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1549 Kilometer auf dem Weg zum Mond geschafft

 Aktion des Lauftreffs ist gestartet

Cochem. 24 Stunden lang haben Läufer aus Cochem und der Region im Cochemer Stadion Kilometer gesammelt – und beeindruckende Leistungen erbracht. Die Aktion Mondlauf des Cochemer Lauftreffs war der Startschuss für ein zweijähriges Projekt, das Menschen zu mehr Bewegung animieren soll. Und das funktioniert schon zu Beginn. Mehr als 1500 Kilometer haben die Teilnehmer innerhalb von 24 Stunden zurückgelegt.

Dietmar Mintgen aus Nickenich läuft nicht, er geht – aber das ganz schön schnell. Und vor allem ausdauernd. Erst am vergangenen Mittwoch hat der 63-Jährige von der Veranstaltung gelesen und sich sofort angemeldet. „Solche Benefizläufe sind einfach herrlich“, sagt Mintgen, der sich seit 20 Jahren auf lange Strecken spezialisiert hat. Er hat sich vorgenommen, die ganze Nacht hindurch im Cochemer Stadion Kilometer zu sammeln.

Karl-Heinz Schmitz hat seinen Enkel Lois zu der Aktion motiviert. Der Cochemer trainiert mit dem Neunjährigen, sechs Runden sind bereits geschafft. „Ich bin mit meinen 74 Jahren bestimmt der älteste Teilnehmer hier“, sagt Schmitz. Lois versucht sich nun neben dem Fußball auch auf der Tartanbahn.

Dutzende Gruppen haben sich beim Lauftreff angemeldet, auch das Kloster Ebernach ist mit 16 Läufern dabei. David Montanus hat 13 Runden geschafft, „das war ganz schön anstrengend“, sagt der junge Mann und präsentiert stolz seine Urkunde. Die Aktion Mondlauf soll auch die Inklusion fördern. Peter Raueiser, einer der Laufbetreuer, freut sich, dass eine so große Gruppe aus Ebernach mit dabei ist.

Ebenfalls unterwegs sind auch Mitarbeiter vieler Cochemer Firmen und Vereine. Kreisverwaltung, Banken, Musikvereine, Feuerwehr, Versicherungen, Ärzte: Sie alle unterstützen die Benefizaktion, bei der auch Spenden für HELFT UNS LEBEN, eine Initiative der Rhein-Zeitung, gesammelt werden. Insgesamt legen die Teilnehmer 3874 Stadionrunden zurück, das sind 1549 Kilometer.

Unangefochten die längste Strecke hat am Ende Dietmar Mintgen vom „100 Marathon Club“ zurückgelegt. 80,4 Kilometer stehen auf seiner Zählkarte, 201 Runden. Beeindruckend, bis in den frühen Morgen. Doch nicht die sportlichen Ergebnisse, sondern die Gemeinschaft stand im Vordergrund. Senioren haben auf Krücken und mit dem Rollator ihren Teil beigetragen, die Teilnehmer konnten erleben, wie man sich im Rollstuhl oder als Sehbehinderter bewegt. Der Musikverein Cochem legte einen Marathon musizierend zurück. Stadtbürgermeister Wolfgang Lambertz füllte als Schirmherr um 3 Uhr eine Lücke im Laufplan und Harry Ahler von der Spielvereinigung half fast 24 Stunden am Stück bei der Aktion mit. „Es war alles dabei, was wir uns erhofft haben“, sagte Peter Raueiser.

Foto: 24-Stunden-Mondlauf im Cochemer Stadion. Der Lauftreff Cochem startet seine zweijährige Laufaktion. Foto: Kevin Rühle

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