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Traktorfreunde motivieren zu Spenden

Hillscheid. Wegen der Corona-Pandemie konnten die Traktorfreunde Kannenbäckerland Anfang dieses Jahres in Hillscheid keine Weihnachtsbaumsammlung durchführen. „Aber das Virus hat uns nicht daran gehindert, einen Spendenaufruf zugunsten von HELFT UNS LEBEN, der Initiative der Rhein-Zeitung, zu starten“, berichten sie.Jeder Teilnehmer konnte einen beliebigen Betrag auf ein eigens eingerichtetes Sonderkonto einzahlen. „Wir haben Spendendosen an verschiedenen Stellen in Hillscheid aufgestellt und festgestellt, dass die Hillscheider auch in diesem Jahr ein großes Herz besitzen und für hilfsbedürftige Menschen gespendet haben, obwohl sie ihren Weihnachtsbaum leider selbst entsorgen mussten“, schreiben die Traktorfreunde.Und so kam ein sehr bemerkenswertes Sammelergebnis zustande: 746 Euro wurden auf das Konto von HELFT UNS LEBEN überwiesen. Dort war man hoch erfreut. Die Verantwortlichen versicherten dem Verein, dass jeder Cent zweckgebunden verwendet wird. „Wir danken allen Spendern“, betonen die Traktorfreunde und fügen an: „Wir sind zuversichtlich, dass wir 2022 wieder in Hillscheid zur Weihnachtsbaumsammlung aufrufen können, und sind sicher, dass die Hillscheider Bären dann wieder eine ebenso große Hilfsbereitschaft zeigen werden.“

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Die Heymanns bleiben optimistisch

Arzbach. Rund fünf Jahre ist es her, seit HELFT UNS LEBEN (HUL) erstmals Kontakt mit Familie Heymann aufgenommen hat. Seitdem ist einiges geschehen. Die Unterstützung der Initiative unserer Zeitung hat den Arzbachern ein großes Stück mehr Lebensqualität beschert, denn Tochter Vanessa ist schwerstbehindert und auf helfende Hände angewiesen. Unterkriegen lassen sich die Heymanns davon aber keinesfalls – das wurde auch bei einem ungewöhnlichen Besuch wieder ganz deutlich.

Die „Hexe“, wie Vanessa liebevoll genannt wird, lacht und freut sich, als Christian Baldauf sie herzlich begrüßt. Der CDU-Spitzenkandidat für die rheinland-pfälzische Landtagswahl im kommenden März wollte die wichtige Arbeit des Vereins HELFT UNS LEBEN einmal vor Ort erleben. Er wollte sehen, wie die Menschen in schwierigen Lagen Beistand erfahren, wie ihnen Mut gemacht wird. Diesen Wunsch hatte Baldauf bei einem Gespräch mit Manuela Lewentz-Twer im vergangenen Herbst geäußert und stieß damit auf offene Ohren. Die Vorsitzende des Vereins freut dieses Interesse sehr, wie sie bei dem wegen Corona eingeschränkten Treffen in Arzbach betont. Eine solche Aufmerksamkeit sei wichtig, erklären Manuela Lewentz-Twer und Geschäftsführer Hans Kary, „weil sie wiederum HELFT UNS LEBEN und damit den Menschen zugutekommt“.

Die Corona-Pandemie hat Folgen, und die sind auch bei HELFT UNS LEBEN deutlich zu spüren. In seinen monatlichen Sitzungen beschäftigt sich der HUL-Vorstand verstärkt mit Anfragen nach Lebens- oder Sachmittelgutscheinen. Nicht wenige Menschen, so ist die Beobachtung, geraten durch die aktuelle Situation in Not. Das Team von HELFT UNS LEBEN steuert dagegen – und das ehrenamtlich. Gerade deshalb erwartet Manuela Lewentz-Twer mehr Unterstützung vonseiten der Politik, schließlich könnten Hilfsorganisationen nicht alles abfangen, was an anderer Stelle versäumt werde. Mit Christian Baldauf haben Manuela Lewentz-Twer und ihr Team einen Mitstreiter. Beim Besuch im Rhein-Lahn-Kreis konnte der Politiker nun einmal hautnah miterleben, wie der große Einsatz von HELFT UNS LEBEN wirkt. Das hat ihn in seiner Einschätzung bestärkt: „Ich finde es super, was ihr hier macht“, lobt Baldauf. Die Unterstützung, die Familien immer wieder erfahren, sei von unschätzbarem Wert. „Man kann das Gefühl gar nicht beschreiben, weil man so dankbar ist“, sagt Vater Michael Heymann.

Die inzwischen 20-jährige Vanessa ist durch einen Sauerstoffmangel seit der Geburt stark beeinträchtigt und auf intensive Betreuung angewiesen. Die Freude am Leben und den optimistischen Blick in die Zukunft lassen sich die Arzbacher davon aber nicht nehmen. Sicher gebe es manchmal auch schwierige Phasen, sagt Vater Michael, „aber für uns ist das ganz normal“. „Ich bin begeistert, wie ihr mit Vanessa umgeht“, sagt Christian Baldauf anerkennend.

Heymanns sind eine „normale“ Familie. Beide Elternteile gehen arbeiten. Michael ist im Rettungswesen tätig. „Wir müssen keinen Hunger leiden“, sagt er. Trotzdem bedarf es einer großen Disziplin, das Leben zu stemmen. Einschränkungen gehören zum Alltag. Das Wesentliche zählt. Gewürdigt werde dieser enorme Einsatz allerdings nicht immer. Gerade Behörden und Institutionen legten mitunter Steine in den Weg. Das ist zumindest die Beobachtung, die Familie Heymann gemacht hat. Zusatzleistungen von Krankenhäusern werden demnach trotz offensichtlichem Bedarf abgelehnt, die Bürokratie verlangt zudem unzumutbare Formulare. Das notwendige Gefühl bei Verwaltungen fehlt manchmal, weiß auch Baldauf – und unkomplizierter müsste es zugehen. Die Heymanns haben über die Jahre gelernt, damit umzugehen. Corona macht die Situation aber nicht einfacher.

Vanessa ist normalerweise in der Tagesbetreuung der Stiftung Scheuern untergebracht. Aktuell kommt jedoch ein Pflegedienst, um die junge Frau zu versorgen. Alle sind viel zu Hause. „Homeschooling macht keinen Spaß“, sagt die zweite Tochter der Heymanns, Saphira, die wie die meisten Zwölfjährigen ihre Freunde vermisst. Der Urlaub, der erst mit dem von HELFT UNS LEBEN gesponserten Minibus ermöglicht wurde, fiel vergangenes Jahr aus. Das, was andere durchleben, ist für Familien wie die Heymanns noch einmal schwieriger. Doch sie sind, wie sie sind – und dazu gehört eben eine gehörige Portion positiven Denkens. „Es ist ein Licht am Ende des Tunnels zu erahnen“, sagt Michael mit Blick auf die Impfungen. Er und Vanessa haben den wichtigen Piks bereits erhalten. Ein Schritt hin zur Normalität. Dass die möglichst bald wieder einkehrt, wünschen sich alle – und der nächste Besuch von Christian Baldauf soll dann nicht von Masken und Abstandsregeln geprägt sein, sondern eher von einer herzlichen Umarmung.

Foto: Eine große Tafel Dankeschönschokolade überreichte Christian Baldauf (2. von rechts) beim Besuch der Familie Heymann. Das Team von HELFT UNS LEBEN mit Manuela Lewentz-Twer und Hans Kary hat die Arzbacher in den vergangenen Jahren unterstützt. Foto: Markus Eschenauer

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Die Menschen in unserer Region liegen uns am Herzen

Koblenz. Woche für Woche sind unsere Teams von HELFT UNS LEBEN im Einsatz und kümmern sich um die Menschen im Verbreitungsgebiet unserer Tageszeitung, denen es nicht so gut geht. Bedingt durch einen Unfall, eine Krankheit oder den Verlust eines geliebten Menschen kann sich das Leben dramatisch verändern. So oft wie in den vergangenen Monaten wurden wir noch nie nach Lebensmittelgutscheinen gefragt. Speziell zu diesem Thema haben wir den Kontakt zu Vertretern aller Parteien im Landtag gesucht. Christian Baldauf hat reagiert und kam zu einem Gespräch nach Koblenz. Im Grunde ist es die Aufgabe der Politik, diesen traurigen Zustand zu verändern. Der Vorstand von HELFT UNS LEBEN hat sich um die Anfragen gekümmert und geholfen, wo Not war. Inzwischen haben wir gute Partner, mit denen HELFT UNS LEBEN zusammenarbeitet. Hier können wir uns beispielsweise darauf verlassen, dass für einen Gutschein kein Alkohol oder Tabak erworben werden kann.

Thema Hausbesuche

Aktuell müssen unsere Teams wieder auf Videoschaltungen zurückgreifen, um die Menschen zu sehen und einen Eindruck von den Lebensumständen zu erhalten. Am Beispiel von Herrn Kary (Geschäftsführer von HELFT UNS LEBEN) und Manuela Lewentz-Twer (Erste Vorsitzende) möchten wir Ihnen, unseren Lesern und Spendern, zeigen, wie unsere Arbeit in Zeiten von Corona verläuft. „Selbstverständlich helfen wir den Menschen auch in der gerade für uns alle sehr schwierigen Zeit“, so Lewentz-Twer. „Zurzeit ist unser Computer ein wichtiges Verbindungsmittel zu den Familien. Hier erhalten wir einen kleinen Eindruck, können die Menschen sehen und sprechen“, betont Hans Kary. Das Leid vieler Familien ist während der Pandemie noch verschlimmert worden. Depressionen treten verstärkt auf, ebenso körperliche Anzeichen von Überlastung bei Angehörigen. Behinderte Kinder sind im Regelfall über den Tag in speziellen Einrichtungen zur Förderung untergebracht. Jetzt aber müssen sie zu Hause betreut werden, rund um die Uhr. „Unsere Familien leisten ein Höchstmaß an Einsatz. Körperlich wie psychisch“, erklärt Lewentz-Twer, und Hans Kary betont: „Kinder oder Angehörige mit Behinderung müssen sehr oft mitten in der Nacht betreut werden. Nicht nur der Gang zur Toilette, sondern auch das Wechseln spezieller Windeln sorgt dafür.“

Mit der Unterstützung auch von unseren Redakteuren, die uns Auskunft erteilen über Wohnverhältnisse der Antragsteller, können wir einen besseren Einblick gewinnen. „Unsere Redakteure vor Ort kennen die meisten Menschen, und jetzt, wo wir nicht selbst die Familien aufsuchen dürfen, müssen wir Rücksprache halten.“ Unisono ist dies für Manuela Lewentz-Twer und Hans Kary sehr wichtig. Die Spenden werden nur nach Absprache im Team zum Einsatz gebracht. „Wir gehen mit Verantwortung mit den Spenden um, die unsere Leser uns anvertrauen“, hebt Lewentz-Twer hervor. Für Hans Kary ist es wichtig, auch jetzt weiter aktiv zu sein. „Viele Briefe erreichen uns. Immer wieder dürfen wir lesen, dass unsere Hilfe ein Leben zum Positiven verändern konnte. Wir bringen Mut und neue Kraft zu den Menschen.“

Die Anschaffung von Fahrzeugen, die behindertengerecht umgebaut werden, ist kostenintensiv. „Hier achten wir jedoch darauf, dass Kosten und Nutzen im Einklang stehen. In den meisten Fällen können wir auf gebrauchte Fahrzeuge zurückgreifen“, so Lewentz-Twer. „Ein gutes gebrauchtes Auto bringt den gewünschten Effekt, die Menschen sind wieder mobil und können Arzttermine oder den Besuch der Familie damit bewältigen.“

Hans Kary liegt es noch am Herzen zu betonen: „Wir arbeiten ehrenamtlich. Kosten, etwa für die Werbung oder Flyer, trägt der Mittelrhein-Verlag. Die aktiven Mitglieder vor Ort, die sich um die Menschen in Not kümmern, arbeiten unentgeltlich. Ihre Spenden kommen eins zu eins bei den bedürftigen Menschen an und bringen Linderung und Hoffnung in das Leben.“

„Natürlich freuen wir uns schon auf den Tag, wo wir wieder die Menschen persönlich zu Hause aufsuchen dürfen“, so Hans Kary und Lewentz-Twer mit Blick in die Zukunft.

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Dieses Geschenk ist einfach unbezahlbar

Dausenau. „Ich glaube, dieses Mal werden die Spielsachen total nebensächlich sein“, mutmaßt Tanja Lichius – und dürfte damit zu 100 Prozent richtig liegen. Denn für die Kinder und Jugendlichen des Sozialpädagogischen Hauses Waldesruh in Dausenau, dessen Leiterin sie ist, zählt in diesem bizarren, von Corona gebeutelten Jahr an Weihnachten vor allem eines: zumindest eine Zeit lang mit den Eltern zusammen zu sein.Umso mehr, als lange unklar war, ob dies überhaupt möglich wäre. „Sie werden nicht glauben, in was für glückliche Kindergesichter ich geschaut habe“, beschreibt Tanja Lichius den Moment, in dem bekannt wurde, dass die Regeln des zweiten harten Lockdowns solche Kontakte zulassen würden, und fügt hinzu: „Direkt nach der Ministerpräsidentenkonferenz habe ich die Eltern angerufen und durchs Telefon regelrecht ihre Freudentränen gespürt.

“Ein echtes Weihnachtsgeschenk also, das unbezahlbar ist und viel mehr wiegt als das angesagteste Handy oder die coolste Playstation. Aber auch ein ziemlich hart erarbeitetes Weihnachtsgeschenk: „Um das Corona-Risiko so gering wie möglich zu halten, hat es bei uns bereits seit dem Beginn des Teil-Lockdowns Anfang November keine Elternkontakte und keine Teilnahme an Vereinsangeboten mehr gegeben “, berichtet Tanja Lichius, die sich die Aufgaben der Heimleitung mit ihrem Bruder Mike Lichius teilt. „Er kümmert sich um die Verwaltung und die technischen Dinge, während ich für die pädagogische Leitung zuständig bin“, erläutert sie.

Apropos keine Kontakte: Die beiden Geschwister sind sich darin einig, dass den Eltern der in der Einrichtung betreuten Kinder und Jugendlichen in diesem Zusammenhang ein dickes Lob gebührt: „Obwohl sie das Recht gehabt hätten, ihre Kinder zu sehen, haben sie gesagt: ‚Es fällt uns zwar schwer, aber damit wir dann an Weihnachten mit ihnen zusammen sein können, tragen wir diese Regelung mit.’“ So fahren jetzt also einige der Kinder an Weihnachten nach Hause, bei anderen kommen die Eltern zu Besuch nach Dausenau. Logisch, dass das Einhalten der Corona-Hygieneregeln dabei oberste Priorität besitzt. Unter anderem wird der für die maximal zweistündigen Treffen vorgesehene Raum nach jedem Besuch gründlich gelüftet und desinfiziert.

Und wie wird das Weihnachtsfest in „der Waldesruh“ im Corona-Jahr 2020 sonst so über die Bühne gehen? „Eigentlich wie immer“, antwortet Tanja Lichius: „Wir essen gemeinsam, und anschließend ist Bescherung.“ Nur der Besuch der Kinder-Christmette falle notgedrungen aus: „Außerdem kann nicht wie sonst üblich die Jugendfeuerwehr hierher kommen. Aber für die haben wir uns dieses Jahr etwas Besonderes ausgedacht.“Schließlich haben Tanja und Mike Lichius mit ihren rund 30 Mitarbeitern reichlich Erfahrung darin, flexibel auf alle möglichen Eventualitäten zu reagieren. Oder wie Mike Lichius es formuliert: „Hier kann es immer sein, dass etwas Unvorhergesehenes passiert.“ 30 jungen Menschen im Alter von drei bis 20 Jahren bietet „die Waldesruh“ aktuell ein Zuhause – 30 jungen Menschen, die meist vom Jugendamt hier untergebracht wurden, weil sie aus schwierigen familiären Verhältnissen stammen und ihre Eltern aus den unterschiedlichsten Gründen nicht für sie sorgen können. Die Lichius-Geschwister und ihr Team bieten ihnen eine Ersatzfamilie – und damit eine wichtige Basis für einen erfolgreichen Start ins Leben.

Nicht zuletzt auch in krisengeschüttelten Zeiten wie diesen: Im ersten Lockdown im Frühjahr, als sich die Kontakte nach draußen auf Videochats, Telefonate, Briefe und Pakete beschränkten, habe man mit den Kindern viel gebastelt und gespielt, sei Rad und Kickroller gefahren, habe Picknicks veranstaltet und vieles mehr, erzählt Tanja Lichius: „Es war eine intensive Zeit, in der die Kinder noch einmal einen ganz anderen Bezug zu uns bekommen haben.“ Besonders in dieser Phase war das weitläufige Freigelände der Einrichtung von großem Vorteil. Aber auch der kurz vor dem Lockdown fertig gewordene, von HELFT UNS LEBEN, der Initiative der Rhein-Zeitung für Menschen in Not, finanzierte Toberaum, wie Mike Lichius hinzufügt: „Auch andere Spender, seien es Firmen oder Privatpersonen, haben uns mit Laptops, Spielgeräten und vielem mehr unterstützt.“Trotzdem sah sich auch die Waldesruh bereits im ersten Lockdown vor gewaltige Herausforderungen gestellt. Keine Ausflüge und Ferienfreizeiten, kein Sport im Verein und keine Geburtstagsfeiern mit Gästen von außerhalb – da war schon einiges an Bereitschaft zum Verzicht gefragt. Dazu kam das unangenehme Erlebnis, im Supermarkt schräg angeschaut zu werden, wenn man für 30 Personen zwangsläufig mehr als nur einen Zweier-Pack Toilettenpapier in den Einkaufswagen lud, oder sich mit der von Passanten alarmierten Polizei konfrontiert zu sehen, wenn es mal in einer großen Gruppe zum Spaziergang ging.

Dass sie bisher alle Widrigkeiten problemlos gemeistert haben, sei nicht zuletzt ihren Mitarbeitern zu verdanken, betonen Tanja und Mike Lichius. „Die stecken da ganz viel Herzblut hinein“, sagen sie – und bringen damit unausgesprochen auch ihre eigene Einstellung auf den Punkt. Von der Großmutter gegründet, später unter der Leitung ihrer Mutter und Tante, ist die Waldesruh, die sie nun bereits in der dritten Generation weiterführen, schon immer ihr Lebensmittelpunkt gewesen. Ob sie angesichts der deutlich steigenden Infektionszahlen nicht Angst um ihre eigene Gesundheit haben? „Nein, wir müssen ja auch sonst grundsätzlich immer damit rechnen, dass Krankheiten eingeschleppt werden. Wenn wir da vor allem Angst hätten, könnten wir nicht mehr arbeiten“, antwortet Tanja Lichius, während ihr Bruder hinterherschickt: „Da haben wir uns noch nie Gedanken darüber gemacht. Unsere erste Frage ist immer, wie wir helfen können – und das machen wir dann eben einfach.“„Seit dem Beginn des Teil-Lockdowns Anfang November hat es keine Elternkontakte und keine Teilnahme an Vereinsangeboten mehr gegeben.

Foto: Von harten Zeiten berichtet Tanja Lichius. Foto: Ulrike Bletzer

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Nachbarn helfen Nachbarn

Liebe Leserinnen und Leser,

das Jahr 2020 geht zu Ende. Auch für uns war es ein besonderes Jahr, in dem wir mit Einschränkungen gekämpft und das uns Mögliche unternommen haben. Es war ein Jahr, das uns vor allem nachdenklich gemacht hat. Gerade in diesem Jahr haben wir oft gemerkt, wie wichtig es ist, den Schwachen mit der Hilfe zur Selbsthilfe zur Seite zu stehen. Sie, unsere treuen Leserinnen und Leser, haben uns mit Ihren Spenden auch in diesem Jahr Ihre Unterstützung gegeben. Das gibt uns die Kraft, auch weiterhin Woche für Woche im Verbreitungsgebiet unterwegs zu sein, um zu helfen und den Kontakt zu neuen Familien zu knüpfen und zu „unseren Schützlingen“ – oftmals über Jahre – aufrechtzuerhalten. Und auch die Politik ist auf die Arbeit unseres Vereins aufmerksam geworden. Wir wollen den Schwachen eine Stimme geben, und wir können mit ein wenig Stolz sagen: „Wir werden gehört.“

An dieser Stelle möchten wir uns für die vielen Zuschriften, E-Mails und Telefonate zur „Weihnachtsglück“-Aktion von HELFT UNS LEBEN ganz herzlich bedanken. In den nächsten Tagen verschicken wir Hunderte von Briefen mit einem oder mehreren Gutscheinen zum Einkauf bei Lidl. Gerade in dieser schwierigen Zeit sollen an Weihnachten vor allem die Kinder ein unbeschwertes Fest haben. Und im HELFT UNS LEBEN-Vorstand wurde einstimmig beschlossen, dass wir diese Aktion im nächsten Jahr wiederholen wollen, und wir danken für Ihre Zustimmung und die Zusendung Ihrer Adressen.

Auch wenn Weihnachten für viele von Ihnen in diesem Jahr anders ausfallen wird als gewohnt, wünschen wir Ihnen besinnliche Feiertage und für das kommende Jahr von Herzen alles Gute – und dass Sie alle gesund bleiben mögen.

Ihr Vorstand

HELFT UNS LEBEN e.V.

Foto: Seit seiner Geburt ist Lucas aus Koblenz durch eine Cerebralparese (Hirnschädigung) behindert und an den Rollstuhl gebunden. Seine Welt „erobert“ der Achtjährige gemeinsam mit seinen Eltern Melanie Urbisch und Dennis Langstein mit einem umgerüsteten Fahrzeug, das ihn nicht nur zu Arztterminen, Rehaaufenthalten und zur Schule bringt, sondern auch zu Spielen seiner Lieblingsmannschaft vom VfR Eintracht Koblenz. HELFT UNS LEBEN, die große Hilfsaktion unserer Zeitung, hat das jetzt weiter möglich gemacht. Im Heck eines Ford Tourneo Connect wurde eine Rampe eingebaut, über die Lucas mit seinem Rollstuhl direkt hineinfahren kann. Bei der offiziellen Übergabe des Fahrzeugs durch die beiden Vorstandsmitglieder Anne Schattner (links) und Hans Kary (Mitte) freute sich Lucas dabei aber auch über das Maskottchen von HELFT UNS LEBEN, einen flauschigen Teddybären. Foto: Sascha Ditscher

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Brohler hilft auch in Krisenzeiten

Brohl. Das Jahr 2020 war für den Brohler Mineral- und Heilbrunnen ein besonderes und herausforderndes Jahr. Einerseits feiert das Familienunternehmen in der 5. Generation sein 111-jähriges Firmenbestehen, andererseits musste man auch bei Brohler mit den Herausforderungen der Corona-Pandemie zurechtkommen. Die Pläne für eine Jubiläumsfeier wurden schon mit dem ersten Lockdown im Frühjahr zunichte gemacht, und die Lockdowns in der Gastronomie haben auch bei Brohler Spuren hinterlassen.Trotz der Pandemie und der wirtschaftlichen Folgen bleibt sich Brohler seinem Motto „In der Region zu Hause und aktiv für den guten Zweck“ treu und unterstützt in diesem Jahr ausgewählte Vereine und karitative Einrichtungen mit dringend benötigten Geldspenden, um deren wertvolle Arbeit zu unterstützen.

Denn gerade in diesem Jahr sind viele Vereine auf zusätzliche Spenden angewiesen, da Corona-bedingt wichtige Einnahmequellen wie Feste und Veranstaltungen ausgefallen sind.Mit HELFT UNS LEBEN unterstützt Brohler seit Jahren die Initiative der Rhein-Zeitung, um Menschen, die unverschuldet in Not geraten sind, oder Familien, die von einem Schicksalsschlag getroffen wurden, zu helfen.

Insbesondere werden Familien von schwerstbehinderten Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen unterstützt. Die Hilfe reicht dabei vom Rollstuhl über behindertengerechte Fahrzeuge bis hin zu notwendigen Umbauten im Haus, um das Alltagsleben der Betroffenen zu erleichtern. „Gerade der regionale Bezug dieser Hilfe und dass Wissen, dass alle Spendengelder 1:1 und in voller Höhe bei den Menschen ankommen, hat uns von Anfang an überzeugt“, sagt David Schilling, geschäftsführender Gesellschafter der Brohler Mineral- und Heilbrunnen GmbH gegenüber der RZ.

Neben HELFT UNS LEBEN unterstützt Brohler in diesem Jahr noch sechs weitere Vereine und Einrichtungen, vom Förderkreis krebskranke Kinder und Jugendliche über die Tafel in Ahrweiler und den Bunten Kreis bis hin zur Freiwilligen Feuerwehr.

Foto: David Schilling (rechts) übergibt Hans Kary einen Spendenscheck in Höhe von 1000 Euro. Fotograf: Meyer

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Weihnachtsspende hilft Menschen in Not

Koblenz. Mit einer Weihnachtsspende in Höhe von 3000 Euro überraschte Jörg Peil, Regionalleiter von Sikla Gebäudeausrüstung, jetzt Manuela Lewentz-Twer, die Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN, der großen Hilfsaktion unserer Zeitung. „Wir als familiengeführtes Unternehmen legen großen Wert darauf, dass die Spende in gute Hände kommt“, begründete Jörg Peil die Entscheidung. Sikla ist eines der führenden Unternehmen für technische Gebäudeausrüstung und industriellen Anlagenbau. Das Unternehmen aus Villingen-Schwenningen ist seit mehr als 50 Jahren tätig und beschäftigt 600 Mitarbeiter in mehr als 40 Ländern. Jedes Jahr wählt Sikla mehrere Organisationen für eine Spende aus. Auf HELFT UNS LEBEN ist Jörg Peil durch einen konkreten Fall der Leseraktion gestoßen. Foto: Sascha Ditscher

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„Ein Beispiel gelebter Mitmenschlichkeit“

Koblenz. Als ein „leuchtendes Beispiel gelebter Mitmenschlichkeit“ würdigte der CDU-Fraktionsvorsitzende im Mainzer Landtag, Christian Baldauf, die RZ-Aktion HELFT UNS LEBEN. Bei einem Informationsgespräch im Koblenzer Druckhaus der Rhein-Zeitung lobte er das Engagement des Vereins für Menschen in Not sowie die Spendenbereitschaft der Leserinnen und Leser unserer Zeitung.

Dem Treffen vorausgegangen war vor einigen Wochen ein Brief des Vorstandes von HELFT UNS LEBEN an alle Fraktionsvorsitzenden im Landtag. Aus der täglichen Praxis des Vereins wurde darin die Situation vieler Betroffener geschildert. Einzig Christian Baldauf hatte darauf reagiert und um einen Termin mit HELFT UNS LEBEN gebeten.

„Viele Familien, aber auch Alleinstehende, sind zurzeit durch Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, die Herausforderungen von situationsbedingten Kita- oder Schulschließungen, aber auch durch Einschränkung sozialer Kontakte und vielem mehr stark betroffen“, erläuterte Manuela Lewentz-Twer, Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN, die Hintergründe. „Uns erreichen immer häufiger Anfragen für Lebensmittelgutscheine oder für dringend notwendige Winterbekleidung für Kinder. Wir finden, die Landesregierung muss hier reagieren und darf diese Menschen nicht vernachlässigen“, sagt die Vorsitzende.

Dass die im Hartz-IV-Regelsatz (432 Euro für Erwachsene) festgelegten Beträge, wie etwa 150,60 Euro für Lebensmittel oder 37,84 Euro für Bekleidung, oft nicht ausreichen, sei unstrittig, war sich die Runde einig, dennoch könne nicht automatisch allein auf private Hilfsaktionen wie HELFT UNS LEBEN, die Tafeln, Sozialverbände oder Kirchen verwiesen werden. Der Staat dürfe sich nicht aus seiner Verantwortung stehlen – auch und gerade im Krisenmodus.

Baldauf spann den Bogen weiter: „Es geht nicht allein um die Corona-Krise. Wir haben auch eine Klimakrise und schliddern, wenn wir nicht aufpassen, in eine Staatsschuldenkrise.“ Aufgabe der Politik müsse es sein, die Auswirkungen dieser Krisen sozialverträglich abzufedern. Familienunterstützende Maßnahmen gehörten ebenso dazu wie ein breiteres Angebot etwa in der Familienberatung oder Suchtberatung und führe über die Ausstattung von Schulklassen bis zur kompletten Digitalisierung des ländlichen Raums und den Ticketpreisen im ÖPNV. „Ziel muss es sein, dass wir Menschen in schwierigen Lebenssituationen jederzeit die Teilhabe ermöglichen, unabhängig davon, ob sie in der Stadt oder auf dem Land leben. Und das nicht nur durch Transferleistungen.“ Dass HELFT UNS LEBEN als private Spendeninitiative der Rhein-Zeitung immer wieder unkompliziert und unbürokratisch Menschen helfe, die unverschuldet in Not geraten, sei auch in diesen Zeiten ein Lichtblick, sagt Baldauf: „Es zeigt auch, wie solidarisch die Menschen in Rheinland-Pfalz füreinander einstehen. Das macht Mut, und daher muss auch einmal ‚Danke‘ gesagt werden.“ Er sagte zu, HELFT UNS LEBEN bei einem der zahlreichen Fallbesuche hilfsbedürftiger Menschen zu begleiten.

Foto: Informierte sich über die Arbeit von HELFT UNS LEBEN, der Initiative unserer Zeitung: CDU-Fraktionschef Christian Baldauf (links). Rede und Antwort standen (von rechts) die Vorsitzende Manuela Lewentz-Twer sowie die Vorstandsmitglieder Hans Kary und Peter Burger. (Foto: Sascha Ditscher)

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Für Kindergarten wird ein Traum wahr.

Kördorf. Schuhe aus. Jacken an die Haken hängen. Es ist ein ganz schönes Gewusel, als die Mädchen und Jungen des Kindergartens Kördorf im Rhein-Lahn-Kreis ihr neues Domizil am Waldrand in Beschlag nehmen. Dank HELFT UNS LEBEN geht für die Einrichtung ein Traum in Erfüllung. Nicht nur für die Kinder, Eltern und Betreuer ist das Projekt etwas ganz Außergewöhnliches, sondern auch für die Initiative unserer Zeitung – in mehrerlei Hinsicht.

Vor knapp einem Jahr hat der Kördorfer Kindergarten, tatkräftig unterstützt vom Förderverein, damit begonnen, die Idee einer Waldgruppe Wirklichkeit werden zu lassen. „Wir waren immer schon viel mit den Kindern draußen“, erzählt die Einrichtungsleiterin Kerstin Winter-Koch. Daraus entstand dann der Wunsch nach einer festen Außengruppe. Die Frage der Umsetzung konnte jedoch erst einmal nicht beantwortet werden. Das Problem: Die Kleinen sollten einen Ort haben, der ihnen auch mal Unterschlupf bietet, einen Ort, an dem sie sich aufwärmen können. Einen Bauwagen anzuschaffen und diesen den Bedürfnissen entsprechend umzubauen, sei finanziell „untragbar gewesen“, erinnert sich Kerstin Winter-Koch. Genau in dieser Zeit sei dann die Nachricht von HELFT UNS LEBEN gekommen, das Projekt zu unterstützen.

„Einige hatten Tränen in den Augen“, berichtet Winter-Koch. Mit Blick auf das nun aufgestellte Ergebnis des Engagements ist der Begriff Bauwagen allerdings nicht mehr wirklich passend. Das, was man bereits von Weitem am Ortsrand der Gemeinde Kördorf erkennen kann, ist vielmehr ein richtiges Haus – genauer gesagt ein neun Meter langes und rund 2,50 breites transportables „Tiny House“. Umgesetzt nach den Wünschen des Kördorfer Kindergartens gemeinsam mit HELFT UNS LEBEN hat es die Firma Holzbau Pletz aus Ortenburg im Landkreis Passau in Bayern. Ziel sei gewesen, „nur das Nötigste, aber alles, was notwendig ist“, einzubauen, erklärt Daniel Gemmer, dessen Sohn Jaron die Einrichtung besucht und der auch bei der Premiere dabei war. Dass dieses Vorhaben gelungen ist, zeigt die Aussage des Vierjährigen eindrucksvoll. „Man kann rein- und rausgehen, dort essen und es warm machen.

“Ein halbes Jahr dauerte die Bauzeit. Dabei habe man vor allem über die Einrichtung sehr genau nachgedacht, erläutert Hans Kary, Geschäftsführer von HELFT UNS LEBEN. Es gibt einen Holzofen, einen separaten Wasserkanister, für Strom und Licht sorgen Solarzellen. Verwendet wurden ausschließlich ökologische Baustoffe. Der Wagen sollte komplett autark sein. Eine Rampe ermöglicht auch körperlich behinderten Kindern den Zugang. Niemand soll ausgeschlossen werden. „Wir haben alle viel Liebe und Herzblut investiert“, sagt Kary über das Projekt, das ein ganz besonderes ist und in der Zukunft noch lange Bestand haben wird.

„Der Waldkindergarten wird kleine Kinder über die Generationen hinweg aufnehmen und in der Natur betreuen. Die Kinder von heute sind die Eltern von morgen. Wir schaffen hiermit einen Grundstein, der über Jahrzehnte für die Region ein Plus sein wird“, betont Manuela Lewentz-Twer. Diese Nachhaltigkeit und die Nähe zur Natur erachtet die Vorsitzende des Vereins HELFT UNS LEBEN als essenziell. „Das, was die Kinder in der Natur lernen und entdecken, ist der Boden für die weitere Entwicklung. Mit Sicherheit werden diese Kinder als Erwachsene auch den eigenen Kindern wieder den Zugang zur Natur ebnen“, ist sich Manuela Lewentz-Twer sicher. Es könne nicht sein, dass Kinder sagen, die Farbe einer Kuh sei lila, nur weil eine Werbung es suggeriert. Gern wäre Manuela Lewentz-Twer mit von der Partie gewesen, als die Kinder ihren „Bauwagen“ das erste Mal in Beschlag genommen haben. Doch Corona und die damit verbundenen Auflagen haben es aus Rücksicht auf die Gesundheit der Kinder verhindert. In Gedanken war die HUL-Vorsitzende aber auf jeden Fall dabei. „Beim Frühstück habe ich nur an diesen Moment denken können, wo die Kinder mit strahlenden Augen das erste Mal ihren neuen Platz im Wald entdecken durften“, erzählt sie. Wenn es die Situation erlaubt, wird sie der Einrichtung sicherlich einen Besuch abstatten. Für den Moment sei es jedoch das Wichtigste, dass die Kinder die Natur erleben und Einblicke erhalten, die ihnen ohne den Bauwagen verwehrt geblieben wären.

Mit einem Volumen von mehr als 60 000 Euro ist der Kördorfer Bauwagen die bislang größte Einzelmaßnahme des Vereins HELFT UNS LEBEN. Dass das Geld gut investiert ist, zeigen die zahlreichen positiven Rückmeldungen, die schon jetzt eingegangen sind. „Es ist ein Projekt, das vielen zugutekommt“, hebt Anne Schattner hervor, Leiterin Lesermarkt und Marketing und wichtige Säule des „HELFT-UNS-LEBEN“-Teams.

Viele Kinder profitieren davon, und es sollen noch viele mehr werden. Je nachdem, wie hoch die Spenden für die Initiative unserer Zeitung ausfallen, sollen ein bis zwei ähnliche Projekte jährlich im gesamten Verbreitungsgebiet der Rhein-Zeitung gefördert werden.Zweifel daran, dass auch die Leser die Idee gut finden, hat RZ-Chefredakteur Peter Burger, gleichzeitig stellvertretender Vorsitzender von HELFT UNS LEBEN (HUL), nicht. „Die Leser identifizieren sich mit HUL und sind der Initiative emotional verbunden“, zeigt sich Burger erfreut. Hilfe aus der Region für die Region schätzten die Menschen dabei sehr – und genau das ist das Ziel der Arbeit von HELFT UNS LEBEN. Der Kördorfer Bauwagen ist dafür ein eindrucksvolles Beispiel mit großer Strahlkraft. Als „Leuchtturmprojekt“ bezeichnet ihn Thomas Regge, Geschäftsführer des Mittelrhein-Verlags. „Ich finde die Idee super“, sagt er. Dass der erste HUL-Bauwagen in Kördorf aufgestellt wurde, freut Regge, für den der Einrich eine zweite Heimat ist, besonders. Gerade in Regionen, die mit Blick auf schnelles Internet, Mobilfunk oder Ähnliches nicht so privilegiert sind wie andere, sei es wichtig, auf andere Weise zu unterstützen und gemeinsam Projekte umzusetzen. Dieser notwendige Zusammenhalt sei in dieser Region auf jeden Fall gegeben.

Den Kördorfer Kindergartenkindern konnte ein Traum erfüllt werden, mit dem Bauwagen steht der Waldgruppe nun nichts mehr im Weg. Die Einrichtung wird dann insgesamt Platz für 80 Kinder bieten – zehn mehr als bislang. Es wird also aufgestockt. Stehen bleiben wird man in Kördorf aber trotz dieses tollen Erfolgs nicht. „Wir haben alles, was wir brauchen, um uns weiterzuentwickeln“, gibt sich Kindergartenleiterin Kerstin Winter-Koch beim Blick in die Zukunft optimistisch.

Foto: Strahlende Gesichter: Die Mädchen und Jungen des Kördorfer Kindergartens sowie die Betreuer Rita Theis und Chris Dietrich freuen sich sehr über ihre neue von HELFT UNS LEBEN geförderte Unterkunft. Foto: Markus Eschenauer

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Mit Leidenschaft im Einsatz für die Mitmenschen

Region. Ein gut gefülltes Programm hatte sich Ralph Grieser für dieses Jahr überlegt. 25 besondere Veranstaltungen wollte der Inhaber und Geschäftsführer des Oldtimerzentrums Depot 3 in Mülheim-Kärlich Liebhabern alter Fahrzeuge bieten. Doch die weltweite Corona-Pandemie machte den Plänen einen Strich durch die Rechnung. Grieser bedauert das sehr – insbesondere auch deshalb, weil damit die Aktivitäten für HELFT UNS LEBEN (HUL), die Initiative unserer Zeitung, eingeschränkt waren. Damit konnten stets viele Spenden für Kinder und Familien in Not gesammelt werden.

Ralph Grieser liegt es am Herzen, sich für Hilfsbedürftige einzusetzen. Er spricht von „Leidenschaft“, wenn er dazu beitragen kann, dass den Menschen Gutes getan wird. Genau wie bei den historischen Karossen geht der 50-Jährige mit viel Schwung Projekte an, setzt Ideen mit Elan um. Seine Ehefrau Julia Klöckner teilt diese Einstellung. „Ich finde es ganz wichtig, in der Region zu helfen“, sagt Grieser, der in Neuwied am Rhein aufgewachsen ist. Um Elend zu sehen, müsse man nicht weit gehen, sondern nur vor der eigenen Haustür suchen. Manuela Lewentz-Twer, Vorsitzende des Vereins HELFT UNS LEBEN, lobt diese Einstellung und das daraus erwachsene Engagement. „Es ist toll, wenn die wenige Freizeit, die zur Verfügung steht, für die gute Sache verwendet wird“, sagt Lewentz-Twer mit Blick auf den Terminkalender des überregional bekannten Unternehmers und der Bundesministerin. Sie würde sich darüber freuen, wenn mehr Politiker Interesse für die bedeutsame Arbeit von HELFT UNS LEBEN zeigten und Unterstützung anböten. 90 Prozent der Spendengelder kommen von Privatpersonen – also Lesern, erläutert HUL-Geschäftsführer Hans Kary in diesem Zusammenhang. Das macht auch Ralph Griesers Einsatz zu etwas Außergewöhnlichem.

Neben Oldtimern und Services führen die Veranstaltungen zur Drei im Namen des Mülheim-Kärlicher Fahrzeugzentrums. Die Erlöse aus den Ausfahrten und anderen Veranstaltungen wie dem stilvollen Gänseessen zum Jahresabschluss 2019 kommen komplett oder in großen Teilen HELFT UNS LEBEN zugute. Ein hoher fünfstelliger Betrag sei im vergangenen Jahr auf diese Art und Weise zusammengekommen, betont Hans Kary. Die Trackdays auf dem Nürburgring, bei denen professionelle Rennteams Test- und Einstellfahrten an ihren Rennautos vornehmen, konnten stattfinden. Ebenso fanden die Frühlings- und die Schweizausfahrt im Sommer noch statt. Mit den „Espresso-Ausfahrten“ hat Grieser zudem ein Krisenformat gefunden.

Andere Spektakel sind im Moment nicht möglich und müssen verschoben werden – und das ein oder andere Event hätte es in sich gehabt. Ursprünglich sollten in diesem Jahr an sechs Terminen nicht nur die Kopiloten bei einem professionellen Rennfahrer zum Zug kommen, sondern auch Kinder mit Behinderung. Dafür hatte Grieser eigens einen Audi 200 zum viersitzigen Rennwagen umgebaut. Einiges wurde in das Projekt investiert, um den Kindern eine Freude zu machen. Am Steuer hätten Prominente wie Smudo von den Fantastischen Vier oder Fernsehkoch Horst Lichter gesessen. Da diejenigen, für die diese Extratouren gedacht sind, oftmals zu Risikogruppen zählen, musste das Projekt auf Eis gelegt werden – zumindest vorübergehend. „Wir werden mit den Aktivitäten wieder starten, sobald wir grünes Licht bekommen“, verspricht Grieser. Die Planungen für das kommende Jahr laufen bereits, und es hoffen natürlich alle, dass sie umgesetzt werden können.Denn der Autofan Grieser bedauert es sehr, dass durch Corona auch die Arbeit von Hilfsorganisationen eingeschränkt ist. „Gerade in Zeiten der Krise leiden die Menschen noch mehr, die ohnehin nichts haben“, sagt er. „Deswegen ist es so wichtig, dass wir Leute an unserer Seite haben“, betont Manuela Lewentz-Twer, die ebenfalls stets mit großer Begeisterung die wichtige Aufgabe von HELFT UNS LEBEN voranbringt.

Das Ziel, die mit den Oldtimerveranstaltungen erzielte Spendensumme aus dem Vorjahr zu toppen, wird wegen Corona vermutlich nicht klappen. Einen Jahresabschluss zugunsten von HELFT UNS LEBEN soll es aber dennoch geben, verspricht Grieser. Das Gänseessen aus dem Jahr 2019 soll wiederholt werden – online. Im kommenden Jahr, so der gemeinsame Wunsch von Manuela Lewentz-Twer, Hans Kary und Ralph Grieser, wird dann wieder richtig durchgestartet.

Foto: Gemeinsam für die gute Sache: Bei einem Treffen in Kamp-Bornhofen am Rhein haben sich Ralph Grieser (links), Manuela Lewentz-Twer und Hans Kary über die wichtige Arbeit von HELFT UNS LEBEN ausgetauscht. Foto: Eschenauer

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