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HELFT UNS LEBEN gibt Hilfe zur Selbsthilfe

Koblenz. Leseranwalt Jochen Kampmann im Gespräch mit der Vereinsvorsitzenden von HELFT UNS LEBEN Manuela Lewentz-Twer, und dem Geschäftsführer des Mittelrhein-Verlags, Thomas Regge.

Jochen Kampmann: Liebe Frau Lewentz-Twer, wir treffen uns heute, um wieder ein Jahr für den Hilfsverein der Rhein-Zeitung, HELFT UNS LEBEN, Revue passieren zu lassen. Was waren die Besonderheiten in diesem Jahr für Sie?

Manuela Lewentz-Twer: Beeindruckend und besonders ist für mich immer noch die breite Unterstützung, die die Leserinnen und Leser der Rhein-Zeitung und ihrer Heimatausgaben uns mit ihren Spenden geben. Die Spendenbereitschaft ist unverändert hoch, sodass wir auch in diesem Jahr viele Familien in unserer Region unterstützen konnten.

Jochen Kampmann: Dabei ist es sicherlich hilfreich, dass die Rhein-Zeitung das Engagement für HELFT UNS LEBEN unterstützt und ausführlich berichtet.

Thomas Regge: Das ist richtig. Es dient der Glaubwürdigkeit und ist gleichzeitig auch für unsere Leserinnen und Leser ein Beweis dafür, dass die Hilfsorganisation unserer Zeitung verantwortungsbewusst mit den Spenden umgeht und alle Gelder ohne Kosten unmittelbar für die Betroffenen eingesetzt werden. Daher befürworte ich die breite Berichterstattung über HELFT UNS LEBEN sehr und danke dem Vorstand des Vereins für seine unermüdliche Arbeit.

Jochen Kampmann: Kann man sagen, dass die Rhein-Zeitung HELFT UNS LEBEN hilft und HELFT UNS LEBEN gleichzeitig auch der Rhein-Zeitung?

Thomas Regge: Das ist sicherlich ein zutreffender Ansatz, denn wir schaffen mit unserer Zeitung nicht nur Öffentlichkeit für die wichtige Hilfsarbeit, sondern für uns als regionale Zeitung und regionales Medienhaus ist das Engagement für HELFT UNS LEBEN auch das Bekenntnis zu unserer Region und zu den Menschen, die hier leben. Und ich bin überzeugt, es ist sowohl für den Verein als auch für die Rhein-Zeitung wichtig, die handelnden Personen zu kennen und ihnen zu vertrauen und die Verankerung zu stützen und zu stärken.

Jochen Kampmann: Woher beziehungsweise von wem kommenden Spendengelder? Hat HELFT UNS LEBEN viele kleinere oder wenige große Unterstützer?

Manuela Lewentz-Twer: Jede Spende ist wichtig, egal, ob klein oder groß. Wir freuen uns über 1 Euro genauso wie über 100 oder gar noch mehr. Dabei möchte ich zwei Aktionen gern hervorheben: Zum einen das alljährliche Benefizkonzert des Heeresmusikkorps Koblenz. Das Heeresmusikkorps unterstützt uns seit 40 Jahren mit diesem Konzert. Der gesamte Erlös von etwa 15 000 Euro geht zugunsten von HELFT UNS LEBEN, und es ist jedes Mal ein Ereignis, das Orchester und seine Dirigentin, Oberstleutnant Alexandra Schütz-Knospe, in Aktion zu erleben. Und eine weitere Großspende hat uns in diesem Jahr erreicht: Bundesministerin Julia Klöckner und ihr Gatte Ralph Grieser haben bei ihrer Hochzeit auf Geschenke verzichtet und stattdessen an gemeinnützige Organisationen gespendet. Für HELFT UNS LEBEN allein ist eine mehr als stattliche Summe zusammengekommen. Dafür ein herzliches Dankeschön.

Jochen Kampmann: Frau Lewentz-Twer, wie bearbeiten Sie die Anfragen der Leserinnen und Leser? Gibt es ein festes Vorgehen und bestimmte Regularien?

Manuela Lewentz-Twer: Wir veröffentlichen bei den meisten Fällen einen Beitrag in der Zeitung, in dem wir erklären und darlegen, welches Schicksal diese Person oder diese Familie getroffen hat und wie wir Unterstützung geben können. Oftmals geht es um das Thema Mobilität, sei es, dass dringend ein Fahrzeug gebraucht wird, um den Alltag zu meistern, oder ein Treppenlift, um sich innerhalb des Hauses bewegen zu können, oder auch ein Rollstuhl oder einen Elektroantrieb für einen vorhandenen Rollstuhl. Mobilität ist dabei ein zentrales Thema, denn es ermöglicht unseren Schützlingen, wieder aktiv am Leben teilzuhaben – für die betroffenen Kinder und auch für die Eltern oder ein Elternteil. Gerade für Menschen mit Handicap ist es extrem wichtig, am Leben außerhalb des eigenen Zuhauses teilhaben zu können. Die Berichterstattung hat natürlich eine Sogwirkung. Sie macht auf die Möglichkeiten des Vereins aufmerksam, sodass sich oftmals ein Kontakt zu einer Familie entwickelt, die sich vielleicht sonst nicht bei uns gemeldet hätte, also durch die Berichterstattung über das Schicksal anderer Mut fasst, sich bei HELFT UNS LEBEN zu melden.

Jochen Kampmann: Wie geht es dann weiter?

Manuela Lewentz-Twer: Wir prüfen dann jeden einzelnen Fall, fahren zu den Betroffenen hin und machen uns ein Bild vor Ort. Erst danach entscheiden wir, ob und wie wir helfen können. Dabei können wir natürlich nicht die Aufgaben des Staates und der Sozialbehörden übernehmen, aber wir sind da, wenn die staatlichen und persönlichen Mittel ausgeschöpft sind und wir einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität und Hilfe zur Selbsthilfe geben können.

Jochen Kampmann: Wann ist ein Fall für Sie geschlossen, wenn die Berichterstattung erfolgt ist?

Manuela Lewentz-Twer: Nein, viele „unserer“ Familien begleiten wir über Jahre und halten den Kontakt. Es beeindruckt mich sehr, dass wir mit der Unterstützung unserer Leser ein Licht der Hoffnung geben können. Daher möchten wir auch in den folgenden Wochen über einige Familien noch mal berichten und zeigen, wie sich deren Leben positiv verändert hat. Wir denken, dass das für die Leserinnen und Leser der Rhein-Zeitung noch mal bestätigt, wie wichtig jede einzelne Spende ist und wie viel Gutes wir gemeinsam dadurch erreichen.

Foto: Freuen sich über 40 Jahre Zusammenarbeit (von links): Thomas Regge, Geschäftsführer des Mittelrhein-Verlags, Manuela Lewentz-Twer, Erste Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN, Oberstleutnant Alexandra Schütz-Knospe sowie RZ-Chefredakteur Peter Burger. Foto: Reinhard Kallenbach

https://helftunsleben.de/helft-uns-gibt-hilfe-zur-selbsthilfe/

Unsere Leser helfen uns zu helfen

Leseranwalt Jochen Kampmann im Gespräch mit Manuela Lewentz-Twer, Hans Kary und Thomas Regge

Jochen Kampmann: Liebe Frau Lewentz-Twer, wieder ist ein arbeitsintensives Jahr vorbei. Wie haben Sie dieses Jahr in Ihrer Arbeit für HELFT UNS LEBEN empfunden?

Manuela Lewentz-Twer: Die Arbeit für HELFT UNS LEBEN macht meinen Kolleginnen und Kollegen und mir persönlich immer noch unendlich viel Freude, von Jahr zu Jahr mehr möchte ich sagen. HELFT UNS LEBEN hat auch in diesem Jahr eine sehr breite Unterstützung durch unsere Leserinnen und Leser erfahren. Mich beeindruckt die große Spendenbereitschaft und mich bewegen die Menschen, denen wir mit unserem Verein ein Stück Hoffnung geben können. Neben der materiellen Unterstützung und finanziellen Entlastung tut es den betroffenen Personen einfach gut, dass ihre oftmals fast ausweglose Situation wahrgenommen wird und die Leistung, die in den Familien erbracht wird, Anerkennung findet. Es ist ein wesentlicher Anteil unserer Arbeit, Anteil zu nehmen am Schicksal der Betroffenen, Hilfe zur Selbsthilfe zu geben und Mut zu machen.

Jochen Kampmann: Das bedeutet, dass Sie auch persönlich engagiert sind?

Manuela Lewentz-Twer: Ich finde, es gehört einfach dazu, dass man sich auch persönlich engagiert. Wir sind glücklich, helfen zu können, aber wir tun das immer mit persönlichem Einsatz und mit vollem Herzen. Ohne menschlichen Zugang zu „unseren Familien“ könnten wir sicherlich nicht so unterstützen wie wir es durch den Verein tun. Ich glaube, das ist auch eins der Geheimnisse des langjährigen Erfolges von HELFT UNS LEBEN. Wir bewerten und entscheiden nicht anonym, sondern sind vor Ort und hören zunächst einmal zu. Unseren Familien tut es oft einfach nur gut, dass jemand ein offenes Ohr für sie hat und dann natürlich auch ganz pragmatisch dort hilft, wo es am Notwendigsten ist.

Jochen Kampmann: Herr Kary, was war für Sie besonders beeindruckend?

Hans Kary: Alle unsere Schützlinge beeindrucken mich. Es ist wirklich schwierig, einzelne Personen oder Fälle hervorzuheben. Aber ganz besonders berührt mich die Geschichte des vierjährigen Rico aus Oberhof. Rico leidet unter frühkindlichem Autismus und muss rund um die Uhr betreut werden. Seine 28-jährige, alleinerziehende Mutter Angelina hat uns beim Besuch von ihrem Alltag berichtet. Länger als ein oder zwei Stunden kann Rico nicht allein sein. Seine Betreuung fordert die junge Frau fast über ihre Grenzen, und auch, wenn sie selbst krank ist, kann sie sich nicht vorstellen, sich von ihrem Rico zu trennen. Diese Haltung bewundere ich und ich bin sicher, dass wir mit Hilfe unserer Leserinnen und Leser auch Mutter und Sohn unter die Arme greifen können.

Jochen Kampmann: Stellen Sie fest, dass die Anzahl der Anfragen steigt?

Manuela Lewentz-Twer: Ja. Uns erreichen jedes Jahr mehr Anfragen nach Unterstützung, die wir in jedem Fall detailliert prüfen und uns, sofern wir grundsätzlich die Möglichkeit zu helfen sehen, immer auch persönlich ein Bild machen. Das heißt also für meine Mitstreiter im Vorstand und für mich selbst Fälle sichten, bewerten, mit den Antragstellern telefonieren und dann natürlich auch zu den Familien oder zu den Personen hinfahren, sich vor Ort ein Bild machen und eine Meinung bilden. Wir sind also regelmäßig im gesamten Verbreitungsgebiet der Rhein-Zeitung unterwegs. Über die „größeren Fälle“ berichtet dann auch immer die Rhein-Zeitung, darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl von kleineren Projekten, die dazu kommen.

Jochen Kampmann: Herr Regge, Sie sind seit etwas mehr als einem Jahr Geschäftsführer im Mittelrhein-Verlag. Sie kennen den Verlag und damit auch HELFT UNS LEBEN bereits seit etlichen Jahren. Wie beurteilen Sie die Arbeit von HELFT UNS LEBEN?

Thomas Regge: HELFT UNS LEBEN ist eine Hilfsorganisation, die die Menschen in der Region zusammenbringt und damit wirklich Gutes erreicht. Das zeigt zum einen das große Vertrauen, das die Leserinnen und Leser „ihrer“ Zeitung entgegenbringen und ist zum anderen auch für unsere Zeitung ganz wichtig. Wir sind regional verankert und in erster Linie den Menschen in unserer Region verbunden und verpflichtet. Alle Leserinnen und Leser können sich sicher sein, dass mit ihrer Spende verantwortungsbewusst umgegangen wird. Wie Frau Lewentz-Twer ja schon ausgeführt hat, wird jeder Antrag persönlich geprüft und auch ich lese mit großem Interesse die Beiträge über die einzelnen Fälle. Der Verein arbeitet hoch professionell und ist untrennbar mit der Rhein-Zeitung und ihren Heimatausgaben verbunden. Ich freue mich, als neuer Geschäftsführer den Verein zu unterstützen, denn alle Kosten für Werbung und das Marketing trägt selbstverständlich die Zeitung, so dass alle Spenden ohne Abzug den Kindern und Familien in Not zu Gute kommen. Deshalb ist für mich auch selbstverständlich, die neueste Idee aus dem Vorstandsgremium zu unterstützen.

Manuela Lewentz-Twer: Für alle Unterstützerinnen und Unterstützer haben wir uns in diesem Jahr etwas Besonderes ausgedacht: Wir möchten Ihnen – über die Berichterstattung hinaus – noch mehr über unseren Verein erzählen und Ihnen all die Personen, die das möglich machen, gern persönlich vorstellen. Und zwar am Mittwoch, 5. Dezember. Alle Informationen finden Sie auf der letzten Seite dieser Beilage. Aber bitte schnell mit der Anmeldung sein, denn unsere räumlichen Kapazitäten sind begrenzt. Wir alle freuen uns schon sehr auf Sie.

https://helftunsleben.de/unsere-leser-helfen-uns-zu-helfen/

Mehr als 26 Millionen Euro

Leser der Rhein-Zeitung unterstützen HELFT UNS LEBEN seit 39 Jahren

Justin Dahm ist schwach. Neun Jahre schon setzt ein inoperabler Hirntumor dem 13-Jährigen aus Miesenheim zu. Der Junge wird über eine Sonde ernährt, sein Pflegebett haben die Eltern ins Wohnzimmer gestellt. Sie müssen ihren Sohn ständig im Blick haben.

Lina Meurer leidet am Phelan-McDermit-Syndrom. Sie kann im Alter von drei bis vier Jahren noch Rutschauto fahren. Dann erleidet sie epileptische Anfälle, muss alle paar Wochen ins Krankenhaus. Ihr Zustand verschlechtert sich immer weiter. Heute kann die Neunjährige aus Mendig weder stehen noch laufen. Sie muss über eine Sonde ernährt werden.

Justin und Lina sind zwei Beispiele aus dem Verbreitungsgebiet des Mittelrhein-Verlags. Zwei Beispiele für Schicksale, bei denen man auf ärztliche Kunst und medizinische Wunder hoffen muss. Aber auch zwei Beispiele, bei denen Geld zwar nicht gesund, aber das Leben ein wenig leichter machen kann: 
Justin und seine Eltern brauchen einen Treppenlift für die tägliche Pflege. Ihr Bad liegt im ersten Stock. Der Wagen von Linas Eltern müsste umgebaut werden, damit ein Rollstuhl hineinpasst und das Kind zur Schule nach Engers gefahren werden kann. Beide Wünsche sind erfüllt – von HELFT UNS LEBEN (HUL).

Die von Manuela Lewentz-Twer geleitete Spendeninitiative des Mittelrhein-Verlags hat die Nöte öffentlich gemacht und um Spenden gebeten. Die Leser zogen mit – in diesen beiden und vielen weiteren Fällen. Und das schon seit 39 Jahren.

1979 wird HELFT UNS 
LEBEN gegründet. Was zunächst nur eine einmalige Weihnachtsaktion für „Müllkinder“ in Kairo sein soll, kommt so gut an, dass es wiederholt wird und sich im Lauf der Zeit immer mehr etabliert. Nach zehn Jahren schon 
institutionalisiert die Verlagsleitung das Erfolgsmodell und lässt es als gemeinnützigen Verein eintragen. Heute ist HUL aus dem sozialen Leben im nördlichen Rheinland-Pfalz kaum mehr wegzudenken.

Denn der Verein setzt konsequent vor der Haustür an. HELFT UNS LEBEN erkennt die Nöte der Menschen, die es auch im Verbreitungsgebiet des Mittelrhein-Verlags gibt. Möge das deutsche Sozial- und Gesundheitssystem im internationalen Vergleich auch hervorragend sein, es fallen noch zahlreiche Menschen durch das Netz. Vor allem Erkrankungen führen häufig zu unverschuldeter Not. Und Familien mit behinderten Mitgliedern müssen oft all ihre Kraft und ihr Geld in die Pflege stecken. „Nebenbei“ noch zu arbeiten, ist da nicht möglich. Sie müssen oft von Hartz IV leben.

Schon kleine Wünsche wie ein Ersatz für die kaputte Waschmaschine oder eine vernünftige Winterjacke, sind dann kaum finanzierbar. Autos, mit denen Angehörige samt Rollstuhl zum Arzt gefahren oder auch einfach einmal aus ihrer sonst so beengten Welt zu Hause herausgeholt werden können, sind erst gar nicht denkbar. Hier setzt HELFT UNS LEBEN an, das helfen will, dass Menschen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Das kann auch die Finanzierung eines Antriebs für den Rollstuhl sein, wie ihn Guido Schumacher bekommen hat. Vor dem Besuch durch HUL hatte er stundenlang Anträge ausgefüllt, um dann von der Krankenkasse doch eine Absage zu bekommen. „Luxus“ sei das, meinte die. Der Verein sah das anders und half, dass „Schumi“ am Leubsdorfer Rheinufer, das er früher von seiner kleinen Wohnung aus nur sehen konnte, jetzt regelmäßig spazieren fahren kann.

Ein anderes Beispiel dafür, wo sich HELFT UNS LEBEN engagiert, sind die sogenannten Wohnumfeldverbesserungen. Treppenlifte und behindertengerecht umgebaute Badezimmer gehören dazu. Die Krankenkassen geben, so wie es gesetzlich auch geregelt ist, dafür einen Maximalzuschuss von 4000 Euro – einmalig im ganzen Leben. Damit können viele wirklich dringliche Wünsche niemals realisiert werden.

Eben in solchen Fällen hilft HELFT UNS LEBEN – schnell und unbürokratisch, aber nicht sorglos. Die rein ehrenamtlichen Vorstandmitglieder – zum Teil Mitarbeiter des Verlags, aber auch Engagierte von außerhalb – besuchen jeden potenziellen Hilfsempfänger und prüfen vor einer Zusage: Ist das sinnvoll? Kann er sich nicht selbst helfen? Sind alle staatlichen Möglichkeiten ausgeschöpft? Ist er unverschuldet in Not geraten? Der Blick in die Augen und der gesunde Menschenverstand sind dabei oft die wichtigsten Entscheidungskriterien. Aber natürlich gehören auch Zahlen in Schwarz auf Weiß dazu. Nur keine seitenlangen Formulare.

Neben der Hilfe vor der Haustür ist Ruanda das zweite Standbein des Vereins. HELFT UNS LEBEN engagiert sich im Rahmen der rheinland-pfälzischen Partnerschaft mit dem ostafrikanischen Land. Jüngstes Projekt: Im Bergdorf Janja finanziert HUL den Bau eines Schlafsaals neben einer integrativen Schule. Damit müssen sich die behinderten Kinder künftig nicht mehr täglich den langen Weg hinauf quälen.

Die Zeitungsleser wissen all das zu schätzen. Neben vielen, vielen Einzelspenden stellen die Menschen in Rheinland-Pfalz bei Spendenaufrufen immer wieder konzertierte Aktionen auf die Beine, bieten den Betroffenen parallel persönlich ganz konkrete Hilfe an, zum Beispiel bei Umbaumaßnahmen. Hinzu kommen wiederkehrende Events. Zwei Beispiele: Beim jährlichen Konzert des Heeresmusikkorps in Koblenz kommen jedes Jahr fünfstellige Beträge zusammen. Und in Neuwied-Feldkirchen haben mehrere junge Leute mit ihrem spektakulären Weihnachtshaus schon mehr als 
40 000 Euro für den guten Zweck gesammelt.

Alles in allem sind so seit der Gründung mehr als 26 Millionen Euro an Spendengeldern bei HELFT UNS 
LEBEN eingegangen. Und weil der Verlag die Verwaltungskosten trägt, sind diese 26 Millionen Euro zu 100 Prozent da angekommen, wo sie gebraucht werden: bei den Not leidenden Menschen.

Die Hilfe beginnt vor der Haustür

Wie Manuela Lewentz-Twer, Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN, den Spendern danken möchte.

Manuela Lewentz-Twer ist die Vorsitzende der Initiative HELFT UNS LEBEN. Leser der Rhein-Zeitung spenden, der Verein HELFT UNS 
LEBEN kümmert sich darum, dass das Geld richtig und zweckmäßig verwendet wird. Regelmäßig besucht Manuela Lewentz-Twer also neue Familien, die in Not und auf finanzielle Hilfe angewiesen sind. Und diese Besuche gehen ihr auch noch nach vielen Jahren sehr nah, wie sie im Interview verrät. Unermüdlich setzt sie sich weiterhin für Hilfsbedürftige ein.

Was war Ihr persönlicher Höhepunkt in der nun fast vier Jahrzehnte langen Geschichte von HELFT UNS LEBEN?

Jedes neue Schicksal, mit dem wir uns beschäftigen, geht unter die Haut. Ich erinnere mich aber besonders an einen jungen Mann aus Ruanda, der in Deutschland war, um hier zu arbeiten und Deutsch zu lernen. Er war Pater, lebte in Vallendar, und es stellte sich heraus, dass er zuckerkrank war und sein Fuß amputiert werden musste. Das war ein ungeheurer Schock für ihn. HELFT UNS LEBEN hat dann seine Prothese finanziert. Ich habe den Fall deswegen in so guter Erinnerung, weil der junge Mann noch Jahre später immer wieder E-Mails geschickt hat. Sogar aus München, wo er dann arbeitete. Es kommt oft vor, dass ich Fotos und Postkarten von Familien bekomme, denen wir geholfen haben. Sie schreiben mir, wie es ihnen heute geht. Das finde ich sehr berührend. Für viele Leute ist es ein Hoffnungsschimmer, wenn wir kommen.

Was macht die Initiative HELFT UNS LEBEN aus?

Zum einen der persönliche Einsatz und zum anderen die Hilfe direkt vor der Haustür. Wir besuchen jede Familie, die von uns unterstützt werden möchte, zu Hause. Wir sehen uns die Umstände an, in denen sie lebt. Wir lernen die Menschen kennen und schauen auch, ob die Hilfe wirklich notwendig ist. So wissen unsere Leser, dass das Geld, das sie spenden, auch dort ankommt, wo es gebraucht wird. Natürlich sind die Besuche sehr aufwendig, und ich muss auch sagen, dass mich die Schicksale der Menschen oft auch zu Hause noch beschäftigen. Ich komme erst zur Ruhe, wenn wir einen Weg gefunden haben, den Menschen zu helfen. Und am Schluss zahlen sich die Bemühungen immer aus.

Mit mehr als 26 Millionen Euro konnte HELFT UNS LEBEN in den vergangenen 38 Jahren Familien und Kindern in Not helfen. Zusammengekommen ist das Geld, weil wahnsinnig viele Rhein-Zeitungs-Leser Beträge gespendet haben. Was würden Sie, Frau Lewentz-Twer, diesen Lesern gern sagen?

Ich würde Ihnen gerne ein ganz großes Dankeschön mit auf den Weg geben. Und ihnen die Gewissheit schenken, dass das Geld, das sie spenden, in guten Händen ist. Ich denke, dass es auch sehr wichtig ist, dass wir regelmäßig über die Projekte von HELFT UNS LEBEN in der Rhein-Zeitung berichten. Denn so vermitteln wir den Spendern das Gefühl, dass es ihr Engagement ist, das Menschen in ihrer Umgebung hilft. Wir möchten das Gefühl, etwas bewirken zu können, mit den Spendern teilen.

Das Gespräch führte Celina de Cuveland

 

https://helftunsleben.de/mehr-als-26-millionen-euro/

Die Hilfe beginnt vor der Haustür

Wie Manuela Lewentz-Twer, Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN, den Spendern danken möchte

Koblenz. Manuela Lewentz-Twer ist die Vorsitzende der Initiative HELFT UNS LEBEN. Leser der Rhein-Zeitung spenden, der Verein HELFT UNS 
LEBEN kümmert sich darum, dass das Geld richtig und zweckmäßig verwendet wird. Regelmäßig besucht Manuela Lewentz-Twer also neue Familien, die in Not und auf finanzielle Hilfe angewiesen sind. Und diese Besuche gehen ihr auch noch nach vielen Jahren sehr nah, wie sie im Interview verrät. Unermüdlich setzt sie sich weiterhin für Hilfsbedürftige ein.

Was war Ihr persönlicher Höhepunkt in der nun fast vier Jahrzehnte langen Geschichte von HELFT UNS LEBEN?

Jedes neue Schicksal, mit dem wir uns beschäftigen, geht unter die Haut. Ich erinnere mich aber besonders an einen jungen Mann aus Ruanda, der in Deutschland war, um hier zu arbeiten und Deutsch zu lernen. Er war Pater, lebte in Vallendar, und es stellte sich heraus, dass er zuckerkrank war und sein Fuß amputiert werden musste. Das war ein ungeheurer Schock für ihn. HELFT UNS LEBEN hat dann seine Prothese finanziert. Ich habe den Fall deswegen in so guter Erinnerung, weil der junge Mann noch Jahre später immer wieder E-Mails geschickt hat. Sogar aus München, wo er dann arbeitete. Es kommt oft vor, dass ich Fotos und Postkarten von Familien bekomme, denen wir geholfen haben. Sie schreiben mir, wie es ihnen heute geht. Das finde ich sehr berührend. Für viele Leute ist es ein Hoffnungsschimmer, wenn wir kommen.

Was macht die Initiative HELFT UNS LEBEN aus?

Zum einen der persönliche Einsatz und zum anderen die Hilfe direkt vor der Haustür. Wir besuchen jede Familie, die von uns unterstützt werden möchte, zu Hause. Wir sehen uns die Umstände an, in denen sie lebt. Wir lernen die Menschen kennen und schauen auch, ob die Hilfe wirklich notwendig ist. So wissen unsere Leser, dass das Geld, das sie spenden, auch dort ankommt, wo es gebraucht wird. Natürlich sind die Besuche sehr aufwendig, und ich muss auch sagen, dass mich die Schicksale der Menschen oft auch zu Hause noch beschäftigen. Ich komme erst zur Ruhe, wenn wir einen Weg gefunden haben, den Menschen zu helfen. Und am Schluss zahlen sich die Bemühungen immer aus.

Mit mehr als 26 Millionen Euro konnte HELFT UNS LEBEN in den vergangenen 38 Jahren Familien und Kindern in Not helfen. Zusammengekommen ist das Geld, weil wahnsinnig viele Rhein-Zeitungs-Leser Beträge gespendet haben. Was würden Sie, Frau Lewentz-Twer, diesen Lesern gern sagen?

Ich würde Ihnen gerne ein ganz großes Dankeschön mit auf den Weg geben. Und ihnen die Gewissheit schenken, dass das Geld, das sie spenden, in guten Händen ist. Ich denke, dass es auch sehr wichtig ist, dass wir regelmäßig über die Projekte von HELFT UNS LEBEN in der Rhein-Zeitung berichten. Denn so vermitteln wir den Spendern das Gefühl, dass es ihr Engagement ist, das Menschen in ihrer Umgebung hilft. Wir möchten das Gefühl, etwas bewirken zu können, mit den Spendern teilen.

Das Gespräch führte Celina de Cuveland

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