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Familienauto fördert Johannas Entwicklung


Lochum. Bianca Weis kann ihre Freude kaum in Worte fassen: Damit sie ihre kleine, schwer kranke Tochter Johanna künftig wieder zu allen wichtigen Arzt- und Therapieterminen fahren kann, hat HELFT UNS LEBEN, die Spendeninitiative unserer Zeitung, der alleinerziehenden Mutter aus Lochum ein Auto finanziert. Das alte war nicht mehr fahrbereit, Geld für einen neuen Pkw hat die 39-Jährige nicht. Aufgrund dessen drohte die Entwicklung und Behandlung der eineinhalbjährigen Johanna ins Stocken zu geraten. Das wollten Manuela Lewentz-Twer, Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN, und Geschäftsführer Hans Kary nicht hinnehmen und sicherten Bianca Weis beim ersten Treffen vor wenigen Wochen gleich ihre Unterstützung zu. Schon jetzt konnte das Auto, ein Jahreswagen Golf Variant mit geräumigem Kofferraum, an die kleine Familie übergeben werden.

Mutter Bianca ist von dieser Hilfe überwältigt. „Das ist einfach Wahnsinn“, sagt sie, als sie das erste Mal im Wagen sitzt, während ihr Gerhard Wöll vom Autohaus Wöll aus Katzenelnbogen die Funktionsweise erklärt. Nur mit diesem Pkw ist es der Alleinerziehenden möglich, die medizinische und therapeutische Entwicklung ihrer eineinhalbjährigen Tochter Johanna weiter zu forcieren.

Die Kleine kam als Frühchen mit offenen Rücken (Spina bifida) zur Welt. Eine schwere Hirnhautentzündung gefährdete zeitweise ihr noch junges Leben, sie kann nicht stehen und nicht laufen (wir berichteten). Doch Johanna ist ein tapferes Mädchen, kämpfte sich zurück und ist heute ein wahrer Sonnenschein. Aufgrund ihrer vielen Vorerkrankungen und Einschränkungen sind regelmäßige Arztbesuche bei Spezialisten in Wiesbaden dringend erforderlich. Wegen des kaputten Autos von Bianca Weis war dies zuletzt nicht mehr möglich. Ein unhaltbarer Zustand, befand Johannas Physiotherapeut Matthias Gerlach und informierte HELFT UNS LEBEN über die Situation. Die Spendeninitiative setzte sofort alle Hebel in Bewegung, um Familie Weis schnellstmöglich ein Fahrzeug zur Verfügung zu stellen.

Die Entscheidung fiel zugunsten eines Kombis, da der Spezialkinderwagen, in dem Johanna derzeit noch gefahren wird, zusammengeklappt hineinpassen muss. Perspektivisch wird die Kleine wohl einen Rollstuhl benötigen, auch für diesen ist im Kofferraum des Autos Platz. „Jetzt kann ich endlich wieder Arzttermine für Johanna vereinbaren“, berichtet Bianca Weis glücklich. Schon in wenigen Wochen beispielsweise muss das Mädchen zum MRT nach Wiesbaden gebracht werden.

Und die Mutter aus Lochum hat noch einen Grund, sich zu freuen: Denn auch unser Aufruf für eine mögliche Leihoma für Johanna war erfolgreich. Zwei Frauen aus der Region haben sich gemeldet, die Bianca Weis, die sich aktuell rund um die Uhr um die Tochter kümmert, zu entlasten. Für diese angekündigte Bereitschaft ist Johannas Mama ebenfalls sehr dankbar.

„Ich bin froh und erleichtert, dass wir der Familie so schnell helfen konnten“, sagt Manuela Lewentz-Twer. Anderen Menschen eine solche Freude zu bereiten, sei einfach schön und tue gut, fügt sie strahlend hinzu. „Die Zukunft von Bianca Weis und ihrer Tochter Johanna wird jetzt leichter“, ist sich die Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN sicher.

Foto: Manuela Lewentz-Twer (Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN, links), ihre Tochter Jennifer Strunk (rechts), Hans Kary (Geschäftsführer von HELFT UNS LEBEN, 3. von rechts) sowie Gerhard Wöll (Autohaus Wöll) freuen sich, Bianca Weis und ihrer Tochter Johanna ein modernes, geräumiges Fahrzeug übergeben zu können, mit dem die kleine Familie endlich wieder wichtige Arzt- und Therapietermine wahrnehmen kann. Foto: Röder-Moldenhauer

https://helftunsleben.de/2106-2/

Krankheiten erschweren Johannas Leben

Lochum. Fröhlich und aufgeweckt lächelt die kleine Johanna in die Runde. Eineinhalb Jahre ist das Mädchen aus Lochum erst alt und hat doch schon so viel Leid erlebt – angefangen bei einer Operation wegen eines offenen Rückens (Spina bifida), als sie noch im Bauch ihrer Mutter Bianca Weis war, über Bakterien in der Gebärmutter, die zur frühen Frühgeburt in der 25. Schwangerschaftswoche führten, bis hin zu einer Hirnhautentzündung mit weitreichenden Folgen. Johannas Überlebenschancen tendierten gen null. Doch Johanna ist ein tapferes Mädchen, das schon etlichen Widerständen getrotzt hat.

Ihre positive Weiterentwicklung schien zuletzt allerdings stark gefährdet: Ihre alleinerziehende Mama Bianca, die sich rund um die Uhr um die Kleine kümmert, ist finanziell nicht in der Lage, einen Ersatz für das kaputte Auto zu kaufen. Dringend erforderliche Fahrten zu Spezialärzten oder zu verschiedenen Therapien sind aufgrund dieser fehlenden Mobilität nahezu unmöglich. Mutter und Kind sind derzeit weitgehend an ihre Wohnung im ersten Stock gebunden. Doch glücklicherweise kommt jetzt Unterstützung von HELFT UNS LEBEN, der Spendeninitiative unserer Zeitung. Bei einem Besuch in Lochum überzeugten sich Manuela Lewentz-Twer, Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN, und Geschäftsführer Hans Kary persönlich von der schwierigen Situation und beschlossen sofort, der Familie zu helfen. Ein moderner, geräumiger Kombi, in den nicht nur Johannas Spezialkinderwagen, sondern perspektivisch auch ein Rollstuhl passt (denn ob sie jemals laufen kann, ist ungewiss), soll wieder Licht und Hoffnung in den Alltag von Bianca und ihrer Tochter bringen, kündigen Lewentz-Twer und Kary an.

Die 39-jährige Mutter zeigt sich von dieser Unterstützung überwältigt. Zu viele Schicksalsschläge haben sie in den vergangenen Jahren geprägt und emotional belastet, Hilfe hat sie in dieser Zeit nur selten erfahren. Schon kurz nach dem bekannt wurde, dass sie „mit einem gemeinsamen Wunschkind“ schwanger war, hat sie der Kindsvater sitzen lassen. Als dann festgestellt wurde, dass das Ungeborene am offenen Rücken leidet, war dies der Auftakt für unzählige Arztbesuche, Untersuchungen und Operationen. Vorgeburtliche Eingriffe bei dieser Fehlbildung sind eine Seltenheit, aber Bianca Weis hoffte, ihrem Kind somit schnellstmöglich helfen zu können. Doch durch die OP gelangten Bakterien in die Gebärmutter, die so gefährlich waren, dass Johanna schon eine Woche später per Kaiserschnitt auf Welt geholt werden musste. Kurz darauf wurde bei ihr ein sogenannter Shunt in den Kopf eingesetzt, ein Gerät, das Hirnflüssigkeit ableiten soll. Aber der Shunt arbeitet nicht immer reibungslos, verstopft bisweilen. Dann muss das Mädchen wieder operiert werden. Als die Kleine dann auch noch unter einer Hirnhautentzündung litt, bereiteten die Ärzte die Mutter aufs Abschiednehmen vor. Wie durch ein Wunder jedoch konnte Johanna glücklicherweise überleben, wird aber zeitlebens auf Hilfe angewiesen sein.

Umso wichtiger ist das Thema Mobilität für Bianca Weis. Der nächstgelegene Spezialist für ihre Tochter sitzt in Wiesbaden. Solange ihr altes Auto fahrbereit war, kein Problem. Nun aber hat das Fahrzeug seinen Geist aufgegeben und müsste für viel Geld instand gesetzt werden. Geld, das die Frau nicht hat. Einen medizinischen Fahrdienst für ihre Tochter gibt es nicht. Einkäufe erledigt die Mutter, unter einigem Aufwand, indem sie mit Johanna mit dem Bus nach Hachenburg fährt. Darüber hinaus haben beide kaum soziale Kontakte. Wie ein guter Geist erwies sich in der schwierigen Situation Matthias Gerlach, der Physiotherapeut der Kleinen, der als einziger Therapeut zweimal pro Woche zum Hausbesuch kommt. Er erkannte, dass hier eine nicht hinnehmbare Situation vorherrscht, und wandte sich an HELFT UNS LEBEN. Ein Glücksgriff, wie sich schnell herausgestellt hat, denn die Verantwortlichen im Vorstand brauchten nicht lange, um ihre Unterstützung zuzusagen.

HELFT UNS LEBEN, die Initiative unserer Zeitung, unterstützt Menschen in Not. Wenn auch Sie helfen möchten, die Bankverbindung lautet: HELFT UNS LEBEN, Sparkasse Koblenz, IBAN: DE72 5705 0120 0000 0013 13, BIC: MALADE51KOB

Foto: Damit es im Alltag von Bianca Weis (rechts) und ihrer Tochter Johanna wieder Hoffnung gibt, sicherten Manuela Lewentz-Twer (links) und Hans Kary (2. von rechts) die Unterstützung von HELFT UNS LEBEN zu. Das freut auch Johannas Physiotherapeut Matthias Gerlach. Foto: Röder-Moldenhauer

https://helftunsleben.de/krankheiten-erschweren-johannas-leben/

Annika benötigt dringend ein rollstuhlgerechtes Auto

Erbach. Für Bettina Badermann aus Erbach (Rhein-Hunsrück-Kreis) ist jeder Tag mit einem Kraftakt verbunden. Die 57-Jährige pflegt ihre mehrfach schwerstbehinderte Tochter Annika. Seit 25 Jahren rund um die Uhr. Sie wuchtet sie von ihrem Bett in den speziellen Rollstuhl und zurück, wickelt, füttert, umsorgt sie. Alle zwei bis drei Stunden muss Annika umgelagert werden. Bis vor einiger Zeit hob Bettina Badermann die junge Frau auch alleine in ihr Auto, um mit ihr zum Arzt zu fahren, Besorgungen zu machen oder einen Ausflug. Das geht heute nicht mehr.

Hirnhautentzündung hinterlässt bei Säugling schwere Schäden

Annika kam vor 25 Jahren als gesundes Baby zur Welt. Doch vier Tage nach ihrer Geburt traf die Familie das Schicksal mit voller Wucht. Annika bekam eine Hirnhautentzündung und eine Blutvergiftung. In Folge dessen erlitt sie eine schwere Hirnblutung und lag 14 Tage im Koma. „Die Ärzte wollten die Geräte ausschalten, weil sie nicht daran geglaubt haben, dass Annika überlebt“, sagt Bettina Badermann. Sie macht eine Pause, fügt hinzu: „Aber ich wollte das nicht. Und ich denke, das war auch gut so.“ Denn der kleine Säugling kämpfte sich zurück ins Leben.

Doch die Hirnhautentzündung hatte Annikas Gehirn schwer geschädigt. Seitdem ist sie blind und hat keine Kontrolle über ihren Körper. Sie kann nicht stehen, nicht alleine essen, und kaum sprechen. Hinzu kommen epileptische Anfälle, mit denen die 25-Jährige regelmäßig zu kämpfen hat.

Annika sitzt in ihrem Rollstuhl, in der Hand einen gelben Plastikring. Sie steckt ihn in den Mund und kaut darauf herum. Auf ihrem Bett im Wohnzimmer liegen allerlei Babyspielzeuge, mit denen sie sich beschäftigen kann. „Sie ist wie ein kleines Baby“, sagt ihre Mutter. Alles, was sie in die Hand nimmt, erkundet sie mit dem Mund. Und wenn es dann noch rasselt oder klackert, ist die Freude groß.

Als Annika 16 Jahre alt war, versteiften Ärzte in einer elfstündigen Operation ihre Wirbelsäule. „Annika hat in jedem Wirbel eine Titanschraube und Metallstäbe“, erzählt ihre Mutter. Hinzu kommt, dass Annikas linke Hüftpfanne nicht ausgebildet war, weil sie nie auf eigenen Füßen stehen konnte. Die Ärzte entfernten den Oberschenkelkopf und versahen ihn mit einer Titanplatte. Ein Bein ist nun 14 Zentimeter kürzer als das andere. „Sie wird niemals laufen können. Deshalb haben sich die Ärzte zu dieser OP entschieden, um ihr die Schmerzen zu nehmen, die sie hatte“, sagt ihre Mutter.

Unter der Woche besucht Annika die Tagesförderstätte der Lebenshilfe Rhein-Hunsrück in Kastellaun – an vier Tagen halbtags und einen Tag ganztags. Dies sind heute die einzigen Gelegenheiten, zu denen Annika das Haus verlassen kann. Denn Mutter und Tochter stehen vor einem großen Problem. Vor zwei bis drei Jahren schaffte es Bettina Badermann noch, ihre Tochter in einen speziellen, dem Körper angepassten Sitz ins Auto zu heben und sie festzuschnallen. Anschließend verstaute sie Annikas Rollstuhl im Kofferraum.

Heute ist Annika eine junge Frau geworden, hat in den vergangenen Jahren zehn Kilo zugenommen und wiegt heute 50 Kilo. Hinzu kommt: Die Anstrengungen der vergangenen Jahre sind auch an Bettina Badermann nicht spurlos vorbeigegangen. Sie hatte vier Bandscheibenvorfälle, bekam im September 2014 das erste künstliche Kniegelenk eingesetzt, im Juni 2016 das zweite. „Ich bekomme meine Tochter gerade noch so auf ihr Bett gehoben“, sagt Bettina Badermann.

HELFT UNS LEBEN, die Hilfsorganisation unserer Zeitung, will Mutter und Tochter aus ihrer derzeit ausweglosen Situation helfen. Denn Annika benötigt ein Spezialfahrzeug, in das ihr Rollstuhl einfach über eine Rampe hineingeschoben wird und in dem sie im Rollstuhl sitzen bleiben kann. Da Annikas Wirbelsäule seit der großen Operation sehr empfindlich ist, muss das Fahrzeug auch hydraulisch gefedert sein, um die Stöße abzufangen.

Doch Bettina Badermann kann sich ein solches Spezialfahrzeug nicht leisten. Sie ist auf staatliche Unterstützung unter anderem durch Hartz IV und Pflegegeld angewiesen, weil sie nicht arbeiten gehen kann. Wenn Annika einen epileptischen Anfall hat, muss Bettina Badermann zur Stelle sein und schnell jemanden suchen, der ihre Tochter aus der Tagesförderstätte abholt. Oder Annika kann die Einrichtung gar nicht erst besuchen, wenn sie am Abend zuvor gekrampft hat. Das passiert ungefähr einmal in der Woche. „Welcher Arbeitgeber macht das schon mit?“, fragt ihre Mutter. Deshalb will sich HELFT UNS LEBEN jetzt um ein passendes Fahrzeug kümmern.

Seit mehr als zwei Jahren versucht Bettina Badermann alle notwendigen Einkäufe und Behördengänge zu machen, wenn ihre Tochter in der Tagesförderstätte ist. Ist ihre Tochter aber krank oder die Einrichtung geschlossen, ist das nicht möglich, weil Annika nicht alleine zu Hause sein kann.

Keine Möglichkeit, ohne Hilfe gemeinsam das Haus zu verlassen

Bettina Badermann kann ihre Tochter weder zum Facharzt fahren, noch Ausflüge mit ihr unternehmen, sie zum Friseur fahren oder Bekannte besuchen. Ihr Leben daheim in dem 200 Jahre alten Bauernhaus in Erbach beschränkt sich auf das Erdgeschoss. Mit ihrer Tochter schläft Bettina Badermann gemeinsam im Wohnzimmer. Die Räume sind eng. Die Treppe ins Obergeschoss können weder die Tochter noch die Mutter erklimmen. Dort oben wohnt der erwachsene Sohn von Bettina Badermann. „Wenn er nicht hier wäre, würden wir das alles nicht schaffen“, sagt sie. In seiner Freizeit neben seinem Job hilft er seiner Mutter, kümmert sich um Garten oder um Feuerholz.

Das Haus hatten noch die Eltern von Bettina Badermann gekauft, die in der Vergangenheit beide an Krebs gestorben sind. Sie besaßen keine Restschuldversicherung. Das Haus muss Bettina Badermann weiter abbezahlen. Auch der Vater von Annika und ihrem Bruder ist bereits verstorben.

HELFT UNS LEBEN bittet um Spenden für das Mädchen und seine Mutter. Die Bankverbindung lautet: HELFT UNS LEBEN, Sparkasse Koblenz, IBAN: DE72 5705 0120 0000 0013 13, Betreff: Annika.

Foto: Alleine kommen Annika Badermann (vorn) und ihre Mutter Bettina nur bis an die Rampe vor ihrer Haustür. Dann ist Schluss. Die Auffahrt zu ihrem Haus in Erbach ist steil, geschottert und mit dem Rollstuhl nicht zu bewältigen. In ihr Auto kann Bettina Badermann ihre Tochter nicht mehr allein heben. HELFT UNS LEBEN will die Anschaffung eines Fahrzeugs unterstützen, in das Annikas Rollstuhl hineingefahren werden kann. Foto: Denise Bergfeld

https://helftunsleben.de/annika-benoetigt-dringend-ein-rollstuhlgerechtes-auto/

Dank Leserspenden zurück ins Leben

Junge Frau sitzt seit einem Behandlungsfehler im Rollstuhl

Bad Marienberg. Elisa Bayer aus Bad Marienberg (Westerwaldkreis) ist nach einem ärztlichen Behandlungsfehler auf den Rollstuhl angewiesen. Die 23-Jährige wird von HELFT UNS LEBEN, der Initiative unserer Zeitung, auf dem Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben unterstützt. Ihr Schicksal berührt unsere Leser: Nachdem unsere Zeitung im Juli über den Fall der jungen Frau berichtet hatte, haben viele Menschen gespendet.

So konnte bereits eine Metallrampe finanziert werden, die Elisa den Weg von ihrer Wohnung ins benachbarte Elternhaus und in den Garten erleichtert. Dank HELFT UNS LEBEN konnte Elisa zudem vor einigen Tagen mit den Fahrstunden für einen speziellen Führerschein beginnen. Wenn sie die Prüfung Ende August besteht, ist sie berechtigt, ein handbetriebenes Auto zu steuern. Beim Kauf eines solchen Fahrzeugs möchte HELFT UNS LEBEN Elisa ebenfalls zur Seite stehen und bittet daher weiter um Spenden. „Für diese Unterstützung bin ich sehr dankbar. Schritt für Schritt gewinne ich so ein Stück Freiheit zurück“, sagt Elisa, die lediglich von der Badezimmertür ein paar Meter mit dem Rollator bis zur Toilette laufen kann.

Knapp dem Tod entgangen

Zum Hintergrund: Im August 2015 steckt die heute 23-Jährige in der Ausbildung zur Kinderkrankenschwester, als sie einen Bandscheibenvorfall erleidet. Die Ärzte empfehlen der jungen Patientin eine Infiltration, bei der ein Wirkstoffgemisch in die betroffene Stelle am Rücken gespritzt wird. Der Eingriff wird in einem Krankenhaus im nördlichen Rheinland-Pfalz vorgenommen. Doch schon kurze Zeit später leidet die Frau unter stärkeren Schmerzen als zuvor. Sie kann kaum noch laufen, ihr ganzer Körper ist gelähmt, sie hat hohes Fieber. Ihre Mutter Christine, die ihre wichtigste Stütze ist, bringt sie ins Krankenhaus, wo festgestellt wird, dass sie unter einem riesigen Psoas-Abszess leidet. Sie wird als Notfall nach Köln verlegt. Zunächst bessert sich Elisas Zustand, doch kurz darauf erbricht sie ununterbrochen, hat Lähmungserscheinungen. Die Diagnose: Hirnhautentzündung. Der Eiter ist von der Einstichstelle am Rücken bis in den Kopf und bis ins Becken gewandert. Ein Arzt verrät Elisa, dass sie nur überlebt hat, weil sie so jung ist und vorher kerngesund war.

Operationen können Elisas Schmerzen lindern, nicht aber eine inkomplette Querschnittlähmung durch die Schädigung des Rückenmarks verhindern (rechts ist sie ab Brusthöhe vollständig gelähmt, links hat sie noch ein leichtes Gefühl). Nachdem die Ärzte in Köln alle anderen Bereiche als Entzündungsherd ausschließen können, bleibt einzig die Einstichstelle der Infiltration übrig. Der Eingriff fand seinerzeit unter Teilnarkose statt. Elisa war im Wachzustand und berichtet, dass dabei Hygienestandards nicht eingehalten wurden. Die Familie hat einen Anwalt eingeschaltet.

Kampf mit den Behörden

Seit Beginn ihrer Erkrankung werden Elisa und ihre Familie außerdem von einem langen Kampf mit Behörden aufgerieben. Lange Zeit fühlte sich kaum eine Stelle für sie zuständig, sodass die junge Frau über Monate nicht einen Cent Einnahmen hatte. Ihre Ausbildung zur Kinderkrankenschwester musste sie abbrechen. Die rückwirkende Bewilligung einer Erwerbsminderungsrente ist bis heute nicht geklärt. Aktuell kämpft Elisa darum, dass sie in ihrem Behindertenausweis das Merkzeichen „ag“ (außergewöhnliche Gehbehinderung) erhält. Ohne dieses Zeichen ist sie nicht einmal berechtigt, auf einem Behindertenparkplatz zu parken.

Trotz aller Rückschläge lässt sich Elisa nicht unterkriegen. Die ehemalige Handballerin und Schwimmerin ist eine starke Persönlichkeit, die sich danach sehnt, endlich wieder selbstständig Auto zu fahren, sich mit Freunden zu treffen, auszugehen, wann sie möchte – wie es für Menschen in ihrem Alter üblich ist. „Zurzeit muss ich ja immer meine Mutter bitten, wenn ich irgendwohin will“, erzählt sie.

Die Hilfsorganisation bittet um Spenden für Elisa. Die Bankverbindung lautet: HELFT UNS LEBEN, Sparkasse Koblenz, BIC: MAL ADE51KOB, IBAN: DE72 5705 0120 0000 0013 13, Betreff: Elisa

Foto: Dank der Unterstützung von HELFT UNS LEBEN wurde bereits eine Rampe an Elisa Bayers Wohnung installiert. Foto: Röder-Moldenhauer

https://helftunsleben.de/dank-leserspenden-zurueck-ins-leben/