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Ein Lebenstraum geht in Erfüllung

Mittelrheinischer Golfclub erzielt mit Benefizturnier 15 524 Euro für HELFT UNS LEBEN

Bad Ems. Es sind Begegnungen, die sie fast immer noch viele Tage beschäftigen. Treffen mit Menschen, nach denen meist die Frage steht: Was können wir tun? „Man glaubt gar nicht, wie viele Menschen in Not es in unserer direkten Umgebung gibt“, sagt Manuela Lewentz-Twer, die Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN, der Hilfsorganisation unserer Zeitung. Sehr oft können sie und ihr Team helfen. Dank der Unterstützung unserer Leser. Jüngstes Beispiel: Der Mittelrheinische Golfclub Bad Ems (Denzerheide) veranstaltete zum dritten Mal ein Benefizturnier zugunsten von HELFT UNS LEBEN. Manuela Lewentz-Twer und Hans Kary, Geschäftsführer der Hilfsorganisation, konnten nun einen Scheck über die beachtliche Summe von 15 524 Euro entgegennehmen.

„Die Idee zu einem Benefizturnier hatte eigentlich Yussuf Sari“, erzählt Gunter Scherzberg vom Golfclub und blickt zum Golflehrer des Vereins hinüber. Die Idee fand Anklang und Zustimmung unter den Mitgliedern, und auch der Empfänger für den Erlös war schnell gefunden. Denn bei HELFT UNS LEBEN war man sich sicher, dass das gespendete Geld auch genau dort ankommt, wo es benötigt wird. „Darauf legen wir besonders großen Wert“, bestätigte Hans Kary. „Alles, was unsere Leser spenden, kommt bei den Menschen, die Hilfe brauchen, an. Alle Neben- und Verwaltungskosten von HELFT UNS LEBEN werden vom Verlag getragen“, fügt er hinzu, ehe Scherzberg mit seiner Schilderung fortfährt. „Yussuf sagte, er könne zwar Golf spielen, aber nicht organisieren, so fiel diese Aufgabe mir zu.“ 2015 lud der Club dann erstmals zum Benefizturnier: Mitglieder und Gäste anderer Golfclubs trafen sich auf dem Grün für den guten Zweck. 8700 Euro kamen zusammen und wurden an HELFT UNS LEBEN übergeben. Eine Summe, die beim Turnier 2016 mit einem Erlös von 13 535 Euro weit übertroffen wurde. 15 524 Euro sind es in diesem Jahr geworden, sodass der Mittelrheinische Golfclub bislang fast 38 000 Euro für die gute Sache zur Verfügung stellen konnte. „Damit können wir viel bewegen“, freut sich Manuela Lewentz-Twer, die nun mit Hans Kary die Spende auf dem Golfplatz mit einem herzlichen Dankeschön entgegennahm.

Ein Teil der Summe ist bereits verplant. Denn angeregt durch unsere Berichterstattung wurden die Mitglieder des Golfclubs auf den 17-jährigen Tim Treidy aus Koblenz aufmerksam. Der junge Mann ist begeisterter Sportler und spielt Hockey bei den Flashboy Runners Neuwied. Wegen einer Muskelkrankheit nutzt Tim im Alltag wie beim Hockey einen elektrischen Rollstuhl und ist in diesem Sport äußerst erfolgreich. Mit seinem Vater Torsten Treidy ist Tim, bei dem im Alter von sieben Jahren eine Muskeldystrophie, die zu fortschreitender Muskelschwäche führt, festgestellt wurde, deutschlandweit, aber auch in den Niederlanden, in Belgien, Dänemark oder in der Schweiz zu E-Rolli-Hockeyspielen unterwegs. Im Juni erhielt Tim eine Einladung zu einem Trainingslehrgang der Deutschen Nationalmannschaft im Powerchair-Hockey. Sein Traum wurde wahr: Er überzeugte durch sein sportliches Können und wurde in die Nationalmannschaft aufgenommen. Jetzt fiebert er dem Termin im kommenden Jahr entgegen, denn am 24. September 2018 beginnt in Italien die Weltmeisterschaft. Bislang war allerdings ungewiss, ob er dabei sein kann, denn dafür benötigt er einen Powerchair-Rolli, der rund 15 000 Euro kostet – und für Tim und seine Familie unerschwinglich ist.

Der Mittelrheinische Golfclub Bad Ems möchte dem jungen Koblenzer seinen größten Herzenswunsch erfüllen und hat einen Teil des Erlöses aus dem jüngsten Benefizturnier für Tim Treidy bestimmt. Inzwischen ist auch der Radiosender RPR mit seiner Aktion „RPR hilft“ auf Tims Geschichte aufmerksam geworden und hat eine Spendenaktion gestartet. Beachtliche 5000 Euro kamen auf diesem Weg für die Finanzierung des Power-Rollis zusammen. Die fehlenden 10 000 Euro kommen aus der Spende des Golfclubs, die verbleibende Summe aus dem Benefizturnier fließt in weitere wichtige Projekte von HELFT UNS LEBEN ein.

Foto: Über die stolze Spendensumme aus dem dritten Benefizturnier in Höhe von 15.524 Euro freuen sich nicht nur Manuela Lewentz-Twer, Vorsitzende, und Hans Kary, Geschäftsführer von HELFT UNS LEBEN (2. und 3. von links), sondern auch (von rechts) Golflehrer Yussuf Sari, Gunter Scherzberg, der das Turnier organisiert hat, Hansgünter Oberrecht, Präsident, und Jens Lederer (links), Manager des Mittelrheinischen Golfclubs Bad Ems. Foto: Karin Krings

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Bikepark spendet für Leos Familie

Crew hat 571 Euro gesammelt

Nassau/Bad Ems. Überraschung: Acht Mitglieder der Crew des Emser Bikeparks standen am Mittwochnachmittag unangekündigt vor der Tür von Katja, Peter und Leo Hammerstein. Ihr Mitbringesel: ein symbolischer Scheck über 571 Euro, die an HELFT UNS LEBEN, die Hilfsorganisation unserer Zeitung, gehen. Das Geld ist ein Beitrag für einen speziell angepassten Träger für das Auto. Damit können die Hammersteins nun das Liegeradtandem transportieren, das HELFT UNS LEBEN ihnen vor wenigen Monaten zur Verfügung gestellt hat (die RLZ berichtete). Außerdem erleichtert der Träger das Anheben des 30 Kilo schweren Gefährts. Mit dem Rad kann das Ehepaar gemeinsam mit dem behinderten Sohn Leo wieder Ausflüge machen, nachdem er aus dem viele Jahre genutzten Anhänger herausgewachsen ist. Mittlerweile haben die Hammersteins bereits rund 400 Kilometer mit dem Liegeradtandem zurückgelegt.

Initiiert hat die Spendenaktion des Emser Bikeparks der in Nassau lebende Sebastian Will. Peter Hammerstein ist seit Langem Teil der Crew, die nicht nur den Trail im Bad Emser Wald nutzt, sondern auch pflegt und immer wieder erweitert. Die eigens dafür gegründete Abteilung des TV Bad Ems hat mittlerweile 55 Mitglieder, sagt Dr. Horst Hohn, ein Mann der ersten Stunde des Projekts. Klar, dass Katja Hammerstein und Leo den Besuchern gleich einmal das besondere Liegeradtandem vorführten. Und weil Leo wie immer so begeistert war, ging es gleich im Anschluss auf eine Runde durch Nassau.

Foto: Katja, Peter und Leo Hammerstein sind überglücklich: Mit ihrer Spende trägt die Crew des Emser Bikeparks zur Anschaffung eines speziell angepassten Trägers bei, mit dem die Familie das 30 Kilo schwere Liegeradtandem auf dem Auto transportieren kann. Foto: Carlo Rosenkranz

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