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Neuer Kleinbus ist große Hilfe im Alltag

Höhr-Grenzhausen. Tapfer ist Jana Böcking. Und sie hat Stolz. Doch den kann sie sich derzeit nicht leisten. Denn die 45-Jährige aus Höhr-Grenzhausen ist seit elf Monaten Witwe – und das mit vier Söhnen im Alter von eineinhalb bis neun Jahren. Neben der Trauer ist auch noch die finanzielle Situation desaströs. Gerade ist ihr 16 Jahre alter Wagen kaputtgegangen. In dieser Notlage ist HELFT UNS LEBEN (HUL), die Initiative unserer Zeitung für Menschen in Not, schnell und unbürokratisch in die Bresche gesprungen. Geschäftsführer Hans Kary und Vorstandmitglied Anne Schattner übergaben der Familie jetzt einen blauen VW-Bus T 6.

„Das ist eine Sorge weniger“, sagt Jana Böcking und lächelt: „Ich liebe den Bus. Ohne Auto geht es leider gar nicht. Wie soll ich sonst einkaufen? Und ich muss die beiden Älteren zu zwei unterschiedlichen Schulen fahren und den Vierjährigen in den Kindergarten.“ Auch die vier Jungen sind begeistert vom schicken Multivan und turnen beim Termin mit unserer Zeitung im Innenraum herum. Hans Kary strahlt, als er diese ausgelassene Freude sieht. „Es war ein großes Glück, dass bei VW Nutzfahrzeuge Koblenz ein Leasing-Rückläufer kurzfristig zur Verfügung stand.“ So konnte HUL innerhalb von 14 Tagen der Familie in Höhr-Grenzhausen helfen. Jana Böcking ist darüber sehr dankbar. Auch über die Hilfe, die sie durch ihre Freunde erfährt. Sogar weitläufige Bekannte haben sich mittlerweile zu einem festen Halt entwickelt. „Mir wird mal gekocht, oder jemand macht die Wäsche. Das ist großartig.“

Dann kommt das Gespräch auf ihren verstorbenen Mann Roger. Immer wieder stockt die zarte Blondine in ihren Erzählungen, atmet tief durch und blinzelt Tränen weg. Man merkt: Jana Böcking hat es verinnerlicht, dass sie stark sein muss für ihre Kinder und für sich selbst. Die tiefe Trauer, die Verzweiflung kann sie nicht zeigen. Auch nach fast einem Jahr hat sie keinen Moment für sich gehabt, um den Verlust ihres Mannes zu verarbeiten. Roger Böcking war ihre Liebe, ihr Halt. Wegen einer Frühverrentung kümmerte er sich um Haushalt und Kinder. Die Wohnung in Höhr-Grenzhausen hatte er mit viel Geschick zu einem gemütlichen Nest umgebaut. Sie hingegen verdiente das Geld als Ergotherapeutin.

Im Dezember 2016 schien dann das Glück des Paares perfekt. Es hatte gerade erfahren, dass es das vierte Kind erwartet. Doch im Januar schlug das Schicksal erbarmungslos zu: Roger Böcking erhielt die Diagnose Krebs. Schnell ging es ihm immer schlechter. „Ich war schwanger und musste ihn pflegen.“

Im Juni 2018 starb er – gerade einmal 57-jährig. Das Leben von Jana Böcking und den Kindern war auf den Kopf gestellt. Und ist es immer noch. Man merkt: Verarbeitet hat die Höhr-Grenzhäuserin den Verlust noch nicht. Die Wucht des Verlustes trifft sie erst allmählich mit voller Härte. „Anfangs war ich wie betäubt, habe funktioniert. Ich wünsche mir so sehr mal Zeit für mich.“ Wie die Zukunft aussehen soll, weiß sie noch nicht.

Mit vier kleinen Kindern ist es ihr derzeit nicht möglich zu arbeiten. Sie hat die Elternzeit um zwei Jahre verlängert. Sie und ihre Söhne leben von einer kleinen Witwenrente, dem Halbwaisengeld der Jungen sowie Wohngeld. Kleidung wird meist gebraucht gekauft. Und Essen muss sie bei der Tafel holen. Ein Schritt, der ihr unendlich schwerfiel. „Aber ich habe keine Wahl“, sagt sie und schluckt. Für jemanden, der bisher im Leben immer allein zurechtkam, ist das Bitten um Hilfe schwierig.

Foto: Hans Kary (links) und Anne Schattner (rechts) von HELFT UNS LEBEN übergeben Jana Böcking und ihren vier Söhnen einen blauen VW-Bus. Seit dem Tod des Familienvaters stecken die fünf in finanziellen Schwierigkeiten. Foto: Camilla Härtewig

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Neuer Kleinbus erleichtert Dereks Familie den Alltag

Quirnbach. Vor dem großen Tag will Derek Manns nichts dem Zufall überlassen. „Wir haben das Auto extra noch einmal gewaschen“, sagt der 13-jährige Westerwälder freudestrahlend bei der offiziellen Fahrzeugübergabe, während die Vorsitzende Manuela Lewentz-Twer und Geschäftsführer Hans Kary von HELFT UNS LEBEN (HUL), der Initiative unserer Zeitung für Menschen in Not, sich den neuen Familienvan der Manns ausführlich begutachten. Dank der Hilfsbereitschaft unserer Leser konnte HUL die sechsköpfige Familie aus Quirnbach mit einem neuen, behindertengerecht umgerüsteten Ford Tourneo von Ford Foerster aus Koblenz unterstützen.

Für Derek und seine Familie ist das neue Auto viel wert. Der junge Westerwälder leidet seit seiner zu frühen Geburt unter Cerebralparese, einer Bewegungsstörung, deren Ursache in einer frühkindlichen Hirnschädigung liegt. Er kann nicht stehen oder sich im Liegen umdrehen. Auch bei anderen Alltagsdingen ist der lebensfrohe Quirnbacher auf Hilfe angewiesen. Zudem leidet er unter einer Seheinschränkung. Um Derek transportieren zu können, sind Bettina und René Manns auf ein behindertengerechtes Fahrzeug angewiesen. Diesen Dienst verrichtete in den vergangenen Jahren treu und zuverlässig ein Opel Vivaro. Doch genau dieser Familienvan gab auf dem Hinweg in den Sommerurlaub nach Frankreich im vergangenen Jahr auf halber Strecke den Geist auf. Getriebeschaden, nichts ging mehr. Der Kleinbus konnte letztlich zwar repariert werden, doch die Probleme traten nach der Rückkehr nach Deutschland immer wieder auf. Aus diesem Grund verkauften die Manns schweren Herzens den Opel, um zumindest noch einen Bruchteil für den Familienvan zu bekommen. In der Folge musste sich die Westerwälder Familie immer wieder behelfen, da sie abgesehen von den Autos der beiden ältesten Kinder, nur einen Kleinwagen besitzt. Hier passt allerdings der elektrische Rollstuhl des kleinen FCK-Fans nicht rein.

So musste im vergangenen Dreivierteljahr beispielsweise immer wieder das Auto von den Schwiegereltern geliehen werden, wenn beispielsweise gemeinsame Ausflüge unternommen wurden. Da aber nicht die komplette Familie im Fahrzeug Platz fand, musste mindestens noch ein zweites Auto für Ausflüge und Co. genutzt werden. „Wir mussten uns immer genaustens organisieren. Wir fahren mal schnell irgendwo hin, das ging nicht einfach so“, blickt Dereks Papa René zurück. Umso mehr freut sich die ganze Familie, dass HELFT UNS LEBEN die Familie nun mit einem umgebauten Ford Tourneo von Ford Förster unterstützt. Ein neues Auto einfach so zu kaufen und umzubauen, wäre nicht ohne Weiteres möglich gewesen, schließlich hat der behindertengerechte Umbau des Wohnhauses samt Außengelände die Familie in den zurückliegenden Jahren bereits einiges gekostet.

„Die Erleichterung über das neue Auto ist natürlich enorm. Wir sind total dankbar, dass wir das Auto haben und jetzt wieder mobiler sind“, freut sich Dereks Mutter Bettina. Mit der Rampe ist es nun kinderleicht möglich, den 13-Jährigen samt seinem elektrischen Rollstuhl ins Auto zu bekommen. So sind Arztbesuche oder Ausflüge mit der ganzen Familie, die Derek sehr gerne unternimmt, wieder viel einfacher möglich. „Es freut mich, dass wir der Familie mit dem Auto weiterhelfen konnten und wir ihnen den Alltag so erleichtern können“, sagte die HUL-Vorsitzende, Manuela Lewentz-Twer, beim Besuch der Familie Manns zum Abschluss, was Derek prompt mit einem strahlenden Lächeln belohnte.

Foto: Manuela Lewentz-Twer (2. von rechts) und Hans Kary (3. von rechts) übergaben den umgebauten Familienvan nun zusammen mit Stephan Kern von Ford Foerster (rechts) an die Familie Manns um (von links) Mama Bettina, Jil, Papa René, Dustin und Derek. Foto: Andreas Egenolf

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Hilfe für eine Familie in Not

 Spenden unserer Leser erleichtern den Alltag von Bettina Badermann und ihrer schwerstbehinderten Tochter

Erbach. Die Spendenbereitschaft aus Leserschaft und Bevölkerung war enorm, als unsere Zeitung im Oktober über das schwere Schicksal von Bettina Badermann und ihrer schwerstbehinderten Tochter Annika aus Erbach im Rhein-Hunsrück-Kreis berichtete. Als gesundes Baby zur Welt gekommen, erlitt die kleine Annika eine Hirnhautentzündung und eine Blutvergiftung. In der Folge kam eine schwere Hirnblutung hinzu. Annika lag 14 Tage im Koma. Auch wenn die Ärzte damals wenig Hoffnung hatten: Sie kämpfte sich zurück ins Leben.

Aber die Krankheit blieb nicht ohne Folgen. Die Hirnhautentzündung hat Annikas Gehirn schwer geschädigt. Sie erblindete und hat keine Kontrolle über ihren Körper, kann nicht stehen, nicht allein essen, kaum sprechen. Hinzu kommen epileptische Anfälle, mit denen die junge Frau, die am 14. April 26 Jahre alt wird, regelmäßig zu kämpfen hat.

So gravierend die Krankheit von Annika ist, so mühsam gestaltete sich der Alltag ihrer Mutter, die sich für ihre Tochter aufopferte, bis ihr eigener Körper nicht mehr mitspielte. Die erwachsene Tochter regelmäßig vom Rollstuhl ins Auto zu heben, hat nach jahrelanger Belastung Spuren hinterlassen. Die Mutter erlitt vier Bandscheibenvorfälle, bekam im September 2014 das erste und im Juni 2016 das zweite künstliche Kniegelenk eingesetzt. Im vergangenen Jahr war die Belastungsgrenze bei Bettina Badermann erreicht. Sie war nicht mehr in der Lage, ihre Tochter zu heben.

Damit Annika aber weiterhin viermal in der Woche die Tagesförderstätte der Lebenshilfe Rhein-Hunsrück in Kastellaun besuchen kann, musste dringend ein Spezialfahrzeug angeschafft werden, in das Annikas Rollstuhl über eine Rampe hineingeschoben wird und in dem sie im Rollstuhl sitzen bleiben kann.

Seit die Ärzte bei Annika im Alter von 16 Jahren in einer elfstündigen Operation die Wirbelsäule versteiften, um ihr die Schmerzen zu nehmen, ist ihre Wirbelsäule äußerst empfindlich. Daher muss der Spezialtransporter auch hydraulisch gefedert sein, um Stöße abzufangen. Die Anschaffung eines solchen Fahrzeugs überstieg die finanziellen Möglichkeiten von Bettina Badermann bei Weitem. Ein Fall für HELFT UNS LEBEN. Nach dem Aufruf bei unserer Zeitung war die Hilfsbereitschaft unserer Leser enorm, sodass jetzt der entsprechende Kleinbus in Koblenz an die Familie übergeben werden konnte. Manuela Lewentz-Twer, Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN, freute sich, dass die Spendenorganisation in diesem schweren Fall ein wenig Linderung für Bettina Badermann und ihre Tochter Annika ermöglichen konnte. Geschäftsführer Hans Kary nahm nicht nur den Dank der Fahrzeugempfängerinnen mit nach Hause. „Frau Badermann erzählte uns bei der Übergabe, dass unter anderem aufgrund unseres Artikels nach 40 Jahren eine ihrer Schulfreundinnen Kontakt zu ihr aufgenommen habe.“ Ein schöner Nebeneffekt, der durch die Hilfe unserer Zeitung, neben der praktischen Unterstützung für das tägliche Leben, auch möglich gemacht wurde.

Bettina Badermann war ihre Dankbarkeit anzumerken. Neben den vielen Spendern hob sie stellvertretend die Unterstützung der Feuerwehr und der Kleiderkammer Rheinböllen hervor. Die 17 Frauen hatten kürzlich aus dem Verkaufserlös ihrer Kleidung 2000 Euro beigesteuert, die mithalfen, das Spezialfahrzeug zu finanzieren.

Foto: Im Volkswagen Nutzfahrzeugzentrum Koblenz wurde das Spezialfahrzeug übergeben. Verkaufsleiter Ralf Schneider (von links) und Geschäftsführerin Gabi Esser übergaben Bettina Badermann die Autoschlüssel und einen Blumenstrauß. Ihr Sohn Lars und Tochter Annika haben schon in dem neuen Kleinbus Platz genommen. Rechts im Bild HELFT UNS LEBEN-Vorsitzende Manuela Lewentz-Twer und Geschäftsführer Hans Kary. Foto: Sascha Ditscher

https://helftunsleben.de/hilfe-fuer-eine-familie-in-not/