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Chorsänger erwärmen am Görresplatz mit Klassikern

Koblenz. Mitglieder der Koblenzer Gesangvereine bieten musikalische Auszeit – Auch „klingender Adventskalender“ erfreut noch bis WeihnachtenKoblenz. Vor knapp 100 Jahren nannte man den dritten Advent den „silbernen“ Sonntag, weil die Kassen der Einzelhändler entsprechend klingelten. Heutzutage hat sich der Einkaufsbummel vor allem auf den Samstag verlagert. Gleichwohl ist das vorletzte Adventswochenende ein „silbernes“ geblieben, wie ein abendlicher Spaziergang am Samstag durch die gut besuchte Altstadt zeigte.

Mitten im geschäftigen Treiben bescherten rund 40 Sänger der Koblenzer Chöre den Besuchern am Görresplatz gegen 18 Uhr eine musikalische Auszeit. Und dies zunächst mit einem kurzen Solo. Peter Pascal Pramann stimmte als „Eisbrecher“ stimmgewaltig den bekannten Weihnachtsklassiker „I‘m Dreaming of a White Christmas“ an.

Wie zuvor abgesprochen, fand er allerdings schnell Mitstreiter durch weitere Sänger und Sängerinnen aus den Koblenzer Chören. Und nicht nur das. Trotz winterlicher Temperaturen um die 5 Grad und einem gerade erst wenige Minuten zuvor endenden Nieselregen bildete sich rasch eine Zuhörerschar, die Gefallen an dem amerikanischen Weihnachtsklassiker von 1942 fand.

Und die Zuhörer durften sich auf weitere Lieder freuen. Begleitet am E-Piano von Kreischorleiter Wolfgang Fink stimmten die Chorsänger nicht nur die weihnachtlichen Klassiker „Alle Jahre wieder“, „Süßer die Glocken nie klingen“ oder „O du fröhliche“ an. Sie ermunterten auch das Publikum mitzusingen. Und das mit Erfolg. Mit einem anderen englischsprachigen Klassiker – „Jingle Bells“ – schloss schließlich das knapp halbstündige Weihnachtssingen.

Der weihnachtliche Gesang in der Innenstadt am frühen Samstagabend war keineswegs eine Eintagsfliege. Vielmehr ist er in ein Programm eingebunden, das sich über den gesamten Advent erstreckt. Peter Balmes, stellvertretender Vorsitzender des Kreischorverbands Koblenz, sagt: „Unsere Chöre laden bis zum 22. Dezember täglich zum klingenden Adventskalender ein.“

Das Adventssingen soll dabei nicht nur die Herzen erfreuen, sondern auch anderen zugutekommen. So wird bei jedem Auftritt für die Hilfsaktion „Helft uns Leben“ der Rhein-Zeitung gesammelt.Weitere Konzerte finden jeweils im Innenhof des Rathauses montags bis freitags von 18 bis 18.30 Uhr statt und kommenden Samstag und Sonntag von 15 bis 15.30 Uhr.

Foto: Ein stimmungsvolles Weihnachtskonzert gaben Koblenzer Chöre am Samstagabend auf dem Görresplatz. Foto: Karges

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Noch mehr Spendengeld als 2016 gesammelt

Zweites Adventssingen hatte enormen Zulauf

Mörschied. Die auf dem obligatorischen Spendenscheck aufgedruckte Summe hatte praktisch unmittelbar, nachdem das Foto von der Übergabe geschossen war, schon keinen Bestand mehr. Denn nachdem Eric Nisius, der im Sommer den Apachenhäuptling Winnetou mimt, verkündete, dass der Verein der Karl-May-Freilichtbühne und weiter noch einmal 100 Euro drauflegt, stand am Samstag fest: Das zweite Adventssingen Mitte Dezember hat 3700 Euro für den guten Zweck erbracht. Und mittlerweile ist die Summe sogar auf 4000 Euro gestiegen. Dieses Geld wird nun unter drei Begünstigten aufgeteilt – dem Förderverein Lützelsoon, der Stefan-Morsch-Stiftung und der Aktion HELFT UNS LEBEN der Rhein-Zeitung.

„Wir haben eine grandiose Veranstaltung erlebt“, sagte Meik Schwinn vom Organisationsteam am Samstag beim Treffen in großer Runde. Neben den Vertretern der drei Einrichtungen waren auch Landrat Matthias Schneider als Schirmherr, Herrsteins VG-Bürgermeister Uwe Weber, eine Delegation des Nationalparks, Edelsteinkönigin Anna-Lena Märker und Abgesandte der Ortsvereine sowie des Idar-Obersteiner Chors „Die Bachwagge“, die vor einem Monat Ton- und Taktgeber waren, zur Spendenübergabe gekommen.

Mit dem nun erzielten Betrag habe man das Ergebnis bei der Premiere 2016 um mehr als 1000 Euro übertroffen, informierte Schwinn. Maßgeblich dafür war, „dass wir die Besucherzahl deutlich steigern konnten, was nicht jeder so erwartet hatte“, sagte der Orga-Chef weiter. Zwischen 700 und 800 Teilnehmern, so die Schätzungen, hatten bei der zweiten Auflage der Benefizveranstaltung kräftig mitgesungen, wobei jeder von ihnen mit einem symbolischen Betrag von einem Euro bei der guten Sache auf der Freilichtbühne dabei sein konnte. Das erste Adventssingen 2016 hatte rund 500 Besucher angelockt.

Angesichts dieses Erfolges machte Schwinn deutlich, dass es auch dieses Jahr „mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit“ eine Fortsetzung der Aktion geben wird und einmal mehr Lieder wie „O du Fröhliche“ im Wilden Westen ertönen werden. Als Termin hat das Organisationsteam bereits den 15. Dezember ins Auge gefasst, ein Samstag. Landrat Schneider sagte dazu schon jetzt seine Unterstützung zu und betonte, „dass es Ideen gibt, um das Adventssingen noch attraktiver zu machen, die Freilichtbühne noch schöner zum Strahlen zu bringen und noch mehr Menschen zu der Veranstaltung nach Mörschied zu locken“.

Im Namen der Begünstigten bedankte sich Bruno Zimmer, der stellvertretende Vorsitzende der Stefan-Morsch-Stiftung. Zimmer betonte dabei, dass alle drei Organisationen auf die Unterstützung durch Spendenaktionen angewiesen seien. „In Mörschied hat man den Mut gehabt, mit viel Herzblut eine ganz tolle und erfolgreiche Veranstaltung für die gute Sache auf die Beine zu stellen“, lobte der frühere Idar-Obersteiner Oberbürgermeister. ax

Foto: Veranstalter, Teilnehmer und Vertreter der begünstigten Organisatoren trafen sich auf der Freilichtbühne Mörschied zur Spendenübergabe. Höchstwahrscheinlich wird es auch in diesem Jahr wieder ein Adventssingen in Mörschied geben. Foto: Stefan-Morsch-Stiftung

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Stern am Himmel weist den Weg nach Mörschied

Macher präsentierten Programm fürs zweite Adventssingen auf der Freilichtbühne

Mörschied. Schon die Premiere des offenen Adventssingens in Mörschied war im Vorjahr mit 500 Besuchern ein schönes Gemeinschaftserlebnis für einen guten Zweck. Damit dies auch bei der bevorstehenden zweiten Auflage am Samstag, 16. Dezember, der Fall ist und sich dann sogar ab 17.30 Uhr ein noch größerer Chor auf der sonstigen Heimstatt von Winnetou und Old Shatterhand, nämlich der Karl-May-Freilichtbühne im Nationalparkort Mörschied, versammelt, haben sich die Organisatoren einiges einfallen lassen.

Über den aktuellen Stand der Vorbereitungen und den geplanten Programmablauf der Benefizveranstaltung, die in das Geschehen beim Mörschieder Weihnachtsmarkt eingebettet ist, informierten die Macher am Samstag in großer Runde. Mehr als 60 Teilnehmer waren bei diesem Termin dabei.

Dazu zählten unter anderem der Schirmherr, Landrat Matthias Schneider, sowie weitere Akteure aus der Politik wie der Landtagsabgeordnete Hans Jürgen Noss und der Herrsteiner VG-Bürgermeister Uwe Weber. Hinzu kamen die Vertreter der Gemeinde und Ortsvereine sowie der diversen Sponsoren. Besonders begrüßt wurden von Marktmeister Meik Schwinn jedoch die Abordnungen der drei Institutionen, denen das offene Adventssingen 2017 zugutekommen soll.

Denn mit der Wohltätigkeitsveranstaltung werden Spendengelder für den Förderverein Lützelsoon, der krebskranke und notleidende Kinder sowie deren Familien unterstützt, die Birkenfelder Stefan-Morsch-Stiftung, die sich als Deutschlands älteste Stammzellenspenderdatei dem Kampf gegen die Leukämie verschrieben hat, und last but not least für die Initiative HELFT UNS LEBEN, mit der sich die Rhein-Zeitung für Kinder und Familien in Not engagiert, gesammelt.

Im Vergleich zur erfolgreichen Erstauflage haben die Mörschieder ihr diesjähriges Adventssingen um eine „besondere Attraktion erweitert“, betonte Jürgen Römer, Ideengeber und Mitglied des Organisationsteams. Vor Beginn des eigentlichen Benefizkonzerts ist eine Sternwanderung zur Karl-May-Freilichtbühne geplant. Dafür gibt es um 15 Uhr drei Treffpunkte – und zwar das Marktgelände in Veitsrodt, das Bürgerhaus in Kempfeld und das VG-Rathaus in Herrstein. Von dort aus geht es ab 15.30 Uhr für die Jungen und Mädchen der Grundschule Idarbachtal, der Grundschule Kempfeld und der IGS Herrstein/Rhaunen, aber auch für alle anderen, die mitmarschieren möchten, unter Begleitung von Nationalparkvertretern in Richtung Mörschied.

Bachwagge sind Taktgeber

Der Weg dorthin wird den Wanderern dabei von einem hellen Strahl gewiesen. Denn dank des Fördervereins Deutsche Edelsteinstraße wird auf der Freilichtbühne von einer Spezialfirma ein Gerät installiert, mit dem in 7,5 Kilometer Höhe ein großer Weihnachtsstern im Abendhimmel projiziert werden kann. Nach ihrem Eintreffen beginnt gegen 17.30 Uhr das Adventssingen auf der Freilichtbühne, wobei selbstverständlich ausdrücklich auch Sänger willkommen sind, die vorher nicht mitgewandert sind. Ton- und Taktgeber des etwa 45-minütigen Singens „für jedermann, also egal, ob alt oder jung“ (Römer), ist in diesem Jahr der Idar-Obersteiner Chor der Bachwagge. Als Moderator fungiert der frühere Herrsteiner VG-Chef Klaus Beck. Mit der Teilnahme am Adventssingen verbunden ist eine Spende von 1 Euro. „Natürlich freuen wir uns aber im Sinn der drei begünstigten Initiativen über jeden, der einen höheren Betrag gibt“, betont Römer.

Wie im Vorjahr erwartet den auf den Zuschauerrängen versammelten Chor auch diesmal der Anblick eines Riesenadventskranzes mit einem Durchmesser von 15 Metern und vier Feuertonnen, den der im Ort beheimatete Nationalparkranger Oliver Groß auf dem Gelände, wo sonst Cowboys und Indianer im wilden Westen spannende Abenteuer erleben, aufbauen wird. Nach dem Singen erhält jedes Kind ein kleines Geschenk vom Nikolaus, dem in Mörschied allerdings nicht Knecht Ruprecht, sondern Winnetou, Old Shatterhand und Edelsteinkönigin Anna-Lena Märker assistieren werden.

Kostenloser Shuttleservice

Für die Sternwanderer wird von 19.30 bis 20.30 Uhr ab dem direkt benachbarten Sportplatzparkplatz ein kostenloser Shuttlebus eingesetzt, der sie zurück zu den Ausgangsorten bringt. Natürlich wird aber keiner daran gehindert, noch etwas länger auf dem Mörschieder Weihnachtsmarkt zu verweilen, der bereits um 13 Uhr beginnt und wie gewohnt mit einem breiten Angebot an Essen, Getränken und selbst gemachten Artikeln passend zur Adventszeit im Westerndorf mit seinen Hütten vor der Freilichtbühne stattfindet. Reiner Schell vom Vorstand der Stefan-Morsch-Stiftung kündigt zudem an, dass ab etwa 16 Uhr eine Typisierungsaktion geplant ist, an der sich Menschen im Alter von 18 bis 40 Jahren beteiligen können.

Bleibt nach dem großen Pressetermin schließlich nur noch eins festzuhalten: Den Veranstaltern kann man nur wünschen, dass sie am 16. Dezember vom fiesen, nasskalten Wetter, das am Samstag herrschte, verschont bleiben, und die besinnliche Benefizaktion stattdessen bei trockenen Bedingungen vor stimmungsvoller Kulisse über die Bühne gehen kann. ax

Foto: Vor der Kulisse, vor der sonst Winnetou und Old Shatterhand ihre Abenteuer erleben, haben mehr als 60 Akteure die Werbebanner für das zweite offene Adventssingen auf der Karl-May-Freilichtbühne in Mörschied präsentiert. Foto: Reiner Drumm

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Im Wilden Westen erklingen Weihnachtslieder

Was Besucher am 16. Dezember beim zweiten Adventssingen in Mörschied alles erwartet

Mörschied. „O Tannenbaum“ statt „Tal des Todes“ und „Süßer die Glocken nie klingen“ statt „Schatz im Silbersee“: Die für ihre sommerlichen Karl-May-Festspiele bekannte Freilichtbühne Mörschied verwandelt sich am Samstag, 16. Dezember, zum zweiten Mal in eine Konzertarena. Nach der erfolgreichen Premiere 2016 mit einem rund 500-köpfigen Chor steht dann im Rahmen des Weihnachtsmarkts in der Nationalparkgemeinde ab 17.30 Uhr das zweite offene Adventsingen auf dem Programm.

Wo sonst Apachenhäuptling Winnetou und sein Blutsbruder Old Shatterhand gegen böse Bleichgesichter und rachsüchtige Rothäute kämpfen, Gewehrschüsse knallen und es heftige Explosionen gibt, erwartet die Besucher am dritten Adventswochenende erneut eine stimmungsvolle Kulisse für eine besinnliche Benefizaktion, bei der der frohe Schall schöner Weihnachtslieder durch die Luft tönt. Die Planungen für die zweite Auflage des Adventssingens, das auch diesmal als ein generationenübergreifendes Gemeinschaftserlebnis gedacht ist, sind seit September in die heiße Phase übergegangen. Das Organisationsteam um Jürgen Römer, Marktmeister Meik Schwinn sowie Vertreter der Gemeinde und sämtlicher Ortsvereine hat die Grundzüge für den Ablauf der Veranstaltung bereits festgezurrt. Viele bewährte Elemente werden beibehalten, es gibt aber auch einige Neuerungen.

Die wichtigste besteht darin, dass vor dem Beginn des eigentlichen Adventssingens eine Sternwanderung zur Karl-May-Freilichtbühne geplant ist. Von drei Startpunkten aus können sich die Besucher ab 15.30 Uhr auf den Weg nach Mörschied machen: Herrstein (an der VG-Verwaltung), Kempfeld (Festplatz/neues Gemeindehaus) und Veitsrodt (Marktgelände) sind die Treffpunkte.

„Prominenz“ am Start

Jede Tour wird von Vertretern des Nationalparks und von Wanderpaten begleitet. Auf der Strecke ab Herrstein sind es VG-Chef Uwe Weber und der Landtagsabgeordnete Hans-Jürgen Noss, ab Kempfeld Edelsteinkönigin Anna Lena Märker und ab Veitsrodt Landrat Matthias Schneider, der auch Schirmherr des Adventssingens ist.

Schon sicher ist, dass auf freiwilliger Basis Schüler der Idarbachtalschule Tiefenstein (ab Veitsrodt), der Grundschule Kempfeld und der IGS Herrstein/Rhaunen nach Mörschied aufbrechen werden. Großen Wert legt Jürgen Römer auf die Feststellung, dass auch die Teilnahme von Erwachsenen, von Vereinen und Firmen ausdrücklich erwünscht ist, „Jeder, egal, ob alt oder jung, ist eingeladen, mitzuwandern und später auch mitzusingen“, betont er.

Ähnlich, wie es in der biblischen Weihnachtsgeschichte der Stern von Bethlehem tut, wird am 16. Dezember ein helles Licht den Teilnehmern der drei Wanderungen den Weg zu ihrem Ziel weisen. Denn auf der Freilichtbühne werden von einer Spezialfirma Geräte für einen Laserstrahl installiert, der hoch in den Himmel leuchtet. Möglich wird diese Aktion durch das Sponsoring durch den Förderverein der Deutschen Edelsteinstraße um den Vorsitzenden Martin Schupp. Keiner der Wanderer muss sich zudem Gedanken machen, wie er nach dem Adventssingen und dem anschließenden Besuch des Mörschieder Weihnachtsmarkts, der im zur Freilichtbühne gehörenden Westerndorf mit seinen Hütten stattfindet, wieder zu seinem Ausgangsort zurückkommt. „Dank der Firma Bohr können wir einen kostenlosen Bustransfer nach Herrstein, Kempfeld und Veitsrodt anbieten“, sagt Römer. Zwischen 19 und 21 Uhr werden die Busse unterwegs sein.

Geplant ist, dass die Teilnehmer der jeweiligen Wandergruppen nach dem Eintreffen gemeinsam ihre Plätze auf der Tribüne einnehmen, wobei ihr Einzug vorher vom Moderator der Veranstaltung, dem früheren Herrsteiner VG-Bürgermeister Klaus Beck, den anderen Besuchern angekündigt wird. Anders als bei der Premiere 2016, als der Musikverein Mörschied diesen Part übernahm, fungieren am 16. Dezember die Sänger der Idar-Obersteiner Bachwagge als Ton- und Taktgeber. Sie werden zusammen mit dem Publikum im etwa 45 Minuten dauernden Programm rund 15 bekannte Lieder anstimmen.

Als besonderes Dekorationselement wird der im Ort lebende Nationalparkranger Oliver Groß erneut seinen Riesen-Adventskranz mit einem Durchmesser von 15 Metern auf dem Gelände der Freilichtbühne aufbauen. Alle Kinder erhalten nach Ende des Adventsingens von Nikolaus, Winnetou, Old Shatterhand und der Edelsteinkönigin ein kleines Geschenk. Eintritt wird für die Teilnahme an der Veranstaltung nicht verlangt.

Spenden für guten Zweck

Die Organisatoren hoffen aber darauf, dass die Besucher sehr spendierfreudig sind. Das eingesammelte Geld dient der guten Sache und soll diesmal unter drei Begünstigten aufgeteilt werden. Neben dem Förderverein Lützelsoon, der krebskranke und notleidende Kinder sowie deren Familien unterstützt und bereits 2016 von der Mörschieder Benefizaktion profitierte, werden in diesem Jahr auch die Birkenfelder Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands älteste Stammzellenspenderdatei, die sich dem Kampf gegen die Leukämie verschrieben hat, und die Initiative HELFT UNS LEBEN, mit der sich die Rhein-Zeitung für Kinder und Familien in Not engagiert, mit Spendengeldern bedacht.

Sollte man wie bei der Premiere Glück mit dem Wetter haben, dann halten es sowohl Römer als auch Schwinn für realistisch, dass die zweite Auflage des Adventssingens noch mehr Besucher anlockt und man mit etwa 700 Zuschauern und Mitsängern auf der Tribüne rechnen kann. Einen positiven Effekt hat die Veranstaltung schon jetzt für den Mörschieder Weihnachtsmarkt. Denn war dieser in der Vergangenheit manchmal eine doch recht maue Angelegenheit, ist es inzwischen so, dass das Marktgelände voll ausgebucht ist und Schwinn nicht für alle Standbetreiber, die Interesse an einer Teilnahme zeigten, genug Platz zur Verfügung hat.

Foto: Viele bewährte Elemente werden beibehalten, es gibt aber auch einige Neuerungen beim zweiten Adventssingen in Mörschied: So wird es eine Sternwanderung von Herrstein, Kempfeld und Veitsrodt aus geben. Foto: Hosser (Archiv)

https://helftunsleben.de/im-wilden-westen-erklingen-weihnachtslieder/

Rekordergebnis für einen guten Zweck

Nieverner spenden 868 Euro aus dem traditionellen Adventssingen an RZ-Aktion HELFT UNS LEBEN

Nievern. Ruhe finden, zur Besinnung kommen, Musik genießen und das alles für einen guten Zweck: Das Adventssingen in Nievern ist eine tolle Aktion und längst eine lieb gewonnene Tradition. Zum 25. Mal ging das vorweihnachtliche Konzert der Nieverner Sänger in der Pfarrkirche St. Katharina über die Bühne – ein echtes Jubiläum, über das sich Kulturfreunde und hilfsbedürftige Menschen gleichermaßen freuen dürften. Seit vielen Jahren nämlich spenden die Organisatoren die Einnahmen an die Hilfsaktion unserer Zeitung, HELFT UNS LEBEN. Dieses Jahr widmeten die Nieverner ihre Veranstaltung einem HELFT-UNS-LEBEN-Projekt, das die Herzen der Menschen im vergangenen Jahr besonders berührt hat: die Aktion für die Familie von Vanessa Heymann. „Das Schicksal der Arzbacher Familie hat uns sehr bewegt“, gesteht der Nieverner Ortsbürgermeister Lutz Zaun.

Eigentlich hätte im Dezember ein Fußballspiel zwischen Nievern und Arzbach stattfinden sollen, dessen Einnahmen für die Familie des schwerst behinderten Mädchens bestimmt waren. Der Fußballverband hatte aber sämtliche Spiele wegen der schlechten Wetterlage abgesagt. Und weil Nievern sich damit nicht an der Spendenaktion für Vanessa beteiligen konnte, beschlossen die Organisatoren kurzerhand, die Einnahmen des Adventssingen über HELFT UNS LEBEN speziell für Vanessa zu spenden. „So konnte wir doch noch unseren Anteil beitragen“, freut sich Zaun. Wenn Hilfe gebraucht werde, müsse man zusammenstehen. Und passend zum Jubiläum der Aktion kam die Spitzensumme von 868 Euro zusammen. „Das ist Rekord“, sagt Gerd Gilles, der jedes Jahr in Absprache mit den Chor- beziehungsweise Ensembleleitern das Programm zusammenstellt. Zur Spendenübergabe in unserer Redaktion gesellte sich auch die Ortsbürgermeisterin von Arzbach, Marlene Meyer, die sich ausdrücklich für das Engagement der Nieverner bedankte.

Seinen Anfang nahm das Adventssingen 1990. Nachdem der MGV Cäcilia unter der Leitung von Ottmar Schmidt zwei Jahre zuvor an verschiedenen Orten der Gemeinde die Weihnacht eingesungen hatte, verlegte man das Konzert in die schöne Pfarrkirche mit dem Anspruch, aus der Idee eine Tradition zu machen (und um dem ungewissen Wetter ein Schnippchen zu schlagen). Die ersten Mitwirkenden waren der Männergesangverein, der Kirchenchor, der Kolping-Singkreis und die Flötengruppe. Zwischen den Auftritten trugen damals wie heute Mitglieder der Kolpingsfamilie besinnliche Texte vor, die unter der Federführung von Diakon Bernhard Müller ausgesucht werden.

Die drei Nieverner Gesangsgruppen waren auch beim jüngsten Adventssingen wieder mit von der Partie – der MGV natürlich mittlerweile mit dem üppigen MGV Cäcilia 1862 Nievern/Gemischter Chor Belcanto. Außerdem bereicherten Musica Miellahno und Septime aus Miellen sowie das Bläserensemble des Musikvereins Niedermeilingen das Konzert. Alle Musiker verzichten übrigens auf Gage für den guten Zweck. Bei einem gemütlichen Tässchen Glühwein, organisiert vom Sportverein Hertha Nievern, ließen die Besucher das adventliche Ereignis ausklingen. „Das war wieder eine richtig schöne, runde Sache“, resümiert Ortschef Zaun.

Foto: Sattes Sümmchen – der Nieverner Ortschef Lutz Zaun (links) und Gerd Gilles (rechts) überreichten den Spendenscheck für HELFT UNS LEBEN an RLZRedakteurin Michaela Cetto (2. von rechts). Die Arzbacher Ortschefin Marlene Meyer freute sich, dass die Spende an eine Familie aus ihrer Ortsgemeinde geht. Foto: Andreas Jöckel

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