Menü

HELFT UNS LEBEN schenkt Amelie ein Stück Freiheit

Hachenburg. „Ich bin so glücklich. Für mich geht es ab jetzt bergauf.“ Die Augen von Amelie leuchten, wenn sie ihren neuen Treppenlift anblickt. Für die junge Rollstuhlfahrerin aus Hachenburg bedeutet er ein großes Stück Freiheit. Dank der Unterstützung durch HELFT UNS LEBEN, der Initiative unserer Zeitung, ist Amelie endlich wieder unabhängiger. Manuela Lewentz-Twer, Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN, und Geschäftsführer Hans Kary statteten der alleinerziehenden Mutter nun einen Besuch ab und freuten sich gemeinsam mit ihr über den neuen Treppenlift.

Aufgrund einer Multiple-Sklerose-Erkrankung sitzt Amelie seit vier Jahren im Rollstuhl. Die Wohnung von ihr und ihrer kleinen Tochter befindet sich im Untergeschoss eines Hauses. Bisher stellte die steile Treppe zwischen dem Straßenausgang im Erdgeschoss und der Wohnung ein schier unüberwindbares Hindernis für die Rollstuhlfahrerin dar. Nur mit Hilfe ihres Vaters konnte sie die Stufen meistern.

Doch das gehört jetzt der Vergangenheit an. Seit dem Valentinstag ist der neue Treppenlift im Einsatz und für Amelie ist er „das schönste Geschenk, das ich mir hätte wünschen können.“ Möglich gemacht hat das alles HELFT UNS LEBEN. Nachdem sich die Rollstuhlfahrerin per E-Mail persönlich an Manuela Lewentz-Twer gewandt hatte, zögerte die Vorsitzende der Initiative nicht lange und statte Amelie gemeinsam mit HELFT UNS LEBEN-Geschäftsführer Hans Kary einen Besuch ab. Die beiden waren sich sofort einig: „Hier werden wir schnell tätig“ (unsere Zeitung berichtete).

Mit einer dankbaren Umarmung begrüßt Amelie die beiden HELFT-UNS-LEBEN-Vorstandsmitglieder in ihrer geräumigen Wohnung mit Blick auf den Burggarten. „Sie strahlen ja richtig“, freut sich Manuela Lewentz-Twer. Es ist nicht zu übersehen, wie glücklich Amelie wegen des neuen Treppenliftes ist. „Ich bin so froh, dass ich hier in meiner Wohnung bleiben kann“, erklärt sie. Stolz erzählt die Rollstuhlfahrerin Manuela Lewentz-Twer und Hans Kary, wie sie ihre Tochter nun hoch zur Haustür begleiten, oder selbst die Post abholen kann.

Alltägliche Dinge, die für einen gesunden Menschen ganz selbstverständlich sind. „Solche Fälle lassen auch uns das Leben ein Stück weit anders wahrnehmen“, berichtet Manuela Lewentz-Twer. Die beiden Vorstandsmitglieder freuen sich gemeinsam mit Amelie über deren neu gewonnene Unabhängigkeit. „Alle reden immer von Freiheit,“, erklärt Amelie, „ich habe mich nie unfrei gefühlt. Aber seit ich den Treppenlift habe, verstehe ich besser, was Freiheit bedeutet.“

Gemeinsam mit ihrer Tochter demonstriert sie auch sofort, wie der Lift funktioniert. Der Einbau hatte sich nicht so einfach wie anfangs erwartet gestaltet. Das alte Treppengeländer war nicht stabil genug, um den Treppenlift zu tragen. Also organisierte Hans Kary zusätzlich noch den Bau eines neuen Geländers. Jetzt funktioniert alles reibungslos.

Per Knopfdruck kann Amelie den Lift aktivieren und damit nach oben oder wieder zurück zur Wohnung fahren. Eine nachträglich angebaute Rampe an der Haustür komplettiert den barrierefreien Zugang zur Wohnung.

„Momentan versuche ich, einen Elektro-Rollstuhl von der Krankenkasse finanziert zu bekommen“, berichtet die aktive Frau. „Wenn ich den habe, dann bin ich nicht mehr aufzuhalten“, schmunzelt sie. „Dann schwinge ich mich auf meinen Treppenlift und sage nur noch ‚Bis später!‘.“ Manuela Lewentz-Twer und Hans Kary sicherten Amelie die weitere Unterstützung durch HELFT UNS LEBEN zu, sollte es beispielsweise Probleme bei der Anschaffung des E-Rollstuhls geben. Larissa Schütz

Foto: Manuela Lewentz-Twer, Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN, und Geschäftsführer Hans Kary statteten Amelie in Hachenburg einen Besuch ab und freuten sich gemeinsam mit ihr und ihrer Tochter über den neuen Treppenlift. Foto: Röder-Moldenhauer

https://helftunsleben.de/2658-2/

Das Leben ist leichter geworden

Rosenheim. Bis zu 15 000 Euro kostet ein Treppenlift für einen Schwerbehinderten wie den 31-jährigen Dennis Brenner aus Rosenheim im Kreis Altenkirchen. „Das hätten wir selbst kaum bezahlen können“, sagt seine Mutter Katja (58). Sie und ihr Mann Klaus-Peter (61) sind längst nicht mehr fit genug, ihren Sohn die Treppen hinauf- und hinunterzutragen – spätestens, als Klaus-Peter Brenner 2013 einen Herzinfarkt hatte und seit er an Morbus Bechterew leidet, einem schmerzhaften chronischen Rheuma an der Wirbelsäule. 2017 kam dann die große Hilfe: HELFT UNS LEBEN, die Hilfsorganisation unserer Zeitung, finanzierte den Rosenheimern den Treppenlift vom Erdgeschoss in die erste Etage, wo Dennis wohnt. „Seitdem ist unser Leben deutlich einfacher geworden“, sagt Vater Klaus-Peter, „denn mit Dennis wird es ja nicht besser.“

Der junge Mann ist seit seiner Geburt halbseitig gelähmt, kann nicht sprechen und ist schwerstbehindert. Als Frühgeburt erlitt er eine Gehirnblutung; heute wird er täglich im Förderbereich der Tagesförderstätte Steckenstein betreut. Zu den Helfern von HUL sagen die Eltern: „Wie gut, dass es solche Menschen gibt, die anderen in ihrem Alltag helfen. Dafür sind wir unendlich dankbar.“ Denn die beiden erfahren immer wieder, wie schwer es etwa bei der Krankenkasse ist, an Hilfsmittel heranzukommen, die ein Normalverdiener nicht bezahlen kann: „Da kommt man sich oft wie ein Bittsteller vor“, sagt Katja Brenner, „und wenn wir die Hilfe der Kasse nicht bräuchten – wenn wir Geld genug hätten, würden wir die Unterstützung ja nicht beantragen.“ So war es jetzt bei einem Rollstuhl für Dennis: „Da mussten wir ein Dreivierteljahr von der Bestellung bis zur Auslieferung warten. Das kostet sehr viel Nerven.“

2016 hatte eine Verwandte aus Hachenburg HELFT UNS LEBEN angeschrieben und um Hilfe für die Brenners gebeten. Wenig später hatten Manuela Lewentz-Twer und Hans Kary von HELFT UNS LEBEN die Rosenheimer besucht, um sich ein Bild von der Situation in der Familie zu machen. Für beide war es damals schnell klar: HELFT UNS LEBEN übernimmt die Kosten für den Treppenlift, der sich per Fernbedienung steuern lässt. Die Eltern müssen Dennis nun zwar nicht mehr die Treppen hinauftragen, haben aber noch genug damit zu tun, ihn aufs WC, in die Badewanne oder ins Bett zu heben. Und natürlich, ihn auf den Treppenlift zu setzen und wieder herauszuholen.

Der größte Wunsch des Ehepaars wäre ein längerer Urlaub als in den vergangenen 30 Jahren. Bislang konnte sie nur einmal im Jahr fünf Tage Ruhe und Erholung suchen – wenn Dennis einen betreuten Ausflug mit der Lebenshilfe Steckenstein unternimmt. Einmal zwei oder gar drei Wochen die Beine hochzulegen und das ausgesprochen anstrengende Leben zu vergessen, welches die Betreuung eines Schwerbehinderten mit sich bringt, wäre für die beiden das Größte. Für Weihnachten freuen sie sich jetzt aber erst mal auf ein Fest im Kreis der Familie, mit den zwei anderen Söhnen, deren Frauen und den vier Enkelkindern.

Foto: Klaus-Peter und Katja Brenner aus Rosenheim und ihr schwerstbehinderter Sohn Dennis freuen sich, dass sie von HELFT UNS LEBEN einen Treppenlift für den Hausflur bekommen haben. Foto: Peter Seel

https://helftunsleben.de/das-leben-ist-leichter-geworden/

Treppenlift soll Amelie ihre Freiheit zurückbringen

Hachenburg. Die Lage von Amelies Wohnung ist eigentlich perfekt: mitten in der Hachenburger Innenstadt – und dank des angrenzenden Burggartens trotzdem von Natur umgeben. Große Fenster lassen viel Licht in die gemütlichen Räume einströmen. Doch spontane Ausflüge in den Stadtpark, auf den Alten Markt oder in die Fußgängerzone sind für die 33-Jährige unmöglich: Aufgrund einer MS-Erkrankung sitzt die alleinerziehende Mutter seit einiger Zeit im Rollstuhl. Ihre Wohnung befindet sich im Untergeschoss des Hauses, die Treppe zwischen Straßenausgang im Erdgeschoss und Wohnungstür stellt für die junge Frau ein unüberwindbares Hindernis dar. Für jeden Aufenthalt außerhalb ihrer eigenen Wände benötigt sie Unterstützung.

Ein Treppenlift würde ihr Freiheit und Selbstständigkeit zurückbringen, doch den kann sich Amelie selbst nicht leisten. Aber eine Lösung ist gefunden: HELFT UNS LEBEN, die Initiative unserer Zeitung, hat angekündigt, der Hachenburgerin einen solchen Lift zu finanzieren. Mit leuchtenden Augen und mit einem Strahlen im Gesicht nahm die 33-jährige Erzieherin die Ankündigung der HELFT-UNS-LEBEN-Vorsitzenden Manuela Lewentz-Twer und von Geschäftsführer Hans Kary entgegen. Bisher hilft Amelies Vater seiner Tochter dabei, morgens, wenn sie zur Arbeit muss, die Treppe hinaufzukommen. Nach dem Dienst bringt er sie mit einem Treppenstuhl auch wieder hinunter zur Wohnung. Der Transport ist aufwendig und anstrengend. Kleine Besorgungen in der Innenstadt erledigt inzwischen Amelies sechsjährige Tochter, doch der Mutter – eine lebenslustige Frau – fehlt die Möglichkeit, alleine das Haus zu verlassen. „Das vermisse ich sehr, und es macht mich hilflos, ich bin total gehemmt. Dabei habe ich sonst alles im Griff: Arbeit, Erziehung etc.“, erzählt sie.

Ihr Bad konnte dank einer einmaligen Förderung der Krankenkasse barrierefrei umgebaut werden, mehr Geld von staatlicher Seite gibt es jedoch nicht. Aufgrund persönlicher Kontakte wurde sie schließlich auf HELFT UNS LEBEN aufmerksam und schrieb umgehend eine E-Mail an Manuela Lewentz-Twer. Wenn nun alles gut läuft, kann sich Amelie noch vor Weihnachten über einen Treppenlift, in den sie bequem mit ihrem Rollstuhl rein- und auch wieder rausfahren kann, freuen. Voller Rührung sprach sie jetzt bei einem Treffen den HELFT-UNS-LEBEN-Vorstandsmitgliedern ihre tiefe Dankbarkeit aus. Lewentz-Twer und Kary fiel ihre Entscheidung leicht: „Hier werden wir schnell tätig“, waren sie sich sofort einig.

HELFT UNS LEBEN, die Initiative unserer Zeitung, unterstützt Menschen in Not. Wenn auch Sie helfen möchten, die Bankverbindung lautet: HELFT UNS LEBEN, Sparkasse Koblenz, IBAN: DE72 5705 0120 0000 0013 13, BIC: MALADE51KOB

Foto: Im Moment stellt die Treppe zwischen der Wohnungstür im Untergeschoss und dem Straßenausgang im Erdgeschoss für Amelie (im Rollstuhl) ein schier unüberwindbares Hindernis dar. Doch Manuela Lewentz-Twer, Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN, und Geschäftsführer Hans Kary haben der jungen Frau Unterstützung in Form eines Treppenliftes zugesagt. Foto: Röder-Moldenhauer

https://helftunsleben.de/treppenlift-soll-amelie-ihre-freiheit-zurueckbringen/

Oft ist es Saras Lachen, das alles leichter macht

Lykershausen. Katja und Sara haben es nicht immer leicht. Aber Mutter und Tochter sind ein eingespieltes Team und meistern seit mehr als 20 Jahren ihr Schicksal, so gut es geht. Sara kann nicht gehen, ist auf den Rollstuhl angewiesen. Hinzu kommt ihre geistige Behinderung. Sie hat einen Entwicklungsstand, der einem Kind im Alter von fünf oder sechs Jahren entspricht und sich, so sagt ihre Mutter, vermutlich auch nicht mehr verbessern wird. Dass es im Haus der Familie Geulich im Dorf Lykershausen im Rhein-Lahn-Kreis trotzdem fröhlich zugeht, mag daran liegen, dass niemand mit dem Schicksal der ältesten Tochter hadert. Und daran, dass Sara so gern lacht – das macht oft alles leichter.

Als Katja Geulich mit Sara schwanger war, wurde sehr spät, in der 35. Woche, bemerkt, dass etwas nicht stimmt, dass das Kind nicht mehr wächst. „Die Ärzte stellten damals fest, dass Sara an Spina bifida litt. Das war ein ganz schöner Schock“, erinnert sich Katja Geulich, die damals selbst erst 18 Jahre alt war. „Aber ich habe sehr viel Hilfe von meiner Familie bekommen. Sara wurde ganz schön betüddelt“, lacht sie und hält die Hand ihrer großen Tochter.

Spina bifida ist eine seltene (etwa 1 von 1000 Kindern ist betroffen) angeborene Fehlbildung der Wirbelsäule und des Rückenmarks. Verschließt sich bei einem Fötus die Vorstufe der Wirbelsäule, das sogenannte Neuralrohr, in der dritten bis vierten Schwangerschaftswoche nicht vollständig, entsteht eine Spina bifida, auch Spaltwirbel genannt. Je nach Schweregrad der Fehlbildung sind die Kinder kaum oder aber sehr stark körperlich beeinträchtigt: Probleme beim Gehen bis hin zur Querschnittslähmung können die Folge sein. Oft tritt gemeinsam mit der Spina bifida ein Hydrozephalus auf, eine Ansammlung von Hirnwasser in den Hirnwasserkammern, verbunden mit einer Ableitungsstörung. Beides traf leider bei der kleinen Sara zu. Hinzu kam eine Epilepsie.

Vor wenigen Wochen bemerkte Katja eine Wesensveränderung bei ihrer Tochter Sara. „Sie war nicht mehr so fröhlich, sie war schweigsam und lustlos. Ich hatte so ein Gefühl, dass da etwas nicht stimmt.“ Glücklichweise blieb sie hartnäckig und suchte verschiedene Ärzte auf. Die Ableitung des Hirnwassers war blockiert, der Sehnerv beeinträchtigt. Es erfolgte ein operativer Eingriff. „Jetzt ist Sara wieder ganz die Alte und schwatzt wie ein Buch“, freut sich Katja.

Sara liebt ihre Arbeit in der Behindertenwerkstatt in St. Goarshausen (Rhein-Lahn-Kreis), zu der sie täglich abgeholt wird. Wenn sie zu Hause ist, dann hört sie gern Musik, spielt mit Lego oder ist einfach zusammen mit ihrer großen Familie, zu der natürlich noch Katjas Mann, Andreas Geulich, und die vier Schwestern im Alter zwischen 12 und 19 Jahren gehören. Ein richtiger Mädelhaushalt also.Wenn da nicht auch etliche „Baustellen“ wären, bei denen ein wenig Hilfe der Familie guttun würde. Baustellen im wahrsten Sinn des Wortes. Saras Zimmer befindet sich im Parterre des Hauses, das große Bad allerdings in der ersten Etage. Im Erdgeschoss gibt es nur eine kleine Gästetoilette mit Waschbecken. Katja muss ihre Tochter also immer die Treppe hinauftragen. „Und das ist inzwischen gar nicht mehr so einfach, denn sie kann mich dabei nicht unterstützen“, sagt sie.

Da eine Neuverteilung der Zimmer nicht möglich und der Anbau eines neuen Badezimmers ebenerdig und nur für Sara viel zu teuer ist, wäre der Familie mit einem Treppenlift sehr geholfen. Damit könnte Sara in den ersten Stock fahren – und vieles wäre leichter. Aber auch wenn es zum Einkaufen geht, wenn die Familie mal Ausflüge machen möchte – der uralte Passat vor der Tür ist für all dies nicht geeignet und für sieben – fast acht Personen – viel zu klein. Acht, weil da auch noch der heiß geliebte Hund ist, der viel Freude in Saras Leben bringt und immer gern dabei sein möchte. „Sara ist leider manchmal ein bisschen außen vor“, beschreibt Katja die Situation. „Trage ich sie ins Auto, fahre zu den Geschäften, trage und hebe sie dort wieder in den Rollstuhl und in den Laden? Oder fahre ich schnell allein. Es ist halt oft schwierig.“ Ein Auto, in dem alle Platz haben, in das Sara mit dem Rollstuhl über eine Rampe hineinrollen kann – das wäre schon ein Traum für die Familie Geulich. Für Sara, die im September übrigens ihren 22. Geburtstag feiert, würde es sehr vieles im täglichen Leben erleichtern und neue Möglichkeiten für die ganze Familie eröffnen.

Foto: Manuela Lewentz-Twer, Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN, der Hilfsorganisation unserer Zeitung, und Hans Kary, Geschäftsführer, haben die Familie Geulich in Lykershausen jetzt besucht und kennengelernt. Vielleicht kann HELFT UNS LEBEN auch hier helfen und das Leben für Sara und ihre Familie ein wenig leichter machen. Sara Geulich hat es nicht leicht: Die älteste von fünf Töchtern ist seit der Geburt behindert und in der Folge unter anderem an den Rollstuhl gefesselt. Foto: Karin Kring

https://helftunsleben.de/oft-ist-es-saras-lachen-das-alles-leichter-macht/

OP warf junge Mutter mitten aus dem Leben

Ein Treppenlift kann Katharina Strüder etwas Freiheit zurückgeben – HELFT UNS LEBEN vor Ort in Ingelbach

Ingelbach. Ihre Tochter Louisa war gerade zwei Jahre alt, als bei Katharina Strüder aus Ingelbach ein angeborenes Rückenleiden entdeckt wurde. Eine Instabilität der Wirbelsäule, auch Wirbelgleiten genannt, wurde Ende 2015 bei der jungen Mutter diagnostiziert. Sie litt damals schon seit langer Zeit unter starken Schmerzen, die Ärzte verordneten ihr lediglich Physiotherapie. Doch die Bewegung half nicht und erst auf das konsequente Drängen der jungen Frau wurde eine Kernspintomografie durchgeführt.

„Da habe ich dann die Katastrophe gesehen“, erinnert sich Katharina Strüder. Wirbel waren verformt, einige Bandscheiben erst gar nicht mehr vorhanden. Eine Operation sollte Linderung bringen. „Ich bin davon ausgegangen, spätestens nach zehn Wochen wieder arbeiten zu können“, sagt die Diplom Kommunikationsdesignerin rückblickend. Doch es kam alles ganz anders. Katharina Strüders Krankheitsgeschichte nahm einen tragischen Verlauf. Eine zweite Operation folgte und statt der erhofften Genesung verschlechterte sich der Zustand der jungen Frau. Heute hat sie Pflegegrad drei, ihre Feinmotorik ist gestört und sie kann sich nur mühsam mit Gehhilfen oder einem Rollstuhl fortbewegen.

Anders als gehofft, konnte ihre Wirbelsäule bei der Operation nicht begradigt werden, starke Schmerzen bestimmen heute noch ihren Alltag. Hinzu kommt, dass sich im Operationsbereich starkes Narbengewebe gebildet hat. „Es traut sich niemand mehr daran“, sagt Katharina Strüder.

Die junge Frau hat resigniert und die Hoffnung auf eine erneute Operation und mögliche Heilung aufgegeben. Sie setzt alles daran, den Alltag mit der mittlerweile fünfjährigen Tochter zu meistern. So gut es eben geht. Ihre Eltern versuchen, die alleinerziehende Mutter zu unterstützen, doch wie Katharina Strüder selbst, stoßen auch sie immer wieder an ihre Grenzen. Die Krankheit stellt die komplette Familie auch vor große finanzielle Herausforderungen.

Die junge Frau bewohnt mit ihrem Kind im Obergeschoss ihres Elternhauses eine eigene Wohnung, behindertengerecht ist diese aber nicht. Und selbst mit Zuschüssen von der Kranken- oder Pflegekasse könnte Katharina Strüder, die eine kleine Erwerbsminderungsrente bezieht, es sich nicht leisten, das Badezimmer so umzubauen, dass sie es gut nutzen kann.

Von einem Treppenlift wagt sie erst gar nicht zu träumen. „Das kann ich nicht bezahlen“, sagt sie. So muss sie immer wieder unbeschreiblich viel Kraft aufwenden, um die Treppenstufen, die zu ihrer Wohnung führen, zu bewältigen.

„Es gibt Tage, da bleibt mir nichts anderes übrig, als auf dem Po Stufe für Stufe hinunterzurutschen, wenn ich das Haus verlassen will“, beschreibt sie ihre Situation. Und genau das soll mit HELFT UNS LEBEN, der Hilfsorganisation unserer Zeitung, anders werden. Vorsitzende Manuela Lewentz-Twer und Geschäftsführer Hans Kary besuchten Katharina Strüder mit ihrer kleinen Tochter Louisa.

Sie waren sich sofort einig, dass ein Treppenlift Katharina Strüder ein Stück Freiheit und Selbstständigkeit zurückgeben könnte. „Gerade mit dem kleinen Kind ist es doch wichtig, dass Katharina Strüder mal vor die Türe kommen und am Leben teilhaben kann“, sagt Manuela Lewentz-Twer. Sie ist zuversichtlich, dass dies mit Hilfe der Leser unserer Zeitung schon bald realisiert werden kann.

Denn Hürden liegen der 34-Jährigen Ingelbacherin jeden Tag aufs Neue im Weg. Sei es die Beantragung eines Rollstuhls bei ihrer Krankenkasse, das ewige Warten auf einen Sonderparkausweis für schwerbehinderte Menschen oder das Kämpfen gegen diverse Ablehnungsbescheide. Für alles, was ihr Leben leichter und den Alltag mit ihrer Krankheit erträglicher machen könnte, muss sie kämpfen, hart kämpfen. Glücklicherweise steht Katharina Strüder regelmäßig Nicole Stoessel von der Kirchlichen Sozialstation in Altenkirchen zur Seite. Die Betreuerin leistet der Ingelbacherin seelische Unterstützung, hat ein offenes Ohr für ihre Probleme und überlegt mit ihr gemeinsam, was sie tun kann, um ihren beschwerlichen Alltag zu verbessern.

Eine große Verbesserung könnte auf jeden Fall schon mal ein Treppenlift bringen und das Leben von Katharina Strüder und ihrer Tochter leichter machen.

Foto: Manuela Lewentz-Twer (links) und Hans Kary (rechts) wollen Katharina Strüder (Mitte) und ihrer kleinen Tochter Louisa helfen. Betreuerin Nicole Stoessel (2. von links) und Anja Lanio (2. von rechts) von der kirchlichen Sozialstation in Altenkirchen wissen, wie schwer der Alltag der Frau ist. Foto: Beate Christ

https://helftunsleben.de/op-warf-junge-mutter-mitten-aus-dem-leben/

Spontan einen weiteren Treppenlift gebaut

Initiative unserer Zeitung löst weitere Hilfsaktion aus

Mendig. HELFT UNS LEBEN (HUL) trägt dazu bei, das Schicksal von Menschen mit Handicap erträglicher zu machen. Aber HUL kann noch mehr: Die Initiative unserer Zeitung für Kinder und Familien in Not löst ihrerseits weitere Hilfsaktionen von privater Seite aus. Davon konnten sich jetzt die HUL-Vorsitzende Manuela Lewentz-Twer und HUL-Geschäftsführer Hans Kary in Mendig überzeugen.

Die neunjährige Lina Meurer leidet unter dem „Phelan-McDermit-Syndrom“ (PMS), einer genetisch bedingten globalen Entwicklungsstörung (die RZ berichtete). Besonders belastend sind die epileptischen Anfälle, die im Alter von drei bis vier Jahren begonnen haben. Ihre Mutter Melanie Geilen berichtet: „In der letzten Zeit hat sich die Situation noch verschlechtert. In der vergangenen Nacht hatte Lina drei Anfälle.“ Die Mutter ist Hebamme im Andernacher St.-Nikolaus-Stiftshospital.

Ihr Lebensgefährte Sven Meurer ist gelernter Elektriker. Nach seiner zwölfjährigen Dienstzeit bei der Bundeswehr arbeitet er heute als Haustechniker im Mendiger Caritas-Zentrum. Er klagt über bürokratische Probleme: „Die Krankenkasse lässt nun von ihrem Medizinischen Dienst (MDK) überprüfen, ob die Kosten für die ärztlich verordnete Begleitung durch eine medizinische Fachkraft für die Fahrt zur Christiane-Herzog-Schule in Neuwied weiter übernommen werden.“ Neben ihren Problemen gibt es aber auch positive Nachrichten: Manuela Lewentz-Twer und Hans Kary waren gekommen, um den Treppenlift zu besichtigen, mit dem Lina von den Wohnräumen im Erdgeschoss zum Schlaf- und Badezimmer im Untergeschoss gefahren werden kann. Die Anlage sowie eine Rampe, auf der Lina im Rollstuhl in den Familienbus geschoben werden kann, waren durch HELFT UNS LEBEN finanziert worden.

Bei einer leckeren, von Melanie Geilen gebackenen Erdbeer-Joghurt-Torte berichteten die Eltern, der kürzlich erschienene HUL-Bericht über ihre Familie habe eine zusätzliche Hilfsaktion ausgelöst: So haben die Schlosserei-Mitarbeiter der Mayener Firma Ontex, Familienmitglieder und Freunde eine weitere Liftanlage an der Außentreppe des Hauses gebaut. Dadurch kann Lina im Rollstuhl auch außerhalb des Hauses sicher und bequem transportiert werden. Die Familie hatte das Haus gekauft. Deswegen konnte es nicht von Beginn an behindertengerecht geplant werden.

Auch die dreijährige Ella kümmert sich ihrem Alter entsprechend rührend um ihre ältere Schwester. Sie ist ein wahrer Wirbelwind. Stolz zeigt sie ihren Kaufladen. „Hier kannst du auch mit EC Cash bezahlen“, sagt sie fachmännisch.

Rasch spürt man, Ella tut allen gut, ihrer Schwester und den Eltern. Sven Meurer sagt, sie wären als Eltern lange Zeit skeptisch gewesen, ob sie sich einen weiteren Kinderwunsch erfüllen sollten. Melanie Geilen erklärt: „Heute wissen wir, es war die beste Entscheidung, noch ein zweites Kind zu bekommen.“ Beim Abschied sagen die Eltern: „Wir sind HUL megadankbar.“

Foto: Manuela Lewentz-Twer (links) und Hans Kary (rechts) konnten sich von der Funktionsfähigkeit des Treppenlifts überzeugen. Er transportiert die behinderte Lina sicher vom Erd- ins Untergeschoss des elterlichen Hauses. Melanie Geilen und Sven Meurer sowie Linas Schwester Ella sind froh über die von HELFT UNS LEBEN finanzierte Anlage. Foto: Winfried Scholz
https://helftunsleben.de/spontan-einen-weiteren-treppenlift-gebaut/

Linas schweres Schicksal

Leserspenden unterstützen Neunjährige und deren Eltern

Mendig. Sie ist eine liebenswürdige Neunjährige, aber Lina Meurer plagt ein schweres Schicksal. Von Geburt an ist sie entwicklungsverzögert. Lina leidet unter einer genetisch bedingten globalen Entwicklungsstörung, dem „Phelan-McDermit-Syndrom“ (PMS). Die Symptome sind eine deutlich verzögerte Entwicklung und Störungen beim Wachstum.

„Lina konnte im Alter von drei bis vier Jahren sogar mit einem Rutschauto fahren“, erinnert sich Vater Sven Meurer. „Leider begannen dann epileptische Anfälle, weswegen sie alle paar Wochen zu stationären Aufenthalten ins Krankenhaus musste“, berichtet ihre Mutter Melanie Geilen. Zeitweise waren Behandlungen auf der Intensivstation erforderlich. Durch solche Vorfälle, verbunden mit Sauerstoffmangel, verschlechterte sich Linas Zustand, sodass sie heute weder stehen noch laufen kann. Ernährt wird sie per Sonde. „Wir hoffen auf kleine Fortschritte und machen das Beste daraus“, sagt Sven Meurer, der nach seiner Tätigkeit als Zeitsoldat heute im Technischen Dienst beim Caritas-Zentrum Mendig arbeitet. Lebensgefährtin Melanie Geilen ist Hebamme am Stiftshospital Andernach.

Lina, die mit ihren Eltern und der kleinen Schwester Ella in Mendig wohnt, hat eine tapfere Familie. Melanie Geilen sagt: „Unser Schicksal ist durchaus zu ertragen – aber der Kampf um jedes Hilfsmittel macht uns manchmal mürbe.“ Dank der Lebenshilfe Mayen gelang es, Lina regelmäßig zur Christiane-Herzog-Schule nach Neuwied-Engers zu bringen. Die Fahrt muss in Begleitung einer medizinischen Fachkraft erfolgen. Weil die Krankenkasse zeitweise eine Unterstützung versagte, konnte Lina monatelang nicht zur Schule gebracht werden. Somit waren auch therapeutische Maßnahmen unterbrochen. Deshalb übernahm Mutter Melanie zwei Wochen die Begleitung und ließ sich freistellen. Durch Vermittlung von Bürgermeister Jörg Lempertz ist es gelungen, den Fahrdienst wieder aufzunehmen, berichtet sie.

Wegen der Gefahr plötzlicher Anfälle muss Lina im Elternschlafzimmer übernachten. Um der Osteoporose entgegenzuwirken, nimmt die Neunjährige an einem Training an der Uni Köln teil. Eine große Hilfe für Linas Eltern sind neben den Großeltern eine Erzieherin aus Linas ehemaligem Kindergarten und Melanie Geilens Kolleginnen. Für die Eltern zählt nur eins: „Wir wollen, dass unser Kind glücklich ist.“

Es gibt Probleme bei der Betreuung. Bad und Schlafzimmer im Untergeschoss sind nur über eine steile Treppe zu erreichen. Ein mühsamer Weg, weil das Kind getragen werden muss. Ein Treppenlift könnte helfen. Auch das Auto braucht eine Rampe, um den Rollstuhl ins Heck befördern zu können. Deshalb hat sich Anke Scherhag, eine Kollegin Geilens, an Manuela Lewentz-Twer, Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN, der Initiative unserer Zeitung für Kinder und Familien in Not, gewandt. Mit HELFT-UNS-LEBEN-Geschäftsführer Hans Kary besuchte Manuela Lewentz-Twer die Familie. Beide erlebten die besondere Zuneigung der Eltern und waren sich sofort einig, dass unbürokratisch geholfen werden muss. Der Umbau des Autos und ein Treppenlift werden in Auftrag gegeben. Darüber hinaus erhält ein Fahrrad für die Mitnahme Linas Elektroantrieb. Und ein Kurzurlaub in einem bewährten Trierer Hotel soll der Familie Erholung ermöglichen. Heinz Israel

HELFT UNS LEBEN bittet um Spenden. Die Bankverbindung lautet: HELFT UNS LEBEN, Sparkasse Koblenz, BIC: MALADE51KOB, IBAN: DE72 5705 0120 0000 0013 13, Betreff: Lina

Foto: Lina (vorn, 2. von links) ist krank. Der Alltag ihrer Familie – Mutter Melanie, Schwester Ella, Vater Sven (von rechts) und Großvater Fred-Josef – ist schwierig. HELFT-UNS-LEBEN-Vorsitzende Manuela Lewentz-Twer (hinten links) und -Geschäftsführer Hans Kary (hinten Mitte) brachten Hilfe. Foto: Heinz Israel

https://helftunsleben.de/linas-schweres-schicksal/

Spendenübergabe war krönender Abschluss

Rund 2645 Euro an Dennis Brenner und Familie überreicht

Rosenheim. Gemäß langjähriger Tradition fand der Rosenheimer Weihnachtsmarkt mit der Spendenübergabe den krönenden Abschluss. „Wir haben einen Erlös von 2645,04 Euro für soziale Zwecke in unmittelbarer Nähe erwirtschaftet“, freute sich Carina Helmert an der Spitze des gut 30-köpfigen Helferteams. Diesmal ging die komplette Spende an den 29-jährigen Dennis Brenner, der von Geburt an schwerstbehindert ist.

Bei der Übergabe des Geldbetrags durch eine Abordnung der dörflichen Gemeinschaftsaktion in der Rosenheimer Wohnung sagte die Familie Danke an alle Beteiligten. „Seit weit mehr als 20 Jahren ziehen hier alle an einem Strang“, hieß es übereinstimmend.

Aus der ursprünglichen Initiative der örtlichen Kirmesjugend ist längst ein echtes Vorzeigeprojekt geworden. Kreative Ideen, festlicher Charme und besonders der ehrenamtliche Teamgeist prägen das vorweihnachtliche Geschehen rund ums Bürgerhaus. Ein Großteil der Vorbereitung wird von Hans-Joachim und Birgit Moritz vorbildlich erledigt, was auch jüngere Helfer anspornt. Für wohlige Kulisse sorgte der Elektrobetrieb Reeh. Nicht zuletzt erfüllen die vielen Dorfvereine, Gruppen und Privataktionen den Rosenheimer Weihnachtsmarkt mit regem Leben.

Dennis Brenner wurde auch bereits von der RZ-Aktion HELFT UNS LEBEN unterstützt. Der Einbau eines Treppenlifts und ein neues behindertengerechtes Bad wurden ermöglicht. Joachim Weger

Foto: Die komplette Spende von rund 2645 Euro ging diesmal an den 29-jährigen Dennis Brenner. Foto: Joachim Weger

https://helftunsleben.de/spendenuebergabe-war-kroenender-abschluss/

Leserspenden erleichtern das Leben

HELFT UNS LEBEN sorgt mit dringend benötigtem Treppenlift für Familie Brenner

Rosenheim. Für die Brenners aus Rosenheim (Kreis Altenkirchen) ist HELFT UNS LEBEN seit ein paar Wochen viel mehr als ein Slogan: Die Familie durfte ganz persönlich erfahren, dass der Name der Hilfsorganisation unserer Zeitung tatsächlich und konkret eine große Hilfe für das Leben bedeutet. Denn die Initiative unserer Zeitung für Kinder und Familien in Not machte es möglich, dass ein neuer Treppenlift im Haus der Brenners eingebaut wurde. Damit muss der 28-jährige Dennis, seit seiner Geburt gelähmt und schwerstbehindert, nun nicht mehr von seinen
Eltern die Treppen herauf- und hinuntergetragen werden.

Denn das bedeutete für das Ehepaar bei ihrem 70 Kilo wiegenden Sohn eine kaum noch zu stemmende Herausforderung, zumal Mutter Katja (55) unter Fibromyalgie – chronischen Schmerzen in
mehreren Körperregionen – leidet und Vater Klaus-Peter an einer fortgeschrittenen Morbusbechterew, einem schmerzhaften chronischen Rheuma an der Wirbelsäule. Nachdem der 58-Jährige, der die Familie allein versorgen muss, auch noch einen schweren Herzinfarkt erlitt, hatte seine Schwägerin Brigitte Franz aus Hachenburg HELFT UNS LEBEN angeschrieben. Bereits im Februar hatten daraufhin Manuela Lewentz-Twer und Hans Kary von HELFT UNS LEBEN die Rosenheimer besucht, um sich ein Bild von der Situation in der Familie zu machen.

Für beide war es keine Frage: HELFT UNS LEBEN übernimmt die Kosten für den dringend nötigen Treppenlift. Die fast 13000 Euro hätten die Brenners selbst kaum aufbringen können. Dennis sitzt im Rollstuhl, hat eine Spastik und Epilepsie, kann kaum sprechen, seine rechte Seite ist komplett gelähmt.

Dieser Tage konnten Lewentz-Twer, zweite Vorsitzende der Initiative, und Geschäftsführer Kary sich davon überzeugen, wie sehr der neue Treppenlift den Brenners im Alltag hilft: „Wir haben sicher 50 Prozent weniger Belastung dadurch“, freut sich Dennis‘ Vater, und seine Frau fügt hinzu: „Ich dachte, wo ist denn mein Sohn eigentlich geblieben – weil diese große Belastung plötzlich
wegfiel …“

Seine Wohnung hat der junge Mann im ersten Stock des Einfamilienhauses, wohin zwei Treppen führen. Die Eltern müssen Dennis, der tagsüber bei der Lebenshilfe Steckenstein betreut wird, nun zwar nicht mehr die Treppen hinauftragen, haben aber noch genug damit zu tun, ihn aufs WC, in die Badewanne oder ins Bett zu heben. Und natürlich, ihn auf den Treppenlift zu setzen und wieder heraus zu holen.

„Wir haben die Angebote von zwei Fachfirmen eingeholt, die Treppenlifte bauen“, erklärt Hans Kary, „die kamen dann in Rosenheim vorbei, haben den Flur ausgemessen – und 13 Tage später
wurden die Fertigteile dort angeliefert. Jetzt wollten wir prüfen, ob auch alles so geworden ist, wie wir uns das vorgestellt haben.“ Das Ehepaar Brenner konnte sich nur wundern, dass der Lift an einem einzigen Vormittag eingebaut war. Und Boden und Wand im Eingangsbereich und im Flur wurden beim Einbau des Lifts gleich mitsaniert. „Jetzt können die Brenners den Lift per  Fernbedienung steuern“, sagt Manuela Lewentz-Twer. „Für uns ist es immer das Schönste, wenn die Hilfe von HELFT UNS LEBEN vor Ort ankommt.“

Foto: Der neue Treppenlift für Familie Brenner konnte dank HELFT UNS LEBEN eingebaut werden. Darüber freuen sich (von links) Manuela Lewentz-Twer, Zweite Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN, Vater Klaus-Peter, HELFT-UNS-LEBEN-Geschäftsführer Hans Kary, Dennis Brenner und Mutter Katja (Foto: Markus Döring).

https://helftunsleben.de/leserspenden-erleichtern-das-leben/

Dank Leserspenden wird das Leben leichter

HELFT UNS LEBEN sorgt für Treppenlift

Rosenheim. Das Jahr 2017 fängt für die Brenners mit guten Nachrichten an: Manuela Lewentz-Twer und Hans Kary von HELFT UNS LEBEN, der Initiative unserer Zeitung für Kinder und Familien in Not, besuchten die Rosenheimer Familie, um ihr mitzuteilen, dass die RZAktion die Kosten für einen dringend benötigten Treppenlift im Haus übernimmt. Die fast 13.000 Euro dafür hätten die Brenners selbst kaum aufbringen können.

Gebraucht wird der Lift für den 28-jährigen Sohn Dennis, der bei seiner Geburt eine Hirnblutung erlitt und seitdem mehrfach schwerstbehindert ist. Dennis sitzt im Rollstuhl, hat eine Spastik und
Epilepsie, kann kaum sprechen. Seine rechte Seite ist gelähmt. Seine Wohnung hat der junge Mann im ersten Stock des Einfamilienhauses, wohin es über Treppen geht. An der oberen der beiden befand sich bis Weihnachten ein Treppenlift, den Bekannte den Brenners vor Jahren geschenkt hatten. Mutter Katja (55) und Vater Klaus-Peter (58) trugen ihren Sohn bisher mehrmals am Tag die erste Treppe bis zum Lift, was ihnen bei dem 70 Kilogramm schweren Dennis von Jahr zu Jahr immer schwererfiel. „Als dann Weihnachten der Lift kaputtging“, erzählt der Vater, „waren wir ratlos. Wir werden schließlich nicht jünger und müssen unser Leben lang für den Jungen gesund bleiben.“

Da ergriff Dennis‘ Tante aus Hachenburg die Initiative: Brigitte Franz schrieb an HELFT UNS LEBEN. „Meine Schwester und ihr Mann würden niemals um Hilfe bitten“, wandte sie sich an Manuela Lewentz-Twer, stellvertretende Vorsitzende der Initiative, „aber ich denke, dass ich Sie in ihrem Namen darum bitten darf.“ Sie berichtete darüber, dass die Familie zudem mit weiteren Handicaps zu kämpfen hat. So leidet Mutter Katja, nicht zuletzt durch die körperliche Belastung in all den Jahren, unter Fibromyalgie – chronische Schmerzen in mehreren Körperregionen (wörtlich übersetzt Faser-Muskel-Schmerz). Weiter schrieb Brigitte Franz, dass Vater Klaus-Peter an einem fortgeschrittenen Morbus Bechterew erkrankt ist, einem schmerzhaften, chronischen Rheuma, das sich vor allem an der Wirbelsäule auswirkt. „Und dann bekam er nach einem schweren Herzinfarkt sieben Stents gesetzt. Er arbeitet im Schichtdienst und ist Alleinverdiener für die Familie.“

Auch die Schwiegereltern, die ebenfalls im Haus wohnen, muss Katja Brenner mitversorgen. Beide sind über 85 Jahre alt und nicht mehr gesund. Die Eltern müssen Dennis, der tagsüber bei der Lebenshilfe Steckenstein betreut wird, nicht nur die Treppen hinauftragen, sondern ihn auch aufs WC, in die Badewanne oder ins Bett heben. Brigitte Franz, die sich um die Eltern des jungen Mannes sorgt, schrieb HELFT UNS LEBEN: „Dennis kann bald nicht mehr von seinen Eltern getragen werden. Deshalb bitte ich Sie inständig um Hilfe.“

Manuela Lewentz-Twer und Hans Kary, Geschäftsführer der RZHilfsinitiative, ließen sich nicht zweimal bitten. Sie besuchten die Brenners und überzeugten sich davon, dass hier Hilfe dringend erforderlich ist. „Eine solche Lage“, sagte Lewentz-Twer, „können Menschen, die das Leid nicht kennen, kaum ermessen. Ebenso wenig, was die Brenners hier jeden Tag leisten und wie sie sich aufopfern. Und selbstverständlich helfen wir hier. Das wusste ich sofort, als ich die Mail von Dennis‘ Tante las. Aber wir schauen uns jeden einzelnen Fall selbst an, bevor Geld fließt.“ Kary bestätigte, dass er umgehend ein Fachunternehmen beauftragt, das sich die Treppe anschaut und den Lift einbaut. Ein weiterer Lift für die Badewanne dürfte aber wegen der Konstruktion des Hauses nicht möglich sein. Dafür hatten die beiden Botschafter von HELFT UNS LEBEN aber ein Trostpflaster dabei: Als das Ehepaar beiläufig erzählt, dass es seit 25 Jahren keinen Urlaub gemacht habe, entschieden Kary und Lewentz-Twer, der Familie einen behindertengerechten Kurzurlaub an der Mosel zu stiften.

Foto: HELFT UNS LEBEN lässt Familie Brenner nicht im Stich: Für den schwerstbehinderten Sohn Dennis muss ein Treppenlift gebaut werden, den die RZ-Initiative bezahlt. Die gute Nachricht überbrachten (von links) „HELFT UNS LEBEN“-Geschäftsführer Hans Kary und die 2. Vorsitzende Manuela Lewentz-Twer an Brigitte Franz, Dennis, Klaus-Peter und Katja Brenner. Foto: Döring

https://helftunsleben.de/dank-leserspenden-wird-das-leben-leichter/