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Hilfe für eine Familie in Not

 Spenden unserer Leser erleichtern den Alltag von Bettina Badermann und ihrer schwerstbehinderten Tochter

Erbach. Die Spendenbereitschaft aus Leserschaft und Bevölkerung war enorm, als unsere Zeitung im Oktober über das schwere Schicksal von Bettina Badermann und ihrer schwerstbehinderten Tochter Annika aus Erbach im Rhein-Hunsrück-Kreis berichtete. Als gesundes Baby zur Welt gekommen, erlitt die kleine Annika eine Hirnhautentzündung und eine Blutvergiftung. In der Folge kam eine schwere Hirnblutung hinzu. Annika lag 14 Tage im Koma. Auch wenn die Ärzte damals wenig Hoffnung hatten: Sie kämpfte sich zurück ins Leben.

Aber die Krankheit blieb nicht ohne Folgen. Die Hirnhautentzündung hat Annikas Gehirn schwer geschädigt. Sie erblindete und hat keine Kontrolle über ihren Körper, kann nicht stehen, nicht allein essen, kaum sprechen. Hinzu kommen epileptische Anfälle, mit denen die junge Frau, die am 14. April 26 Jahre alt wird, regelmäßig zu kämpfen hat.

So gravierend die Krankheit von Annika ist, so mühsam gestaltete sich der Alltag ihrer Mutter, die sich für ihre Tochter aufopferte, bis ihr eigener Körper nicht mehr mitspielte. Die erwachsene Tochter regelmäßig vom Rollstuhl ins Auto zu heben, hat nach jahrelanger Belastung Spuren hinterlassen. Die Mutter erlitt vier Bandscheibenvorfälle, bekam im September 2014 das erste und im Juni 2016 das zweite künstliche Kniegelenk eingesetzt. Im vergangenen Jahr war die Belastungsgrenze bei Bettina Badermann erreicht. Sie war nicht mehr in der Lage, ihre Tochter zu heben.

Damit Annika aber weiterhin viermal in der Woche die Tagesförderstätte der Lebenshilfe Rhein-Hunsrück in Kastellaun besuchen kann, musste dringend ein Spezialfahrzeug angeschafft werden, in das Annikas Rollstuhl über eine Rampe hineingeschoben wird und in dem sie im Rollstuhl sitzen bleiben kann.

Seit die Ärzte bei Annika im Alter von 16 Jahren in einer elfstündigen Operation die Wirbelsäule versteiften, um ihr die Schmerzen zu nehmen, ist ihre Wirbelsäule äußerst empfindlich. Daher muss der Spezialtransporter auch hydraulisch gefedert sein, um Stöße abzufangen. Die Anschaffung eines solchen Fahrzeugs überstieg die finanziellen Möglichkeiten von Bettina Badermann bei Weitem. Ein Fall für HELFT UNS LEBEN. Nach dem Aufruf bei unserer Zeitung war die Hilfsbereitschaft unserer Leser enorm, sodass jetzt der entsprechende Kleinbus in Koblenz an die Familie übergeben werden konnte. Manuela Lewentz-Twer, Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN, freute sich, dass die Spendenorganisation in diesem schweren Fall ein wenig Linderung für Bettina Badermann und ihre Tochter Annika ermöglichen konnte. Geschäftsführer Hans Kary nahm nicht nur den Dank der Fahrzeugempfängerinnen mit nach Hause. „Frau Badermann erzählte uns bei der Übergabe, dass unter anderem aufgrund unseres Artikels nach 40 Jahren eine ihrer Schulfreundinnen Kontakt zu ihr aufgenommen habe.“ Ein schöner Nebeneffekt, der durch die Hilfe unserer Zeitung, neben der praktischen Unterstützung für das tägliche Leben, auch möglich gemacht wurde.

Bettina Badermann war ihre Dankbarkeit anzumerken. Neben den vielen Spendern hob sie stellvertretend die Unterstützung der Feuerwehr und der Kleiderkammer Rheinböllen hervor. Die 17 Frauen hatten kürzlich aus dem Verkaufserlös ihrer Kleidung 2000 Euro beigesteuert, die mithalfen, das Spezialfahrzeug zu finanzieren.

Foto: Im Volkswagen Nutzfahrzeugzentrum Koblenz wurde das Spezialfahrzeug übergeben. Verkaufsleiter Ralf Schneider (von links) und Geschäftsführerin Gabi Esser übergaben Bettina Badermann die Autoschlüssel und einen Blumenstrauß. Ihr Sohn Lars und Tochter Annika haben schon in dem neuen Kleinbus Platz genommen. Rechts im Bild HELFT UNS LEBEN-Vorsitzende Manuela Lewentz-Twer und Geschäftsführer Hans Kary. Foto: Sascha Ditscher

https://helftunsleben.de/hilfe-fuer-eine-familie-in-not/

Weihnachtsbäume für Annika

Feuerwehr Mörschbach unterstützt HELF UNS LEBEN

Mörschbach. Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr findet am heutigen Samstag, 16. Dezember, erneut ein Weihnachtsbaumverkauf unter der Schirmherrschaft der Freiwilligen Feuerwehr Mörschbach statt. Der Forstbetrieb Zimmermann aus Bad Kreuznach stellt zum Sonderpreis Christbäume für den Verkauf zur Verfügung.

Ein Teilerlös geht an HELFT UNS LEBEN, die Hilfsorganisation unserer Zeitung, zweckgebunden an Familie Badermann aus Erbach. Rückblick: Unsere Zeitung berichtete über Bettina Badermann (57), die ihre mehrfach schwerstbehinderte Tochter Annika seit 25 Jahren rund um die Uhr pflegt. Sie wuchtet sie von ihrem Bett in den speziellen Rollstuhl und zurück. Das schafft die Mutter gerade noch, aber vom Rollstuhl ins Auto nicht mehr, dafür fehlt der Mutter nach vier Bandscheibenvorfällen die Kraft. Unterstützt von HELFT UNS LEBEN kann ein Spezialfahrzeug mit Rampe diese Arbeit erleichtern.

Mit dem Weihnachtsbaumverkauf möchte die Feuerwehr Mörschbach die Hilfsaktion unterstützen. Die Weihnachtsbäume werden auf dem Berghof Mörschbach in der Zeit zwischen 10 und 17 Uhr verkauft. Neben der Auswahl an Christbäumen gibt es Erbsensuppe und Glühwein.

https://helftunsleben.de/weihnachtsbaeume-fuer-annika/

Annika benötigt dringend ein rollstuhlgerechtes Auto

Erbach. Für Bettina Badermann aus Erbach (Rhein-Hunsrück-Kreis) ist jeder Tag mit einem Kraftakt verbunden. Die 57-Jährige pflegt ihre mehrfach schwerstbehinderte Tochter Annika. Seit 25 Jahren rund um die Uhr. Sie wuchtet sie von ihrem Bett in den speziellen Rollstuhl und zurück, wickelt, füttert, umsorgt sie. Alle zwei bis drei Stunden muss Annika umgelagert werden. Bis vor einiger Zeit hob Bettina Badermann die junge Frau auch alleine in ihr Auto, um mit ihr zum Arzt zu fahren, Besorgungen zu machen oder einen Ausflug. Das geht heute nicht mehr.

Hirnhautentzündung hinterlässt bei Säugling schwere Schäden

Annika kam vor 25 Jahren als gesundes Baby zur Welt. Doch vier Tage nach ihrer Geburt traf die Familie das Schicksal mit voller Wucht. Annika bekam eine Hirnhautentzündung und eine Blutvergiftung. In Folge dessen erlitt sie eine schwere Hirnblutung und lag 14 Tage im Koma. „Die Ärzte wollten die Geräte ausschalten, weil sie nicht daran geglaubt haben, dass Annika überlebt“, sagt Bettina Badermann. Sie macht eine Pause, fügt hinzu: „Aber ich wollte das nicht. Und ich denke, das war auch gut so.“ Denn der kleine Säugling kämpfte sich zurück ins Leben.

Doch die Hirnhautentzündung hatte Annikas Gehirn schwer geschädigt. Seitdem ist sie blind und hat keine Kontrolle über ihren Körper. Sie kann nicht stehen, nicht alleine essen, und kaum sprechen. Hinzu kommen epileptische Anfälle, mit denen die 25-Jährige regelmäßig zu kämpfen hat.

Annika sitzt in ihrem Rollstuhl, in der Hand einen gelben Plastikring. Sie steckt ihn in den Mund und kaut darauf herum. Auf ihrem Bett im Wohnzimmer liegen allerlei Babyspielzeuge, mit denen sie sich beschäftigen kann. „Sie ist wie ein kleines Baby“, sagt ihre Mutter. Alles, was sie in die Hand nimmt, erkundet sie mit dem Mund. Und wenn es dann noch rasselt oder klackert, ist die Freude groß.

Als Annika 16 Jahre alt war, versteiften Ärzte in einer elfstündigen Operation ihre Wirbelsäule. „Annika hat in jedem Wirbel eine Titanschraube und Metallstäbe“, erzählt ihre Mutter. Hinzu kommt, dass Annikas linke Hüftpfanne nicht ausgebildet war, weil sie nie auf eigenen Füßen stehen konnte. Die Ärzte entfernten den Oberschenkelkopf und versahen ihn mit einer Titanplatte. Ein Bein ist nun 14 Zentimeter kürzer als das andere. „Sie wird niemals laufen können. Deshalb haben sich die Ärzte zu dieser OP entschieden, um ihr die Schmerzen zu nehmen, die sie hatte“, sagt ihre Mutter.

Unter der Woche besucht Annika die Tagesförderstätte der Lebenshilfe Rhein-Hunsrück in Kastellaun – an vier Tagen halbtags und einen Tag ganztags. Dies sind heute die einzigen Gelegenheiten, zu denen Annika das Haus verlassen kann. Denn Mutter und Tochter stehen vor einem großen Problem. Vor zwei bis drei Jahren schaffte es Bettina Badermann noch, ihre Tochter in einen speziellen, dem Körper angepassten Sitz ins Auto zu heben und sie festzuschnallen. Anschließend verstaute sie Annikas Rollstuhl im Kofferraum.

Heute ist Annika eine junge Frau geworden, hat in den vergangenen Jahren zehn Kilo zugenommen und wiegt heute 50 Kilo. Hinzu kommt: Die Anstrengungen der vergangenen Jahre sind auch an Bettina Badermann nicht spurlos vorbeigegangen. Sie hatte vier Bandscheibenvorfälle, bekam im September 2014 das erste künstliche Kniegelenk eingesetzt, im Juni 2016 das zweite. „Ich bekomme meine Tochter gerade noch so auf ihr Bett gehoben“, sagt Bettina Badermann.

HELFT UNS LEBEN, die Hilfsorganisation unserer Zeitung, will Mutter und Tochter aus ihrer derzeit ausweglosen Situation helfen. Denn Annika benötigt ein Spezialfahrzeug, in das ihr Rollstuhl einfach über eine Rampe hineingeschoben wird und in dem sie im Rollstuhl sitzen bleiben kann. Da Annikas Wirbelsäule seit der großen Operation sehr empfindlich ist, muss das Fahrzeug auch hydraulisch gefedert sein, um die Stöße abzufangen.

Doch Bettina Badermann kann sich ein solches Spezialfahrzeug nicht leisten. Sie ist auf staatliche Unterstützung unter anderem durch Hartz IV und Pflegegeld angewiesen, weil sie nicht arbeiten gehen kann. Wenn Annika einen epileptischen Anfall hat, muss Bettina Badermann zur Stelle sein und schnell jemanden suchen, der ihre Tochter aus der Tagesförderstätte abholt. Oder Annika kann die Einrichtung gar nicht erst besuchen, wenn sie am Abend zuvor gekrampft hat. Das passiert ungefähr einmal in der Woche. „Welcher Arbeitgeber macht das schon mit?“, fragt ihre Mutter. Deshalb will sich HELFT UNS LEBEN jetzt um ein passendes Fahrzeug kümmern.

Seit mehr als zwei Jahren versucht Bettina Badermann alle notwendigen Einkäufe und Behördengänge zu machen, wenn ihre Tochter in der Tagesförderstätte ist. Ist ihre Tochter aber krank oder die Einrichtung geschlossen, ist das nicht möglich, weil Annika nicht alleine zu Hause sein kann.

Keine Möglichkeit, ohne Hilfe gemeinsam das Haus zu verlassen

Bettina Badermann kann ihre Tochter weder zum Facharzt fahren, noch Ausflüge mit ihr unternehmen, sie zum Friseur fahren oder Bekannte besuchen. Ihr Leben daheim in dem 200 Jahre alten Bauernhaus in Erbach beschränkt sich auf das Erdgeschoss. Mit ihrer Tochter schläft Bettina Badermann gemeinsam im Wohnzimmer. Die Räume sind eng. Die Treppe ins Obergeschoss können weder die Tochter noch die Mutter erklimmen. Dort oben wohnt der erwachsene Sohn von Bettina Badermann. „Wenn er nicht hier wäre, würden wir das alles nicht schaffen“, sagt sie. In seiner Freizeit neben seinem Job hilft er seiner Mutter, kümmert sich um Garten oder um Feuerholz.

Das Haus hatten noch die Eltern von Bettina Badermann gekauft, die in der Vergangenheit beide an Krebs gestorben sind. Sie besaßen keine Restschuldversicherung. Das Haus muss Bettina Badermann weiter abbezahlen. Auch der Vater von Annika und ihrem Bruder ist bereits verstorben.

HELFT UNS LEBEN bittet um Spenden für das Mädchen und seine Mutter. Die Bankverbindung lautet: HELFT UNS LEBEN, Sparkasse Koblenz, IBAN: DE72 5705 0120 0000 0013 13, Betreff: Annika.

Foto: Alleine kommen Annika Badermann (vorn) und ihre Mutter Bettina nur bis an die Rampe vor ihrer Haustür. Dann ist Schluss. Die Auffahrt zu ihrem Haus in Erbach ist steil, geschottert und mit dem Rollstuhl nicht zu bewältigen. In ihr Auto kann Bettina Badermann ihre Tochter nicht mehr allein heben. HELFT UNS LEBEN will die Anschaffung eines Fahrzeugs unterstützen, in das Annikas Rollstuhl hineingefahren werden kann. Foto: Denise Bergfeld

https://helftunsleben.de/annika-benoetigt-dringend-ein-rollstuhlgerechtes-auto/