin schelmisch. Das taten die Musiker dann doch nicht. Denn sie hatten ja noch den mit Applaus im Stehen belohnten musikalischen Höhepunkt im Gepäck: ein Medley aus acht Pop- und Schlagertiteln, alle aus dem Jahr 1988 – darunter der Michael-Jackson-Hit „Man in the Mirror“, „Wahre Liebe“ von den Ärzten, „Ella elle l’a“ von France Gall, „Solang man Träume noch leben kann“ (Münchner Freiheit) oder die grandiose Pop-Hymne „One Moment in Time“ von Whitney Houston.

Gemeinsam spielten die beiden Orchester neben den Nationalhymnen mit dem „Groot Rotterdam Marsch“ und „Alte Kameraden“ zwei klassische Militärmärsche ihrer Länder. RZ-Chefredakteur Peter Burger hob dann auch den völkerverbindenden Charakter der Musik und die inzwischen gewachsene Freundschaft der beiden Nachbarn hervor: „Wer hätte vor 70 Jahren gedacht, dass Niederländer und Deutsche einmal zusammen „Alte Kameraden“ spielen.“

Foto: Nach ihren Einzelauftritten traten die Musiker der Kapelle der königlichen Marine aus den Niederlanden und des Koblenzer Heeresmusikkorps (HMK) gemeinsam auf die Bühne, um die Nationalhymnen, den „Groot Rotterdam Marsch“ und „Alte Kameraden“ zu intonieren. Foto: Sascha Ditscher

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Musikgenuss der Extraklasse

Besuchen Sie das große Benefizkonzert zugunsten von HELFT UNS LEBEN: Leser mit AboAusweis erhalten Rabatt

Koblenz. Am Sonntag, 23. September, findet um 17 Uhr (Einlass: 16.30 Uhr) in der Koblenzer Rhein-Mosel-Halle das festliche Abschlusskonzert des 5. Internationalen Musikfestivals Koblenz statt. Dieses Benefizkonzert zugunsten von HELFT UNS LEBEN wird vom Münchner Kammerorchester unter der Leitung von Jona-thon Heyqard präsentiert. Die Künstlerische Leitung übernimmt Benedict Kloeckner. Leser mit Abo-Ausweis erhalten 10 Prozent Rabatt auf den Ticketpreis.

Eintrittskarten mit 10 Prozent AboAusweis-Rabatt gibt es unter Telefon 0651/979 07 77 oder über die Internetseite www.ticket-regional.de

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Heeresmusikkorps hilft beim Helfen

Musiker spenden fast 15 000 Euro

Koblenz. „Damit kann man schon einiges anfangen!“ Oberstleutnant Alexandra Schütz-Knospe strahlt zufrieden. Die Leiterin des Heeresmusikkorps Koblenz hat im Verlagsgebäude des Mittelrhein-Verlags einen Spendenscheck über 14.395,43 Euro für HELFT UNS LEBEN (HUL), die Hilfsaktion unserer Zeitung, an die HUL-Vorsitzende Manuela Lewentz-Twer und HUL-Geschäftsführer Hans Kary übergeben. Damit wurde die Spendensumme von 2016 noch einmal um fast 3.000 Euro übertroffen. Es handelt sich um den Reinerlös des Benefizkonzerts der Heeresmusiker vom 9. November vor 1.300 Besuchern in der Koblenzer Rhein-Mosel-Halle. Musikalischer Höhepunkt war die Aufführung des Konzerts für Cello und Blasorchester des österreichischen Komponisten und Pianisten Friedrich Gulda. Solist war der im Westerwald lebende international renommierte Cellist Benedict Klöckner.

Die Freunde des Heeresmusikkorps Koblenz sollten sich schon jetzt den 8. November vormerken. Dann findet ab 19.30 Uhr in der Rhein-Mosel-Halle das diesjährige Benefizkonzert zugunsten von HELFT UNS LEBEN statt. Neben den Heeresmusikern wird das Militärorchester der königlichen niederländischen Marine („Marinierskapel der Koninklijke Marine“) auftreten. Das niederländische Orchester hatte bereits 2012 mit dem Heeresmusikkorps für HELFT UNS LEBEN gespielt.

Foto: Freudige Gesichter für die gute Sache: Oberstleutnant Alexandra Schütz-Knospe (Mitte) überreichte einen Spendenscheck für HELFT UNS LEBEN an die Vorsitzende Manuela Lewentz-Twer und Geschäftsführer Hans Kary. Foto: Winfried Scholz

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Pauls Leidensweg begann ohne Vorwarnung

Siebenjähriger erträgt in einem Bochumer Krankenhaus tapfer seine schwere Krankheit – Chor Haste Töne singt für Betzdorfer

Betzdorf. Der Adventskranz steht in der Küche, der Nikolaus hat vorige Woche vorbeigeschaut. Bei Familie Ganser aus Betzdorf deutet alles auf eine normale Vorbereitung auf Weihnachten hin. Doch in diesem Jahr ist nichts normal: Der sieben Jahre alte Paul liegt im Krankenhaus.

Der Junge ist querschnittsgelähmt, Folge einer ganz seltenen Krankheit: Schuld ist ein Aneurysma im Spinalkanal oder anders ausgedrückt: Paul leidet an einer arteriovenösen Malformation. „Eine angeborene Fehlbildung von Gefäßen“, übersetzt Mutter Anja Ganser, eine gelernte Krankenschwester.

Die schwere Erkrankung ist Anfang Oktober über die Familie hereingebrochen, aus heiterem Himmel. „Paul hat über Schmerzen im Arm und Kribbeln in den Fingern geklagt“, erzählt Anja Ganser. Dann konnte er Arme und Beine nicht mehr bewegen. Nach einem MRT im Krankenhaus in Weidenau folgte die niederschmetternde Diagnose.

Alles ohne Vorwarnung: „Er hat doch noch beim Barbarafest auf der Hüpfburg getobt und ist Fahrrad gefahren“, erzählt die Betzdorferin. Sein Zwillingsbruder Luca war immer dabei. „Beide sind eine Einheit“, sagt die Mutter. Die Zwillinge gehen in die zweite Klasse der Martin-Luther-Grundschule. Der Jüngste in der Familie ist der fünfjährige Luis.

Inzwischen liegt Paul im Krankenhaus „Bergmannsheil“ in Bochum, in der Abteilung für querschnittsgelähmte Patienten. Der Junge muss beatmet werden. „Er hat mal gute und mal schlechte Tage, aber er ist ganz tapfer“, erzählt Anja Ganser. Erst in drei bis sechs Monaten – so die Prognose – wird Paul wieder nach Hause kommen können. Seine Mutter ist die Woche über bei Paul im Krankenhaus in Bochum. Die Kinder werden tagsüber von einer Tagesmutter beziehungsweise von Freunden der Familie betreut. An den Wochenenden löst Ehemann Ulrich (41) seine Frau in der Klinik ab. Er arbeitet als Controller in einer Firma in Siegen. Anja Ganser ist von ihrer Arbeit als Integrationshelferin bei der Lebenshilfe freigestellt.

Während Anja Ganser erzählt, sitzt ihre Freundin Kathrin Meyer neben ihr am Tisch. Gemeinsam mit weiteren Freunden hat die Alsdorferin in Zusammenarbeit mit der Unnauer Patenschaft eine Hilfsaktion gestartet. Der Verein unterstützt Familien schwerstkranker Kinder. Auch HELFT UNS LEBEN, die Hilfsorganisation unserer Zeitung, ruft die Leser auf, für die Betzdorfer Familie zu spenden. Denn auf die Gansers kommen hohe Kosten zu. Seit 2009 wohnen sie in einem Altbau, den sie wunderbar hergerichtet haben. Doch er ist nicht barrierefrei und zugänglich für ein Kind, das im Rollstuhl sitzt. Die Eltern möchten anbauen: Sie brauchen einen Eingang sowie Räume für ein Bade- und ein Schlafzimmer, die barrierefrei sind. Außerdem benötigt die Familie ein neues Auto, um einen Rollstuhl transportieren zu können.

Anja Ganser ist froh, dass sie, ihr Mann und die Kinder bei der Bewältigung dieser Herausforderungen nicht alleine dastehen: „Wir sind mit Freunden gesegnet. Sie sind eine unheimliche Stütze. Wir werden aufgefangen und durch die Situation getragen.“ Und als gläubiger Mensch fügt sie hinzu: „Das ist ein Geschenk Gottes.“ Und auch Haste Töne möchte helfen. Anja und ihr Mann Ulrich singen in dem Gospel- und Worship-Chor. „Die Familie durchlebt gerade eine schwierige Zeit und muss alles umstellen“, sagt Chorleiter Markus Neuroth, „es ist uns eine Herzensangelegenheit, vor Ort direkt zu helfen, mit dem, was uns als Haste Töne möglich ist.“

Spontan hat der Chor seine beiden Auftritte am 20. und 21. April kommenden Jahres in der Stadthalle in Betzdorf mit dem neuen Programm „Liebe ist“ zu Benefizkonzerten umgewidmet. Von jedem verkauften Ticket gehen 5 Euro als Spende an die Familie. „Wir singen für Paul“, steht als Hinweis auf den Eintrittskarten.

Anja Ganser freut sich und ist dankbar für die Unterstützung ihres Chors: „Wir sind, wie in einer Familie, füreinander da.“

HELFT UNS LEBEN bittet die Leser, Familie Ganser zu helfen und ruft zu Spenden auf. Konto: BIC: MALADE51KOB; Iban: DE72 5705 0120 0000 0013 13.

Foto: Der Chor Haste Töne aus Betzdorf-Bruche will Paul helfen. Die Eltern singen in dem Ensemble. Der Chor gibt im kommenden Jahr zwei Benefizkonzerte in der Stadthalle in Betzdorf. Der Vorverkauf hat begonnen. Foto: Claudia Geimer

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Grandiose Liaison von Cello und Blasorchester

Heeresmusikkorps Koblenz und Solist Benedict Kloeckner spielen für HELFT UNS LEBEN

Koblenz. Nach Konzerten des Heeresmusikkorps Koblenz fragen sich wohl manche Besucher: „Lässt sich das, was wir heute gehört haben, musikalisch noch überbieten?“ Dass die Musiker mit ihrer Leiterin Oberstleutnant Alexandra Schütz-Knospe immer noch einen draufsetzen können, bewiesen sie beim 38. Benefizkonzert zugunsten von HELFT UNS LEBEN, der Initiative unserer Zeitung für Familien und Kinder in Not, vor 1300 Besuchern in der ausverkauften Rhein-Mosel-Halle. Brillanter Höhepunkt war das Konzert für Cello und Blasorchester des österreichischen Komponisten und Pianisten Friedrich Gulda. Bejubelter Solist war der aus der Region stammende, international renommierte Cellist Benedict Kloeckner. „Einfach grandios“, lautete das zutreffende Urteil von Manuela Lewentz-Twer, der Ersten Vorsitzenden von HELFT UNS LEBEN.

Es war schon lange Kloeckners Wunsch, dieses äußerst selten gespielte und musikalisch höchst anspruchsvolle Konzert aufzuführen. Bislang hatte er noch kein geeignetes Orchester gefunden. Die künstlerische Liaison ergab sich durch ein eher zufälliges Zusammentreffen von Kloeckners Mutter und Alexandra Schütz-Knospe.

Gulda hat in dem Konzert mehrere Musikstile vereint, vom Jazz über ein Menuett bis hin zur österreichischen Volksmusik als Hommage an seine Heimat. Beeindruckend war die in Richtung Avantgarde tendierende Kadenz, zu der der Solist improvisieren durfte. Dabei faszinierte Kloeckner mit zarten Flageoletttönen auf dem 1680 vom berühmten Cremoneser Instrumentenbauer Francesco Ruggeri geschaffenen, wertvollen Cello.

Das übrige Programm stand unter dem Generalthema Jagd. Das heitere „Der Jäger aus Kurpfalz“ erinnert an die zu Beginn des 19. Jahrhunderts in Preußen aufgestellten Jägerbataillone. Nach der Ouvertüre zu Carl Maria von Webers romantischer Oper „Der Freischütz“ und dem Stück „Waidmannsheil“ von August Reckling zogen die Heeresmusiker das Publikum mit modernen Stücken in ihren Bann. Das von Thomas Doss komponierte „Outback“ beschreibt musikalisch die Lebensweise der Aborigines, der australischen Ureinwohner. Lateinamerikanische Rhythmen symbolisierten bei „El toro loco“ die Kunststücke eines Stiers in der Arena. Mit „Jäger des verlorenen Schatzes“ begann die legendäre Reihe der Indiana-Jones-Filme. Die bekanntesten Themen der Filmmusiken von John Williams waren von Arrangeur Hans von der Heide zusammengestellt worden. Immer wieder Szenenapplaus brandete beim rasanten „The Race“ von Boris Blank auf, arrangiert vom früheren Musikkorpsleiter Robert Kuckertz. Das Schweizer Musikduo Yello hatte zunächst Motorengeräusche zusammengestellt. Das begeisternde Stück war in den 1990er- Jahren die Titelmelodie zur Musiksendung „Formel 1“.

Die Zugaben „Auf der Jagd“ von Johann Strauß Sohn und der „Radetzkymarsch“ seines Vaters gaben schon einen Vorgeschmack auf das neue Jahr. Beim Marsch war das Publikum allerdings noch nicht so ganz sattelfest, an welchen Stellen es mitklatschen darf.

Foto: Manuela Lewentz-Twer, Erste Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN, informierte zusammen mit Peter Burger über die aktuelle Arbeit der RZ-Hilfsaktion. Insgesamt wurden bislang mehr als 26 Millionen Euro für Bedürftige gespendet. Foto: Winfried Scholz

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