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OP warf junge Mutter mitten aus dem Leben

Ein Treppenlift kann Katharina Strüder etwas Freiheit zurückgeben – HELFT UNS LEBEN vor Ort in Ingelbach

Ingelbach. Ihre Tochter Louisa war gerade zwei Jahre alt, als bei Katharina Strüder aus Ingelbach ein angeborenes Rückenleiden entdeckt wurde. Eine Instabilität der Wirbelsäule, auch Wirbelgleiten genannt, wurde Ende 2015 bei der jungen Mutter diagnostiziert. Sie litt damals schon seit langer Zeit unter starken Schmerzen, die Ärzte verordneten ihr lediglich Physiotherapie. Doch die Bewegung half nicht und erst auf das konsequente Drängen der jungen Frau wurde eine Kernspintomografie durchgeführt.

„Da habe ich dann die Katastrophe gesehen“, erinnert sich Katharina Strüder. Wirbel waren verformt, einige Bandscheiben erst gar nicht mehr vorhanden. Eine Operation sollte Linderung bringen. „Ich bin davon ausgegangen, spätestens nach zehn Wochen wieder arbeiten zu können“, sagt die Diplom Kommunikationsdesignerin rückblickend. Doch es kam alles ganz anders. Katharina Strüders Krankheitsgeschichte nahm einen tragischen Verlauf. Eine zweite Operation folgte und statt der erhofften Genesung verschlechterte sich der Zustand der jungen Frau. Heute hat sie Pflegegrad drei, ihre Feinmotorik ist gestört und sie kann sich nur mühsam mit Gehhilfen oder einem Rollstuhl fortbewegen.

Anders als gehofft, konnte ihre Wirbelsäule bei der Operation nicht begradigt werden, starke Schmerzen bestimmen heute noch ihren Alltag. Hinzu kommt, dass sich im Operationsbereich starkes Narbengewebe gebildet hat. „Es traut sich niemand mehr daran“, sagt Katharina Strüder.

Die junge Frau hat resigniert und die Hoffnung auf eine erneute Operation und mögliche Heilung aufgegeben. Sie setzt alles daran, den Alltag mit der mittlerweile fünfjährigen Tochter zu meistern. So gut es eben geht. Ihre Eltern versuchen, die alleinerziehende Mutter zu unterstützen, doch wie Katharina Strüder selbst, stoßen auch sie immer wieder an ihre Grenzen. Die Krankheit stellt die komplette Familie auch vor große finanzielle Herausforderungen.

Die junge Frau bewohnt mit ihrem Kind im Obergeschoss ihres Elternhauses eine eigene Wohnung, behindertengerecht ist diese aber nicht. Und selbst mit Zuschüssen von der Kranken- oder Pflegekasse könnte Katharina Strüder, die eine kleine Erwerbsminderungsrente bezieht, es sich nicht leisten, das Badezimmer so umzubauen, dass sie es gut nutzen kann.

Von einem Treppenlift wagt sie erst gar nicht zu träumen. „Das kann ich nicht bezahlen“, sagt sie. So muss sie immer wieder unbeschreiblich viel Kraft aufwenden, um die Treppenstufen, die zu ihrer Wohnung führen, zu bewältigen.

„Es gibt Tage, da bleibt mir nichts anderes übrig, als auf dem Po Stufe für Stufe hinunterzurutschen, wenn ich das Haus verlassen will“, beschreibt sie ihre Situation. Und genau das soll mit HELFT UNS LEBEN, der Hilfsorganisation unserer Zeitung, anders werden. Vorsitzende Manuela Lewentz-Twer und Geschäftsführer Hans Kary besuchten Katharina Strüder mit ihrer kleinen Tochter Louisa.

Sie waren sich sofort einig, dass ein Treppenlift Katharina Strüder ein Stück Freiheit und Selbstständigkeit zurückgeben könnte. „Gerade mit dem kleinen Kind ist es doch wichtig, dass Katharina Strüder mal vor die Türe kommen und am Leben teilhaben kann“, sagt Manuela Lewentz-Twer. Sie ist zuversichtlich, dass dies mit Hilfe der Leser unserer Zeitung schon bald realisiert werden kann.

Denn Hürden liegen der 34-Jährigen Ingelbacherin jeden Tag aufs Neue im Weg. Sei es die Beantragung eines Rollstuhls bei ihrer Krankenkasse, das ewige Warten auf einen Sonderparkausweis für schwerbehinderte Menschen oder das Kämpfen gegen diverse Ablehnungsbescheide. Für alles, was ihr Leben leichter und den Alltag mit ihrer Krankheit erträglicher machen könnte, muss sie kämpfen, hart kämpfen. Glücklicherweise steht Katharina Strüder regelmäßig Nicole Stoessel von der Kirchlichen Sozialstation in Altenkirchen zur Seite. Die Betreuerin leistet der Ingelbacherin seelische Unterstützung, hat ein offenes Ohr für ihre Probleme und überlegt mit ihr gemeinsam, was sie tun kann, um ihren beschwerlichen Alltag zu verbessern.

Eine große Verbesserung könnte auf jeden Fall schon mal ein Treppenlift bringen und das Leben von Katharina Strüder und ihrer Tochter leichter machen.

Foto: Manuela Lewentz-Twer (links) und Hans Kary (rechts) wollen Katharina Strüder (Mitte) und ihrer kleinen Tochter Louisa helfen. Betreuerin Nicole Stoessel (2. von links) und Anja Lanio (2. von rechts) von der kirchlichen Sozialstation in Altenkirchen wissen, wie schwer der Alltag der Frau ist. Foto: Beate Christ

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Schüler sammeln Geld für Rico

Spendenaktion an der Julius-Wegeler-Schule für vierjährigen Jungen

Koblenz. Über gute Noten freut sich jeder Schüler, zeigt es doch, dass sich das Lernen gelohnt hat. Aber an der Julius-Wegeler-Schule in Koblenz können gute Noten noch viel mehr, als nur schön auf dem Zeugnis auszusehen: Nach dem Spendenaufruf der Initiative HELFT UNS LEBEN für den vierjährigen Rico aus Obernhof organisiert die Schule mehrere Aktionen, um dem Jungen zu helfen. Unter anderem das Notenprojekt „15 Punkte für Rico“/„Note Eins für Rico“: Jeder Schüler kann pro MSS-Punkt 10 Cent spenden oder pro Note Eins einen Euro. So kann jeder Rico und seine Familie mit kleinen Beträgen unterstützen.

Ins Leben gerufen wurde diese Aktion von Christian Reif, Lehrer an der Julius-Wegeler-Schule. Ricos Mutter Angelina Bergmann ist eine ehemalige Schülerin Reifs, und als er den Spendenaufruf entdeckte, wusste er, dass etwas getan werden muss. „Ich hab mich gefragt, was wir als Schule tun können. Da ist mir dann die Idee mit den Noten gekommen.“ Mit Plakaten und vielen Informationen machte er die Schüler auf die Idee aufmerksam. Vor allem da jetzt die Klausurenphase zwischen den Herbst- und Weihnachtsferien beginnt, haben Schüler eine gute Möglichkeit, für Rico zu spenden. „Freut man sich über seine Note, kann man Rico daran teilhaben lassen“, erklärt Reif. Er hat auch schon ein zweites Projekt geplant: Zusammen mit den Schülern der Mediengestaltung und Hauswirtschaftslehre sollen auf dem Weihnachtsmarkt selbst designte Weihnachtskarten und Plätzchen verkauft werden. Deren Erlös geht ebenfalls an die Familie Bergmann.

„Alle waren begeistert von der Idee und haben sich direkt dafür angeboten“, berichtet Reif stolz, der sich sehr über die Unterstützung der Mediengestalter und Hauswirtschaftslehre gefreut hat.

Er hofft darauf, dass die Initiative der Schüler bei der Notenaktion genau so groß sein wird. „Wenn jeder mitmacht, würden wir in zwei Klausurenphasen schon 1200 Euro zusammenbekommen.“ Eine konkrete Vorstellung, wie hoch der gesammelte Betrag für Rico insgesamt sein könnte, hat Reif allerdings noch nicht. „Um die 4000 oder 5000 Euro wäre aber auf jeden Fall ein gutes Ziel.“

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Medikamente wirken bei Rico einfach nicht

Der Vierjährige aus Obernhof ist auf Therapien angewiesen

Rhein-Lahn. Er weiß noch genau, wo er fürs Osternest Moos gesammelt hat, sieht, wenn der Nachbar ein Ersatzrad am Auto montiert hat, erkennt, wenn der Schreibtischstuhl nicht an seinem eigentlichen Platz steht. Rico ist ein pfiffiger Junge voller Lebensfreude. Doch die Momente, in denen es dem Vierjährigen schlecht geht, überwiegen. Er ist auf dem Stand eines Zweijährigen, hat frühkindlichen Autismus und leidet unter Intelligenzminderung. Der kleine Mann braucht die volle Aufmerksamkeit seiner Mama Angelina Bergmann – und das 24 Stunden an sieben Tagen die Woche. Die Alleinerziehende weiß: Wenn das so bleibt, schafft sie es nicht. Hier kommt HELFT UNS LEBEN (HUL), die Hilfsorganisation unserer Zeitung, ins Spiel. Vorsitzende Manuela Lewentz-Twer und Geschäftsführer Hans Kary besuchten jetzt die Familie, um sich ein Bild von deren Situation in Obernhof zu machen.

Wie prekär die Situation tatsächlich ist, wird durch die Erzählungen Angelina Bergmanns schnell deutlich. Die 28-jährige Mutter kann mit ihrem Sohn praktisch nirgendwo hingehen, ohne dass sich nicht mindestens eine Person gestört fühlt. Gerade in der Arztpraxis angekommen, fängt der Junge an zu schreien, dauert es zu lang an der Fleischtheke im Supermarkt, schlägt er plötzlich um sich, sind die beiden gerade auf dem Spielplatz angekommen, möchte er wieder nach Hause. „Rico kann keine Reize filtern, vor vielen fremden Leuten hat er Angst, gerade vor Kindern“, sagt Mama Angelina und erklärt, dass viele Leute darauf mit Unverständnis reagieren und sie beschimpfen oder wegschicken.

Die Situation isoliert die Familie mehr und mehr. Teils fühlt sich Angelina Bergmann alleingelassen. Das erkennt auch Manuela Lewentz-Twer und drückt ihr Mitgefühl aus, während sie Rico liebevoll den Arm streichelt: „In meinen Augen scheint es wichtig zu sein, auch für Sie kleine Freiräume zu schaffen.“

Schnell wird deutlich, dass das Angelina Bergmann nicht macht – und nicht kann. Denn niemand hat genügend Kraft, um den Jungen mal einen Tag lang zu betreuen. Ihr Vater ist gestorben, ihre Mutter gesundheitlich angeschlagen. Einen Partner gibt es im Leben der jungen Frau nicht. Zumindest ihre Schwester oder eine Freundin können Rico mal für ein, zwei Stunden nehmen. Ihren Sohn in eine 24-Stunden-Betreuung zu geben, das kommt für die 28-Jährige nicht infrage. Eine passende Betreuung für Kinder mit einem solchen Krankheitsbild gebe es ohnehin nicht in der Nähe. Und für die Mutter steht fest: „Ich werde mein Kind nicht weggeben. Ich möchte das Leben mit meinem Kind zusammen schaffen.“ Als wäre die Situation nicht schon schlimm genug, schlagen viele der Medikamente, die der blonde Junge bekommt, auch nicht (mehr) an. Zudem werden die Abstände größer, bis er gewisse Dinge allein schafft.

Windeln wechseln, Zähne putzen, waschen, füttern: Für die Alleinerziehende ist dies alles sehr anstrengend, erzählt sie. Denn vieles mag Rico so gar nicht leiden, entwickelt eine enorme Kraft, wenn er sich wehren möchte. Angelina Bergmann hat kürzlich Pflegestufe 4 für ihren Sohn beantragt. Ein schwerer Schritt, aber die verzögerte Entwicklung von Rico lässt ihr keine andere Wahl. „Es hat ewig gebraucht, bis Rico allein Pipi machen konnte“, erzählt die Powerfrau verzweifelt.

Immerhin sei der ältere Nachbar von unten sehr kulant, obwohl er wirklich alles mitbekommen würde, wenn der Vierjährige mal wieder laut wird. Manuela Lewentz-Twer macht der Mutter Mut: „Vielleicht hilft es zusätzlich, wenn Sie Ihr Umfeld über Ihre Situation informieren. Dadurch wird es oftmals besser.“

Vor Kurzem wurde zudem Diabetes Typ 1 bei der 28-Jährigen diagnostiziert. Bis zuletzt arbeitete sie als Mediengestalterin 30 Stunden die Woche von zu Hause aus, während der Junge in der Kita in Singhofen war. Doch all ihre eigenen Probleme stellt die Frau hintenan. „Für mich ist es das Schlimmste, seinen Leidenskampf zu sehen. Er frisst alles in sich rein. Mein Wunsch wäre es, dass sich das reduziert.“

Die Liste der Baustellen und der nötigen Therapien ist lang: Förderung der Sprache, Reduzierung der Aggressivität und Reizüberflutung. Wenn nur eine Therapie zu 5 Prozent anschlagen würde, so die Frau aus Obernhof, wäre das ein Erfolg. „Was wir jetzt alles schaffen, sehe ich als Grundstein für später“, sagt sie und kommt auf die Delfintherapie zu sprechen, die 15 000 Euro kostet, aber Erfolg versprechend scheint. „Wir sehen direkt, dass wir hier helfen können“, versichert Hans Kary. Angelina Bergmann kann ihre Tränen nicht zurückhalten. Manuela Lewentz-Twer fügt hinzu: „Wir können Berge versetzen.“ Die beiden machen der Familie Mut, dass sich der eine oder andere bereit erklärt, zu spenden.

HELFT UNS LEBEN bittet um Spenden für Familie Bergmann. Die Bankverbindung lautet: HELFT UNS LEBEN, Sparkasse Koblenz, IBAN: DE72 5705 0120 0000 0013 13, Betreff: Rico.

Foto: Manuela Lewentz-Twer (links), Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN, und Geschäftsführer Hans Kary besuchten Angelina Bergmann und ihren Sohn Rico in Obernhof. Die Vertreter der Hilfsorganisation erkannten schnell: Auch wenn der Vierjährige ein pfiffiger Junge voller Lebensfreude ist, kann die Familie jede Hilfe brauchen. Foto: Rödder

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Keine Fenster, kein Bad: Familie sucht Bleibe

Paar aus Hadamar mit drei Kleinkindern haust in einstigem Ladenlokal – Ein Brand zerstörte ihre Wohnung

Hadamar. Passiert der Besucher die Haustür der Wohnung von Jennifer Reusch und Stefan Schneider, steht er gleich im Schlafzimmer. Oder ist es die Küche? Rechts in der Ecke liegt eine Matratze, links steht ein Kühlschrank. Als Wohnung möchte das Paar seine derzeitigen Zimmer, in denen es wohl oder übel leben muss, nicht bezeichnen. Denn die Wohnung ist eigentlich ein Ladenlokal mitten in Hadamar: keine Fenster, kein Bad, Leuchtstoffröhren als einzige Lichtquelle. Bis vor knapp elf Wochen wohnte das Paar mit seinen drei Kindern noch zwei Häuser weiter. Doch am ersten Märzwochenende kam es in dem Gebäude dort zu einem Brand aufgrund eines technischen Defekts an der Heizung. Von heute auf morgen verlor die fünfköpfige Familie praktisch ihr gesamtes Hab und Gut. Hier kommt HELFT UNS LEBEN (HUL), die Hilfsorganisation unserer Zeitung, ins Spiel. Vorsitzende Manuela Lewentz-Twer und Geschäftsführer Hans Kary besuchten die Familie, um sich ein Bild von deren Situation in der hessischen Stadt nahe des Rhein-Lahn-Kreises zu machen.

Wie prekär die Situation tatsächlich ist, wird schnell deutlich: Die 31-jährige Jennifer Reusch zeigt das einzige Waschbecken in der Wohnung. Um zu putzen, muss sie mit einer kleinen Schüssel nach und nach Wasser in einen Eimer umfüllen. Zum Spülen füllt sie Wasser in eine große Bütt. „Duschen und Wäsche waschen können wir zum Glück bei Bekannten“, sagt Jennifer Reusch und erklärt, dass sie überaus dankbar dafür ist, dass sie so viel Unterstützung von Freunden und der Familie bekommen hat.

So gab es auch eine Vielzahl an Leuten, die Kleidung und Kinderspielzeug gespendet haben. Denn 80 Prozent ihrer Habseligkeiten musste die Familie entsorgen. „Ein Nachbar hat uns einen Schrank geschenkt, der Besitzer der Kneipe nebenan hat uns Tische geliehen“, sagt Stefan Schneider, und Jennifer Reusch erzählt, dass auch die Villa Musica, eine Kindertagesstätte in Hadamar, die die drei Kinder besuchen, eine Spendenaktion gestartet hat. „Und ein Mann, der hier am Haus entlangkam, war so bestürzt von unserer Situation, dass er uns spontan 50 Euro gab“, sagt die 31-Jährige.

Diese Form der Ersthilfe beschreibt Manuela Lewentz-Twer als bemerkenswert, ermutigt die Familie aber zugleich: „Ihr Leben muss wieder lebenswerter werden. Jetzt ist der Punkt gekommen, an dem Sie herausgehen müssen, damit ihre Probleme weiter gelindert werden können.“ Den ersten Schritt dazu macht HUL: Manuela Lewentz-Twer und Hans Kary entschieden sich kurzerhand dazu, sofort Entlastung zu schaffen. „Kleiderschränke sowie Bettwäsche für die Kinder kann HELFT UNS LEBEN organisieren“, verkündete der HUL-Geschäftsführer die guten Neuigkeiten. Zugleich machen Manuela Lewentz-Twer und Hans Kary der Familie auch Hoffnung, dass sich womöglich der eine oder andere bereit erklärt zu helfen. „Es gibt doch bestimmt eine Familie hier in der Region, die euch für einige Monate aufnehmen kann – in einer frei stehenden Ferienwohnung zum Beispiel“, spricht die HUL-Vorsitzende der Familie Mut zu. Die Familie weiß weder, wie lang sie noch in ihrer jetzigen Wohnung leben kann, noch, wann sie in ihre alte Wohnung zurückziehen kann, die gerade saniert wird. „In der Zeit hat uns unser Vermieter hier zwischengeparkt“, sagt Jennifer Reusch und macht ihrem Ärger Luft, dass sie nicht glauben kann, dass der Vermieter wohl keine anderen Möglichkeiten der Unterbringung hatte. Auch eine komplett andere Wohnung hat die Familie bislang nicht gefunden.

Doch in der jetzigen Wohnung kann die Familie auf Dauer nicht bleiben, sind sich Jennifer Reusch und Stefan Schneider einig. „Wir haben ständig Leute in der Wohnung stehen, weil die denken, dass hier der Eingang zum Wettbüro sei“, sagt der 37-Jährige. „Aber die Tür muss ja immer offen stehen, damit wir Licht und frische Luft haben, und dann gaffen uns die Leute in die Bude.“ Mama Jennifer Reusch kocht für fünf Personen auf einem Zweiplattenkocher. Der steht in der provisorisch eingerichteten Küche, die wohl mal als Dunkelkammer eines Fotostudios diente, meint der Familienvater. In den Ecken sind unzählige Kisten mit Kleidung und Haushaltsgegenständen gestapelt; die wenigen Dinge, die nicht dem Brand beziehungsweise dem Qualm zum Opfer gefallen sind. „Bei dem Chaos hier und unter den gegebenen Umständen hält man es nicht lang aus. Die Situation ist so belastend für uns“, sagt die Familienmutter verzweifelt. Zum Glück seien die Kinder – eine dreijährige Tochter und Zwillinge im Alter von zwei Jahren – tagsüber im Kindergarten. Abends gehen sie oft spazieren. Erschwerend komme hinzu, so die 31-Jährige, dass bei ihrem Sohn vor Kurzem Epilepsie diagnostiziert wurde.

HELFT UNS LEBEN bittet um Spenden für die Familie. Die Bankverbindung lautet: HELFT UNS LEBEN, Sparkasse Koblenz, IBAN DE72 5705 0120 0000 0013 13, Betreff: Jennifer Reusch. Wer eine Unterkunft zur Verfügung stellen könnte, meldet sich unter Telefon 0261/892 470.

Foto: Jennifer Reusch (von links) und ihr Partner Stefan Schneider müssen seit elf Wochen gemeinsam mit ihren drei Kleinkindern in einem einstigen Ladenlokal in der hessischen Stadt Hadamar hausen. Bei einem Brand in ihrer vorherigen Wohnung haben sie alles verloren. Hans Kary und Manuela Lewentz-Twer von HELFT UNS LEBEN wollen die Familie unterstützen und rufen dazu auf, dass sich Leute melden, die eine frei stehende Wohnung haben und diese der Familie für einige Zeit zur Verfügung stellen können. Foto: Sabrina Rödder
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Linas schweres Schicksal

Leserspenden unterstützen Neunjährige und deren Eltern

Mendig. Sie ist eine liebenswürdige Neunjährige, aber Lina Meurer plagt ein schweres Schicksal. Von Geburt an ist sie entwicklungsverzögert. Lina leidet unter einer genetisch bedingten globalen Entwicklungsstörung, dem „Phelan-McDermit-Syndrom“ (PMS). Die Symptome sind eine deutlich verzögerte Entwicklung und Störungen beim Wachstum.

„Lina konnte im Alter von drei bis vier Jahren sogar mit einem Rutschauto fahren“, erinnert sich Vater Sven Meurer. „Leider begannen dann epileptische Anfälle, weswegen sie alle paar Wochen zu stationären Aufenthalten ins Krankenhaus musste“, berichtet ihre Mutter Melanie Geilen. Zeitweise waren Behandlungen auf der Intensivstation erforderlich. Durch solche Vorfälle, verbunden mit Sauerstoffmangel, verschlechterte sich Linas Zustand, sodass sie heute weder stehen noch laufen kann. Ernährt wird sie per Sonde. „Wir hoffen auf kleine Fortschritte und machen das Beste daraus“, sagt Sven Meurer, der nach seiner Tätigkeit als Zeitsoldat heute im Technischen Dienst beim Caritas-Zentrum Mendig arbeitet. Lebensgefährtin Melanie Geilen ist Hebamme am Stiftshospital Andernach.

Lina, die mit ihren Eltern und der kleinen Schwester Ella in Mendig wohnt, hat eine tapfere Familie. Melanie Geilen sagt: „Unser Schicksal ist durchaus zu ertragen – aber der Kampf um jedes Hilfsmittel macht uns manchmal mürbe.“ Dank der Lebenshilfe Mayen gelang es, Lina regelmäßig zur Christiane-Herzog-Schule nach Neuwied-Engers zu bringen. Die Fahrt muss in Begleitung einer medizinischen Fachkraft erfolgen. Weil die Krankenkasse zeitweise eine Unterstützung versagte, konnte Lina monatelang nicht zur Schule gebracht werden. Somit waren auch therapeutische Maßnahmen unterbrochen. Deshalb übernahm Mutter Melanie zwei Wochen die Begleitung und ließ sich freistellen. Durch Vermittlung von Bürgermeister Jörg Lempertz ist es gelungen, den Fahrdienst wieder aufzunehmen, berichtet sie.

Wegen der Gefahr plötzlicher Anfälle muss Lina im Elternschlafzimmer übernachten. Um der Osteoporose entgegenzuwirken, nimmt die Neunjährige an einem Training an der Uni Köln teil. Eine große Hilfe für Linas Eltern sind neben den Großeltern eine Erzieherin aus Linas ehemaligem Kindergarten und Melanie Geilens Kolleginnen. Für die Eltern zählt nur eins: „Wir wollen, dass unser Kind glücklich ist.“

Es gibt Probleme bei der Betreuung. Bad und Schlafzimmer im Untergeschoss sind nur über eine steile Treppe zu erreichen. Ein mühsamer Weg, weil das Kind getragen werden muss. Ein Treppenlift könnte helfen. Auch das Auto braucht eine Rampe, um den Rollstuhl ins Heck befördern zu können. Deshalb hat sich Anke Scherhag, eine Kollegin Geilens, an Manuela Lewentz-Twer, Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN, der Initiative unserer Zeitung für Kinder und Familien in Not, gewandt. Mit HELFT-UNS-LEBEN-Geschäftsführer Hans Kary besuchte Manuela Lewentz-Twer die Familie. Beide erlebten die besondere Zuneigung der Eltern und waren sich sofort einig, dass unbürokratisch geholfen werden muss. Der Umbau des Autos und ein Treppenlift werden in Auftrag gegeben. Darüber hinaus erhält ein Fahrrad für die Mitnahme Linas Elektroantrieb. Und ein Kurzurlaub in einem bewährten Trierer Hotel soll der Familie Erholung ermöglichen. Heinz Israel

HELFT UNS LEBEN bittet um Spenden. Die Bankverbindung lautet: HELFT UNS LEBEN, Sparkasse Koblenz, BIC: MALADE51KOB, IBAN: DE72 5705 0120 0000 0013 13, Betreff: Lina

Foto: Lina (vorn, 2. von links) ist krank. Der Alltag ihrer Familie – Mutter Melanie, Schwester Ella, Vater Sven (von rechts) und Großvater Fred-Josef – ist schwierig. HELFT-UNS-LEBEN-Vorsitzende Manuela Lewentz-Twer (hinten links) und -Geschäftsführer Hans Kary (hinten Mitte) brachten Hilfe. Foto: Heinz Israel

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Nicklas und Julian liebten ihren Fiat Ducato

Zwei Jungs aus Rettert sind auf ein großes Auto angewiesen – Jetzt ist Pkw kaputt und noch nicht abbezahlt

Rettert. Kathrin Seel ist eine Powerfrau von 49 Jahren, die sich liebevoll um zwei Pflegekinder kümmert. Zwei Pflegekinder, die viele andere Familien wahrscheinlich nicht freiwillig zu sich nehmen würden, weiß die Frau aus Rettert. Denn das jüngste hat die Stoffwechselkrankheit Morbus Pompe, das ältere erlitt im Alter von nur einigen Wochen ein Schädel-Hirn-Trauma. Trotz – oder gerade wegen – dieser Behinderungen hat sich Kathrin Seel bewusst für die zwei Jungs entschieden. Beide nahmen sie und ihr Mann Franz als Babys zu sich auf: Nicklas vor zehn, Julian vor acht Jahren. Sebastian, ihr leiblicher Sohn, wurde nur acht Jahre alt. Auch er hatte eine Behinderung. Bis zu seinem Tod vor sechs Jahren war nicht bekannt, welche er hat. HELFT UNS LEBEN (HUL), die Hilfsorganisation unserer Zeitung, besuchte die Familie, um sich vor Ort ein Bild von deren Leben zu machen. Denn seit einigen Monaten ist sie mehr denn je auf Hilfe angewiesen. Ihr Auto – ein Fiat Ducato – muss abbezahlt werden. Einige Tage nach dem Besuch von HUL verschlimmerte sich die Lage der Familie weiter: Kathrin Seel kommt mit dem Wagen von der nassen Straße ab und landet im Graben – Totalschaden. Prellung an Nase und Schlüsselbein.

In der 460-Seelen-Gemeinde Rettert in der VG Katzenelnbogen im Rhein-Lahn-Kreis wohnen die Seels seit 14 Jahren. Die Umgebung ist ruhig und idyllisch. Perfekt für eine Familie mit Kindern. Doch die ländliche Lage macht ein Auto unerlässlich. Und das gestaltete sich für Familie Seel schon vor einigen Monaten zum ersten Mal als Problem. Der alte Bus wurde mit der Zeit zu eng für die beiden Jungs, die immer größer und schwerer werden. Doch ein passendes Auto ist nicht von einem auf den anderen Tag besorgt, so die Mutter. Immerhin muss es komplett umgebaut sein, sodass zwei Rollstühle Platz haben.

Also wollte die Familie in Ruhe nach einem neuen Auto suchen, überlegen, wer es umbaut und wie das alles finanziert werden kann. „Doch dann kam alles anders“, sagt Kathrin Seel und erzählt, wie sie von einem auf den anderen Tag plötzlich ohne Auto dastanden, weil die Zylinderkopfdichtung versagte. „Ich habe solche Panik bekommen und fragte mich: ,Was ist, wenn einer der beiden Jungs stürzt? Was ist, wenn einer einen epileptischen Anfall bekommt? ‚“

Von jetzt auf gleich musste also ein neues Auto her. Die Lösung hieß Fiat Ducato, war vier Jahre alt und kostete 25 000 Euro – und war schon komplett behindertengerecht umgebaut. „Wenn uns die Leute, die uns mögen, kein Geld geliehen hätten, dann weiß ich auch nicht“, sagt Kathrin Seel und schüttelt den Kopf. 12 000 Euro davon müssen noch zurückbezahlt werden. Hier kommt HELFT UNS LEBEN ins Spiel. Vorsitzende Manuela Lewentz-Twer und Geschäftsführer Hans Kary machten sich ein Bild von dieser prekären Situation. Die beiden waren sich sofort einig, dass es mehr als schön sei, dass sich die Familie so sehr für die beiden Kinder einsetzt. Somit entschieden sie sich kurzerhand dazu, sofort Entlastung zu schaffen. „6000 Euro kann HELFT UNS LEBEN direkt bewilligen“, verkündet Manuela Lewentz-Twer die guten Neuigkeiten. Kathrin Seel kann ihre Tränen nicht mehr zurückhalten, versucht sich aber vor ihren Kindern zu fangen und sagt: „Hier bringen Sie im wahrsten Sinne des Wortes etwas ins Rollen.“

Jetzt steht die Familie plötzlich wieder ohne Auto da. „Alle Termine mussten wir von jetzt auf gleich absagen“, erzählt Kathrin Seel völlig schockiert auf Nachfrage unserer Zeitung. „Arzttermine können wir nur durch die Hilfe von Bekannten wahrnehmen.“ Die Familie kann also nicht nur jeden Euro gebrauchen, um den Fiat Ducato abzubezahlen – auch für ein neues Auto ist sie jetzt auf jegliche Hilfe angewiesen. Denn in den kommenden Jahren möchte die Familie noch viele positive Dinge erleben. Ein Auto ist dafür unerlässlich. Auch für die alltäglichen Dinge ist sie auf ein Fahrzeug angewiesen. Nicklas und Julian besuchen die Erich-Kästner-Förderschule in Singhofen. Alle zwei Wochen bekommt Julian eine Infusion, wofür die Familie in die Mainzer Uniklinik fahren muss.

„Einige Leute sagen: ,Selbst schuld, wenn Sie sich solche Kinder ins Haus holen’“, sagt Kathrin Seel. „Aber die beiden geben mir so viel zurück.“ So wird die Mutter ein Erlebnis von vor drei Jahren nie vergessen: Julian lernte plötzlich laufen, obwohl Kinder nach Ausbruch der Krankheit Morbus Pompe dies eigentlich niemals können. „Das Witzige daran: Julian konnte nur dann beide Füße auf den Boden stellen, wenn er sich fest an den Ohren gepackt hat.“

Manuela Lewentz-Twer und Hans Kary machen der Familie Mut, dass sich hoffentlich der eine oder andere bereit erklärt zu helfen.

HELFT UNS LEBEN bittet um Spenden für die Jungen und ihre Familie. Die Bankverbindung lautet: HELFT UNS LEBEN, Sparkasse Koblenz, IBAN DE72 5705 0120 0000 0013 13, Betreff: Nicklas und Julian.

Foto: Julian (8, vorn links) und Nicklas (10) sind auf ihre Rollstühle angewiesen, benötigen also ein Auto, das groß genug ist, wenn sie mit Mama Kathrin Seel (rechts) und Au-pair-Mädchen Buhlebenkosi aus Simbabwe (Mitte) einen Ausflug machen wollen. Als Manuela Lewentz-Twer (links) und Hans Kary (hinten rechts) die Familie in Rettert vor einer Woche besuchten, um sich ein Bild von ihrer Situation zu machen, war ihre Lage nur halb so schlimm wie jetzt. Denn die Seels brauchen nicht nur Geld, um den Fiat Ducato abzubezahlen – ebenso sind sie auf jeden Euro angewiesen, um ein neues Fahrzeug zu finanzieren. Am Sonntag hatte Mama Kathrin einen Autounfall mit Totalschaden. Foto: Sabrina Rödder

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Familie kämpft sich durch schwere Zeiten

Sophie (9) leidet an Leukämie und ist nach einer Hirnblutung gelähmt und blind

Kleinmaischeid. Endlich durfte Sophie nach Hause. Wenigstens für ein paar Tage konnte die Neunjährige raus aus dem Krankenhaus. Die ganze Familie war mal wieder zusammen in Kleinmaischeid (Kreis Neuwied). Freude – auch wenn es nicht mehr so ist, wie es war, und nie mehr so werden wird.

„Letztes Jahr ist sie hier zu Weihnachten noch durchs Haus gesprungen“, sagt Anke Queitsch. Jetzt sitzt sie bei ihrer Tochter am Bett, hält die Hand der Kleinen und schaut sie liebevoll an. Das Mädchen scheint mit offenen Augen zu schlafen. Immerhin entspannt: keine Schmerzen. Eine halbe Stunde vorher sah das noch anders aus.

Es begann vor einem Jahr. Sophie hatte Fieber, es ging nicht weg, sechs Wochen lang. Die Ärzte untersuchten ihr Blut und bestätigten den schlimmen Verdacht: Leukämie. Das Mädchen bekommt Chemotherapie – und eine Hirnblutung. Um Druck zu nehmen, müssen die Ärzte ihr vorübergehend ein Stück Schädeldecke entfernen. Sophie liegt auf der Intensivstation der Uniklinik Bonn. Vier Wochen Koma. Als sie wieder aufwacht, ist sie gelähmt und blind. Bis heute kann sie Arme und Beine nicht bewegen, der Kopf zeigt leichte Reaktionen. „Die Ärzte hoffen, dass es mit den Armen wieder etwas wird, und mit einer Therapie kann sie eventuell 40 Prozent ihrer Sehkraft zurückerhalten. Aber ob sie jemals wieder läuft, steht in den Sternen“, erzählt Jana Johannes.

Die Angst, etwas falsch zu machen

Die Freundin der Familie hat beim Besuch von HELFT UNS LEBEN, der Hilfsaktion unserer Zeitung, die Gesprächsführung. Anke Queitsch muss sich um ihre Tochter kümmern, ist angespannt: Nach elf Monaten Krankenhaus und Reha-Klinik durfte sie mit Sophie erstmals für ein paar Tage nach Hause. Und dann das: Der Bauch ist ganz hart, Sophie geht’s nicht gut. Die Mutter macht sich Vorwürfe. Hat sie was falsch gemacht?

Die aus Bonn hergeeilte Krankenschwester versichert das Gegenteil, doch erst als Einläufe die erhoffte Wirkung bringen, entspannt sich die Mutter. „Es ist immer ein Auf und Ab“, seufzt sie. „Ich hatte mich so gefreut, endlich heimzudürfen.“ Elf Monate lang hat sie bei ihrer Tochter im Krankenhaus gesessen. „Manchmal wäre ich am liebsten aufgestanden und einfach gegangen“, gibt sie zu, weiß aber: „Das würde sie nicht aushalten. Ich bin ihr letzter Halt.“

Aber zu Hause gibt es noch vier Menschen, denen sie gern Halt geben würde. Vier Menschen, die sie auch sehr stolz machen. „Sie sind so selbstständig, stark und tapfer“, schwärmt Anke Queitsch von ihren Kindern Melinda (18), Ricardo (17), Pia (13) und Tim (11), die seit Januar praktisch allein im kleinen Mietshaus in Kleinmaischeid sitzen. Anfangs war der geschiedene Vater noch einmal eingezogen, doch jetzt ist er wieder meist beruflich unterwegs. Mit einer Tagesmutter vom Jugendamt hat es nicht funktioniert. Ab und zu kommen Bekannte und Freunde. Auch die noch berufstätigen Großeltern in Sachsen machen sich in Notsituationen auf den Weg und helfen. Die meiste Zeit jedoch übernimmt die älteste Tochter die Verantwortung. Melinda geht bei einem Maler in die Lehre. Sie organisiert das Familienleben und hat nebenbei das Zimmer, das sich Pia und Tim teilen, renoviert.

Freizeit? Jana Johannes hat sie ein paar Mal mit zum Nürburgring genommen. Ein paar unbeschwerte Stunden. Die beiden verbindet die Liebe zum Motorsport. Pia und Tim durften dank des Fördervereins der Uniklinik eine Woche Ferien auf dem Reiterhof machen. „Das war super“, erinnert sich Pia. Keines der Kinder klagt, auch wenn sie die Mutter vermissen und genauso wie sie um die kleine Schwester bangen. Der Zusammenhalt in der Familie ist stark.

Dass alle trotz der widrigen Umstände in der Schule gut mitkommen, ist dennoch fast ein Wunder. „Ricardo war anfangs im Schnitt von einer 1 auf eine 3 abgesackt, ist jetzt aber wieder bei einer 2“, erzählt Jana Johannes. Über die Schule kam auch der Kontakt zu HELFT UNS LEBEN zustande. Anke Queitsch ist nicht der Typ, der gern um Hilfe fragt. Lehrerin Elke Strauscheid fiel das leichter. „Die Familie wird Geld für Umbauten von der Pflegekasse bekommen. Aber das wird nicht reichen, zumal die Mutter ein Auto braucht, in dem sie einen Rollstuhl unterbringen kann“, schrieb sie an unsere Leser-Spendeninitative.

Die Krankheit bestimmt alles

Und der Bedarf ließ sich beim Besuch leicht überprüfen. Mit dem alten Nissan Micra vor der Haustür wird Anke Queitsch ihre Tochter nicht transportieren können. Und auch im Haus ist einiges zu tun. Die Einnahmen reichen dafür nicht. Anke Queitsch ist gelernte Schneiderin, hatte gerade eine Umschulung zur Hauswirtschafterin abgeschlossen, als die Erkrankung ihr „den Boden unter den Füßen wegriss“. Arbeiten kann sie jetzt natürlich nicht. So lebt die Familie von Hartz IV, Kindergeld und Unterhaltszahlungen des Vaters. Viel kommt da nicht zusammen.

Eigentlich wäre es am besten, in eine behindertengerechte Unterkunft zu wechseln. Doch die zu finden und umzuziehen, dafür fehlen im Moment Kraft und Zeit. Außerdem ist das Verhältnis zum Vermieter gut. „Hier ist nicht alles optimal, aber wir fühlen uns wohl“, erzählt Anke Queitsch. Sie weiß aber auch, dass der alte Teppichboden möglichst bald durch Laminat ersetzt werden muss. Das ist viel hygienischer, wenn die geschwächte Tochter nach Hause kommt. Zu Weihnachten, so hofft sie, könnte es wieder soweit sein. Und das wäre für die Familie das schönste Geschenk: wenigstens für ein paar Tage wieder zusammen zu sein.

HELFT UNS LEBEN bittet die Leser, Familie Queitsch zu helfen und ruft zu Spenden auf. Konto: BIC: MALADE51KOB; Iban: DE72 5705 0120 0000 0013 13.

Foto: Anke Queitsch sitzt bei ihrer Tochter Sophie (9) am Bett. Das Mädchen ist seit einer Hirnblutung infolge einer Chemotherapie gelähmt und blind. Freundin Jana Johannes hofft, dass eine Therapie ihr wenigstens einen Teil der Sehkraft zurückbringt und sie langfristig wieder etwas mobil macht. Foto: Ulf Steffenfauseweh

https://helftunsleben.de/familie-kaempft-sich-durch-schwere-zeiten/

Junge Familie verliert alles in den Flammen

Auf heftigen Schicksalsschlag kurz vor Weihnachten folgt eine Welle der Hilfe

Straßenhaus. Kurz nach 2 Uhr morgens wird Caroline von Baltz aus dem Schlaf gerissen. Neben ihr schlummert friedlich ihre drei Monate alte Tochter Amilia – aber etwas stimmt nicht. Ein unruhiges Licht taucht das Schlafzimmer in glühendes Rot. Die junge Frau rennt ins Erdgeschoss, reißt die Haustür auf und sieht die alte Scheune in Flammen. Wenig später hat das Feuer eine vierköpfige Familie aus Straßenhaus (Kreis Neuwied) obdachlos gemacht.

Die Minuten bis dahin sind dramatisch: Nachdem sie das Feuer entdeckt hat, weckt die Frau ihre Familie, ruft die Feuerwehr, gibt die Adresse durch – als die Verbindung abbricht. Das Haus ist vom Strom abgeschnitten. Verzweifelt sucht die junge Frau im Dunkeln ihr Handy, erreicht erneut die Feuerwehr, rettet sich barfuß mit Baby auf die Straße. Gemeinsam mit ihrem Mann Julian Eisenhauer und dem zweijährigen Sohn Adrian findet sie Unterschlupf bei Nachbarn. Als Eisenhauer kaum eine Minute später versucht, die Autos wegzufahren, sind diese schon zu heiß, um sie anzufassen. Nachdem die Feuerwehr den Brand nach einem stundenlangen Einsatz gelöscht hat, waren die Wagen nur noch ausgebrannte Karossen.

„Es ist so unglaublich schnell gegangen“, murmelt Eisenhauer. Die Scheune ist bis auf die Grundmauern niedergebrannt, das angrenzende Haus unbewohnbar. Von Baltz und Eisenhauer sind mit ihren Kindern wenige Tage nach dem Brand am 12. Dezember zu der Ruine ihres einstigen Zuhauses zurückgekehrt. Eisenhauer blickt auf die verkohlten Reste der Scheune. Es riecht nach verbranntem Holz. Ein ehemaliger Nachbar kommt hinzu. Es sei etwas Geld vom Straßenfest übrig, sagt er. Das sei für die junge Familie gedacht. Caroline von Baltz nickt dankbar. Ob sie sonst noch etwas bräuchten? Sachspenden? Von Baltz schüttelt den Kopf. „Wir gehen fast unter in Sachspenden“, sagt sie. „Es ist unglaublich, was wir an Nachbarschaftsliebe erfahren. Ich weiß gar nicht, wie wir das jemals wiedergutmachen können.“ Der Nachbar winkt ab. „Das ist gar nicht nötig.“

Doch die finanziellen Sorgen sind da. Zumindest für den vor wenigen Monaten gekauften Pick-up wird Eisenhauer keinen Cent sehen. „Der Pick-up ist nur haftpflichtversichert. Wer hat schon eine Kaskoversicherung für ein Nutzfahrzeug?“, fragt der Hausmeister und lacht freudlos. Wie ein Wunder kommt es den beiden vor, dass die meisten persönlichen Gegenstände das Feuer überstanden haben. Unklar ist, ob sie das Haus selbst werden retten können. Eine Kernsanierung wird mindestens nötig sein, bevor sie wieder einziehen können in das Anwesen, das sie sich in sieben Jahren harter Arbeit hergerichtet haben.

Als Julian Eisenhauer sein verbranntes Haus betritt, will sich Adrian von der draußen wartenden Mutter losreißen. Flehend ruft er nach dem Papa. Doch die Eltern wollen nicht, dass er sein altes Kinderzimmer sieht. Dort, wo früher Adrians Spielzeug verstreut lag, ist nur noch eine schmutzige Wasserlache. Der vollgesaugte Teppich verschwindet unter einer Rußschicht und einem großen Stoffpanda, mit dem nie wieder Kinder spielen werden. Nur die bunte Wandverzierung wirkt seltsam unberührt, fröhliche Waldtiere tollen auf einem Baum herum.

Der Familienvater streift durch das Haus, zwei Jahre hat er benötigt, um das Fachwerk unter einer Vertäfelung freizulegen. Alle Bäder sind frisch renoviert, den Kamin im Wohnzimmer hat der Handwerker vor nicht allzu langer Zeit fertiggestellt. Jetzt riecht die gesamte Wohnung wie ein Kamin, Decken sind eingestürzt. Die Einliegerwohnung zerstört. „Eigentlich waren wir gerade fertig und wollten uns nur noch um den Garten kümmern.“

Stattdessen müssen die vier jetzt bei Eisenhauers Eltern wohnen. Bald werden sie in ein voll möbliertes Häuschen einziehen. „Für einen Obolus für Wasser und Strom“, sagt Caroline von Baltz gerührt. Die Nachbarschaftshilfe in Straßenhaus funktioniert. Bis die Familie wieder in ihre eigenen vier Wände ziehen kann, dürften aber noch Jahre vergehen – je nachdem wann und in welchem Umfang die Versicherungen für den Schaden aufkommen. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern unterdessen an. Einen technischen Defekt schließt die Polizei mittlerweile aus.

Mit einer Soforthilfe versucht HELFT UNS LEBEN, die Hilfsaktion unserer Zeitung, den Schicksalsschlag für die junge Familie ein wenig abzumildern. Spendenkonten sind bei der Verbandsgemeinde Rengsdorf eingerichtet. Wer spenden möchte, kann dies unter dem Verwendungszweck: „Brand in Jahrsfeld 12.12.2017“ tun. Quittungen werden nach Bedarf ausgestellt, dies sollte im Verwendungszweck angegeben werden. Die Bankverbindungen lauten: Sparkasse Neuwied, IBAN DE 23 5745 0120 0004 0008 40, BIC MALADE51NWD;Raiffeisenbank Neustadt, IBAN DE 60 5706 9238 0000 1024 53, BIC GENODED1ASN;Westerwald Bank eG, IBAN DE 62 5739 1800 0076 1584 01, BIC GENODE51WW1;Postbank Köln, IBAN DE 31 3701 0050 0028 1345 08, BIC PBNKDEFF.

Foto: Jahrelang haben sie ihr Zuhause aufgebaut, binnen Stunden hat ein Brand es zerstört: Julian Eisenhauer und Caroline von Baltz stehen mit ihren Kindern vor den Resten ihres Anwesens. Foto: Robin Brand

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Pauls Leidensweg begann ohne Vorwarnung

Siebenjähriger erträgt in einem Bochumer Krankenhaus tapfer seine schwere Krankheit – Chor Haste Töne singt für Betzdorfer

Betzdorf. Der Adventskranz steht in der Küche, der Nikolaus hat vorige Woche vorbeigeschaut. Bei Familie Ganser aus Betzdorf deutet alles auf eine normale Vorbereitung auf Weihnachten hin. Doch in diesem Jahr ist nichts normal: Der sieben Jahre alte Paul liegt im Krankenhaus.

Der Junge ist querschnittsgelähmt, Folge einer ganz seltenen Krankheit: Schuld ist ein Aneurysma im Spinalkanal oder anders ausgedrückt: Paul leidet an einer arteriovenösen Malformation. „Eine angeborene Fehlbildung von Gefäßen“, übersetzt Mutter Anja Ganser, eine gelernte Krankenschwester.

Die schwere Erkrankung ist Anfang Oktober über die Familie hereingebrochen, aus heiterem Himmel. „Paul hat über Schmerzen im Arm und Kribbeln in den Fingern geklagt“, erzählt Anja Ganser. Dann konnte er Arme und Beine nicht mehr bewegen. Nach einem MRT im Krankenhaus in Weidenau folgte die niederschmetternde Diagnose.

Alles ohne Vorwarnung: „Er hat doch noch beim Barbarafest auf der Hüpfburg getobt und ist Fahrrad gefahren“, erzählt die Betzdorferin. Sein Zwillingsbruder Luca war immer dabei. „Beide sind eine Einheit“, sagt die Mutter. Die Zwillinge gehen in die zweite Klasse der Martin-Luther-Grundschule. Der Jüngste in der Familie ist der fünfjährige Luis.

Inzwischen liegt Paul im Krankenhaus „Bergmannsheil“ in Bochum, in der Abteilung für querschnittsgelähmte Patienten. Der Junge muss beatmet werden. „Er hat mal gute und mal schlechte Tage, aber er ist ganz tapfer“, erzählt Anja Ganser. Erst in drei bis sechs Monaten – so die Prognose – wird Paul wieder nach Hause kommen können. Seine Mutter ist die Woche über bei Paul im Krankenhaus in Bochum. Die Kinder werden tagsüber von einer Tagesmutter beziehungsweise von Freunden der Familie betreut. An den Wochenenden löst Ehemann Ulrich (41) seine Frau in der Klinik ab. Er arbeitet als Controller in einer Firma in Siegen. Anja Ganser ist von ihrer Arbeit als Integrationshelferin bei der Lebenshilfe freigestellt.

Während Anja Ganser erzählt, sitzt ihre Freundin Kathrin Meyer neben ihr am Tisch. Gemeinsam mit weiteren Freunden hat die Alsdorferin in Zusammenarbeit mit der Unnauer Patenschaft eine Hilfsaktion gestartet. Der Verein unterstützt Familien schwerstkranker Kinder. Auch HELFT UNS LEBEN, die Hilfsorganisation unserer Zeitung, ruft die Leser auf, für die Betzdorfer Familie zu spenden. Denn auf die Gansers kommen hohe Kosten zu. Seit 2009 wohnen sie in einem Altbau, den sie wunderbar hergerichtet haben. Doch er ist nicht barrierefrei und zugänglich für ein Kind, das im Rollstuhl sitzt. Die Eltern möchten anbauen: Sie brauchen einen Eingang sowie Räume für ein Bade- und ein Schlafzimmer, die barrierefrei sind. Außerdem benötigt die Familie ein neues Auto, um einen Rollstuhl transportieren zu können.

Anja Ganser ist froh, dass sie, ihr Mann und die Kinder bei der Bewältigung dieser Herausforderungen nicht alleine dastehen: „Wir sind mit Freunden gesegnet. Sie sind eine unheimliche Stütze. Wir werden aufgefangen und durch die Situation getragen.“ Und als gläubiger Mensch fügt sie hinzu: „Das ist ein Geschenk Gottes.“ Und auch Haste Töne möchte helfen. Anja und ihr Mann Ulrich singen in dem Gospel- und Worship-Chor. „Die Familie durchlebt gerade eine schwierige Zeit und muss alles umstellen“, sagt Chorleiter Markus Neuroth, „es ist uns eine Herzensangelegenheit, vor Ort direkt zu helfen, mit dem, was uns als Haste Töne möglich ist.“

Spontan hat der Chor seine beiden Auftritte am 20. und 21. April kommenden Jahres in der Stadthalle in Betzdorf mit dem neuen Programm „Liebe ist“ zu Benefizkonzerten umgewidmet. Von jedem verkauften Ticket gehen 5 Euro als Spende an die Familie. „Wir singen für Paul“, steht als Hinweis auf den Eintrittskarten.

Anja Ganser freut sich und ist dankbar für die Unterstützung ihres Chors: „Wir sind, wie in einer Familie, füreinander da.“

HELFT UNS LEBEN bittet die Leser, Familie Ganser zu helfen und ruft zu Spenden auf. Konto: BIC: MALADE51KOB; Iban: DE72 5705 0120 0000 0013 13.

Foto: Der Chor Haste Töne aus Betzdorf-Bruche will Paul helfen. Die Eltern singen in dem Ensemble. Der Chor gibt im kommenden Jahr zwei Benefizkonzerte in der Stadthalle in Betzdorf. Der Vorverkauf hat begonnen. Foto: Claudia Geimer

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Duo macht Theater für guten Zweck

Miriam Scheffel und Anika Talhoff werden kreativ – Spenden für Familie in Not

Puderbach. Was raschelt denn da im Unterholz? Wenn Miriam Scheffel und Anika Talhoff auf der Bühne durch den „Dunkelwald“ schleichen, dann tun sie das meistens vor Kindern, aber diesmal für den guten Zweck: Als „Gezwitscher Suppengrün“ lädt das Theaterduo zum Stück „Das verfolgte Herz“ in den „TheARTrale“-Saal im Dernbacher Country-Hotel. Alle Einnahmen aus der Aufführung am Sonntag, 17. Dezember, kommen der Oberradener Familie Wittlich zugute.

Markus Wittlich hat seit einigen Jahren eine progressive Form der Multiplen Sklerose, seine Frau Sabine, die ihn gepflegt und umsorgt und sich um den gemeinsamen Sohn Jonathan gekümmert hat, erkrankte nun an Pfingsten an Brustkrebs. Dass sie der in Not geratenen Familie helfen wollen, war Anika Talhoff und Miriam Scheffel schon beim Benefiz-Flohmarkt in Straßenhaus im Oktober klar. Und da sie mittlerweile auf der Bühne Übung haben, stand auch schnell der Plan für eine Theateraufführung zum Spendensammeln.

2014 haben die beiden Freundinnen als „Gezwitscher Suppengrün“ erstmals die Bühnenbretter betreten. Der ungewöhnliche Name entstand dabei aus einem Spitznamen aus der Kinderzeit und einer unleserlichen Handschrift: „Eigentlich wollten wir uns ‚Geschwister‘ nennen“, lacht Anika Talhoff. Inzwischen ist das fantasievolle Duo schon mehrmals unter dem Namen des kreativen Lesefehlers aufgetreten. Ihre Stücke schreiben die beiden Theaterfans durchweg selbst, designen und nähen Kostüme, gestalten Bühnenbild und Requisiten und bündeln viele bunte Ideen zu einem fantasievollen Ganzen. So auch in „Das verfolgte Herz“, wo sich die beiden Waldwesen Thekla und Mumpitz im Dunkelwald umkreisen. Dank „TheARTrale“ und dem Einsatz der Gruppenaktiven steigt die Aufführung nun im Dernbacher Country-Hotel. Eintrittskarten will das „Gezwitscher“-Paar dafür nicht verkaufen, wohl aber eine Spendendose aufstellen und auf freigiebige Zuschauer zugunsten der Familie Wittlich hoffen. Mit Gezwitscher aus dem Dunkelwald etwas Gutes tun, lohnt sich doch allemal.

„Das verfolgte Herz“ ist zu sehen am Sonntag, 17. Dezember, um 15 Uhr im „TheARTrale“-Saal des Country-Hotels Dernbach. Wer noch Muffins, Kuchen oder Plätzchen beisteuern will, erreicht die Veranstalterinnen telefonisch unter 0176/579 677 16 oder 0151/ 721 201 10. HELFT UNS LEBEN ruft zu spenden für Familie Wittlich auf. Wer helfen möchte, überweist auf das Konto bei der Sparkasse Koblenz (MALADE51KOB) mit der IBAN DE72 5705 0120 0000 0013 13. Einen Artikel über die Familie Wittlich finden Sie unter www.rhein-zeitung.de/ neuwied oder wenn Sie das Foto mit der RZPlus-App scannen.

Foto: Kreativ und ein bisschen schräg ist das Duo „Gezwitscher Suppengrün“. Es sammelt für die Oberradener Familie Wittlich. Foto: Gezwitscher Suppengrün

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