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Der große Kampf des kleinen Aaron

Nistertal. Aaron kann singen. Was sich so selbstverständlich liest, grenzt für seine Ärzte an ein Wunder. Denn seit seiner Frühgeburt hat der vierjährige Junge aus Nistertal (Westerwaldkreis) viele gesundheitliche Probleme. Es ist vor allem der liebevollen Fürsorge seiner Familie zu verdanken, dass Aaron Dinge vollbringt, die medizinisch kaum erklärbar sind.

HELFT UNS LEBEN, die Hilfsorganisation unserer Zeitung, unterstützt Aarons Eltern Torsten und Dunja Seiler ab sofort in ihrem oft schwierigen Alltag: Denn mithilfe von Spenden unserer Leser konnte der Familie jetzt ein behindertengerechtes Großraumfahrzeug zur Verfügung gestellt werden, in dem Aaron mit seinem Rollstuhl genug Platz hat. Manuela Lewentz-Twer, Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN, sowie Hans Kary, Geschäftsführer des Vereins, überzeugten sich bei der Übergabe des Autos persönlich von dessen Vorteilen.

Aaron Benjamin Seiler, wie der Vierjährige mit vollständigem Namen heißt, kam als Frühchen zur Welt, nachdem sich seine Mutter zuvor im Krankenhaus mit einem Grippevirus infiziert hatte. Unmittelbar nach Aarons Geburt riss die Lunge, in der Folge bluteten beide Hirnhälften ein. Nach weiteren medizinischen Komplikationen hing sein Leben mehrmals am seidenen Faden. In seinen noch jungen Jahren musste der Junge mit den niedlichen Locken schon zigmal operiert werden. Er kann nicht sitzen, nicht krabbeln, nicht laufen.

Um sich bewegen zu können, ist er auf einen Rollstuhl angewiesen, doch der war für das alte Auto der Familie viel zu groß. Mit zunehmendem Alter und Gewicht ihres Sohnes fiel es insbesondere Mutter Dunja immer schwerer, den Jungen aus dem Rollstuhl in den Autositz zu heben. Durch die schwierige Situation erkrankte auch Vater Torsten vor einiger Zeit, was ihn zu einem längeren Klinikaufenthalt zwang. Dies wiederum führte zu weiteren Belastungen der Familie.

Nachdem Manuela Lewentz-Twer im Januar erstmals bei den Seilers zu Besuch war, stand für sie schnell fest, dass HELFT UNS LEBEN die Familie unterstützen wird. „Heute können wir von einem freudigen Termin sprechen. Es ist schön, wenn man helfen kann“, sagten sie und Hans Kary jetzt bei der Fahrzeugübergabe. Mutter Dunja, ihr Sohn Aaron und die zehnjährige Tochter Sophie, die sich rührend um ihren Bruder kümmert, zeigen sich von dem Auto begeistert, mit dem sie ein Stück Freiheit und Lebensqualität zurückgewinnen. „Jetzt müssen wir uns vor und während der Fahrten nicht mehr so verrenken“, freut sich die Mutter, die allen Spendern herzlich dankt. nh/wez

Foto: Manuela Lewentz-Twer (von links) und Hans Kary von HELFT UNS LEBEN freuen sich über die Übergabe des neuen Fahrzeugs an Aaron, seine Schwester Sophie und Mutter Dunja Seiler. Foto: Röder-Moldenhauer

https://helftunsleben.de/2025-2/

Aaron erlitt als Frühchen schweres Leid

Nistertal. Im Februar wird der kleine Aaron aus Nistertal (Westerwaldkreis) vier Jahre alt. Er ist ein fröhlicher Junge, einer, der ein Liedchen auf den Lippen hat, so wie das Lied von der kleinen Wanze, die für ihr Leben gern auf der Mauer tanzt. Gemeinsam mit seiner großen zehnjährigen Schwester Sophie bringt er den Sonnenschein in den Alltag der Familie von Torsten und Dunja Seiler, wenn da nicht auch die vielen dunklen Momente wären: Aaron kann nicht sitzen, nicht krabbeln und nicht laufen.

Der „kleine Spatz“, wie ihn seine Eltern liebevoll nennen, kam als Frühchen zur Welt. Unmittelbar nach seiner Geburt riss eine Lunge, wodurch beide Lungenhälften einbluteten. Damit er sich selbstständig bewegen kann, ist Aaron heute auf den Rollstuhl angewiesen, doch der ist viel zu groß fürs Familienauto, einen in die Jahre gekommenen Opel Astra H, Baujahr 2006. Bettina Röder-Moldenhauer, die als Fotografin im Raum Westerwald für unsere Zeitung arbeitet, wurde auf den Fall aufmerksam und informierte HELFT UNS LEBEN. Manuela Lewentz-Twer, Vorsitzende der Initiative unserer Zeitung, verschaffte sich vor Ort einen Einblick in die Lebenssituation der Familie Seiler.

Aaron Benjamin Seiler, so heißt der kleine niedliche Junge mit den lockigen Haaren mit vollem Namen, wurde am 10. Februar 2015 als Frühchen geboren, nachdem sich seine Mutter zuvor im Krankenhaus mit einem Grippevirus infiziert hatte. Aaron wog 990 Gramm und war 36 Zentimeter groß, als er zur Welt kam. Unmittelbar nach seiner Geburt riss die linke Lunge des Säuglings. Ursache muss nach dem Befund der Ärzte die frühe Geburt und eine damit verbundene Unreife oder aber der Infekt der Mutter gewesen sein. Durch diesen Riss in der Lunge bluteten in der Folge beide Hirnhälften ein, links mehr als rechts. Im Laufe der nächsten Wochen kam es zu weiteren Rissbildungen, insgesamt achtmal. Durch die starken Hirnblutungen bildete sich ein Hypocepharlus, ein Wasserkopf. Ende April 2018 folgte eine OP am Kopf, seitdem wird Aaron mit einem sogenannten Shunt, einem Schlauch für den Hirnwasserablauf, versorgt.

„Es folgten noch viele kritische Tage, bis Aaron Anfang Juni nach Hause entlassen wurde. Die Ärzte hatten ihm zunächst nur eine fünfprozentige Überlebenschance gegeben“, berichtet Mutter Dunja. Nach einem Monat wollte er nichts mehr trinken. Der Junge erbrach sich ständig. Bis die Ärzte feststellten, dass der Schlauch im Kopf des Kindes verstopft war, verging eine Woche. Innerhalb von 24 Stunden musste Aaron zweimal operiert werden, danach kam es zu einem Nystagmus, seine Augen standen nicht mehr ruhig und liefen hin und her. Die rechte Körperhälfte war gelähmt wie nach einem Schlaganfall. „Die Ärzte teilten uns mit, dass sein Sehnerv durch den Hirndruck sehr beschädigt ist“, schildert Aarons Mutter die damalige Situation. Im vergangenen Dezember kam es zu einer weiteren Operation am Shunt, seither arbeitet er stabil. Aaron besucht den Förderkindergarten in Höhn, sein Essen bekommt er püriert vom Löffel, seine rechte Körperhälfte ist immer noch beeinträchtigt. Sieben Therapeuten kümmern sich die Woche über darum, dass sich sein Leben in kleinen Schritten bessern kann. Aaron hat einen Rollstuhl erhalten, damit er sich selbstständig bewegen kann, doch leider passt dieser nicht ins Familienauto. Vater Torsten bekam ob der ganzen Situation ein Burn-out, was ihn zu einem längeren Klinikaufenthalt zwang. Die Situation bleibt auch deshalb für die Familie zunehmend angespannt.

Nach dem Ende des Gesprächs stand für die HELFT-UNS-LEBEN-Vorsitzende Manuela Lewentz-Twer fest: Dieser Familie muss geholfen werden, und man muss alles dafür tun, dass sie den kleinen Aaron künftig im Rollstuhl in einem behindertengerechten Fahrzeug transportieren kann. Mit solch einem Fahrzeug wird man der Familie eine große Sorge abnehmen und ihr ein Stück Lebensqualität zurückgeben können. Hierzu können unsere Leserinnen und Leser einen wertvollen Beitrag leisten.

Die Hilfsorganisation bittet um Spenden für Aaron. Die Bankverbindung lautet: HELFT UNS LEBEN, Sparkasse Koblenz, BIC: MAL ADE51KOB, IBAN: DE72 5705 0120 0000 0013 13, Betreff: Aaron

Foto: Seine Eltern nennen ihn den „kleinen Spatz“: Aaron war nur 990 Gramm schwer, als er auf die Welt kam. Unmittelbar danach erlitt er einen Lungenriss – mit schlimmen Folgen. Manuela Lewentz-Twer (rechts), Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN, verschaffte sich vor Ort einen Einblick in die Lebenssituation der Familie. Foto: Röder-Moldenhauer

https://helftunsleben.de/aaron-erlitt-als-fruehchen-schweres-leid/