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Ein neuer Mensch dank Spenden

Auto gibt Rollstuhlfahrerin ein Stück Freiheit zurück

Koblenz. Elisa Bayer hat eine große Portion Lebensqualität und Freiheit zurückgewonnen – dank des Engagements der Leser unserer Zeitung. Im Koblenzer Autohaus Scherhag nahm die nach einem Behandlungsfehler auf den Rollstuhl angewiesene junge Frau aus Bad Marienberg (Westerwaldkreis) einen behindertengerecht umgebauten VW Golf Sportsvan Automatik entgegen. Auto, Sonderumbau durch die Fuldaer Spezialfirma EDAG und spezieller Führerschein wurden mit einer Spende der Hilfsinitiative unserer Zeitung, HELFT UNS LEBEN (HUL), finanziert.

Gas und Bremse werden über einen Handknauf neben dem Lenkrad gesteuert, mit einem zweiten Knauf werden Blinker und Hupe betätigt. Die Tür hinten links wurde zur Schiebetür umgebaut. Im Fond befindet sich der Rollstuhl, den die Fahrerin durch eine spezielle Mechanik neben ihren Sitz bewegen kann, um einzusteigen.

Elisa Bayer ist glücklich: „Jetzt bin ich nicht mehr auf einen Chauffeur angewiesen und kann selbstständig zur täglichen Therapie fahren.“ Besonders freut sie sich, dass sie wieder ihr Patenkind in Wissen besuchen kann. Im Sommer plant sie, mit ihrer Freundin einige Tage Urlaub in einem behindertengerechten Hotel zu machen. Ihre Mutter Christine Bayer hebt hervor: „Wir möchten uns ganz herzlich bei all den Menschen bedanken, die direkt oder über HELFT UNS LEBEN gespendet haben.“ Die „HELFT UNS LEBEN“-Vorsitzende Manuela Lewentz-Twer, die mit „HELFT UNS LEBEN“-Geschäftsführer Hans Kary bei der Autoübergabe dabei war, freute sich: „Ich weiß noch, wie traurig Elisa im Sommer war. Jetzt sehe ich einen ganz neuen Menschen.“

Foto: Der behindertengerecht umgebaute VW Golf Sportsvan für Elisa Bayer (am Steuer) ist eine Spende der Aktion HELFT UNS LEBEN (HUL) unserer Zeitung. Mit ihr freuen sich (von links) Autohaus-Chef Mark Scherhag, Verkaufsberater Kenny Mosmann, HUL-Vorsitzende Manuela Lewentz-Twer und HUL-Geschäftsführer Hans Kary. Foto: Winfried Scholz

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Nachbarn unterstützen Bedürftige

Großseifen. Aus einer spontanen Nachbarschaftsidee in der Straße Am Kirchwäldchen in Großseifen ist inzwischen eine feste Hilfsaktion geworden: Zum vierten Mal hatten die Anlieger kürzlich einen zweitägigen Weihnachtsbaumverkauf organisiert und dabei 3200 Euro gesammelt. Die haben die Nachbarn jetzt jeweils zur Hälfte an Elisa Bayer aus Bad Marienberg (die nach einem Arztfehler auf einen Rollstuhl angewiesen ist und die von HELFT UNS LEBEN, der Initiative unserer Zeitung, unterstützt wird) sowie an W.I.R. in Selters, eine Tagesbetreuung für beeinträchtigte Menschen, gespendet. Foto: Röder-Moldenhauer

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Skiclub Bad Marienberg unterstützt HELFT UNS LEBEN zugunsten von Elisa Bayer

Bad Marienberg. Das Schicksal von Elisa Bayer (vorne), die seit einem ärztlichen Behandlungsfehler auf den Rollstuhl angewiesen ist und die von HELFT UNS LEBEN, der Initiative unserer Zeitung, unterstützt wird, hat die Mitglieder des Skiclubs Bad Marienberg dazu motiviert, das 5. Wiesenrennen des Vereins zugunsten der jungen Frau aus der eigenen Stadt auszurichten

Die Idee dazu hatte der stellvertretende Vorsitzende Michael Huth (links), Simone Panthel (2. von links) organisierte daraufhin den Kuchenverkauf, durch den 545 Euro zusammenkamen. Für diesen Einsatz sind Elisa und ihre Mutter Christine Bayer (2. von rechts) sehr dankbar. Das Geld fließt mit in die Spendensumme, mit der HELFT UNS LEBEN Elisa ein behindertengerechtes Auto kaufen und ihr somit ein Stückchen Selbstständigkeit zurückgeben möchte. Den speziellen Führerschein dafür hat die 23-Jährige kürzlich schon bestanden – ebenfalls finanziert durch Spenden an HELFT UNS LEBEN. Über dieses Engagement freut sich auch die zuständige WZ-Redakteurin Nadja Hoffmann-Heidrich (rechts). Foto: Röder-Moldenhauer

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Unschuldig in Not: HELFT UNS LEBEN unterstützt Elisa Bayer

Junge Frau ist nach Behandlungsfehler auf den Rollstuhl angewiesen

Bad Marienberg. Ein bisschen mehr Freiheit – das ist der Herzenswunsch von Elisa Bayer aus Bad Marienberg. Eigentlich selbstverständlich für eine junge Frau. Doch seitdem vor zwei Jahren Elisas Leidensgeschichte begann, ist für die 22-Jährige nichts mehr selbstverständlich. Nach unzähligen Operationen und einem lebensbedrohlichen Zustand ist sie inzwischen fast ständig an den Rollstuhl gefesselt. Lediglich ein paar Schritte kann die ehemals gesunde Frau mithilfe eines Rollators gehen. Spontane Unternehmungen mit Freundinnen sind nicht mehr möglich, sodass sie die meiste Zeit in ihrer Wohnung verbringen muss. Auf dem Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben wird Elisa jetzt von HELFT UNS LEBEN, der Initiative unserer Zeitung, unterstützt.

Im August 2015 steckt Elisa in der Ausbildung zur Kinderkrankensschwester, als sie einen Bandscheibenvorfall erleidet. Die Ärzte empfehlen der jungen Patientin eine Infiltration, bei der ein Wirkstoffgemisch in die betroffene Stelle am Rücken gespritzt wird. Der Eingriff wird in einem Krankenhaus im nördlichen Rheinland-Pfalz vorgenommen. Doch schon kurze Zeit später leidet Elisa unter stärkeren Schmerzen als zuvor. Sie kann kaum noch laufen, ihr ganzer Körper ist gelähmt, sie hat hohes Fieber. Ihre Mutter Christine, die ihre wichtigste Stütze ist, bringt sie ins Krankenhaus, wo festgestellt wird, dass sie unter einem riesigen Psoas-abszess leidet. Sie wird als Notfall nach Köln verlegt. Zunächst bessert sich Elisas Zustand, doch schon kurze Zeit später erbricht sie ununterbrochen, hat Lähmungserscheinungen, ist wesensverändert. Die Diagnose: Hirnhautentzündung. Der Eiter ist von der Einstichstelle am Rücken bis in den Kopf und bis ins Becken gewandert. Ein Arzt verrät Elisa, dass sie wohl nur überlebt hat, weil sie so jung ist und vorher kerngesund war. Ihr Fall wurde schon bei Ärztekongressen besprochen.

In der Folge führt die Erkrankung bei Elisa zu Stuhl- und Harninkontinenz. Verschiedene Operationen können ihre Schmerzen lindern, nicht aber eine inkomplette Querschnittlähmung verhindern (die rechte Seite ist ab Brusthöhe vollständig gelähmt, links hat Elisa noch ein leichtes Gefühl). Nachdem die Ärzte in Köln alle anderen Bereiche als Entzündungsherd ausschließen können, bleibt einzig die Einstichstelle der Infiltration übrig. Der Eingriff fand seinerzeit unter Teilnarkose statt. Elisa hat selbst mitbekommen, dass der Mediziner dabei zwar Handschuhe trug, aber mehrfach den Raum verlassen hat. Außerdem wurden offenbar weitere Hygienestandards nicht eingehalten. Die Familie hat einen Anwalt eingeschaltet, um das Krankenhaus zu verklagen.

Manuela Lewentz-Twer, Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN, und Hans Kary, Geschäftsführer der Hilfsinitiative, haben sich Elisas Fall angenommen. Schon kurzfristig haben sie ihr zugesagt, ihr eine Rampe an die Terrassentür bauen zu lassen, damit sie mit ihrem Rollstuhl einfacher in den Garten und ins Nachbarhaus zu ihren Eltern fahren kann. Darüber hinaus stellen sie Elisa in Aussicht, sie bei der Prüfung zu einem speziellen Führerschein für handbetriebene Autos sowie bei der kostenintensiven Anschaffung und Spezialumrüstung eines Fahrzeugs zu unterstützen.

Foto: Manuela Lewentz-Twer (links) und Hans Kary haben angekündigt, dass HELFT UNS LEBEN die an den Rollstuhl gefesselte Elisa Bayer und deren Mutter Christine unterstützt. Foto: Röder-Moldenhauer

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