Menü

Besucher trotzen tapfer dem Regen bei Benefizkonzert im Stöffelpark

Enspel. Das Open-Air-Benefiz-Konzert „umsonst & draußen“ im Stöffel-Park lockte trotz der Unwetterprognose viele Besucher. Und in der Spendenbox landeten schließlich 821,31 Euro für HELFT UNS LEBEN, die Hilfsaktion unserer Zeitung.Für Stimmung sorgten die Bands Some Songs und Walk the Line. Letztere präsentierte altbekannte Rocklieder. Gitarren, Bass, Schlagzeug und Gesang waren vom Feinsten. Es lohnt sich, diesen Lokalmatadoren zuzuhören, die das Können und Feeling für diese Musik haben. Später folgten Some Songs, fünf Musiker, die zum Erfolg des Events, das es übrigens seit fünf Jahren gibt, entschieden beigetragen haben. „Wir werden hauptsächlich neue Stücke spielen“, erklärten Günter Weigel und Norbert Gundermann vor ihrem Auftritt. „Und wir werden souliger“, meinten sie.Dazu passt die warme und kräftige Stimme von Penni Jo „The Voice“ Blatterman, die auch Songs von Amy Winehouse und Aretha Franklin interpretieren kann. Gemeinsame Sache machten sie mit den Männern von Walk the Line. „Fünf Stücke haben wir zusammen eingeübt.“ Bei einer Bandparty im Garten stimmten sie sich unter anderem bei „Lay down Sally“, „Honky Tonk Woman“ und „Mustang Sally“ aufeinander ein. Was ihre Musik auszeichnet? „Bei uns ist noch alles handgemacht, ohne technische Einspielungen.“Im Vorprogramm trat der Ire Vincent Murtagh auf. Anke Drumm (Rothenbach), die sowohl mit ihm als auch mit Musikern von Some Songs befreundet ist, hatte hier als Bindeglied gewirkt. „Ich mag seine Stimme“, sagte sie. Sie hatte dem Gitarristen und Sänger drei Gigs verschafft – im Freibad Westerburg, im „Grünen Drachen“ in Dreisbach und nun in Enspel. Die Größe des Events hatte ihn überrascht, sagte er. Bei seiner Musik sind Loops ein tragender Bestandteil, das hießt, er nimmt live Musik auf, die er dann abspielt – so kann er sich sozusagen selbst begleiten. Zwar mag er traditionelle irische Musik, spielt aber Modernes, und Grunge ist eher sein Ding. Der Mann aus Swinford/Mayo meinte liebevoll, der Westerwald erinnere ihn an sein Zuhause, es sei etwas „sleepy“ (verschlafen).Bei „umsonst & draußen“ konnte man alte Bekannte wiedersehen: Mehr als 500 Gäste wurden zu Anfang gezählt. Es kamen nach und nach noch viele weitere hinzu. Wie vor zwei Jahren war zu hören: „So viel war noch nie bei diesem Event los.“ Carmen Engel vom Stöffel-Park-Team sagte erstaunt: „Es war, als hätten die Leute nach den heißen Tagen richtig Lust auf kühles Wetter.“ Im Vergleich: Vor zwei Jahren waren es rund 350 Besucher. Trotz Regen und wieder Regen verharrten die Besucher. Und der ganz harte Kern, rund 100, blieb sogar bis zum Schluss. Die Stimmung war angenehm und positiv. Das sanfte Prasseln der Wassertropfen brachte etwas Kühle in die schwül-warme Luft, ließ die Schirme immer wieder aufploppen und die Regencapes rascheln. Ansonsten diente die Nissenhalle als Unterstand. Und die Musiker standen geschützt unter der Bühnenüberdachung.

Foto: Some Songs und Walk the Line (Foto) begeisterten im Stöffel-Park rund 500 Besucher. Foto: Tatjana Steindorf

https://helftunsleben.de/2161-2/

Spenden statt Geburtstagsgeschenke

Kördorf. Stolze 770 Euro hatte das Ehepaar Walther gesammelt. „Die Zahl passt doch gut zum 70. Geburtstag“, freute sich der aktive Rentner. „Die Spenden gehen zu 100 Prozent an die Bedürftigen“, betonte Manuela Lewentz-Twer. Zusammen mit Hans Kary engagiert sie sich ehrenamtlich für den Verein, und Verwaltungsgebühren fallen auch keine an. „Das ist ganz selten bei wohltätigen Organisationen unserer Größe“, weiß die Vorsitzende. „Wir achten darauf, dass das Geld lokal eingesetzt wird.“ So sind die 770 Euro bereits für eine baldige Spende in der Region mit eingeplant. „Sie werden davon lesen“, lautet das Versprechen. Schließlich sei es schön zu wissen, wenn das Geld quasi der eigenen Nachbarschaft zugutekomme. „Ich trinke und rauche nicht und habe alles, was ich brauche“, betont Günter Walther. Persönliche Erfahrungen rund ums Thema Gesundheit bestärkten ihn und seine Frau im Entschluss, zum Geburtstag lieber um Geld für die gute Sache zu bitten.

Foto: Die Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN, Manuela Lewentz-Twer, und Geschäftsführer Hans Kary (links) bedanken sich bei Günter Walther für die großzügige Spende in Höhe von 770 Euro. Foto: Johannes Koenig

https://helftunsleben.de/2137-2/

Herzenswunsch geht für Saffigerin in Erfüllung


Saffig. Ilse Dechmann ist eine Kämpfernatur: Immer wieder musste die 59-Jährige schwere Schicksalsschläge verkraften. Im Herbst vergangenen Jahres diagnostizierten die Ärzte bei der Frau aus Saffig Lungenkrebs, der aufgrund einer Medikamentenunverträglichkeit nicht behandelt werden kann. Für die Zeit, die ihr noch bleibt, hat Ilse Dechmann einen großen Herzenswunsch: Sie möchte gemeinsam mit ihren drei Kindern und drei Enkeln Zeit auf Mallorca verbringen – dort wohnt ihre älteste Tochter Selma, dort schöpfte die 59-Jährige schon einmal neue Kraft. Mithilfe der Initiative unserer Zeitung für Familien in Not, HELFT UNS LEBEN, geht dieser Wunsch jetzt in Erfüllung.

Ilse Dechmann hat schwere Zeiten hinter sich: Die fünffache Mutter musste früh von ihrem Sohn Kenny Abschied nehmen, der im Alter von 22 Monaten verstarb. Er war herzkrank. 2010 erschütterte ein weiterer schwerer Schicksalsschlag die Familie. Tochter Laura wird im Alter von 16 Jahren umgebracht – eine Tragödie, die ihre Angehörigen bis heute nicht loslässt: „Das hat uns alle komplett verändert“, erzählt die älteste Tochter Selma Hesso.

Sie selbst hielt es nach dem Tod ihrer Schwester nicht mehr in Deutschland aus: Selma Hesso ging nach Mallorca und arbeitet dort seit sieben Jahren hart dafür, sich eine Existenz auf der Urlaubsinsel aufzubauen. Vor zwei Jahren zogen Ilse Dechmann und die restliche Familie nach. Nach aufreibenden Jahren kommen alle auf der Insel endlich etwas zur Ruhe. Dann kommt die Krebsdiagnose.

Zur Behandlung zieht Ilse Dechmann mit Tochter Sakia zurück nach Deutschland. Sie verträgt die Chemotherapie nicht und erleidet drei Schlaganfälle. Die 59-Jährige kämpft sich durch eine dreimonatige Reha, bis sie mit dem Rollator wieder kurze Strecken zurücklegen kann. Aufgrund der Schlaganfälle kann die Chemotherapie nicht fortgesetzt werden. Wie viel Zeit ihr noch bleibt, weiß Ilse Dechmann nicht. Umso kostbarer sind die Momente, die sie mit ihrer Familie verbringen kann.

Dass sie dank HELFT UNS LEBEN drei gemeinsame Wochen in Cala Rajada, wo Tochter Selma wohnt, miteinander erleben dürfen, hat die ganze Familie wahnsinnig gefreut: „Das hätten wir uns so gar nicht ermöglichen können“, zeigt sich Selma Hesso gerührt von der Hilfsbereitschaft. Wegen der Schlaganfälle darf Ilse Dechmann nicht fliegen, deswegen gestaltet sich die Anreise nach Mallorca etwas komplizierter: Die Familie braucht einen großen Mietwagen, um neben dem Gepäck auch Rollstuhl und Rollator transportieren zu können. Des Weiteren muss die kleine Reisegruppe mehrere Übernachtungsstopps einplanen, da Ilse Dechmanns Gesundheitszustand es nicht zulässt, lange Strecken im Auto zurückzulegen. Für die Überfahrt mit der Fähre von Barcelona nach Mallorca ist eine Kabine reserviert, in der sich Ilse Dechmann ausruhen kann.

Die Schwestern Selma und Sakia Hesso sowie Enkelin Cecilia fahren mit der 59-Jährigen im Auto nach Spanien, die weiteren Familienmitglieder legen die Strecke mit dem Flugzeug zurück. Auf Mallorca verbringen die Angehörigen drei gemeinsame Wochen, bevor die Ärzte dann in Deutschland Ilse Dechmanns Krebserkrankung mit einer Immuntherapie weiterbehandeln. „Auf Mallorca kann Mama ein bisschen Kraft dafür sammeln“, hofft Selma Hesso.

Die Zeit, die Ilse Dechmann bis zu ihrer Erkrankung auf der Insel verbrachte, half ihr damals sehr dabei, das in Deutschland Erlebte zu verkraften, weiß ihre Tochter. Die Momente, die die Familie gemeinsam auf Mallorca erleben wird, sind wertvoll: „Mama ist ganz hin und weg, dass sie ihre geliebte Insel noch mal sehen kann“, freut sich Selma Hesso.

Foto: Für Ilse Dechmann (2.von rechts) geht ein Herzenswunsch in Erfüllung: Sie bricht mit ihren Töchtern Selma (rechts) und Sakia Hesso (links) und Enkelin Cecilia zu einer letzten Reise nach Mallorca auf, um sich im Kreise der Familie von ihrer Lieblingsinsel zu verabschieden. Foto: Ingrid Geisler

https://helftunsleben.de/2130-2/

Familienauto fördert Johannas Entwicklung


Lochum. Bianca Weis kann ihre Freude kaum in Worte fassen: Damit sie ihre kleine, schwer kranke Tochter Johanna künftig wieder zu allen wichtigen Arzt- und Therapieterminen fahren kann, hat HELFT UNS LEBEN, die Spendeninitiative unserer Zeitung, der alleinerziehenden Mutter aus Lochum ein Auto finanziert. Das alte war nicht mehr fahrbereit, Geld für einen neuen Pkw hat die 39-Jährige nicht. Aufgrund dessen drohte die Entwicklung und Behandlung der eineinhalbjährigen Johanna ins Stocken zu geraten. Das wollten Manuela Lewentz-Twer, Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN, und Geschäftsführer Hans Kary nicht hinnehmen und sicherten Bianca Weis beim ersten Treffen vor wenigen Wochen gleich ihre Unterstützung zu. Schon jetzt konnte das Auto, ein Jahreswagen Golf Variant mit geräumigem Kofferraum, an die kleine Familie übergeben werden.

Mutter Bianca ist von dieser Hilfe überwältigt. „Das ist einfach Wahnsinn“, sagt sie, als sie das erste Mal im Wagen sitzt, während ihr Gerhard Wöll vom Autohaus Wöll aus Katzenelnbogen die Funktionsweise erklärt. Nur mit diesem Pkw ist es der Alleinerziehenden möglich, die medizinische und therapeutische Entwicklung ihrer eineinhalbjährigen Tochter Johanna weiter zu forcieren.

Die Kleine kam als Frühchen mit offenen Rücken (Spina bifida) zur Welt. Eine schwere Hirnhautentzündung gefährdete zeitweise ihr noch junges Leben, sie kann nicht stehen und nicht laufen (wir berichteten). Doch Johanna ist ein tapferes Mädchen, kämpfte sich zurück und ist heute ein wahrer Sonnenschein. Aufgrund ihrer vielen Vorerkrankungen und Einschränkungen sind regelmäßige Arztbesuche bei Spezialisten in Wiesbaden dringend erforderlich. Wegen des kaputten Autos von Bianca Weis war dies zuletzt nicht mehr möglich. Ein unhaltbarer Zustand, befand Johannas Physiotherapeut Matthias Gerlach und informierte HELFT UNS LEBEN über die Situation. Die Spendeninitiative setzte sofort alle Hebel in Bewegung, um Familie Weis schnellstmöglich ein Fahrzeug zur Verfügung zu stellen.

Die Entscheidung fiel zugunsten eines Kombis, da der Spezialkinderwagen, in dem Johanna derzeit noch gefahren wird, zusammengeklappt hineinpassen muss. Perspektivisch wird die Kleine wohl einen Rollstuhl benötigen, auch für diesen ist im Kofferraum des Autos Platz. „Jetzt kann ich endlich wieder Arzttermine für Johanna vereinbaren“, berichtet Bianca Weis glücklich. Schon in wenigen Wochen beispielsweise muss das Mädchen zum MRT nach Wiesbaden gebracht werden.

Und die Mutter aus Lochum hat noch einen Grund, sich zu freuen: Denn auch unser Aufruf für eine mögliche Leihoma für Johanna war erfolgreich. Zwei Frauen aus der Region haben sich gemeldet, die Bianca Weis, die sich aktuell rund um die Uhr um die Tochter kümmert, zu entlasten. Für diese angekündigte Bereitschaft ist Johannas Mama ebenfalls sehr dankbar.

„Ich bin froh und erleichtert, dass wir der Familie so schnell helfen konnten“, sagt Manuela Lewentz-Twer. Anderen Menschen eine solche Freude zu bereiten, sei einfach schön und tue gut, fügt sie strahlend hinzu. „Die Zukunft von Bianca Weis und ihrer Tochter Johanna wird jetzt leichter“, ist sich die Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN sicher.

Foto: Manuela Lewentz-Twer (Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN, links), ihre Tochter Jennifer Strunk (rechts), Hans Kary (Geschäftsführer von HELFT UNS LEBEN, 3. von rechts) sowie Gerhard Wöll (Autohaus Wöll) freuen sich, Bianca Weis und ihrer Tochter Johanna ein modernes, geräumiges Fahrzeug übergeben zu können, mit dem die kleine Familie endlich wieder wichtige Arzt- und Therapietermine wahrnehmen kann. Foto: Röder-Moldenhauer

https://helftunsleben.de/2106-2/

Feiern für den guten Zweck: HELFT UNS LEBEN erhält 1000 Euro aus Rettert

Rettert. Strahlende Gesichter in Rettert: 1000 Euro für die Initiative unserer Zeitung, HELFT UNS LEBEN, konnte Geschäftsführer Hans Kary in der idyllischen Einrichgemeinde von der Firma „Kaiser Reha-Fahrzeugtechnik“ entgegennehmen. „Mein Mann Frank wollte mal wieder was für die Geselligkeit im Ort tun und ist ein großer Fan vom Begge Peder“, erzählt Birgit Kaiser (Mitte). So kam das Eine zum Anderen und Mitte März trat der Begge Peder im Dorfgemeinschaftshaus in Rettert auf. Mit 270 Gästen war der Saal auch prompt ausverkauft. „Die Gemeinde hat uns die Räumlichkeiten unentgeltlich zur Verfügung gestellt, sonst wäre die Spende in der Höhe nicht möglich gewesen“, betont Birgit Kaiser. Und auch der Begge Peder gab noch etwas für den guten Zweck dazu. „Das ist eine großartige Sache“, gratulierte Hans Kary den beiden zu ihrer gelungenen Aktion. Den Thekendienst übernahmen die Freunde vom „Grilltreff“, der während der Grillsaison Dienstagabends auf dem Firmengelände abgehalten wird. Ein Schwerpunkt von „Kaiser Reha-Fahrzeugtechnik“ ist, wie der Name schon sagt, die behindertengerechte Umrüstung von Fahrzeugen. Aber auch alle alltäglichen Leistungen rund ums Auto, von Reparaturen bis zum Reifenwechsel, bietet die Kfz-Werkstatt in Rettert für alle Marken an. Foto: Johannes Koenig

https://helftunsleben.de/2097-2/

Spenden und leuchtende Kinderaugen

Koblenz/Mülheim-Kärlich. Sechs Oldtimer, die legendäre Nordschleife, spendable Firmen, prominente Fahrer und die Freude von an Krebs erkrankten Kindern oder ihrer Geschwister – das waren die Zutaten für eine Benefizaktion der besonderen Art. Ralph Grieser, Inhaber des Oldtimerzentrums Depot3 in Mülheim-Kärlich, hat diese initiiert und die ganz spezielle Mitfahrgelegenheit zugunsten von HELFT UNS LEBEN, dem Hilfsprojekt unserer Zeitung, am Rande der Nürburgring Classics organisiert. 10 000 Euro kamen zusammen, die in Projekte von HELFT UNS LEBEN fließen werden. Doch damit nicht genug: Weitere Unterstützung ist angesagt.

Zwei Porsche 911 waren die beliebtesten Oldtimer bei der Spendenaktion am Ring. 32 krebskranke Kinder oder, wenn es der Gesundheitszustand nicht zuließ, deren Geschwister konnten aber auch in Schätzen wie einem Ford GT 40 oder einem MG Platz nehmen und sich 15 Minuten über die berühmte Strecke fahren lassen. Am Steuer saßen Promis wie ein Fernseharzt, ein Skateboardpionier oder Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, Ehefrau von Ralph Grieser. „Ich finde es toll, dass Julia Klöckner selbst gefahren ist“, betont Manuela Lewentz-Twer, Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN.

Möglich gemacht hatten die besondere Ausfahrt Firmen aus der Region, die gegen eine Spende die Kinder auf die legendäre Rennstrecke eingeladen hatten. „Die Spendendose ist gut gefüllt“, freut sich Grieser über viele Mitfahrer, die spontan die Gelegenheit nutzten. „Wir haben viele strahlende Kinderaugen gesehen.“

Der Unternehmer hat Erfahrung mit Benefizaktionen: 2018 sammelte Depot3 bei Veranstaltungen rund 40 000 Euro Spenden ein. „Das wollen wir in diesem Jahr auch erreichen und einen Teil davon an HELFT UNS LEBEN geben“, erklärte Grieser, der bei seiner Hochzeit mit Klöckner auf Geschenke verzichtet und um Spenden gebeten hatte. „Zwei Drittel gingen an HELFT UNS LEBEN“, berichtete der Autofan, dem es wichtig ist, aus der Region für die Region zu unterstützen. Der Erlös aus der Aktion am Nürburgring hat bereits Abnehmer gefunden. „Dank dieses Geldes können wir einer alleinerziehenden Mutter, die buchstäblich nichts hat, mit ihrem Kind, das an einem offenen Rücken leidet, helfen“, berichtet Manuela Lewentz-Twer. Die Unterstützung von Depot3 nimmt der Verein HELFT UNS LEBEN gern an: „Uns ist wichtig, konkret regionale Hilfe zu geben und auch zu bekommen“, sagte Hans Kary.

Foto: Manuela Lewentz-Twer (Mitte), Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN, und Geschäftsführer Hans Kary (rechts) freuen sich über die Unterstützung durch Ralph Grieser, Inhaber des Mülheim-Kärlicher Oldtimerzentrums Depot3. Foto: Katharina Demleitner

https://helftunsleben.de/2083-2/

Neuer Kleinbus ist große Hilfe im Alltag

Höhr-Grenzhausen. Tapfer ist Jana Böcking. Und sie hat Stolz. Doch den kann sie sich derzeit nicht leisten. Denn die 45-Jährige aus Höhr-Grenzhausen ist seit elf Monaten Witwe – und das mit vier Söhnen im Alter von eineinhalb bis neun Jahren. Neben der Trauer ist auch noch die finanzielle Situation desaströs. Gerade ist ihr 16 Jahre alter Wagen kaputtgegangen. In dieser Notlage ist HELFT UNS LEBEN (HUL), die Initiative unserer Zeitung für Menschen in Not, schnell und unbürokratisch in die Bresche gesprungen. Geschäftsführer Hans Kary und Vorstandmitglied Anne Schattner übergaben der Familie jetzt einen blauen VW-Bus T 6.

„Das ist eine Sorge weniger“, sagt Jana Böcking und lächelt: „Ich liebe den Bus. Ohne Auto geht es leider gar nicht. Wie soll ich sonst einkaufen? Und ich muss die beiden Älteren zu zwei unterschiedlichen Schulen fahren und den Vierjährigen in den Kindergarten.“ Auch die vier Jungen sind begeistert vom schicken Multivan und turnen beim Termin mit unserer Zeitung im Innenraum herum. Hans Kary strahlt, als er diese ausgelassene Freude sieht. „Es war ein großes Glück, dass bei VW Nutzfahrzeuge Koblenz ein Leasing-Rückläufer kurzfristig zur Verfügung stand.“ So konnte HUL innerhalb von 14 Tagen der Familie in Höhr-Grenzhausen helfen. Jana Böcking ist darüber sehr dankbar. Auch über die Hilfe, die sie durch ihre Freunde erfährt. Sogar weitläufige Bekannte haben sich mittlerweile zu einem festen Halt entwickelt. „Mir wird mal gekocht, oder jemand macht die Wäsche. Das ist großartig.“

Dann kommt das Gespräch auf ihren verstorbenen Mann Roger. Immer wieder stockt die zarte Blondine in ihren Erzählungen, atmet tief durch und blinzelt Tränen weg. Man merkt: Jana Böcking hat es verinnerlicht, dass sie stark sein muss für ihre Kinder und für sich selbst. Die tiefe Trauer, die Verzweiflung kann sie nicht zeigen. Auch nach fast einem Jahr hat sie keinen Moment für sich gehabt, um den Verlust ihres Mannes zu verarbeiten. Roger Böcking war ihre Liebe, ihr Halt. Wegen einer Frühverrentung kümmerte er sich um Haushalt und Kinder. Die Wohnung in Höhr-Grenzhausen hatte er mit viel Geschick zu einem gemütlichen Nest umgebaut. Sie hingegen verdiente das Geld als Ergotherapeutin.

Im Dezember 2016 schien dann das Glück des Paares perfekt. Es hatte gerade erfahren, dass es das vierte Kind erwartet. Doch im Januar schlug das Schicksal erbarmungslos zu: Roger Böcking erhielt die Diagnose Krebs. Schnell ging es ihm immer schlechter. „Ich war schwanger und musste ihn pflegen.“

Im Juni 2018 starb er – gerade einmal 57-jährig. Das Leben von Jana Böcking und den Kindern war auf den Kopf gestellt. Und ist es immer noch. Man merkt: Verarbeitet hat die Höhr-Grenzhäuserin den Verlust noch nicht. Die Wucht des Verlustes trifft sie erst allmählich mit voller Härte. „Anfangs war ich wie betäubt, habe funktioniert. Ich wünsche mir so sehr mal Zeit für mich.“ Wie die Zukunft aussehen soll, weiß sie noch nicht.

Mit vier kleinen Kindern ist es ihr derzeit nicht möglich zu arbeiten. Sie hat die Elternzeit um zwei Jahre verlängert. Sie und ihre Söhne leben von einer kleinen Witwenrente, dem Halbwaisengeld der Jungen sowie Wohngeld. Kleidung wird meist gebraucht gekauft. Und Essen muss sie bei der Tafel holen. Ein Schritt, der ihr unendlich schwerfiel. „Aber ich habe keine Wahl“, sagt sie und schluckt. Für jemanden, der bisher im Leben immer allein zurechtkam, ist das Bitten um Hilfe schwierig.

Foto: Hans Kary (links) und Anne Schattner (rechts) von HELFT UNS LEBEN übergeben Jana Böcking und ihren vier Söhnen einen blauen VW-Bus. Seit dem Tod des Familienvaters stecken die fünf in finanziellen Schwierigkeiten. Foto: Camilla Härtewig

https://helftunsleben.de/neuer-kleinbus-ist-grosse-hilfe-im-alltag/

Neuer Kleinbus erleichtert Dereks Familie den Alltag

Quirnbach. Vor dem großen Tag will Derek Manns nichts dem Zufall überlassen. „Wir haben das Auto extra noch einmal gewaschen“, sagt der 13-jährige Westerwälder freudestrahlend bei der offiziellen Fahrzeugübergabe, während die Vorsitzende Manuela Lewentz-Twer und Geschäftsführer Hans Kary von HELFT UNS LEBEN (HUL), der Initiative unserer Zeitung für Menschen in Not, sich den neuen Familienvan der Manns ausführlich begutachten. Dank der Hilfsbereitschaft unserer Leser konnte HUL die sechsköpfige Familie aus Quirnbach mit einem neuen, behindertengerecht umgerüsteten Ford Tourneo von Ford Foerster aus Koblenz unterstützen.

Für Derek und seine Familie ist das neue Auto viel wert. Der junge Westerwälder leidet seit seiner zu frühen Geburt unter Cerebralparese, einer Bewegungsstörung, deren Ursache in einer frühkindlichen Hirnschädigung liegt. Er kann nicht stehen oder sich im Liegen umdrehen. Auch bei anderen Alltagsdingen ist der lebensfrohe Quirnbacher auf Hilfe angewiesen. Zudem leidet er unter einer Seheinschränkung. Um Derek transportieren zu können, sind Bettina und René Manns auf ein behindertengerechtes Fahrzeug angewiesen. Diesen Dienst verrichtete in den vergangenen Jahren treu und zuverlässig ein Opel Vivaro. Doch genau dieser Familienvan gab auf dem Hinweg in den Sommerurlaub nach Frankreich im vergangenen Jahr auf halber Strecke den Geist auf. Getriebeschaden, nichts ging mehr. Der Kleinbus konnte letztlich zwar repariert werden, doch die Probleme traten nach der Rückkehr nach Deutschland immer wieder auf. Aus diesem Grund verkauften die Manns schweren Herzens den Opel, um zumindest noch einen Bruchteil für den Familienvan zu bekommen. In der Folge musste sich die Westerwälder Familie immer wieder behelfen, da sie abgesehen von den Autos der beiden ältesten Kinder, nur einen Kleinwagen besitzt. Hier passt allerdings der elektrische Rollstuhl des kleinen FCK-Fans nicht rein.

So musste im vergangenen Dreivierteljahr beispielsweise immer wieder das Auto von den Schwiegereltern geliehen werden, wenn beispielsweise gemeinsame Ausflüge unternommen wurden. Da aber nicht die komplette Familie im Fahrzeug Platz fand, musste mindestens noch ein zweites Auto für Ausflüge und Co. genutzt werden. „Wir mussten uns immer genaustens organisieren. Wir fahren mal schnell irgendwo hin, das ging nicht einfach so“, blickt Dereks Papa René zurück. Umso mehr freut sich die ganze Familie, dass HELFT UNS LEBEN die Familie nun mit einem umgebauten Ford Tourneo von Ford Förster unterstützt. Ein neues Auto einfach so zu kaufen und umzubauen, wäre nicht ohne Weiteres möglich gewesen, schließlich hat der behindertengerechte Umbau des Wohnhauses samt Außengelände die Familie in den zurückliegenden Jahren bereits einiges gekostet.

„Die Erleichterung über das neue Auto ist natürlich enorm. Wir sind total dankbar, dass wir das Auto haben und jetzt wieder mobiler sind“, freut sich Dereks Mutter Bettina. Mit der Rampe ist es nun kinderleicht möglich, den 13-Jährigen samt seinem elektrischen Rollstuhl ins Auto zu bekommen. So sind Arztbesuche oder Ausflüge mit der ganzen Familie, die Derek sehr gerne unternimmt, wieder viel einfacher möglich. „Es freut mich, dass wir der Familie mit dem Auto weiterhelfen konnten und wir ihnen den Alltag so erleichtern können“, sagte die HUL-Vorsitzende, Manuela Lewentz-Twer, beim Besuch der Familie Manns zum Abschluss, was Derek prompt mit einem strahlenden Lächeln belohnte.

Foto: Manuela Lewentz-Twer (2. von rechts) und Hans Kary (3. von rechts) übergaben den umgebauten Familienvan nun zusammen mit Stephan Kern von Ford Foerster (rechts) an die Familie Manns um (von links) Mama Bettina, Jil, Papa René, Dustin und Derek. Foto: Andreas Egenolf

https://helftunsleben.de/2031-2/

Der große Kampf des kleinen Aaron

Nistertal. Aaron kann singen. Was sich so selbstverständlich liest, grenzt für seine Ärzte an ein Wunder. Denn seit seiner Frühgeburt hat der vierjährige Junge aus Nistertal (Westerwaldkreis) viele gesundheitliche Probleme. Es ist vor allem der liebevollen Fürsorge seiner Familie zu verdanken, dass Aaron Dinge vollbringt, die medizinisch kaum erklärbar sind.

HELFT UNS LEBEN, die Hilfsorganisation unserer Zeitung, unterstützt Aarons Eltern Torsten und Dunja Seiler ab sofort in ihrem oft schwierigen Alltag: Denn mithilfe von Spenden unserer Leser konnte der Familie jetzt ein behindertengerechtes Großraumfahrzeug zur Verfügung gestellt werden, in dem Aaron mit seinem Rollstuhl genug Platz hat. Manuela Lewentz-Twer, Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN, sowie Hans Kary, Geschäftsführer des Vereins, überzeugten sich bei der Übergabe des Autos persönlich von dessen Vorteilen.

Aaron Benjamin Seiler, wie der Vierjährige mit vollständigem Namen heißt, kam als Frühchen zur Welt, nachdem sich seine Mutter zuvor im Krankenhaus mit einem Grippevirus infiziert hatte. Unmittelbar nach Aarons Geburt riss die Lunge, in der Folge bluteten beide Hirnhälften ein. Nach weiteren medizinischen Komplikationen hing sein Leben mehrmals am seidenen Faden. In seinen noch jungen Jahren musste der Junge mit den niedlichen Locken schon zigmal operiert werden. Er kann nicht sitzen, nicht krabbeln, nicht laufen.

Um sich bewegen zu können, ist er auf einen Rollstuhl angewiesen, doch der war für das alte Auto der Familie viel zu groß. Mit zunehmendem Alter und Gewicht ihres Sohnes fiel es insbesondere Mutter Dunja immer schwerer, den Jungen aus dem Rollstuhl in den Autositz zu heben. Durch die schwierige Situation erkrankte auch Vater Torsten vor einiger Zeit, was ihn zu einem längeren Klinikaufenthalt zwang. Dies wiederum führte zu weiteren Belastungen der Familie.

Nachdem Manuela Lewentz-Twer im Januar erstmals bei den Seilers zu Besuch war, stand für sie schnell fest, dass HELFT UNS LEBEN die Familie unterstützen wird. „Heute können wir von einem freudigen Termin sprechen. Es ist schön, wenn man helfen kann“, sagten sie und Hans Kary jetzt bei der Fahrzeugübergabe. Mutter Dunja, ihr Sohn Aaron und die zehnjährige Tochter Sophie, die sich rührend um ihren Bruder kümmert, zeigen sich von dem Auto begeistert, mit dem sie ein Stück Freiheit und Lebensqualität zurückgewinnen. „Jetzt müssen wir uns vor und während der Fahrten nicht mehr so verrenken“, freut sich die Mutter, die allen Spendern herzlich dankt. nh/wez

Foto: Manuela Lewentz-Twer (von links) und Hans Kary von HELFT UNS LEBEN freuen sich über die Übergabe des neuen Fahrzeugs an Aaron, seine Schwester Sophie und Mutter Dunja Seiler. Foto: Röder-Moldenhauer

https://helftunsleben.de/2025-2/

In dieses Auto passt auch der Rollstuhl


Urbar. Die RZ-Hilfsaktion HELFT UNS LEBEN (HUL) bescherte Familie Hahn aus Urbar ein ganz besonderes Osterfest. Die HUL-Vorsitzende Manuela Lewentz-Twer und HUL-Geschäftsführer Hans Kary überreichten jetzt Gaby Hahn und ihren Töchtern Jenny (28) und Julia (10) im Koblenzer VW-Nutzfahrzeugzentrum einen VW-Kombi T6. Das Fahrzeug war von der Spezialfirma für Fahrzeugbau Michael Burko in Virneburg individuell umgebaut worden, damit Jenny in ihrem Rollstuhl gefahren werden kann. Die junge Frau ist von Geburt an querschnittsgelähmt.

Die Familie war durch den plötzlichen Tod des Lebensgefährten der Mutter und Vater der beiden Töchter in erhebliche finanzielle Not geraten. Manuela Lewentz-Twer und Hans Kary hatten sich bei einem Besuch im Haus der Familie von der Notwendigkeit zu helfen überzeugt. Finanziell unterstützt wurde diese Hilfsaktion von Ralph Grieser, dem Inhaber der Oldtimer-Firma Depot3 im Gewerbepark Mülheim-Kärlich. Auf der kürzlich stattgefundenen Werte-Ausstellung in Bendorf-Sayn hatte Depot3 Fahrten mit dem Oldtimer und Eintrittskarten für die diesjährige Nürburgring Classic verlost. Außerdem werden für das Projekt zugunsten von Familie Hahn Spenden aus einer von Grieser veranstalteten Oldtimer-Ausfahrt mit zahlreichen Prominenten verwendet, die am Palmsonntag stattgefunden hat.

Bei der Oldtimer Classic vom 24. bis zum 26. Mai wird die Firma Depot3 noch einmal Oldtimer-Fahrten verlosen. Außerdem wird auf einem vom Nürburgring-Classic-Veranstalter Marcus Herfort durchgeführten VIP-Abend für HUL gesammelt.

Ganz besonders freute sich Jenny Hahn. In ihrem Rollstuhl umkreiste sie ihr zukünftiges Fahrzeug und fotografierte es mit dem Handy aus allen Richtungen. Gabi Esser, die Geschäftsführerin des VW-Nutzfahrzeugzentrums, überraschte zudem noch mit einer besonderen Aufmerksamkeit. In dem Blumenstrauß, den sie der Familie überreichte, waren mit Blau, Gelb und Rot die Farben aus dem Wappen von TuS Koblenz enthalten. Beide Töchter sind TuS-Fans. In der Bundesliga fiebern sie allerdings mit verschiedenen Mannschaften: Julia für Bayern München, Jenny für Borussia Dortmund.

Manuela Lewentz-Twer betonte abschließend: „Zu sehen, wenn Menschen, denen wir helfen konnten, übers ganze Gesicht strahlen, ist für uns die größte Freude. Hoffen wir, dass Familie Hahn es in Zukunft etwas leichter hat.“

Foto: Grund zur Freude hatten Jenny Hahn (Bildmitte), ihre Schwester Julia (rechts neben ihr) und Mutter Gaby (rechts). Im Koblenzer VW-Nutzfahrzeuge-Zentrum überreichten ihr die HUL-Vorsitzende Manuela Lewentz-Twer (links) und HUL-Geschäftsführer Hans Kary (2. von rechts) einen VW-Kombi T6 mit Spezialumbau zum Transport von Jennys Rollstuhl. Mit ihnen freuten sich Geschäftsführerin Gabi Esser (mit Blumenstrauß) und der Vertriebsleiter für Sonder- und Behördenfahrzeuge Ralf Schneider. Foto: Winfried Scholz

https://helftunsleben.de/%ef%bb%bfin-dieses-auto-passt-auch-der-rollstuhl/