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Der Vorstand von HELFT UNS LEBEN hat sich neu konstituiert

Foto: Thomas Regge (Vierter von rechts), Geschäftsführer Mittelrhein-Verlag, mit dem neuen Vorstand von HELFT UNS LEBEN (von links): Petra Bernhard, Nicoll Waltenberger, Carlos Alexandre, Peter Burger (stellvertretender Vorsitzender), Birgit Reiferscheid-Zupp, Manuela Lewentz-Twer (Vorsitzende), Manfred Wyrwoll (Kassierer), Anne Schattner (stellv. Geschäftsführerin), Prof. Dr. Peter Billigmann und Hans Kary (Geschäftsführer). Foto: Ulf Steffenfauseweh (Schriftführer)

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„Freude ist der schönste Lohn“


Rheinland-Pfalz. Dankbar – so schaut Fred Pretz auf seine Tätigkeit bei HELFT UNS LEBEN, der Hilfsaktion unserer Zeitung, zurück. „Es hat uns immer wieder glücklich gemacht, wenn wir die Freude der Menschen, denen wir geholfen haben, gespürt haben“, sagt der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Vallendar. „Das war der schönste Lohn.“ Nach fast fünf Jahren, davon eine Hälfte als Erster und eine als stellvertretender Vorsitzender, ist Pretz nun aus dem Vorstand ausgeschieden. Manuela Lewentz-Twer, Vorsitzende von HELFT UNS LEBEN, dankte Pretz für die Leistung und würdigte sein Engagement im Interesse aller Menschen in Not.

Im Gespräch mit unserer Zeitung zieht Pretz Bilanz. „Im Dezember 2014 hatte mich Verleger Walterpeter Twer gebeten, den Vorsitz zu übernehmen. Ich sollte HELFT UNS LEBEN eine neue, regionale Ausrichtung geben.“ Dabei kam dem gemeinnützigen Verein zugute, dass Pretz seine reichen Erfahrungen und Kontakte als Bürgermeister und (damals) als Präsident des Sportbunds Rheinland-Pfalz einbringen konnte. „Ich habe dieses Ehrenamt gern angenommen, weil ich spürte: Hier kann ich konkret etwas für in Not geratene Menschen tun. Und das direkt vor unserer Haustür – das war mir besonders wichtig.“

Dabei geht es vor allem um Betroffene, die meistens infolge gesundheitlicher Behinderungen auch finanzielle und gesellschaftliche Nachteile erleiden. „Man soll es nicht glauben, aber es gibt immer wieder Fälle, bei denen Menschen durch die Maschen unseres schon sehr gut ausgestatteten Sozialstaats fallen“, erläutert Pretz. „Da will eine Krankenkasse Behandlungskosten nicht übernehmen oder darf es aus gesetzlichen Gründen nicht. Da benötigt ein Querschnittsgelähmter einen ganz speziellen Rollstuhl, die Kasse will aber nur das Standardmodell zahlen.“ Jeder Fall wird sehr genau geprüft, der Vorstand tagt jeden Monat. „Wir verwalten ja Gelder, die uns die Spender anvertraut haben. Deshalb prüfen wir immer bei einem persönlichen Besuch sehr genau, ob der Bedarf tatsächlich besteht“, versichert Pretz. Aus Erfahrung weiß er aber, dass sich die Menschen oft erst in großer Not an HELFT UNS LEBEN wenden.

Durch seine langjährige hauptamtliche Tätigkeit als Bürgermeister hat Pretz gelernt, strukturiert zu arbeiten. „Manchmal konnte ich einfach dadurch helfen, dass ich den Betroffenen nur den richtigen Leistungsträger genannt habe. Oder ich kannte die Richtigen, die weiterhelfen konnten. Da hat oft ein Anruf genügt.“

Mit Freude und Dankbarkeit denkt der engagierte Kommunalpolitiker deshalb an seine Zeit bei HELFT UNS LEBEN zurück. Bedrückend für alle Vorstandskollegen sind hingegen stets die Fälle, in denen lediglich das Leben erträglicher gestaltet werden kann. „Wir können nur helfen, aber es steht eben nicht alles in unserer Macht.“

Foto: War fünf Jahre im Vorstand von HELFT UNS LEBEN: Fred Pretz. Foto: Winfried Scholz

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Prominenz fährt für den guten Zweck

Nürburgring. Es gibt Anfragen, die kann und will man nicht absagen. So ging es auch der CDU-Landeschefin und Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner und mit ihr vielen weiteren Prominenten. Sie setzten sich bei der traditionsreichen Veranstaltung Nürburgring Classic für HELFT UNS LEBEN hinter das Steuer. Eine Charityaktion vor beeindruckender Kulisse.

Mehr als 800 Starter mit ihren Oldtimern fuhren in über 25 Rennen und Sonderläufen über den Grand-Prix-Kurs und die geschichtsträchtige Nordschleife. Der Organisator der Nürburgring-Classic, Marcus Herfort, und der Inhaber des Oldtimer-Zentrums Depot3 in Mülheim-Kärlich, Ralph Grieser, hatten sich mit Charityfahrten etwas Besonderes einfallen lassen. Wer 200 Euro für HELFT UNS LEBEN spendete, schenkte Menschen, denen es nicht so gut geht, zusätzlich ein unvergessliches Erlebnis bei der Mitfahrt in einem Oldtimer. Und dabei saß nicht irgendein Fahrer am Steuer. Zu den prominenten Piloten gehörte neben bekannten Schauspielern und Sportlern auch Julia Klöckner, frisch verheiratet mit Ralph Grieser. Sie lenkte einen Ford Mustang von 1965.

Eingebunden in die Benefiz-Aktion war auch der Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein in Koblenz, Dr. Thomas Nüsslein. Gemeinsam mit seinem Team hat er herausgefunden, wem seiner vielen Patienten eine besondere Freude gemacht werden kann und eine solche Fahrt gut tut. Auch das kann vielleicht ein Stück zur Genesung und zum Lebensmut beitragen. Eines der Kinder, die mit einer Oldtimer-Fahrt über die legendäre Nordschleife glücklich gemacht werden konnten, ist Moritz Dahm. Er ist zehn Jahre alt und hat das Louis-Bar-Syndrom. Moritz wohnt in Niederzissen, liebt Porsche und malt gern.

Wie Ralph Grieser erklärte, habe man mehr als 30 Kindern eine Spritztour über den Ring geschenkt, und dabei wurde eine Summe 10 000 Euro eingefahren. „Wir wollten ihnen den grauen Alltag etwas aufhellen. Es ist auch für uns ein tolles Erlebnis, die strahlenden Augen der Kinder zu erleben“, so Grieser. Allein schon die Atmosphäre auf dem Ring, die vielen Fahrzeuge und die interessanten Menschen – das ist etwas, was die Kinder sonst nicht erleben können. So waren die Nürburgring Classics für die Veranstalter und für HELFT UNS LEBEN ein großer Erfolg.

Foto: Julia Klöckner und Ralph Grieser waren am Nürburgring für HELFT UNS LEBEN im Einsatz. Eines der Kinder, die bei der Oldtimer-Fahrt ihren Spaß hatten, war Moritz Dahm aus Niederzissen. Foto: Jochen Tarrach

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Das Tagebuch eines pflegenden Partners


Bad Sobernheim. 2,5 Millionen pflegende Angehörige sind Tag und Nacht für ihre Lieben im Einsatz – etwa Gerd Stiwitz (65) aus Bad Sobernheim. In einem 73-seitigen Tagebuch hat er seine Gedanken, seinen Alltag festgehalten – überschrieben ist der kleine blaue Einband mit „…und dann bist du nur ein Kostenfaktor“.

Es setzt am 4. Juli 2015 ein, an dem Tag, an dem seine Frau Heidi (58) ein Aneurysma (geplatzte Schlagader im Gehirn) und wenige Tage später einen schweren Schlaganfall erlitt. Ihre rechte Hirnseite ist daraufhin paralysiert, nur mühsam gelingt der Neustart. Von der ersten Sekunde an ist Gerd an ihrer Seite, pflegt sie aufopferungsvoll und hilft ihr zurück ins Leben, unterstützt von hauptberuflichen Pflegern und Therapeuten. Seine Teilhaberschaft an einem Sobernheimer Fitnessstudio mit Jürgen Loch hat er längst aufgeben, um ganz für seine Heidi da zu sein. Die Idee, das Erlebte mit Krankenhäusern, Reha-Einrichtungen und Kostenträgern niederzuschreiben, kam dem gelernten Schriftsetzer schon recht früh: „Sie entstand in der ersten Zeit von Heidis Erkrankung. Abends war ich fix und fertig, suchte nach einer Möglichkeit, zu verarbeiten, was ich erlebt habe, und das ist eine ernüchternde, eine erschütternde Ansammlung“, beschrieb er im Gespräch mit dem „Oeffentlichen“ bereits im Februar seine Empfindungen. Damals suchte er nach einem Kleinverlag, hat ihn mit Michael Müller (Special Print) in Kirn gefunden. Nächste Woche ist das Buch fertig. Dr. Willi Grüntgens, sein Sobernheimer Freund und Lektor, hat ihn beraten und auch das Vorwort verfasst.

Schon die Titel- und Rückseite mit der Ankündigung, das Tagebuch zu veröffentlichen, hat auf Facebook eine erneute Welle der Sympathie ausgelöst. 172 sogenannte „Likes“ hat er bekommen, alle wollen sie ein Tagebuch haben. Gut, denn knapp 700 Euro wird die erste Auflage (200 Exemplare) kosten. Gerd Stiwitz gibt die Tagebücher zum Selbstkostenpreis ab, weiß sich schon seit Jahren von engagierten Organisationen begleitet, beispielsweise von der Kirner Bürkle-Stiftung um Gudrun und Walter Wiest oder der Soonwaldstiftung um Herbert Wirzius sowie den Nachbarn, Freunden und Bekannten, die schon mal spontan vor der Haustür stehen und sie mit einer guten Gabe überraschen. Vom 1. bis 14. September reisen Heidi und Gerd wieder in die slowakische Adeli-Klinik, werden dort eine der besten therapeutischen Behandlungen erfahren. „Helft uns leben“, die Organisation unserer Zeitung, unterstützt das Ehepaar bereits zum zweiten Mal. Damit nicht genug: Freunde aus Bad Sobernheim um Ralf Erbach organisieren ein Benefizkonzert für Heidi und Gerd: am 2. November im Kaisersaal der Felkestadt. Auftretende Band: Goldrush aus dem Raum Trier.

Foto: Der Alltag eines pflegenden Angehörigen: Gerd Stiwitz aus Bad Sobernheim hat ein Tagebuch über sein Leben nach dem 4. Juli 2015 geführt und veröffentlicht es nächste Woche. Hinten: seine erkrankte Frau Heidi. Foto: Stefan Munzlinger

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Klöckners Traumhochzeit am Kap


Kapstadt. Mit dem Oldtimer ins Eheglück: Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat ihrem Lebenspartner, dem Neuwieder Unternehmer Ralph Grieser, überraschend das Jawort gegeben. Die standesamtliche Hochzeit fand jedoch nicht in der Heimat, sondern in Südafrika statt, wo das Paar gute Freunde hat. „Ein besonderer Moment, ein besonderer Ort und besondere Menschen“, schwärmte die in Bad Kreuznach geborene Christdemokratin von der „wunderbaren“ Feier im kleinen Kreis.

Das Glück der beiden ist noch jung. Kennengelernt hatten sie sich, so heißt es, bei der Radbenefizveranstaltung Vor-Tour der Hoffnung – einer Aktion für krebskranke Kinder, bei der die 46-jährige CDU-Politikerin und frühere Deutsche Weinkönigin von der Nahe regelmäßig und gern in die Pedale steigt. Ende Januar 2018 hatte sich Julia Klöckner dann in Aachen bei der Verleihung des „Ordens wider den tierischen Ernst“ öffentlich und sehr vertraut mit ihrem neuen Begleiter gezeigt. Später sah man sie häufiger zusammen in Neuwied. Der Unternehmer aus dem Stadtteil Heimbach-Weis betreibt im Gewerbepark Mülheim-Kärlich das Oldtimerzentrum Depot 3, das vom Verkauf über Restaurierung und Service bis zur Unterbringung ein Komplettpaket anbietet. Erst vor Kurzem hat Depot 3 eine Oldtimerveranstaltung zugunsten unserer Leseraktion HELFT UNS LEBEN veranstaltet, bei der Grieser und Klöckner im beigefarbenen Mercedes 190 SL, Baujahr 1959, teilgenommen haben. Kein Wunder also, dass das junge Glück auch in Südafrika in einem schmucken Oldtimer zur standesamtlichen Trauung und zu einem anschließenden Picknick fuhr.

Die Hochzeit kommt für die Öffentlichkeit überraschend. Für Grieser und Klöckner hingegen stand dies schon länger fest. „Er hat mir an Ostern im vergangenen Jahr einen Heiratsantrag gemacht“, erzählte die Chefin der rheinland-pfälzischen CDU unserer Zeitung. „Ostern ist unsere Zeit“, erklärte sie die Wahl des Termins, der nur Familie und engsten Freunden bekannt war. „Es war eine Privatsache, die privat gefeiert werden sollte“, sagte Klöckner. Aber auch daheim wird das Ehepaar noch zu einer Feier einladen.

Jetzt aber gönnen sich die beiden zunächst ein paar Flittertage am Kap. Die Laptops sind dabei, ein wenig wird auch gearbeitet – aber erst am Wochenende steigen sie wieder voll ein.

An ihrem Alltag zwischen Klöckners Heimat im Weindorf Guldental, Neuwied und Berlin wird sich nach Angaben des Paares nichts ändern. „Jeder hat alle Schlüssel“, beschrieb sie ihr Leben zwischen den drei Standorten, bei dem oft große Mobilität gefordert ist. Auch namenstechnisch muss sich niemand umstellen: Beide behalten ihre bisherigen Namen.

Übrigens: Auf Geschenke möchte das frischgebackene Ehepaar verzichten. Stattdessen haben Julia Klöckner und Ralph Grieser ein Spendenkonto eingerichtet. Der Erlös fließt nach ihren Angaben in die Leseraktion HELFT UNS LEBEN für Not leidende Familien in unserer Region, für die Vor-Tour der Hoffnung für krebskranke Kinder und in eine Initiative des Bistums Mainz, die bestens zum Ort der Hochzeit passt: „Future for Africa“ – eine Aktion, die Spenden sammelt für die Berufsausbildung afrikanischer Jugendlicher.

Die IBAN des Spendenkontos Grieser/Klöckner lautet: DE14 5745 0120 0130 7884 41

Foto: Heimlich ins Eheglück: Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) mit ihrem frischgebackenen Ehemann, dem Neuwieder Unternehmer Ralph Grieser, nach der Trauung. Das Paar gab sich an Ostern überraschend in Südafrika das Jawort. Foto: privat

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Auch für Jonah Hilfe gefunden

Rhein-Lahn. Seit Monaten fiebern die Menschen der Region mit den schwer kranken Brüdern Nico und Jonah aus Wasenbach und zeigen enorme Hilfsbereitschaft, unter anderem bei Typisierungsaktionen und Spendenaufrufen wie dem der Initiative HELFT UNS LEBEN unserer Zeitung. Und es gibt sehr gute Neuigkeiten, wie die Deutsche Knochenmarkspenderdatei DKMS auf der Facebook-Seite „Nico und Jonah wollen leben“ mitteilt: „Nico hat die ersten 100 kritischen Tage nach der Transplantation sehr gut überstanden. Die dritte Knochenmarkpunktion hat gezeigt, dass er das Knochenmark zu 100 Prozent angenommen hat.“ Es geht also Stück für Stück bergauf für den Achtjährigen. Und es gibt noch eine wunderbare Nachricht für seinen einjährigen Bruder: „Denn auch für Jonah wurde endlich ein passender Spender gefunden. Die Transplantation ist für das vierte Quartal diesen Jahres geplant“, heißt es von der DKMS.

Foto: Dem achtjährigen Nico geht es nach der Knochenmarktransplantation gut und auch für Jonah ist ein Spender gefunden. Foto: Facebook/privat

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Oldtimer für den guten Zweck unterwegs

Mülheim-Kärlich. Zugunsten der Hilfsaktion unserer Zeitung, HELFT UNS LEBEN, hat eine Oldtimerausfahrt mit rund zwei Dutzend herrlichen Autos und vielen prominenten Teilnehmern stattgefunden. Mit dabei waren Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU), die Deutsche Weinkönigin Caroline Klöckner und FDP-Bundesvorsitzender Christian Lindner. Veranstalter war die Firma Depot 3, die diese Ausfahrt schon seit einigen Jahren für den guten Zweck durchführt, in diesem Jahr auch für die weltweite Sozialstiftung Skate-Aid von Titus Dittmann.

HUL-Vorsitzende Manuela Lewentz-Twer bedankte sich bei Depot-3-Inhaber Ralph Grieser dafür, dass er HUL seit einiger Zeit unterstützt. Sie war in Begleitung von Verlagsgeschäftsführer Thomas Regge und HUL-Geschäftsführer Hans Kary nach Mülheim-Kärlich gekommen. Dort berichtete sie über die Arbeit von HELFT UNS LEBEN und schilderte einen Fall, bei dem eine Frau durch den Tod ihres Lebensgefährten in finanzielle Not geraten ist. Diese muss sich jetzt allein um ihre beiden Töchter kümmern, eine ist von Geburt an querschnittsgelähmt. Konkret in diesem Fall hat Ralph Grieser geholfen. Manuela Lewentz-Twer sagte: „Ich hoffe, wir werden noch öfter zusammenarbeiten.“

Grieser, dessen Geschäftsbereich sämtliche Leistungen rund ums Thema Oldtimer umfasst wie Verkauf, Restaurierung, Service, TÜV-Abnahme und Unterbringung, erklärte, dass er von dem Arzt Dr. Peter Billigmann auf HUL aufmerksam gemacht wurde. Der Mediziner nahm ebenso an der Ausfahrt teil wie neben anderen Persönlichkeiten der Debeka-Vorstandsvorsitzende Thomas Brahm, der Inhaber der Koblenzer Fahrradfirma Canyon, Frank Arnold, und der Bendorfer Unternehmer Nikolaus Schär.

Ralph Grieser fuhr mit seiner Lebenspartnerin Julia Klöckner in einem beigefarbenen Mercedes 190 SL, Baujahr 1959. Weinkönigin Caroline Klöckner, nicht verwandt mit der Ministerin, steuerte in Begleitung ihres Bruders Alexander eine wunderschöne „Pagode“, einen Mercedes-Benz 280 SL von 1971. Die Technik bereitete ihr keine Probleme. „Ich stamme aus einer Ingenieursfamilie“, erklärte sie lachend. Christian Lindner fuhr mit seiner Partnerin Franca Lehfeldt einen BMW M5 von 1985 aus dem Fundus von Depot 3. Von dort stammt auch der Mercedes-Benz 300 SL, Baujahr 1987, den HUL-Geschäftsführer Hans Kary steuerte. Zu bestaunen waren unter anderem ein Ferrari 348 und einige Porsche 911 aus verschiedenen Epochen. Ziel der Ausfahrt war ein kleiner Ort in der Nähe von Marburg/Lahn. Hier befindet sich ein privates Museum mit einer der größten Sammlungen historischer Rennwagen.

Foto: Von der Mülheim-Kärlicher Firma Depot 3 startete eine Oldtimerausfahrt zugunsten der RZ-Hilfsaktion HELFT UNS LEBEN. HUL-Vorsitzende Manuela Lewentz-Twer und HUL-Geschäftsführer Hans Kary sowie Mittelrhein-Verlag-Geschäftsführer Thomas Regge freuten sich über die vielen prominenten Teilnehmer, darunter Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, Deutsche Weinkönigin Caroline Klöckner und FDP-Bundesvorsitzender Christian Lindner. Foto: Winfried Scholz

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Mitsingparty: Spaß für den guten Zweck


Feldkirchen. Spaß haben und etwas für einen guten Zweck tun – das will Jens Martienssen Gründonnerstag, 18. April. erneut miteinander verbinden, wenn er um 20 Uhr ins „Alt Wollendorf“ zur großen Mitsingparty einlädt. Der Eintritt ist dabei frei, die Gäste werden aber gebeten, eine Spende für HELFT UNS LEBEN zu geben. Die Leserinitiative der Rhein-Zeitung setzt sich für Not leidende Menschen in der Region ein und will unbürokratisch da Hilfe leisten, wo Menschen durch die Maschen des Sozialsystems rutschen oder an starren Schranken der Gesundheitskassen scheitern.

„Die Idee für die Mitsingparty kam mir, als mir jemand vom Rudelsingen erzählte. Da hat es bei mir klick gemacht, weil ich das aus meiner Collegezeit in England kenne und immer schon mal in meiner Heimat machen wollte. Die Leinwand mit den Texten wirkt wie ein Magnet auf das Publikum, wenn man das Lied kennt“, sagt der Chiropraktiker aus Feldkirchen und ergänzt: „Singen ist gesund, und fast jeder singt auch gerne. Es macht einfach riesig Spaß. “

Im Unterschied zu anderen Veranstaltungen gleicher Art gibt Martienssen vor dem Gesang immer noch ein kleines Rätsel auf. So projiziert er vor jedem Song ein Bild an die Wand, und die Gäste dürfen raten, welches Lied folgt. Allzu schwer dürfte das jedoch nicht werden, da Martienssen aus seinem durchaus umfassenden Repertoire nur etwa 60 der bekanntesten Lieder für die Mitsingparty vorbereitet hat, wie er mitteilt. Rock-, Pop-, Swing-, Schlager-, Tanz- und Trinklieder will er mit seiner Gitarre spielen, und dann sollen alle singen: „Falsch, laut und mit Begeisterung. Denn gemeinsam klingt es immer gut“, sagt er. Bei der ersten Auflage vor zwei Jahren kam das übrigens bestens an. Im Spendentopf lagen am Ende mehr als 500 Euro für den guten Zweck.

Foto: Jens Martienssen lädt zum Mitsingen ein. Foto: privat

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Comeback in Etzbach: Lampenfieber spielt im Herbst


Etzbach. „Lampenfieber“ geht an Bord: „Weiber und Wunder“ sind zu erleben, wenn die Amateurtheatergruppe nach einem Jahr Pause wieder spielt. Im November wird das neue Stück an der neuen Spielstätte Bürgerhaus Etzbach aufgeführt. Zu einer ersten Lesung kamen die Schauspieler jetzt zusammen.

Am großen Tisch sind alle sehr gespannt, als Christa Bitzer die dicken Textmappen austeilt. Denn für ein paar Jahre hatte die Regisseurin die Stücke zwar eigens für Lampenfieber aufbereitet, sich jedoch auf andere Autoren verlassen. Nun hat sie wieder selbst zur Feder gegriffen und den seit Jahren erfolgreichen Schauspielern ihre Rollen auf den Leib geschneidert: „Weiber und Wunder an Bord“ stammt komplett aus Christa Bitzers Feder.

Zum Inhalt: Drei Frauen nehmen an einer Flusskreuzfahrt teil. Ihr Ziel: Sie wollen reicher von Bord gehen, als sie vorher waren. Zu dumm, dass die eine zwar Hochdeutsch spricht, dafür aber den IQ eines Küchenstuhls hat, und die anderen beiden nicht so durchtrieben sind, wie sie selbst meinen. Wer Lampenfieber kennt, kann sich vorstellen, was für ein Spaß das wird, denn die Rollen werden verkörpert von den „Altmeisterinnen“ Anne Preuß, Renate Krämer und Arlett von Glasow. Bevor die drei Damen mit Kräuterpülverchen und Wahrsagerei ihren Reibach bei einem selbst ernannten Casanova, einem Muttersöhnchen oder einer Schriftstellerin mit Schreibblockade machen können, müssen sie aber erst einmal am cleveren Schiffspersonal vorbei. Und der schweigsame Gast der Bar ist ebenso wenig hilfreich wie die flotte „Madame Franziska“. Schon bei der ersten Lesung am runden Tisch war klar, dass den Fans wieder ein paar vergnügliche Stunden bevorstehen. Und auf das Bühnenbild an Bord der „MS Lampenfieber“ darf man ebenfalls gespannt sein.

Die Aufführungen 2019 finden nur an zwei Wochenenden statt, denn das Bürgerhaus Etzbach bietet mehr Plätze als die alte Spielstätte in Breitscheidt. Wie gehabt wird jedoch freitags bis sonntags gespielt, und der Eintritt kostet unverändert 10 Euro. Nur die letzte Sonntagsaufführung ist als Benefizveranstaltung zugunsten von HELFT UNS LEBEN 2 Euro teurer.

Der Vorverkauf beginnt am 30. September im Blumen- und Dekohaus (Hamm, Lindenallee 39), bei Blumen Pattberg (Oppertsau), bei Michaela Neuhaus (Hamm, Lindenallee 11), bei Christa Bitzer (Breitscheidt) und bei Dörner-Moden (Altenkirchen).

Foto: Am großen Tisch sind alle gespannt: Autorin Christa Bitzer teilt die Rollenbücher aus. Foto: Silvia Patt

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Familie Hahn braucht Glück

Urbar. Gaby Hahn aus Urbar (Kreis Mayen-Koblenz) und ihre Töchter Jenny (28) und Julia (10) mussten in ihrem Leben schon zahlreiche Rückschläge verkraften und Probleme meistern. Im vergangenen Jahr verstarb ihr Lebensgefährte Berthold Klinkhardt. Gaby Hahn spricht immer noch von „meinem Mann“. Er war der Vater der beiden Kinder. Tochter Jenny sitzt wegen einer angeborenen Querschnittlähmung im Rollstuhl. Durch den plötzlichen Tod von Hahns Lebensgefährten verschärften sich erheblich die finanziellen Probleme der Familie. Auf Rat einer Bekannten hatte sich die Mutter an die RZ-Hilfsaktion HELFT UNS LEBEN (HUL) gewendet.

Beim Besuch der HUL-Vorsitzenden Manuela Lewentz-Twer und HUL-Geschäftsführer Hans Kary bekannte die 53-Jährige ganz offen: „Mein Mann war ein herzensguter Mensch, aber er konnte nicht mit Geld umgehen.“ Er ist im vergangenen Jahr in der Nacht vor seinem Geburtstag plötzlich auf dramatische Weise im Beisein der beiden Kinder gestorben.

In der Folge häuften sich die finanziellen Probleme der Familie. Gaby Hahn ist noch dabei, die nicht unerheblichen Bestattungskosten in Raten zu bezahlen. Weil sie nicht verheiratet waren, bekommt sie keine Witwenrente. Vor dem Tod des Vaters kümmerten sich beide Eltern im Wechsel um die Pflege von Tochter Jenny. Dies übernimmt nun ein Pflegedienst. Daher entfällt für die Familie das Pflegegeld. Der verstorbene Vater arbeitete als Kameramann bei Kanal 10. Außerdem hatte er eine kleine Firma für Hausmeisterdienstleistungen. Dafür besaß er einen Kleintransporter, der auch für den Transport von Jennys Rollstuhl entsprechend ausgebaut war. Kurz vor dem Tod des Mannes gab es daran einen größeren Defekt. Die Reparaturkosten beglich die Mutter aus dem Verkauf des Autos. Zum Transport von Jenny im Rollstuhl bleibt ihr noch ein 18 Jahre alter VW Caddy. Gaby Hahn sagt: „Ich bange täglich, dass hier wieder was kaputt geht.“ Weil sie wegen ihrer schwer behinderten Tochter nur halbtags arbeiten kann, hat sie nur ein geringes Einkommen. Als Inklusionshelferin betreut sie beeinträchtigte Kinder an der Urbarer Grundschule. Tochter Jenny arbeitet in der Koblenzer Rhein-Mosel-Werkstatt. Die Anhängerin der TuS Koblenz spielt wie ihr Vater begeistert Tischtennis. Dreimal in der Woche trainiert sie bei der Koblenzer Rollstuhl-Sportgemeinschaft. Auch die jüngere Schwester spielt Tischtennis. Daneben tanzt Julia in der Garde des Horchheimer Carneval-Vereins. Gaby Hahn sagt: „Trotz aller Schicksalsschläge lassen wir uns nicht unterkriegen. So erziehe ich auch meine Kinder.“

Manuela Lewentz-Twer und Hans Kary waren sich nach dem Gespräch einig: „Diese Einstellung und vor allem ihr ständiges Selbstbemühen wollen wir würdigen. Wir wollen Ihnen helfen.“ Diese Mitteilung löste bei Mutter und Tochter Freudentränen aus. Die HUL-Vorsitzende Lewentz-Twer betonte abschließend: „Ihr Schicksal geht auch mir ganz nahe. Man braucht auch mal Glück. Sie haben es verdient.“

Foto: Die HUL-Vorsitzende Manuela Lewentz-Twer (links) und HUL-Geschäftsführer Hans Kary (Mitte) wollen Gaby Hahn und ihrer schwer behinderten Tochter Jenny in ihrer prekären Lage helfen. Foto: Winfried Scholz

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