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Familie Richter ist wieder mobil

Mayen/Nickenich. Wie abhängig man von einem Auto ist, merkt man meistens erst, wenn es nicht mehr fährt. Alltägliche Dinge lassen sich dann vielleicht noch zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erledigen. Für Menschen mit einer Beeinträchtigung ist kein Auto allerdings keine Option – so auch bei Familie Richter aus Nickenich. HELFT UNS LEBEN, die Initiative unserer Zeitung für Kinder und Familien in Not, konnte ihr mit einem neuen Fahrzeug aushelfen.

Seit zwei Monaten sind Angelika Richter und ihre Tochter Jennifer Konrad mit ihrem neuen Gefährt unterwegs. Ein Auto ist für die Familie unabdingbar, denn Tochter Jennifer leidet unter infantiler Cerebralparese – eine Störung des Nervensystems und der Muskulatur, die auf eine frühkindliche Gehirnschädigung zurückgeht. Zurzeit besucht die 18-Jährige das Wilhelm-Remy-Gymnasium in Bendorf.

„Das Auto ist für uns ein großes Glück“, erzählt die alleinerziehende Mutter, „und es ist auch noch neu – damit hätten wir nie gerechnet.“ Das alte Fahrzeug der Familie war nach mehr als zehn Jahren nicht mehr zu gebrauchen. Dank einer Spendenaktion von HELFT UNS LEBEN, ist die Familie endlich wieder mobil. Nicoll Waltenberger und Prof. Dr. Peter Billigmann aus dem HUL-Vorstand freuen sich mit der Familie. Auch Moritz Lischke vom Autohaus Nett in Mayen ist froh, dass Angelika Richter und Tochter Jennifer so gut mit dem neuen Wagen zurechtkommen. „Jetzt haben wir eine Sorge weniger“, sagt Angelika Richter erleichtert.

Der neue Citroën Berlingo stammt aus dem Autohaus Nett in Mayen und bietet der Familie genug Stauraum. Den braucht sie auch, denn Jennifer sitzt im Rollstuhl und der muss auch im Auto transportiert werden können. Mit Hilfe von zwei Schienen kann Angelika Richter den Rollstuhl in den Kofferraum schieben. „In nächster Zeit wird auch noch eine Vorrichtung eingebaut, in die ich die beiden Schienen einhängen kann“, erklärt die 55-Jährige, „das macht das Ein- und Ausladen des Rollstuhls leichter und die Schienen haben direkt den richtigen Abstand zueinander.“

Platz im Auto brauchen Angelika Richter und Jennifer Konrad auch für den Begleithund der 18-Jährigen. Wenn die drei mit dem Auto unterwegs sind, sitzt er meist auf der Rückbank. „Ohne Auto geht es bei uns einfach nicht“, erzählt Angelika Richter. Arztbesuche, Einkäufe und dreimal die Woche Krankengymnastik – für all diese Erledigungen ist die Familie aus Nickenich auf ein Auto angewiesen. Dank der Spende von HELFT UNS LEBEN hat die Familie so ein Stück mehr Freiheit zurückgewinnen können.

Foto: Jennifer Konrad mit ihrer Mutter Angelika Richter, Vorstandsmitglieder von HELFT UNS LEBEN Nicoll Waltenberger und Prof. Dr. Peter Billigmann, Moritz Lischke vom Autohaus Nett in Mayen (von links). Foto: Jessica Pfeiffer

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