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Weihnachtshaus: 40 000 Lichter tanzen wieder

Neuwied. Tunken und föhnen. Tunken und föhnen. Tunken und föhnen. 2500-mal. Es war nicht die spannendste Beschäftigung, die sich Meikel Rockenfeller und Felix Jung für die voradventliche Zeit ausgesucht hatten. „Aber es half ja nichts. Es sah nicht mehr schön aus“, kommentiert Rockenfeller achselzuckend die Arbeit von zweieinhalb Tagen, an denen die beiden jungen Männer rote Lämpchen einzeln und per Hand nachgefärbt haben. 2500 Stück. „Wir schmücken ja jedes Jahr ab und dabei verlieren sie immer ein wenig“, erklärt er die Aktion und bilanziert nach dem Testlauf am Sonntagabend zufrieden: „Das Ergebnis jetzt kann sich wieder sehen lassen.“

Das gilt umso mehr, als die 400 Lämpchen, die die Macher des seit Jahren überregional bekannten Weihnachtshauses ausgetauscht haben, auch perfekt funktionierten. Und das ist keine Selbstverständlichkeit. Denn bei den professionellen Lichterketten, die sie in Feldkirchen aufhängen, zieht man die Lämpchen nicht einfach heraus und steckt eine Ersatzbirne wieder ein. „Sie müssen herausgeschnitten und neu verlötet werden“, berichtet Rockenfeller. Und macht man das nicht, funktioniert die ganze Kette nicht mehr. So jedoch können bei den insgesamt 18 Shows (siehe Auslagerung unten rechts) wieder mehr als 40 000 Lichter zur Musik tanzen.

Und das für einen guten Zweck. Denn erneut stellen Rockenfeller, Jung und ihr Helferteam Spendenboxen für die Rhein-Zeitungs-Initiative HELFT UNS LEBEN (HUL) auf. „Das ist für uns mittlerweile selbstverständlich. Wir finden die Aktion klasse, weil sie so transparent ist. Wir können ja immer wieder lesen, dass mit unseren Geldern bedürftigen Menschen in unserer Region geholfen wird“, sagt Rockenfeller.

In diesem Jahr dürfen sich die Beteiligten übrigens auf den Durchbruch einer Schallmauer freuen: Denn die 50 000-Euro-Grenze steht kurz vor dem Fall. Möglich ist das auch, weil Rockenfeller und Jung viel aus der eigenen Tasche bezahlen und die Besuchern spendenfreudig sind, weil sie keinerlei Eintritt bezahlen müssen und selbst den Glühwein beziehungsweise Kinderpunsch kostenlos bekommen. Zudem gibt es einige Unterstützer aus der Wirtschaft: Die Neuwieder Stadtwerke stellen den notwendigen Ökostrom und auch einen Steiger für den Aufbau zur Verfügung, Rewe Müller sponsert die Getränke und „Haugwitz Design“ die Mediengestaltung.

Foto: 40 000 Lichter tanzen bei den Shows am Feldkirchener Weihnachtshaus zur Musik. Damit das auch gut aussieht, haben Felix Jung und Meikel Rockenfeller in diesem Jahr allein 2500 rote Lämpchen einzeln per Hand nachgefärbt. Foto: Jörg Niebergall

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